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Gießener Anzeiger.
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Deutschland.
lassen, wenn
reit in französischen Gefängnissen abbutzen zu lasien. w ;
habe dieses Anerbieten jedoch abgelehnt, weil es thre Souveranet ch z
schränken geeignet sei.
$ s München, 23. Ian. Abgeordnetenkammer. Debatte üb"' die Beschwerde des Bischofs von Augsburg. Referent Hauck begründet das Majorttats.Referat, wonach Vie Beschwerde als berechtigt erachtet wird. Darauf spricht Volk als <
Bet vem jungnen ^ritcene^iunv ,
geschmackvoller Weise die in der diplomatischen Routme ub che Versicherung^^ , Friedens und ewiger Freundschaft vermredeu worden. ,^!^«,aründuna in den I kerrechtlichen Ueberlieferungen hatte unzwesethaft seine M 9 .^ischcs Pro- 1 tatsächlichen Verhältnissen. Während jensefS der Vogesen kein poli tisch cs gramm ohne den offenen oder verschämten Hinweis auf di H ff S zenden Revanche den Volksneigungen zusagte, gab die offcntl. j' . Ausdruck, land« tem Mißtrauen gegen die FriedinSliebc Frankreich« un^lt^ArAml.n(l ,um Leider ist nicht zu erkennen, daß flch in diesen Beziehungen ein U s, Befferen herauSgestellt hat; denn der etwa« zurückhaltendere f rotl,
Presse ist augenscheinlich nicht da« Symptom beruhigteren Stimmung, l der" nur da« Erzeugniß der im Bi«marck'schen Erlaß »°m 7. D-cemb '( ». J. enthaltenen energischen Mahnung. Je weniger °b°r d°r Fnedensstan zw^sch beiden Länveru stch durch moratische Bürgschaften befestigt hat, um so weh t y muß die deutsche Politik aus die materiellen Unterpsanber legen,welche «h , geiz der französischen Regierung und die Rachegelüste der franr°stsch n Nn'i°n m Schranken h 'lten Wenn daher von Pari« au- de. Gedanke angeregt »Kd, durch finanzielle Anstrengungen die Räumung der noch occupirten secp P *
beschleunigen, so haben doch derartige Profeete geringe Au-stcht auf Erfolg. J» den Bestimmungen de« Fri-densvertrag-« find nicht nur die Betrage d j i
Darmstadt, 23. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Januar den Oberbkreiter bei dem Hofstall Georg Balser zum Reitlehrer bei der Landes-Universität zu ernennen.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben durch Entschließung vom 5. l. MtS. dem Großh. Stadtrichter Carl Theodor Muhl in Gießen, in Anerkennung seiner heute fünfzigjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, das Ritterkreuz erster Claffe des Ludewigs-Ordens zu verleihen geruht.
Mainz, 20. Jan. Der bis jetzt nicht ohne Rücksicht auf die unzweifelhafte Stimmung der katholischen Bevölkerung von den Ultramontanen zurückgehalkene Unfehlbarkeitsdrang scheint nun doch zum Durchbruch kommen zu sollen. Zur Stichprobe wurde die höhere Classe einer hiesigen aus Mitteln des Staates und der Stadt dotirten Schule ausersehcn, obschon der neutrale Charakter dieser (realen Bildungszwecken gewidmeten) Anstalt sie gerade nicht als den richtigen Ort für dogmatische Experimente erscheinen läßt. Nach der Einleitung, daß ihm zu Ohren gekommen sei, daß auch unter seinen Zöglingen nicht der rechte Glaube an das neue Dogma und die ganze Ehrfurcht für diese Satzung der „Kirche" zu herrschen scheine, und nach belehrender Ausführung über das Wesen detselbcn (natürlich vom jesuitischen Standpunkt) forderte der katholische Religionslchrer zu thatsächlicher Anerkennung des neuen Glaubensartikels durch Hersagen derselben 1 unter Aufstehen von den Sitzen auf. Von den 50 Schülern erhob sich darauf 5 nur Einer, mehrere erklärten die neue Lehre für ihnen unverständlich. Ob eine 1 neue „Belehrung" versucht werden wird, scheint zweifelhaft. Man scheint jedoch i endlich den Wühlereien der Jesuiten in den hiesigen Schulen entgegentreten zu t ttoHen ; '^d°m dem Bern-bm-n t?