Ausgabe 
17.1.1872
 
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83

Oberhessen

148

1864r

Braunschweiger 20

Stadt Florenz 83

Aetien.

Frankf. Bank 137

Frankf. Vereins-Kasse 1273/4

Dannst. Bankact. 460

Wien Bankaotien 891

Galizien 263

Oest. Creditact. 3491/?

Aetien.

5% östr. F. St. E. B. 414i/2 Lombard. Bahn 2163/4 Ludwigsh.-Bexbach 1973/4

Maxbahn 147

Bayer. Ostbahn 148V2 Rhein-Nahebahn-Act. 39Vz

Hess. Ludwigsb.-Act. 185 l/z

Geldaorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5758 Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. 10 St. 9 5355 Ducaten . . 5 3133 20 Frankenst. 9 1718 Engi. Lover. 11 4547 Kuss. Imper. 9 4042 Dollar in Gold 2 2425

Local-Notizen.

Gießen, 17. Januar. Einem hier in Dienst gestandenen Mädchen wurden vor einiger Zeit circa 14 Stück Kleidungsstücke entwendet und wurde die Dlcbm gestern in der Per,on eines Pfleglings der hiesigen Entbindungsanstalt ausfindig gemacht.

fInn.n Der Eiaentbüwer des Hauses, in welchem dir geistigen Getränke »erkauft w rden .st in gleichem Muße wie der Wirth für solchen Schaden haftbar Ehe. krauen 'können Schadenersatzklagen in ihrem eigenen Namen (ohne Vorwissen und Zustimmung de« Mannes) eindringen; der im Namen mtnderiahrtger Kinder ei». Ä,agende Schadenersatz wird nach Ermessen de« Gerichtes entweder ihnen selbst oder ihren Vormündern oder nächsten Angehörigen ausgezahlt.

Dieses Gesetz ist mit 35 gegen 4 Stimmen im Senate von Illinois an- oenowmen worden: doch bemühen sich insbesondere die Deutschen, welche tn den Vereinigten Staaten die Hitz- des Kampfes gegen Sabdath. und Waff-rmuckeret . tragen pflegen, das Repräsentantenhaus des Staates zur Verwerfung de« Gesetze« 1 bewegen. In einigen Neuenglandstaaten sind ähnliche Verbot. 'N Kraft, nutzen aber ganz und gar nichts; in den Staaten des Westens sträubte sich bt-h-r vte p°rsönftche Freiheit gegen solche Beschränkungen. Nicht mit Unrecht hebt man hervor, daß das Gesetz, sollte e« zur Geltung kommen, ein reAes Feld zu Er- prcssung-n bieten würde; der Ehemann trinkt fich in einem Wirth-Hause einen swirkiichcn oder stmulirten) Rausch an und die würdige Ehehaifte klagt gegen den Wirth aus dieangemessene Entschädigung". In einer großen Stadt, wie j. B. Ehicago, könnte dieser Erwerbszweig mit Erfolg aus längere Dauer betrieben werden.

Prioritäten.

3°/0 öster. Stsb.-Prior. 60!/4

3% öst. s. Lombard 843/4 3% Livomeser 40 V2 5% Toscaner 64

5% Elisabeth.-Prior. 83

do. II. Emies. 82 Vz

Anlehensloo^e.

Kurh. 40 Thlr. Loose 68 y2 Nassau 25 fl. 44

4% bayr. Präm.-Anl. 116 Änsbaoher 7 fl. ll3/4 40/0 badische Loose 115 Badische fl. 35 Loose 70 V2 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 373/6 Oestr. fl. 250 v. 1854 1858r Prioritätslocse 193 1860r Loose 933/0

BBrsennachrichten.

16. Januar 1872.

Preuss. 41/2 % Oblig. 102 Frankf. 31/2% Obi. 883/e Nass. 41/2 0/0 Obi. 995/8 Kurhess. 4% r 93 V2 Gr. Hess. 5% Obi. 102 Va n 4O/o 97 Vs 31/2% " 92

Bayer. 5% 1003/4

, 4Vs 0/n 1jährige 100

40/0 1jährige 95

Wiirtemb. 4V2% Obi. 100 Baden 4V2% Obi. 0. E. L. 99V2 Oesterr. Silberrente 63Vg Papierrente 55 V4

Amerik. Bonds 1881r 1025/8

1882r 96V4

n 1885r 96Vg

n 1887r 983/4

Spanier, neuest. 3% 32

Wechsele |

Amsterdam

k. 8. 995/g l

Augsburg

k. 8. 993/4

Berlin

k. 8. 105

Bremen

k. 8. 953/4

Brüssel

k. 8. 925/g

Hamburg

k. 8. 87V8

Leipzig

k. 8. 104V8

London

k. 8. 1173/4

Lyon

k. 8. 92'/g

Paris

k. 8. 92 V8

Wien

k. 8. 1013/4

ditto

m. 8.

ditto

1. 8.

Dis conto

4 0/o

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Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Die stürmische Hausse von gestern fand an den auswaril- aen Börlen nicht die entsprechende Unterstützung und besonders warmes B"Un welches am we te­sten gegen uns zurückgeblieben ist. Hieraufhin roatui «alurgematz heute die Course bet und wesentlich niederer alS^ gestern. Am festesten verkehrten Wiener Bankaktien, die von heute ab »clus. Dividende gehandelt werden, waS eine Differenz von 13 fl. gegen gestern ausmacht. Dle- selben gingen nach der neuen Berechnung heute zu^ 891 um.

