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deutschen Reiche." Sollte man es für möglich halten?! Am 11. Nov. 1870 Die Deputaten Coitin, Legitimist, und de Janee, Orleanift, haben sich jetzt tadelt er denverfolgung-süchtigen JnfalUbiliSrnuS des ganzen veuischen Epi-copatS, ebenfalls en einem offenen Schreiben für die konservative Republik ausgesprochen, der über Nacht seine Ueberzeugung geändert hat" und ain 20. Sept. 1872 DasBien Public" constatirt deren Bekehrung mit großem Wohlgefallen. Laut erklärt er,im gleichen Falle würde er wie der Amtsbruder Krementz handeln!"National" wird Ozenne heute Abend mit dem neuen Handelsvertrag aus London Am 20. Sept. 1872 nennt er dasAbfall vom Glauben" undIrrlehre," was in Paris erwartet. Einiges Aufsehen macht es hier, daß der Prinz von Jo.n- er am 11. Nov. 1870 noch mit Drangabe seines Bischofsamtes festzuhaltcn gelobt, vtlle bei Thiers gewesen ist, um denselben wegen der vor der Permanenzcommis, um diedie Ruhe des Gewissens" nicht zu verlieren: Am 11. Nov. 1870 ist sion abgegebenen Erklärungen zu beglückwünschen. Ein Circular des Kriegs- ihm der" infallibilistlfche Religionsunterricht, am 20. Sept. 1872 der nicht- Ministers verbietet den Offizieren jede Betheiligung an politischen Kundgebungen, infallibilistische Religionsunterricht das schrecklichste, was er sich denken kann! gleichviel von welcher Partei sie ausgehen. Dem Minister war bekanntlich der Kein Work weiter! Wir fragen: Heißt ein solches Verhalten nicht das Christen- Vorwurf gemacht worden, er schreite nur gegen die Republikaner ein und lasse thum zum Kinderspott machen?" Freilich, nichtdas Chlistenthum", aber den die Royalisten ruhig gewähren.

ultramontanen Clericalismus!

Ratzeburg, 15. Oct. Das gesummte hiesige Regierungspersonal ist zu Neu- jahr gekündigt und wird von da an auf Wartegeld gesetzt. Ein Verzeichniß der künftig zu besetzenden Stellen ist ihm mitgetheilt, um seine Wünsche zu ver- nehmen.

Metz, 12. Oct. Die Vertheidiger M Marschall Bazaine haben, wie die Patrie" meldet, zwei Mandanten nach Elsaß-Lothringen geschickt, um einige be­sondere Details zu untersuchen und Zeugen zu dem Zweck auszutrciben, gewiffen materiellen Thatsachen zu widersprechen, aber dieser Schritt soll ohne Erfolg ge­blieben sein. Unter der ganzen Bevölkerung der Gegend herrsche eine unbeschreib­liche Fcindseligkeit gegen den Marschall, und man könne die Eröffnung der De- batten hier kaum erwarten.

Amerika.

Newyork/ 15. Oktober. Die Besitzer von Petroleumquellen und Vertreter anderer Bctheiligten aus den Petroleumbezirken haben sich dahin geeinigt, die fernere Ausbeutung der Petroleumquellen bis dahin zu fistiren, wo der Preis per Faß Petroleum 5 Dollars betrage. Auf dem Michigansee ist der Dampfer Lak Labelle" gesunken, wobei 5 Passagiere ertranken. Auch werden noch 2 Bootsladungen mit anderen Passagieren vermißt.

Local'Notiz.

Gießen, 18. Oktober. In heutiger Schwurgerichtssitzung wurde stud. Fayett aus San Gabriel wegen Tödtung des stud. Neuling im Duell zu 2V4 Jahren und stud. Hofmann wegen Beihilfe hiezu resp. als Cartelltraqer zu 8 Tagen Feflimq verurtheilt.

WeeBesssS.

80V4

Oberhessen

983/4

4%

I

B

1882r 1885r

1887r

Oestr 1858t 1860r 1864t

SSrsennachrichteB.

17. Octber 1872.

fl. 250 v. 1854 893/4

Prloritätü6oor;0

Loose 947/g

A eilen.