« 'Ghu.naiiuMS, an ov. '
£ IfluitVn SSTÄ™ <S* f« welch- in beiden Ansta ten ] viele Jünglinge geworben wurden, ergangen ist. , >
Mainz. Dem „Fr. I." schreibt man von hier: Wahrend dte letzten Cyaffc- vvtsdiebstähle'dieser Tags vor dem Ajsisengerichte mit Derurtheilung zweier Be- , tbdllflten zu schweren Freiheitsstrafen geahndet wurden, scheinen die Lockungen zu olchen Veruntteuungen fortzubestehen. Man spricht abermals von un°.klarl.ch-n Lücken in den Vorräthm. Nachdem die belgischen Uni-,Händler verschwunden find, haben fl» nunmehr englische Firmen eingestellt, welche Gebote bi« zu 48 Fran ver Stück, aber vergeblich, g-than haben. Wie -« sch-mt, besteht h°h-rm Ott« nicht die Abflcht, di- eroberten Handwaffen zu veräußern, sonder» er istder
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vollständige Herstellung in iuwim es,mb-
ist auch, daß in den Munitionswerkstättm -in- znm The» vonwe.bl ch-r Hand^ arbeit unterstützt- Rührigk-i. herrscht, so daß b-r- t« sammNick- Bestände und Vorräthe auf den vollen Umfang der Schlagsertigkeit gebracht sind. „
Wiesbaden, 23. Jan. Die Generalversammlung der Taunusbahn-A-tionare hat einstimmig den FusionSvertrag mit der LudwigSbahn angenommen und die Auflösung der Taunusbahn-Gefellschaft beschlossen.
Berlin, 22. Januar. Wie da« „Memorial Dtplomatique" erfahrt, habe die französische Regie,ung auf ihr Betreiben um Freilassung der noch in DeuW- land in Hast g-bli.ben-n 150 französischen ,ie3«Sefa"fln «« ern “u D-ulsch!and erhalten, _ diese 6traf8«fa»£«enna* 8«n"« i™4Ä|n ,
‘ 6 ,f"^n' Jcnh/rn auä> üle Listen für die Zahlung«, und Räumung«.
। v r , un^ als Fx^dtnsbedingungen vorgeschrieben. Eine Verkürzung der verab» redeten Fristen ist bekanntlich von dem Ermessen Deutschlands abhängig gemacht, wenn Frankreich finanzielle Garantieen bieten kann, welche von der Reichsreqie- rung als den deutschen Interessen genügend anerkannt werden. Unter den obwaltenden Umstanden ist es nicht denkbar, baß Frankreich finanzielle Leistungen zu bieten vermag, welche Deutschland veranlassen können, die in dem Besitz des territorialen Unterpfandes enthaltene Sicherheit aus den Händen zu geben.
Berlm, 23. Ja«. Die Ernennung des Geh. Oberjustizraths Falk zum Cultusmmister ist jztzt als definitiv anzusehen.
Göttingen, 18. Jan. Sicherem Vernehmen nach haben die Unterhandlungen mit Professor Jhering in Wien zu einem für Göttingen erfreulichen Re- fultate geführt; er hat den Ruf angenommen, nachdem die von ihm gestellten Bedingungen von Berlin aus Gewährung gefunden. — Als Privatdocent für das Fach ccr Geschichte hat stch in den letzten Tagen Dr. Alft-d St-,n habiliiirt, ftuher am Archiv in Karlsruhe angefiellt, literarisch bekannt, besonders durch seine Schrift über die 12 Artikel der schwäbischen Bauerschaft.
