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Frankreich.

König sei, wenn nöthtg, zum Kampfe entschlossen, um sich auf dem Throne zu behaupten.

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Gießen, den

Großherzog

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(Eingesandt)

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Gießen. Herr Professor Massa and München, welcher für nächsten Samstag eine Vor­stellung im Gebiet der höheren Magie angekündigt hat, legte gestern Abend vor einer zahlreichen im hiesigen Ofsizierscasino vereinigten Gesellschaft die erstaunlichsten Proben seiner Kunst ab. einer eklatanten Fertigkeit und unübertrefflichen Sicherheit verwandelte er vor scharf beobachten­den Augen die Dinge, ließ aus den unscheinbarsten Gegenständen die umfangreichsten und mannig­fachsten Gestalten erwachsen, und zauberte in überraschender und frappanter Weise die phantasie­reichsten Formen und Bilder. Die Neuheit und nette Ausführung seiner Produktionen ließ den Zuschauer kaum auS seinem Erstaunen herauskommen, zumal derselbe eine ungewöhnliche Treue und Scharfe deS Gedächtnisses dieses Zauberers zu bewundern hatte. Möge das Publikum nicht versäumen, durch Besuch der angekündigten, dem Vernehmen nach nur einen Vorstellung einen heiteren und interessanten Abend zu bereiten. R-

Spanien.

Madrid. In Spanien bereitet sich eine entscheidende Wendung vor. Wenn auch die Nachricht eines Pariser klerikalen Blattes von einem Aufsiandsversuche und darauf erfolgten Hinrichtungen bald wieder dementirt wurde, so ist.die Zu­kunft doch sehr düster und die Lage des Königs Amadco eine nichts weniger al- sichere. Die Coalition aller oppositionellen Parteien kann nach der Versicherung derEpoca" als vollendete Thatfache betrachtet werden und der Aufruf der verbündeten Parteien erwähnt weder den König noch die Dynastie überhaupt.

Ein anderes Madrider Blatt, dieJgualdad" bereitet auf die Abdankung oder Abreise des Königs vor, dessen Stellung auch ein Correspondent des Brüsseler Nord" als unhaltbar betrachtet.Die italienische FregatteNovara", schreibt die neuesteJgualdad", wird dieser Tage in einem spanischen Hafen erwartet; sie soll eine italienische Familie an Bord nehmen. Gestern wurden elf Pferde aus dem königlichen Marstalle verkauft, und die Dienerschaft des Palastes hat Ordre, aus ihren Livreen den Buchstaben A. zu entfernen. Der Freiheit droht große Gefahr. Merkwürdige Ereignisse stehen bevor, die Unionisten planen einen Staatsstreich."

Wenn auch in diesen Nachrichten über die Abdankung-, oder Flucht-Ideen, mit denen man im königlichen Schloß zu Madrid sich tragen soll, Manches über­trieben sein mag, so ist bei den gespannten spanischen Verhältnissen eine Kata­strophe kaum noch zu umgehen und es ist nur noch die Frage, ob die Lösung sich in Einem Ruck ober in einer Reihe von Erschütterungen vollziehen wird.

Rußland.

Petersburg, 14. März. Der König von Württemberg ist Hierselbst ein- getroffen.

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jst j^tzt' zur Ausführung gelang t7^Wk?3iv7t"l)'orell'"''isl^MiEVfrMqW forderung ergangen, den Widerspruch zwischen den von ihm verhängten Excow- municationen und den bestehenden Landesgesetzen zu lösen. Es steht zu erwarten, daß, wenn dieser Aufforderung nicht entsprochen werden sollte, der Beschluß und das Vorgehen der Staatsregierung nicht ohne nachdrückliche Folgen bleiben wird.

Wie dieGermania" berichtet, ist der Domherr Kozmiandazu geschritten", dieNordd. Allg. Ztg." gerichtlich zu belangen, weil dieselbe von ihm erzählt, daßer sich mit einem Frauenzimmer im Bade Homburg umhergetrieben und dort den Peterspfennig verspielt habe".

Berlin, 13. März. DerD. Rchs.-Anz." schreibt:Die Ausprägung von Reichs-Goldmünzen auf Grund des Gesetzes vom 4. December v. I. ist nut thunltchster Beschleunigung in Angriff genommen worden. Es konnte mit der Ausmünzung in der Münze zu Berlin bereits in der zweiten Hälfte des Monats December v. I. begonnen werden. In den Münzstätten zu Hannover, München und Dresden wurde mit der Ausprägung in der ersten Hälfte des Februar er. vorgegangen, wogegen die Ausmünzung in den Münzstätten zu Frankfurt a. M. und Karlsruhe erst in letzter Zett ihren Anfang genommen hat. Zunächst sind nur Zwanzigmarkstücke geprägt und zwar bis 2. März d. I. in Berlin 35,096,860 Mark, in Hannover 2,237,330 Mark, in Frankfurt a. M. 18,600 Mark, in München 1,963,080 Mark, in Dresden 1,530,300 Mark, in Karlsruhe 200,000 Mark, zusammen also 41,046,160 Mark."

