England
Rumänien
Frankreich
Rom seine feind-
selbst, welche bezw.
Paris, 12. Aug. lieber den Prozeß Bazaine macht der „Rappel" folgend? Mittheilungen, deren Richtigkeit freilich dahingestellt bleiben muß:
Der Hauptpunkt des Prozesses war die Frage, ob es wahr ist, daß der Angeklagte rechtzeitig von dem Marsche des Marschalls Mac Mahon nach Norder in Kenntniß gesetzt worden war. Nun hat die Untersuchung jetzt den offenbaren Beweis gewonnen, daß am 26. August, in dem Augenblicke, da auf dem Pacht- Hofe von Grimont die Conferenz der Corpsführer der Rheinarmee stattfand, der
erreichen. Einer von ihnen ist glücklich wtedergefunden und von dem mit be: Untersuchung betrauten General Sere de Riviere vernommen worden; er wir! auch in der öffentlichen Verhandlung vor dem Kriegsgericht erscheinen. Des-lei chen hat die Untersuchung festgestellt, daß der Marschall Bazaine verbotene Be Ziehungen mit dem Feinde unterhalten hatte. Man hat in Saint-Avold eine!
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im Kreise der Ehe und in der Gleichheit der Kinder, die in dieser Freiheit ae- boren werden, das einzige richtige Auskunftsmittel empfiehlt.
Italien.
Gastem, 9. Aug. General Moltke ist unangemeldet und unerwartet und bouquetlos mit der ordinären Personenpost angekowmen — und heute Morgens ist er ebenso unabgemeldet, unerwartet und bouquetlos wieder abgereist. Es braucht Niemand zu wissen, wann ich reife!" — sagte er zu seinem Badeärzte, Dr. v. HönigSberg. „Mir ist am wohlsten, wenn man mich still meine Weges gehen läßt."
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SHom, 8. Aug. Gestern wurde der Deputirte Bertolami unter allgemeiner Lheilnahme der römischen Bevölkerung begraben. Sehr bemerkt wurde die Assistent des betreffenden Pfarrers. Derselbe erklärte, er wisse nichts davon, daß der Der- slorbene Deputirter gewesen sei, und sei auch nicht verpflichtet, dies zu wissen. Vermuthlich aber lag fernem Verfahren eine geheime Instruction vom Vatikan zu Grunde. Man hat dort den ungünstigen Eindruck wahrgenommen, den das Der- bot des kirchlichen Begräbnisses der Deputirten gemacht hat, und beliebt nunmehr eine laxere Praxis einzuschlagen. Wie soll eS auch anders möglich sein, da ia doch nächstens klerikale Deputirte ins Parlament geschickt werden sollen? — Die „Perseveranza" schreibt: Die französische Regierung setzt noch immer ihre Bemühungen fort, dem Erzbischof von Paris den Cardinalshut zu verschaffen, und sie scheint jetzt sogar auf Erfolg zählen zu können. Es heißt, der Papst wolle jetzt etwa zehn neue Cardinale ernennen, und zwar wären zu dieser Würde außer dem Erzbischof von Paris ausersehen Mons. Manning, Mons. Deschamps, Mons Merode, Mons. Pacca und die Nuncien Chigi, Falcinelli und Oreglia.
Rom, 10. Aug. Entgegen der Behauptung der „Germania", daß Pater Bekx, der Iesuitengeneral, nicht einmal an die Berufung einer allgemeinen Versammlung der Oberen des Jesuitenordens gedacht habe, melden die „Ital. Nachr" daß in Versammlungen, welche in Gegenwart des Generals Pater Bekx und vieler Oberen der verschiedenen europäischen Jesuitensectionen in der großen Aula des hiesigen IesuitenklosterS abgehalten worben sind, ausgemacht worden sei, daß so lange die Verfolgung und Verbannung des Ordens in Preußen dauere, Laien^ gefellschaften ihre Stelle vertreten müßten, indem sie ihren Eifer und die Thätia- kett für die Zwecke des Ordens verdoppeln. Es werden diesen Gesellschaften die nothigen Geldmittel bewilligt. Sie haben verschiedene Namen: „Gesellschaft der vereinigten Brüder", „Verein für das Gebet", „Brüderschaft der guten Katho- men', u. s. w. — Nach einer Mittheilung der Wiener „Presse" haben die hiefi. gen Ordensgeneralate an die Provinziale und im Auslande befindlichen ständigen Klostervorstände eine Aufforderung erlassen, darüber zu berichten, Wege einzuschlagen seien, um eine etwaige Säkularisation des Kirchen-! Kloster- oder Orbensvermögens unmöglich zu machen.
