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Montag öek 18. November
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fkelf vtertrljährig L fl. Z2 ?e. äU K>?lng»rlyhn. Dnrch bi« hEzyge» vierteljährig f 2S fr.
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Erscheint täglich, mti %uew nähme Sonntags.
Expedition: Eanzletberg, Lit. B. Nr. 1.
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Cooperation ab, während die von England projcctirte Expedition, welche Sir B. Frere, weiland Gouverneur von Bombay, unternehme wird, selbstverfiänd- lich der sympothischln Zustimmung der anderen Staaten versichert ist. Die Ex- pedition soll bei dem Suitan von Zanzibar einen Vertrag durchsetzen, und man hegt in London, wie es heißt, die Hoffnung, daß alsdann mit Hülfe des «Sultane der Sklavenhandel an der ganz«n Küste Afrikas nach und nach verschwinden werde. (K. Ztg.)
Berlin, 15. Novbr. Die „N. Pr. Ztg." schreibt: „Ein hiesiger Corre- spondent erzählt in einem rheinischen Blatt von einer „n uen Intrigue", welcher von geistlicher Seite gegen die Civilehe gesonnen werde, indem man es dahin bringen wolle, daß bet Einführung der Civilehe die Gkistlickun zu CivllstandS- beamten gemacht würden. Wir können den besagten Correspor.denten b rühigen: besagter Plan beruht nicht aus einem Wunsche der Geisilichen, sondern au' einem, wie uns scheint, höchst unglücklichen Gedanken des EultuSmirnsterS Dr. Falk, rmd würde nach unserer Kenntniß der Dinge den hestigsien Widerstand gewiß v n Seiten der Kirche finden."
Berlin, 15. Novbr. Die Abgeordneten erklären jede Besorgniß über den Gesundheitszustand des Fürsten Bismarck für gehoben.
Berlin, 16. November. Ueber den Stand der Telegraph'uleitungen wird von der kaiserlichen Telegraphen-Direction mitgetheilt: Die Leitungen nach Paris, Köln, Hannover, Bremen, Emden, Hamburg, Stralsund, Posen Thorn sind gestört. Depeschen für Frankreich, die Rheinprovinz, Westphalen, Provinz Hannover, Braunschweig, Otdenburq, Belgien, die Niederlande, England, Hamburg, Mecklenburg, Holstein, Dänemark, Schweden und Norw'gen werden per Post gesendet. Die Verbindung mit Stettin, Königsberg i. Pr., Insterburg,
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Deutschland.
Berlin, 12. Novbr. Die Thronrede hat nunmehr osficiell bestätigt daß die KreiSordnungS-Rcform auf ihrer wls ntlichen Grundlage unversehrt aus den lktzt.n Derathungen hervorg<gangen ist, sowie auch den Entschluß der Negierung sie nut allen verfassungsmäßigen Mitteln durchzuführen. Die Kreisordnung wird dem Abgeordnetrnhause bald nach seiner bevorstehenden definitiven Consiituirung vorgelegt werden, und es wird sich dann zeigen, daß die Vertrauensmänner keinen wesentlichen Grundsatz aufgegebcn haben, wie ihnen dies auch n'cht rüge- muthkt wurde. Daß dieser und jener einzelne Punkt unter den Abänderungen seine Bedeutung hat und eingehende Erörterungen im Hause veranlaffen wird, scheint richtig. Aber die wesentlich leitenden Grundsätze des Ges.tzeS, man kann dies nicht genug wiederholen, wurden davon nicht berührt. Die Thronrede schweigt noch über die Reform des Herrenhauses, die btkanntlich für principüß beschlossen gilt, augenscheinlich, weil über die Ausführung noch Erwägungen schweben. Die große Majorität, mit welcher Graf Stolberg heute zum Präsidenten gewählt wurde, hat inzwischen gezeigt, daß die Ultras, ob sie nun zum Thcil weggeblieben, zum Theil sich gefügt hoben, gleichsom durch ein scheinbares Entgegenkommen die beschlossenen Maßregeln abwenden möchten. Aehnliche Schritte sollen ja auf anderen Wegen vkisucht worden sein, aber sie batten sich vergeblich erwiesen. — Die englische Regierung harte die Staaten, welche sich im Laufe der Jahre an den Verträgen wegen Abschaffung der Sclaverei betheiligt hatten, zur Theilnahme an der Expedition gegen den Sultan von Zanzibar in demselben Interesse veranlassen wollen. Jene Staaten sahen indessen von einer activen '
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, Art Nr'
^"6lau, nach Oesterreich und Sachsen wie gestern Morgen. Nach fiü8 Urti ’ unb Bayern ist je ttne Leitung mit äußerst mangel-
Ul ^triebe. Bromberg ist heute Morgen erreicht worden.