Das Unwohlsein, welches den Fürsten Bismarck seit einigen Tagen an das Zimmer fesselt, ist derN. A. Ztg." nach ohne Bedeutung und wird sich nach ärztlichem Urtheil verlieren, wenn der Fürst durch einige Ruhe von der Schlaf­losigkeit befreit wird, welche gewöhnlich die Folge von Ueberbürdung mit Ge­schäften ist.

Straßburg, 14. März. Für die Wiener Weltausstellung ist eine elsaß- lothringische LanveScommisston eingesetzt worden, welche aus 25 commerciellen, industriellen und landwirthschaftlichen Notabilitäten und 3 Reichsbeamten besteht und Alexander v. Sybel zum Vorsitzenden hat.

Aus Elsaß-Lothringen, 8. März. Neuerdings haben viele Bewohner des Reichslanbes ihre Theilnahme an den Geschicken Frankreichs durch Deputationen und Ergebenheits-Adressen an den Grafen v. Chambord bekundet; nicht nur aus Metz, sondern auch aus mehreren anderen Städten Elsaß-Lothringens sind An- Hänger der alten Bourbonenfamilie nach Antwerpen gewallfahrtet. In allerneuester Zeit scheiden sich jedoch dieKinder Frankreichs" in zwei Lager, wovon das eine die Bourbonen, das andere die Napoleoniden auf den Schild hebt. Für die Bourbonen schwärmen hauptsächlich die Schwarzen, und sie verstehen es vortreff- sich, das unwissende Volk kirre zu machen und es mit thörichten Hoffnungen zu erfüllen. Da wird in den Predigten in verblümter Weife auf Heinrich V. hin­gedeutet , der uns wieder mit Frankreich vereinen und den katholischen Glauben schützen werde. Schulschwestern und Schulbrüder erzählen den Kindern Legenden von Ludwig dem Heiligen und wissen nicht genug ihre Freude darüber auSzu- drücken, wie jetzt ganz Frankreich dem Nachkommen dieses Heiligen zujauchzt. Ist es doch dieser Tage bei Gericht angezeigt worden, daß im Canton Bischweiler eine Schulschwester ein neunjähriges israelitisches Mädchen, das in die katholische Schule ging, zwingen wollte, den katholischen Religions-Unterricht zu besuchen, der Nöthigung hinzufügend,es müsse, wenn Heinrich V. wieder Herr sei, doch

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katholisch werden oder sammt seinen Eltern auswandern". Und so gab in einem Dorfe Lothringens ein ultramontaner Gresfier einem Israeliten, der einen Eintrag in das Gemeinde-Register verlangte, den Bescheid, er schreibe nichts für Juden; denn diese müßten jetzt doch bald auswandern oder sich taufen lassen,wenn Heinrich V. käme". Aber auch der Verbannte in Chiselhurst versäumt nicht, sich die Wege zu ebnen. Es ist erwiesen, daß sich bei uns napoleonische Agenten auf- halten. Tractätchen werden zu Tausenden in den Dörfern verbreitet, in welchen vas dümmste Zeug erzählt wird. (Es stammt au« demselben auch das alberne Heirathsproject zwischen dem Sohne des Exkaisers und einer preußischen Pnn- ressinJ Je unvernünftiger derartige Mittheilungen lauten, desto mehr werden sie aealaubt. Selbst ein Theil des katholischen CleruS setzt seine Hoffnung, gewisser Maßen als Reserve für ein allenfallsiges Fehlschlagen der bourbonischen Anschläge, auf Napoleon III. und ganz besondere aufla bonne et sainte femmeu, t>ic gute und fromme Frau Eugenie. Ja Straßburg hielt ä. B der frühere Geschtchu- lehrer der Frau Eugenie und ehemalige Professor an der Straßburger Universität, Fustel de CoulangeS, einen sogenanntenphilosophischen Geschichtsvortrag . Die Qnkrtrrr «»rtptpn dem ..Gelehrten" Professor zu Ehren einen Ge-

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die erste sellschaftsabend, aus welchem sie dessen Verdienste schon in rahlreichen Toasten ge

- tultulu. Cluullld , dann leiser Widerspruch und zuletzt heftiger Wortwechsel, ... welchem die dankbaren Schüler ihren Lehrer al«Spion" und dieser feine aufmerksamen Zuhörer alsPrusslens" betitelte Seiner hohen Schu er n mag er nun erzählen gehen, in wie levhaftem Andenken sie in der Stadt steht, in wel­cher man sie noch vor vier und fünf Jahren mit unendlichem Jabel empfangen hatte. Unbeschadet solcher Mittheilungen, welche sich ja nur auf die französisch gesinnte Partei beziehen, glaube tch die politische Stimmung im Allgemeinen nicht zutreffender charakteristren zu können, als durch folgende Ausspruche zweier Straß­burger Burger. Der eine sagte:Ich trage Frankreich noch tm W», aber ids lebe, daß es an sittlicher und staatlicher Berdorbenheit und Zerrüttung leidet und deshalb verloren ist: ergo ich halte mich jetzt an Deutschland», worauf der Andere erwiderte:Und ich für meinen Theii kümmere mich nicht um eure Po- iitik: die Hauptsache «st bei mir, daß die Geschäfte gut gehen, seit wir an Deutsch- «and gekommen sind, und deshalb weiß ich nicht, warum ,ch um Frankreich weinen