London, 15. August. „Daily News" bringen ein Telegramm aus vom 14. August, wonach Cardinal Antonelli dem Papste erklärt habe Demission zu nehmen, wenn der Papst auf der von ihm eingenommenen seligen Stellung gegen die italienische Regierung beharre. Die Kirche werde nur Süßeren Leiden ausgesetzt fein, wenn zwischen dem Papste und der italienischen Regierung eine Einigung nicht zu Stande komme.
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viel von der früheren französischen Kundschaft zu bedienen. In letzter Zeit werden in Paris auch Frankfurt a. M. und Offenbach genannt als Concurrentinncn des etwas gebrochenen „Herzens der Welt". Es stehen aus diesen Ursachen in der nächsten Zeit Ueberstedelungen deutscher Geschäfte nach Deutschland bevor, darunter solcher, welche an 30 Jahre in Frankreich bestanden. — Für die Option der Elsaß-Lothringer, welche sich im Großherzogthum aushalten, sind die Kreisämter als zuständige Behörde bezeichnet worden. (Fr. I.)
Berlin, 14. August. Wie Vie „Stett. Ztg." hört, ist ein neuer Mobil- machungsplan in der Ausarbeitung begriffen, der bis zum 1. October in allen Theilen vollendet sein soll. Derselbe umfaßt namentlich auch die Reorganisation des gesammte« Verpflegungswesens, und unterliegt danach z. B. auch die bis- herige Einrichtung der Wagenkolonnen, sowie die Bespannung einer gänzlichen Umänderung.
München, 14. August. Zu der Meldung, daß im Tornister eines Soldaten, welcher ohnmächtig vom Exercterplatze hinweggetragen werden mußte (es war während der letzten furchtbaren Hitze) eine ganze Backsteinladung aufgefunden wurde, giebt die „Augsb. Abendztg." folgende Erläuterung: „Die Backsteine, die in dem Tornister des Soldaten gefunden worden, sie sind mit vollstem Rechte in dem Tornister, weil sie genau das Gewicht dessen repräfentiren, was der Mann bei feldmäßig gepacktem Tornister an Wäsche, Stiefeln, Reservetheilen und Patronen im Tornister zu tragen Hot. Die Backsteine und Sandsäcke sind eine praktische preußische Erfindung im Interesse der Mannschaft, deren Wäsche dadurch geschont und der zugleich die Mühe des ewigen Aus- und Einpackens erspart wird." — Die am 10. d. in Ansbach zusammengetretene Aerzte-Kammer für Mittelfranken hat den Antrag angenommen, dahin zu wirken, daß die ständige Besetzung eines Lehrstuhls für Gesundheitspflege bei den Universitäten, ferner die Constitmrung sog. GesundheitSräthe, welche mit den ärzlichen Bezirksvereinen in Verbindung zu stehen hätten an einzelnen Orten und die Unterordnung dieser GesundheitSräthe unter eine Centralstelle des deutschen Reiches angeordnet werde.
Metz, 10. Aug. Heute werden die hiesigen Väter der Gesellschaft Jesu zur Option für Frankreich schreiten, nachdem sie die nöthigen Vorbedingungen in Betreff ihrer nicht unbeträchtlichen Steuer (jährlich 5000 Franken) gestern zu regeln gesucht. Dieselben werden nicht, wie früher gemeldet, ihren Wohnsitz nach Nancy verlegen, da der Bischof von Nancy sich dagegen ausgesprochen haben soll, sondern voraussichtlich nach Belgien. — In Forbach soll am 25. d. M. ein Denk- mal zu Ehren der während des letzten Feldzuges dort gefallenen französischen^ Krieger eingeweiht werden.