Aus Baden, 19. Jan. In der Presse war aus dem Dorfe Mückenloch ein Fall untgerheilt worben, daß der katholische Geistliche die ku^zc Abwesenheit eines in gemischter Ehe lebenden evangelischen Mannes (er mußte feiner kranken Frau wegen zum Arzt) benutzte, um dessen Kind hinter dem Rücken und gegen den Willen des Mannes katholisch zu taufen, in aller Eile, so daß der Pfarrer sich nicht einmal Zeit genommen haben soll, den Ornat anzulegen. Daraufhin gab der betreffende Pfarrer die Berichtigung ab, daß die in Rede stehenden Ehe- wollen, unrb^TtMito, aWcti»mmilich-n
müssen, daß prot-staniisch- Srautleul^r^.^V-®»h»on w-i er darous bestanden, daß di-s-lb- Erklärung in den
wmd-, „und di- Hausfrau hält an ih,-w Eh°°-,irag- s-st" , setz V°r Psarr-r hinzu. Wie man fleht, werden die Eingang« erwähnten Borkommn ff- durch> diese 'Lerichtigung" eigentlich nicht widerlegt. Wie dem fei,
»ot einer widerlichen Seelcnjäg-rei. Das Gesetz vom 9. Oct. 1860 über „v,e Ausübung der ErziehungSrechte in Bezug auf die Religion der Kinder bestimmt, daß der Baier das Recht habe, die Religion, in der da« Kind erzogen werden solle, zu bestimmen. Nach der Begründung zum Gesetz ist dieses Bestimmung«.
joenn, VH»».!,."... ........ .-v * ff recht ein Ausfluß der elterlichen Gewalt, welche nach O R. S. 973 wahrend
in kürzester Zeit besohlen worden. Richt ohne Interesse t£m $aler allein zustcht. Rach L. R. 1388 können ^-r Rechtt ,
---------- ° stch aus der elterlichen Gewalt adlciten, durch Vertrag nicht Si^malert werd-n. Demgemäß sind solche Bestimmungen im Ehevertrag ganz unnutzes Geschreibsel. Das ^Gesetz hat auf diese Weise der Jagd auf Kinderseelen einen Riegel vorge- Loben und der G-waltthä.igkeit psäsfisch-r Eiferer gegen Eltern ein> Ende g-. macht, wenn letztere den Muth zur Beschwerde gewinnen. Sonst ist fr-^ch da« Schauspiel: der Psarrer al« Advocat b-r Frau gegn da« Recht des Manne«, widerlich genug. , L1 '-»• ,
Stuttgart, 19. Januar. Der „Magdeb. Ztg." wird von Mer g-sch-'-b-n i Seltsame Gttüchte schwirren durch die Lust E« zieht sich -u. G-wtt.er zu am- erhalten, cieji «rraigesange»-» •>»«/ o... Strak- men, d-ff-n Vorboten schon seit einiger Zeit sichsbur waren.und da ß
wenn die sranzosische Regierung sich v-rpflicht-n wolle, di-s-lb-n ihre^O ras Sitzung des Budgets de« auswättigen Di-nstc- sich »» -nttadenl droht, sranzösischen Gefängnissen abbüßen zu lassen. D.e sranzostsch '3äKtunfl « Haft« macht man die »"'rgroßten Anstrengungen, daß auch d e
■ - ~ ■ - - ------— ^»'.«»-"-tat-r-cht- iu be. ^fanttfd)afUpi!jltn Wien und München sorterhalten werden, nicht blo« Die in
gerade mit den Hosen von Wien und München in einem unmittelbaren Zusam- menbanac bleiben will. Drückt nun der Hof in diesem Sinne au das Minlste "uw so drückt das Ministerium in dem gleichen Sinne wieder auf di- Kammer. Man irzähit stch unglaubliche Dinge von dem Drucke, den die Ministcii i«i e « R,ch,nna sich tdaubtn. So sollen an alle Mitglieder der Kammer, welche zugl-ich Staatsbeai^e ffM, Schreiben gerichtet worden sein, in welchen d-ns-lb-nder Wunsch der Regierung in geradezu droh-nd-r Weise nah-g°l-gt »M-n b'