mCn biö$er einer der bemerk.nswerthen Erscheinungen des socialen Ba en" in dem Schwindel-Institute der sogenannten „Dachauer
" ^Un^cn' lveittre Notiz genommen, als solche telegraphisch in
der üblichen Kurze gemeldet werden. Jetzt, da der lange erwartete Zusammen- ^^"folgt, da die Gerichte energisch gegen die Schwindlergruppe Einschreiten, 10 E" dullungen über das clericale und journalistische Treiben der Isarstadt in 11 i4\ tTi 1 e a ft 4» w . * rv. r '• < « • «" u wir unfern Lesern so überstcht-
N f?’ ®r»eg 'a ^batsächliche «fttheift», wie letzt-n« tcfonter« durch die „9i. fr. 9>r „grff goutn. , Pr.", „Nürnb. Corr.", Augsb. SB Da. fUg.«
“”6, tUm"® Und,‘ 9?0*r-" jur Kenntniß gelangt ist. Don der Sfl6nr» ?tr ®d,tofntel' 3"9"ute, welche unter dem Titel „Dachauer m°tk n sversprechen hoher Zinsen den minder bemittelten Klaff'» ihr
M s U4t"' *9 el8fIlt1'^ nur di-j-mge interessant, welche als Muster- tnstltut der anderen anzusehen ist, die Bank des Fräuleins Adele Spttzld-r. Dieses Frauleen Adele Spetzeder, früher eine mittelmäßige Schauspielerin, soll von jeher ^''^nsgeschaste eine besondere Fähigkeit bewiesen haben. Im Laufe dieser Geschäfte nun bildete sich nach und nach die Praxis au«, welche vorzuosweif- a “ qUf' btn *6rt 1,lld,tleri6e ^nk hatte, verursachte. Sie gewährte nnn b V» $°6!te fc,t'6 Zinsen im Momente, wo bei ihr das Geld
lA-r. ca6"1!. 8 n‘V6ar ou61 Zu einer Zeit, wo man in München zu 41/ pCl. lahrlich überall Hypotheken haben konnte, wo jede Bank nur 5 xSt p a
8f°nb ^L@PrCCtr ,i0 Brachte ihr jemand 100 fl auf
h .i sm' zahlte sie gleich von vorn herein 30 fl. = 10 pE,. 3]nren au d>er Monate im Vorau«. Nach Verlauf von drei Monaten zahlte sie abermals 120^0 n°* einerm hatte also der glückUch- Darleiher an Zinsen schon
l2? 9; iU'Nckcntpfange» und war außerdem noch im Besitz eines Wechsel« des Fräuleins Adele Spttzeder, welch- Wechsel bisher noch immer prompt honorirt ®U4be”' ®er 6üilie Schwindel hätte nun wohl kaum jemals diese
rt8en lr,eltte tin Zusamwenbrechen desselben gradezu alt eine ’ "scheinen laßt, wenn nicht Fräulein Spitzeder auf wahrhaft 6eoSünb,n för und ihr Geschäft Reelame zu mache» Daß sic selbst eine Zeitung gründete, außerdem zwei andere Togesblätter !oU, unb sich in b'esen auf wahrhaft unanständige Werse beweihräuchern lt-ß — fast t-de Nummer dieser Schmutzblätter brachte erbärmlich- Gedichte an die „aütta- baben b,r 3lr”£n" v- f- ®- — >st wen'g bcmerkenswertb, das
hk r, T 8aton,,,; *nte«flan* ift aber in hohem Grad-
m 0,1 9e lte »"staud-n, sich die Sympathien de« Ultramonta- nismus zu sichern. Die ultramontane Partei wurde von der schlauen Schau, nn f bcd-utende Summen, die sie für Kirchenbauten, fiir Eerichtung
t°td/,^ ®t'tDen^ufcrn und wahrscheirrlich auch für die Forderung echt (utüolitotr 3e,tunflEn ausgab, gewonnin. Außerdem hatte sie einzelne Mitalleder oer Gerstlichkeit an der Hand, welche den Rus ihrer Frömmia eit verbreiten m ,„ .
e |Ob|i hus stet«, selbst vor Gericht und im
®rQu|t- dar einen halben Schuh groß ist, sie machte Wallfahrten nach^tllt! Oetting und anderen heftigen Stellen, in jedem ihrer Zimmer war ein riesengroßes Crue stx - kurzum alles das war brillant arrangirt. Die genialste Ree,ame war
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. Polizeiliche Bekanntmachung.
=,,,wwS'JZTÄ”9,« ®‘ro6ra Wi«»-,-tt b-teeff-nd.
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wochrnttich dreimal - Dienstags, Donnerstags und Samstags N a ch m i t t aas wraiältta "und ?!!s. !'A Etftrefen'. überall bis zur Mitte der Straße oder Gaffe
dann sind dre Straßen an dem dresem Feiertage vorhergehenden Tage zu reinigen. ' ° ^»ugend kehre» und remigen zu lassen. Ist der Kehrlag ei» Feiettag,
Straße liegen bleiben. “ °n,t’8e U"r“‘^ mu6 al8balb oon ber ®trn6e entfernt werden. Haufen von Schnee und Eis dürfen über Nacht nicht auf freier
Wassers hindernden Dingen frei’ t>to6cn. ®lutbgra6en' nIIe ®°ffen und Rinnen müssen immer offen und oon allem Schlamm, Unrathe, überhaupt von allen den Abzug des zu beftreum. - den Häusern, Mauern, Gärten, Hosräumen rc. herziehenden Fußpfade alsbald 2-3 Fuß breit mit Sand 0J „toe
B wneXlfa ikgÄ?er Bten°g7°nf'die Straß"e77eLt'^d" ”7""™ 'st untersagt.
Ä^nden Personen zur Reinigung der Straßen erstreckt sich in der Regel nur ®erhblder außerhalb der Stadtthore
nahmsweik auch eine wette: gehende Remigung zeitweise anzuordnen, welche Anordnung alsdann bei ätoibuna be^ ycf!?9(n!6 ^er Localpolizeibehörde aus-
Gießen, N l^°L7mb°er°L72°^^^ 114 beS P°lftchStr»fg°ofetzbuchs mit SWj 3“ btW" ift
Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen Nover.