Frankf. Bank 145 Va

Frankf. Vereins-Kasse 161 Vz

Darmst. Bankact. 509 V2 Wien Bankaotien 1018 Oea'L. Oreditaot. 3591/2

Galizien 249 1/2

98>/2 96

971 6 963/4

e n 3Wo » 95 Bayer. 50/0 100

4/a% 1jährige 100i/8

40/0 1jährige 93/4 Würtemb. 4Va°/o Obi. 993/4 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 993/8 Oesterr. Silberrante 65*/8

AeiieKi.

50/0 östr. F. St. E. B. 360

Lombard. Bahn 2191/2

Ludwigsh.-Bexbach 202

Maxbahn

Bayer. Ostbahn 132

Rhein-Nahebahn-Act. 55

Hess. Ludwigsb.-Act. 1781/2

Geidsorten. fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 58^-59 Pistolen . . 9 4244

Frankreich.

Paris, 16. Der. Maurice Richard, bei welchem Prinz Napoleon sich auf. gehalten hatte, hat an den Präsidenten der Republik ein Schreiben gerichtet, wel­ches in äußerst heftigen Ausdrücken gegen die Verletzung des Hausrechtes protesttrt.

griffen hatte und die ultramontanen Führer eifrig bestrebt waren, sie in immer weitere Kreise zu verbreiten und die feindlichen Kräfte zu organisiren; selbst die offene oder heimliche Förderung, welche dieses Streben bei einzelnen Kirchenfürsten fand, erklärte man sich al« besondere Kampfeslust von Heißspornen; daß aber die vereinten Bischöfe Deutschlands, die, wie allgemein eingeräumt werden muß, die große Mehrh it aller deutschen Katholiken hinter sich haben die Masse folgt ja stets'dem Gewohnten und Gegebenen sich am Grabe eines Heiligen versammeln konnten, um Gebete zu verrichten und gleichzeitig ein in jeder Zeile Haß und Wuth gegen das Reich und feine Regierung athmendes Manifest an ihre Getreuen zu erlassen, hat die kühnste Erwartung übertroffen. Dies ist der Emvruck jener Denkschrift, wie er sich in der gesammteu deutschen (nicht ultramontanen) Presse kundgiot. Eine solche Sprache Haden sich die Vertreter einer Kirche, deren Reli­gion die Liebe predigen soll, noch niemals gegen ernen Staat erlaubt. Nicht ein­mal im Juli 1870 haben die Franzosen durch Verdrehung der Thatsachen ebenso viele und unwahre Anklagen gegen uns erhoben und mit gleicher maßlosen Hef­tigkeit zum Kampfe gegen uns geschürt, wie die Erznschöfe und Bffchöfe_ des etgeaen Landes. Und Alles dies aus Linern anderen Grunde, als weil der Staat in einigen wenigen Fällen in rechtmäßiger Weise von den ihm zu Gebote stehen- den Mitteln Gebrauch gemacht hat, um sich selbst gegen offene und verdeckte An­griffe zu schützen und unzweideutige Uebertretung der Gesetze zu ahnden. (D.Pr.)

n doppelte 9 4345

Holl. fl. lOSt. 9 5355 Ducaten . . 5 3436 20 Frankens1*. 9 2122 Engi. Sover. 11 4850 Ruhs. Imper. 9 4345 Dollar in Gold 3 251/2 - 26^

Papierrente 60 Vs Spanier, neuest. 3% 29 V< amerik. Bonds 1881r

Preuae. 4*/a% OWig. IOOV2 Frankf. 31/2% Obi. 87>/g Nass. 41/,0/g Obi. 991/2 Kurheas. 4% 94 Gr. Hess. 5% Obi.

Prioritäten.

30/0 öster. Stsb.-Prior. 573/4 30/o öst. s. Lombard 51 3% IJvomeser 381/4 5% Tosoaner 50/0 Elisabeth.-Prior. 85 do. II. Emiss.________,

Anlehenslooee, Darmstädter fl.50Loose 203

»25 553/<

Kurh. 40 Thir. Loose 72 Nassau 25 fl. 473/4 Braunschweiger 223/< 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 40/g bayr. Präm.-AnL H23/4 40/0 badische Loose 1 tO*/2 Badische fl. 35 Loose 71

Die ultramontane Agitation nimmt ihren Fortgang. Der Mainzer Vor- Börsenberichte.