Oesterreich.
Bucharest, 6. Aug. Die „Alliance latino-siave", deren Redakteur wegen Schmähung des Kaisers von Deutschland gefänglich eingezogen worden ist, erscheint e.nstivetten in rumänischer Sprache. Der Administrator der „Rumänischen Post" sitzt nun schon 14 Tage tn Haft, weil er eine Eisenbahngeschichte, in welcher ein spielt, nach der Aussage eines Conducteurs des Zuges weiter veröffentlicht hatte. Er ist angeklagt, „einen hohen rumänischen Beamten ver- leumdet und damtt beabsichtigt zu haben, Haß und Verachtung gegen die Reaie- "uug Mer zu erregen, wie das namentlich schon daraus erhellt, daß die Rumä-
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Marschall Bazaine die Depesche de« Marschall- Mac Mahon in Händen hatte, immer die größten Beleidigungen und V-rkumdunam ^"ui"
»vn deren Existenz er nicht« gewußt zu haben vorgibt. Mehr als sieben CouricräDiese angeblichen Bcleidiaunae/ S.ibh.n .äI'ga 1 6 6 8ant baust."
waren von Mac Mahon zu Bazaine geschickt worden. Dreien gelang e«, di. ulsche P°stbieJubenh-e7"auf das enisl ed ^e ^^ ^ °-« Ruma,
preußischen Linien zu passiren ^ den Oberbefehlshaber der Armee von Metz z. bahngeschichte ist aber Tha,fache und verhält stch nach der ±
, ^z wie folgt: Ein Reisender der Eisenbahnlinie Buzeu-Braila (man sag," es war ein Unlerprafeet, wenigstens für einen solchen gab er sich selbst au«) verübte einen «candal, indem er sich gegen zwei Nonnen unanständig benahm, mit einem Re- volver Feuer gab, und zwar so, daß der Zugführer gezwungen war, de" Zug zum Stehen zu bringen, diesen Herrn zu entwaffnen, nach Bratta zu telegraphiren^ wo er von der Polizei am Bahnhofe erwartet und, wie wir von einem Augen-' zeugen unterrichtet wurden, auch zu einer Geldstrafe verurtheilt wurde. Die Preffa fugt hinzu: Der Administrator der Rumänischen Post wurde durch einen Enn duc.eur desselben Zuge, dahin informirt, daß dieser Reisende ein Af-7 -wesm *‘"b *" 5r°!8e f£'n(S SfMnun« gebunden worden sei. Der Conduc,cur gab Äh VhT ®ErWe b°6 tr ben Tbatbestand dem Administrator nicht so geschiibert habe, wie der von .hm veröffentlichte Artikel lautet, sondern so, wie er 'f?f06?■ bef‘t>rieben. Mag nun Die gegebene Information des Conduc,eur« un-
~ ber C'ef‘lbe möglicherweise -ngesichis de« Staaisanwal.e« läugne,« .... Lb" 31Dmln'firall>r den ersteren schlecht verstanden haben oder felbft au« tor«» Willen das Ereigniß entstell, haben - ha, er doch nichts andere« bega" 8t"' einc n'*f flenaue Nachricht veröffentlicht, welche dem Ansehen der Lan-
• Kann man icdoch dieses Vorgehen mit den
Zeuge» gefunden, der dem Marschall in seiner Unterredung mit dem Prinzei Friedrich Karl wiederholt als Dolmetsch gedient hat. (Als ob der Prinz Fried rich Karl nicht hätte franzöfisch sprechen können!) Achtbare Bürger von Me haben die Aufmerksamkeit des Untersuchungsrichters auf diese Mittelsperson gelenkt Endlich sei noch das Detail erwähnt, daß der General de Riviere stch für dies lange und mühsame Untersuchung den Oberst Coste als Gehülfen beigesellt Hai Der Militär-Attache der österreichischen Gesandtschaft, Baron Kodolich, halt beim französischen Kriegeministerium um die Bewilligung nachgesucht, den Schieß Übungen der Artillerie in Trouville beizuwohnen. Diese Bewilligung wurde ihr jedoch nicht ertheilt. (Ist nachträglich doch geschehen. R.)