Staatsbahn bewegten sich von 413-415, Lombarden von 2163/4217V,, Eredlt

248-®ie Aiim.ldonz-u auf Oregon, und C-Iifornia-Priorität-n sollen s-hr bedeutend fein, so daß wahrscheinlich eine Reduction der subscribirten Betrage emtreten wnd.

Handelsberichte.

«lnS her Wmiiu Starkenburg. Seit dem 1. Januar l. I. ist bekanntlich das Bestell- aeld von zwei Kreuzern für die durch die Postboten über Land getragenen Briefe m Wegfall ge­kommen ^Mehrmals hat aber Einsender bereits Briefe erhalten, welche außer der gesetzlichen Marke unnbthigerwesse mit zwei Euckreuzermarken beklebt waren. Auf diesen Ueberflup macht man das briefschreibende Publikum um so mehr aufmerk,am, da solche Marken von der chost a - gestempelt wervln und dem Abs-ud-c nicht <ueückerllatt-t weiden können.

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Gießen, den 15. Januar 1872.

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2.

3.

Der Stadtrentmeister:

Enders.

Realschule

Vorschule derselben Fortbildungsklasse der höheren Mädchen- schule, Herr Lehrer Schulinsp. Vigelius ersten Klasse der höheren Töchterschule, Herr Lehrer Mitprediger Freien sehner, einschiteßlich 30 kr. für engl. Unterricht zweiten Klaffe derselben, Herr Lehrer Cur sch manu, einschließlich 30 kr. für englischen Unterricht dritten Klasse derselben, Herr Lehrer Schmitt vierten Klasse derselben, Herr Lehrer

Lehrer Röhmer vierten und fünften Klasse der Stadtmäd­chenschule, Herr Vicar Filz . . ersten Klasse der Stadtknabenschule, Herr Milprediger L i p s

zweiten Klasse der Stadtknabenschule, Herr Lehrer Müller dritten Klaffe der Stadtknabcnschule, Herr

Besondere Bekanntmachungen.

237) Die rückständigen Schulgelder aus dec Realschule und den städtischen Schulen pro 3 und 1. Quartal 187 i können an ersten drei Zahltagen: Dienstags, Donnerstags und Samstags, noch ohne Kosten zur hieflgen Stadtkasse bezahlt wer n.

Zugleich wird bemerkt, daß das Schulgeld von jedem einzelnen Schuler pro Quartal betragt.

fl. kr.

der zweiten Klasse der Stadtmädchenschule, Herr Vicar Schäfer 40

v dritten Klasse der Stadtmädchenschule, Herr

Lehrer Jung vierten Klaffe der Stadtknabenschule, Herr

Vicar Weißgerber 40

Felsing . ......

ersten Klaffe der Stadtmädchenschule, Herr Mitprcdiger Drescher - . . . . 40

Die Annahme von 4 Schutzmännern bei der Stadt Gießen.

221) Die bisherige Einrichtung der Nacht­wache wird aufgehoben und zur Besorgung derselben sollen 4 tüchtige Männer bei einem Jahresgehalt von je 300 fl. angenommen werden. Bewerber hierfür wollen sich inner­halb 10 Tagen bei uns anmelden.

Gießen, den 15. Januar 1872.

Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Versteigerungen.

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

256) Montag den 22. Januar 1872, von Vormittags 9 Uhr an, , soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Stolzenmorgen und Philosophenwald,

nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:

I. Brennholz:

2 R.-Meter Buchen-Scheidholz,

71 Eichen-

9,5 Nadel-

2 Buchen-Prugelholz,

88,55 Eichen-

16j Nadel-

115,75 Eichen-Stockholz,

35,5 Stadel- .

70 Buchen-Reisholz,

20,10 Eichen-

6,30 Nadel-

319 Lüste Allerleiholz.

H. Bau-, Werk- und Nutzholz: 378 Eichen-Stämme mit 201,16 Cub -Meter, 100 Nadel- 61,10

28 Eichen-Stangen 1,81

7 Nadel- ,, , 0,91 »

Die Zusammenkunft fft auf den Ochsen- wiesen am Stolzenmorgen-

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsffist bis 1. Wiai 1872 gestattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 16. Januar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

258) Donnerstag den 25. d. Nits-, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, Di- strict Haide:

IG R.-Meter Nadel-Scheidholz,

56 Prügelholz,

27 Stockholz,

885 Wellen Reisholz,

169 Nadel-Stämme und

83 Stangen

versteigert werden.

Wieseck, den 16. Januar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck Lang.

Iagdverpachtung.

252) Die am 11. Februar d. I. leih­fällig werdende Wald- und Fcldjagd in der Gemarkung Mainzlar soll

Donnerstag den 15. Februar d. I, Nachmittags um 1 Uhr, auf hiesigem Rathhause auf 6 Jahre ander- weit verpachtet werden.

Mainzlar, am 16. Januar 1872. Grobherzogliche Bürgermeisterei Mainzlar.

Vogel.

Versteigerung.

243) Donnerstag den 18. l. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in der Behausung der Frau Schul­lehrer Rabenau Wlttwe dahier:

1 2 Kühe, 1 Mutterrind, 3 Schaafe, 2

Wagen, 1 Pflug, 1 Egge, 1 Schlitten, 2 Elaviere, 1 Glasschrank, 2 Kleider- I schränke und sonstige Geräthschaften; fer-