stand des KarholttenvereinS ladet alle Glieder Der Kirche ein, Zweigvereine zu Frankfurt a. M., 17. October. Trotz wegen neuerdings wieder beginnender israelitischer gründen und so ganz Deutschland mit einem Nltz zu umspannen, daö im gege- Feiertage schwach besuchter Börse war die Stimmung doch eine sehr gute, vortheilhaft abstehend denen Augenblicke feine Dienste thun soll. Sehr ungelegen kommt den Häuptern von deu Schwankungen in Berlin und Wien. Auf speculativem Gebiet machte die Minder, ' o. . y «x, (fhärffle 93er- etnnahme von circa 87,000 fl. einen guten Eindruck und erleichtert den Agenten des für dieses

der Partei dte Veröffentlichung des -esele scheu' Bnefes, e sch f r ybestehenden Hauffeconsortiums sehr das Spiel. Der Cours ging wieder 2V2 fl.

urthetlung alles Dessen enthalt, was die Denkschrift des EpiScopatS behauptet und ald ge(brn Mittag. Auch Creditactien stiegen 2fl. und Lombarden 1 fl. Für österreichische glauben zu machen sucht. Das Aufsehen, welches letzteres Aktenstück macht, gibt Nationalbank halt die Kauflust noch immer an und erhöhte sich der Cours heute abermals um fl* jn immer weiteren Kreisen kund, und überall herrscht nur eine Stimme dar- 9 fl., wie denn überhaupt Banken am meisten von der guten Stimmung profitirten. Auch heute

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Allem, was vorangegangen war, Nicht erwartet. Die Bildung des Mainzer Ka- hiesigen renommirten Firma Suljbach eine Filiale in Otewyork etablirt. Bon Bahnactien tholikenvereins und der zum Anschluß an denselben einladende Aufruf, sowie die Qingen heute Elisabeth bei guter Frage weg und auch Galizier besserte» sich etwas. Prioritäten Katbollkenversammluna zu Breslau hatten gezeigt, wie die Feindschaft gegen das bei schwachem Verkehr, indeß waren doch Staatsbahn und Elisabeth beliebt. Oesterreichische deutsche Reich und seine Institutionen in jenem Vager bereits weit um sich gk- Loose von 1860 gefragt und besser bezahlt. Relchscontmental sehr gesucht.

Amsterdam

k. 8. 98 V8

Augabarg

k. 8. 100

Berlin

k. 8. 1047/s

Bremen

k. 8. 175Vs

Brüssel

k. ß. 923/4

Hamburg

k. 8. 87 Vs

Leipzig

k. 8. 105

London

k. 8. II8V4

Lyon

k. 8. -

Paris

k. 8. 923/8

Wien

k. 8. 1071/2

ditto

m. 8. 1063/4

ditto

1. S. 1063/4

Disconto

5 0/o

ALzgemeiner Anzeiger.

Besondere Bekaniilmachunqen.

Oeffentliche Aufforderung.

4826) Ludwig Horn von Trohe hat an seinen Sohn zweiter Ehe Karl Horn sein Grundvermögen käuflich abgetreten und unter diesem Grundvermögen befinden sich verschiedene Parzellen, die ausweislich der betreffenden Acten theil«) in der ersten Ehe desselben erworben und theils von dessen ersten Ehefrau eingebracht worden sind und von denen Horn behauptet, daß bei der mit seinen Kindern erster Ehe oorgenomme- nen Permögcnsauseinandersetzung ihm die selben zu .etheill worden- Dessen anwesende Kinder haben dies bereits auch anerkannt, und werden hiermit deffen unbekannt wo? abwesenden Kinder und Enkel Louis Horn, Elisabethe, Eberhard Wal-, t er's Ehefrau, und Konrad Gans, Sohn der Heinrich Gans Frau hiermit aufge­fordert, sogewitz binnen drei Monaten von heute an gerechnet diejenigen Ansprüche, welche sie etwa noch an das Vermögen des Ludwig Horn von Trohe zu bilden haben, bei dein unterzeichneten Gerichte an- rumelden, widrigenfalls ohne Rücksicht auf solche der Kaufvertrag bestätigt und der Eintrag der Parzellen auf den Namen des neuen Erwerbers in das Mutations- Ver­zeichniß verfügt werden wiro. Unter dem­selben Nechtönachlheile haben alle Diejeni­gen, welche noch Ansprüche an die von Ludwig Horn verkauften Parzellen

Weberschurzfelle.