Paris/ 13. August. Als Beweis der väterlichen Gefühle des Herrn Thier I
sei erwähnt, daß derselbe vor Eröffnung der Schießübungen in Trouville ei g..., M.v ..... ,luvl BCUUUt Rundschreiben von Haus zu Haus vertheilen ließ, worin die Einwohner ersuchdesbehörden nachtheilig sein konnte werden sich nicht zu ängstigen über da- Schießen, da alle Maßregeln zur Entstellungen von Thasiachen v^chm/we^.ä/// V"
«Cüen brr Semobnrr getroffen seren, sie vor Unglücksfällen zu bewahren. Corviegangen werden, der die Minister namentlich de a ^
batte die Thorhert begangen, Thiers sein Chalet unentgeltlich zur Verfügung z die sie nie begingen? 0 ® erbrechen beschuldigt,
stellen, doch Thiers bemerkte ihm: „Es ist nicht Herr Thiers, der bei Jhne>
absteigt, es ist der Präsident der Republik; jagen Sie mir daher den Preii $ÜtEet*
ü loger auf zwei Monate." Diese Schilderungen erinnern lebhaft an die gut Der Ex-Großverir Mabmnd wd, « c-s „
Seit, wo Loni« Philippe Landpartien arrangirte und feine Damen riefen : „Comnnerbalten, bis auf Ißedete« fein $f!ü nf*, * f ff “ Qu'Dt 6°re' b'" B-f-dl cesl nature!" Außer Trouville und dem Präsidenten mit feiner neuen Ar,illerifelbe werde demnä^i, „ ? 6" a^<n' unC man versickert, der-
ist °°v Lieblingsthema jetzt in der Pariser Gesellschaft daS THema über ^An,agen Ü < «-^^ener
Ehe, über die französische natürlich, dem die Blätter ihre Spalten widmen. 3tie Stelle Zeines (Penrrnl 6 f .0UJ. Verwaltung, während er
8°>ge des scheußlichen Processe«, wo ein Ehemann scin7 Frau ge.öote. 01eXffle.irfbekleidete, .Hefts auf die Zeit vielmehr abgeschlach,et, hat sich ein großer Kampf erhoben. Herr d'Zdeville hat. u lassen/auch ist dft Rede davon^ da/ @SU,C' M baden bestechen
feine ®"mme für Schonung gegen die Ehebrecherin erhoben, auch wenn si a. und dl" jetzt mWbe ufen finb inT„^ b‘eadg-fetzt
dieselbe nicht verdiene. Dem trat der Autor der Dame aux camelias; «n» befahrens gegen hn in Gana a re 6 w'gen ungefttzltchen,. See.
Visite denoces, Alexander Duma« Sohn, als Tugendbewahrer und Cato mi-er gefallenen Größe Berlenunac? b^er $ 9C 9>"fcnfn- bie
dem Satze entgegen: „Schlag sie tobt!" (Tue la!) Und nun stellte sich zwifcheNebst unterschiedlichem M TL 3tlttr'fT'n "-»'ragen, versammelte sich Herrn d'JdeMe welcher verzeiht, und Herrn Alexander Dumas, f«»«« und brachte
schlagt, als Dritter Herr Emil de Girardin, der weder für das Verzeihen nod Der N )tr Bi- " tn* i V v, ,lne Olunde wahrte.
für das Todtschlagcn ist, sondern der in der beiderseitigen ^Freiheit beider Egfte>idha. Pascha bewM.gtc der SaUan^Mahmud Pascha"'^u!°'^m7Pascha"eL