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Derselbe Die illuftri

Beim im Dekanate Friedberg, dem zweiten lutherischen Pfarrer zu Groß Umstadt, !m Dekanate Groß-Umstadt, und ersten Schullehrer daselbst Christian Diehl, die evanaelische Pfarrstelle zu Dalheim, im Dekanate Oppenheim, dem evangelischen Diakonus zu Erbach, im Dekanate Ervach, Friedrich Gustav Rornheld, die evan- aelische Diakonatsstelle zu Groß-Bieberau, im Dekanate Reinheim, und demi mn= a chen Pfarrarnts-Candidaten Friedrich Textor aus Eudorf, tm Kreise Alsfeld, die evanaelische Pfarrstelle zu Schwarz, im Dekanate Alsfeld, zu übertragen.

6) Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- . 03 Februar den Schullehrer an der dritten evangelischen

Mädchensch'ulstklle zu Beffungen, im Kreise Darmstadt, Christian Mahr, auf fein Zachsuchen -°n dieser Stelle zu entheben, und auf der zweiten -»-mgel.schm Schulstelle zu Nierstein, im Kreise Oppenheim, zu belassen.

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6allc i3 März Die Liste der mit einer Dotation bedachten Heerführer allgemeines Staunen

h ^.Imanner wird heut endlich von der halbamtlichenProv.-Corresp.» »er« in welchem die da:

b ,?1. t benätiqt tu von uns schon slüher darüber gemachten Mlltheiiuugen. , LL heLg der Naüonaldotat.on ist nach den Entschließungen de- Ka. erS , - 'Da-k-nde/Weise crfoUt Es haben erhalten: Generalfelbmarschall Prinz « strick Kar »M Preußen Generalseltmarschall Gras Mol.ke, Krieg-Minister I grietrid) Karll wn @enetal ter gavallerie Frhr. ». Man-

'm 300 000 Thlr General der Infanterie e. Göben, General der Jn- Werder und St7atsminister Delbrück je 200,000 Thlr., General der

In anterie o^Boigts-Rhetz, General der Jnsanterie ». Franseckp, ^^rallieutenan $ 9Htvnäifhen II (III Armeecorps) und Generallieutenant v. Blumenthal ie ?50000 Ä enS Genial der Cavallerie Prinz August von Württemberg, 150,000 Lhlr-, eno « ^^nsleben I., General der Infanterie °. Zastrow, Genem der Infanterie «. Manstein, General der Infanterie v. Kirchbach, General- tteut nant » Bo e Generallieutenant v. Stülpnagel, Generallieu.enan. »- Pod- kietsti Generallieutenant v. Äameke, Generallieutenant v.Stosch, Generallieutenant v OberM °n g> fächs- Generallieutenant v. Fabriee und konigl. Württemberg.- flieuunanl re. v. Suckow je 100,000 Thlr. Dem Könige von Bayern fint lur Bertheilung nach eigener Bestimmung 300,000 Thlr. überwiesen worden.

L 66 ifPaus tiefen Angaben zu ersehen, daß nur ter

Summe aus dem Dotations-Fond- zur eigenen Prhalt'n bllt' Wcl

bekanntlich zu gleichen Theilen seinem Kriegsminister, Herrn v.

s.ißben n e. Lartmann und ». d. Tann al« Ehrengeschenk uberwic«.

Die EhrenaOchenke, die Md) Sachsen, Württemberg und Baden gingen, sind, wie aus Obigem ersichtlich, den Empfängern vom Kaiser unmittelbar zug -

Paris 13. März. Die Meldung derTimes" von augenblicklich schweben- oen Virhanolunaen zwilchen Frankreich und Deutschland wegen Bezahlung der rücküändiaen drei Milliarden ist unbegründet. Es schweben gegenwärtig keine Lerw7ndu7g"erhältenVt7welche 7a! L Verhängungen zwischen den® beiden Staaten.- Die «>

Serwentung "hau d , P i ter Suezkanalgesellschaf, hat anerkannt, daß der V rwal ung».

ratb den Statuten gemäß handelte, indem er eine neue Grundlage für D e Em- psangnahme der Zolle seststellte und sich der Umwandlung der gegenwärtig all- gemeinen in eine anonyme französische Gesellschaft widersetzte.

Nl>rsuilles 13 März. Die Nationalversammlung hat den ersten «rtiru de« Gesetzes gegen die Internationale mit 501 gegen 104 Stimmen angenommen. v - - -(HP- srnnieg sind heute Abend nach Marseille

gereist. DerAgence Havas" wird aus Spanien gemeldet, daß die Regierung die Armee concentrire und die Nationalgarde entwaffne. Es werde versichert, der