werden in dem Landeszuchthause Marien-

schloß zur Lieferung für 1873 im Soumis- 4788) Samstag den 19. October d. I., sionswege vergeben: Nachmittags 2 Uhr,

soll das dem Kausunger Stiftsfonds ge-

senden),

1)

2)

3)

4)

5)

6)

7)

8)

hörige Gelände hinter der Schür z'scken Bleiche auf 9 Jahre, sodann die demselben Fonds gehörige, 3 Morgen 118 Klafter haltende, Wiese auf dem Hamm auf 6 Jahre, unter den bei der Versteigerung bekannt ge­macht werdenden Bedingungen, an Ort

Fensterglas,

Eichenholzdauben zu Küferwaaren, Spiritus, Soda, calcinirte, Papier und sonstige Schreibmate­rialien,

Reiserbcsen (sind Muster einzusenden), ausgeschnittenes Leder zu Fußbe­kleidungen, Rindleder, Schafleder und

Schneider und Näherinnen, gebleichtes Leinengarn Nr. 20 (sind Muster einzusendcn), Seilerwaaren, Roßhaare (Muster einzusenden), Dielen und Latten,

und Stelle meistbietend verpachtet werden. ! Gießen, den 14. October 1872.

Ludwig Germer steht, von der Horn aber nachgewiesen, daß er sie mittelst Er­sitzung erworben und die ihm darum vor­erst zugeschrieben werden soll, zu bilden haben, solche sogewiß binnen 6 Wochen von heute an bei dem unterzeichneten Genchte

blaues und graues Leinengarn 9tr. 20, Arbeits - Utensilien für Schuhmacher,

Stahl, Eisen und Eisenwaaren, Kölner Leim (sind Proben einzu-;

Oeffentliche Auffvrdenmg

4827) Ludwig Hormann von Mainz­lar ist am 3. Februar 1870 und dessen Wittwe Elisabethe, geborne Jung, am 19. Mai 1872 ohne Zurücklassung von Kin­dern und Testament verstorben und find durch das Gesetz als Miterben zu dem Nach­lasse des ersteren dessen Geschwister Anna Katharine und Philipp Hofmann aus Mainzlar und zu dem Nachlasse der letzteren deren Halbbruder Konrad Jung von Sinkershausen gerufen. Diese drei ge­nannten Personen sind mit unbekanntem Aufenthalte abwesend und werden solche darum uf Antrag der anwesenden Erb- interessenteil aufgefordert, sogcwiß binnen drei Monaten von heute an sich über An. trctung der ihnen angebotenen Erbschaft bei dem unterzcichncten Gerichte zu erklären,

anzumelden.

Gießen, den 11. October 1872.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

Bötticher.

In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmanu.

Nachmittags dahier eingesehen werden.

Marienschloß, den 15. October 1872. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction.

Scriba.

Berftelgerutlgen.

4814) Mittwoch den 30. October d.J., Vormittags 10 Uhr,

VIII/ODA fORQ 971. XI 99 521 11 23) XI ^widrigenfalls von ihnen Verzicht auf die 9) I R 29 33 5 33 7 Erbschaft angenommen und solche den auf- 10) getretenen E?ben überwiesen werden wird. 11) TO ittamorf11nn welche Gleichzeitig werden, da von den anwesenden 12) Parzelle 1/169 Tro^her Gnur unter der Rechts-l 13) td) Grundbuche noch auf dem R n wobltbat des Inventars anaetreten worden,!

wohlthat des Inventars angetreten worden, i alle, welche Ansprüche an den Nachlaß der 14) Ludwig Hormann's Eheleute zu bilden' 15) haben, hiermit aufgefordert, solche sogewiß ! binnen 6 Wochen von heute an bei dem> ------

unterzeichneten Gerichte anzumelden, widri-! Die Soumissionen sind bis zum obigen genfalls dieselben bei der Regelung des 'Termine in den vor dem Büreau der unter; Nachlasses nicht berücksichtigt werden. zeichneten Direction aufgehängtenSoumis-

Gießen, den 9. October 1872. sionskasten" verschlossen und mit der Auf-

Großherzogliches Landgericht Gießen schrift:Soumission über Lieferung von Bötticher. ......." versehen einzulegen und können

-------------die Lieferungs - Bedingungen täglich von

812 Uhr Vormittags und von 26 Uhr

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