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entriffen hat. Einerseits wird nun berichtet: es halte sich am Hose von Birma seit einiger Zeit ein fremder Agent auf, der den König zum Kriege gegen Eng- land zu ermuthigen suche, und ihm die Wiedereroberunz der verlornen Provinzen und die Erwerbung von Baffein und Assam in Aussicht stelle, zu welchem Zweck er sich anheischig mache, ihm ein mit 84 Geschützen bestücktes Panzerschiff zu versch a ffen. _________ ____________ __

Local-Notizen.

(E i n g e s a n d t )

Gießen, 15. Jan. Zur Einquartierungs frage. Es ist in der letzten Zelt über die Art und Weise der Einquartierung derjenigen Soldaten, welche in der Kaserne nicht unterge­bracht werden können, viel verhandelt worden. Der Einsender dieser Zeilen erlaubt sich hier einen rur allseitig befriedigenden Losung dieser schwierigen Angelegenheit ihm geeignet erscheinenden Vo schlag der Beachtung der maßgebenden Persönlichkeiten zu empfehlen. Es kommen hierbei dreifache'Interessen in's Spiel, weiche streng gewahrt werden müssen, wenn die zu tresseude Ent­scheidung keine empfindlichen Nachtheile im Gefolge haben soll. Zunächst ist es die Einwohner­schaft deren Interesse eS erheischt, daß diese Einquartierung so wenig wie möglich druckens für den Einzelnen wird. ES sind in diesem Sinne Schritte geschehen, die jedoch bekanntlich resultat- los aebUeben sind. Sodann ist es die Militärbehörde, deren wohlberechtigten Ansprüchen gebüh­rende Rechnung zu tragen ist. Endlich ist auch das Gymnasium wegen der unmittelbaren Nach­barschaft der Kaserne und der hierdurch unvermeidlichen höchst nachtheiligen Störungen für den Unterricht sehr speciell in dieser Angelegenheit beth-iligt. Wollte man, wie vorgeschlagen wurde, einen Theil »es Militärs in dem Anatomiegebände der Veterinär-Anstalt auf den Brand unter- brinaen^ so würden jene Mißstände nur lwch vermehrt, indem alsdann das Gymnasium zwischen rwei Fe'ner käme. Diese U.belstände sind aber in dec Thal jetzt schon geradezu unerträglich, wie ieder Vater der einen Sohn in diese Lehranstalt schickt, wird bezeugen können. Unter so be- wandten Umständen dürfte es sich empfehlen, ein neues Gymnasium an einem stillen Orte lrrwa neben der Turnhalle) zu erbauen, da ohnehin der Raum kaum mehr ausrelcht, die Schüler in einer der Gesundheit nicht uachtheiligen und die Zwecke des Unterrichts thatsächlich fördernden Weise un t erz u b r in g e n. In dem alten Gym­nasium könnten alsdann die einzuquartierenden Soldaten ein sehr gutes Unterkommen finden, und wenn dieser Raum noch nicht ausreichen sollte, konnten noch mehrere andere fiScalische Lokalitäten auf dem Brand hierzu verwandt werden. Wenn die Stadt etwa den Bauplatz abgäbe, würden wohl die Landstände sich geneigt zeigen, einem dem Staate zur Last fallenden Neubau deS hrr- iraen Gymnasiums, der schon aus früheren Landtagen als ein dringendes Bedürfnis; von Seiten der Rea erung geltend gemacht wurde, ihre Zustimmung nicht zu versagen. Auf diese Werst wäre die Gemeinde verhältnißmäßiq am leichtesten belastet, die Soldaten wären, wenn auch nicht in Einem Gebäude, doch in nächster Nähe beisammen einkasernirt und hätten bei ihren Erercitren die freieste Bewegung, und die Lehrer und Schüler deS Gymnasiums wären von einem sehr be­deutende U-belstand und den storendsten Hemmnissen erlöst.

H eeiiaei-

S. 1177/16

k.

Oberheesen

97 Vs

k. S. 9113/18

Amerik. Bonds

Spanier, neuest. 3% 32 Vs

146V2

1864r

Allgemein er An Zeiger

1881r

1882r

1885r

1887r

Braunschweiger 20

Stadt Florenz 83

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Disconto

8. 91i3/16

8. 1017/16

Borsemiachrichtefi.

13. Januar 1872.

m. 8.

1. 8. -

4%

k. 8. 997/ie

k. 8. 993^

k. 8. 105

«. 8. 957/g

k. 8. 927/g

k. 8. 87

k. 8. 1047/g

Aetieei.

50/o östr. F. St. E. B. 4133/4

Lombard. Bahn 2191/4

Ludwigsh.-Bexbaeh 193

Maxbahn 144i/2

Bayer. Ostbahn 1497/6

Rh ein -Nah ebahn-A ot. 39 V2

Hess. Ludwigsb.-Act.' 184V2

1025/8 961/4 97 98Ve

83/2

Geldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5758 Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. lOSt. 9 5355 Ducaten . . 5 3133 20 Frankenst. 9 1718 Engi. Sover. 11 4547 Russ. Imper. 9 4143 DollarinGold 2 24-25

k. k.

, n 31/2% 92

Bayer. 5% n lOO/a

y. 41/2% Ijahrige 100

, 4O/o 1jährige 951/2

Würtemb. 41/2% Obi. 99Vs

Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 991/4

Oesterr. Silberrente 637/8

Papierrente 56

Actlen.

Frankf. Bank 137

Frankf. Vereins-Kasee 1281/2

Darmst. Bankaot. 4491/4

Wien Bankactien 879

Galizien 26 41/2

Oest. Creditaot. 3511/4

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 13. Jan. Die günstige Stimmung im Allgemeinen, sowie die große Liebhaberei für StaatSbahnaetien hält an, und wurden dieselben beim Beginn des Geschäfts bis 416 bezahlt. Nur nach dem Eintreffen der Berliner Notirungm, die den unfrigen nicht ganz entsprachen, wurden sie um circa 2 fl. niederer als anfangs abgegeben.

Wiener Bank-Actien, welche im gestrigen Abendverkehr schon eine bedeutende Steigerung erfuhren, wurden heute bis 885 bezahlt, auf die Nachricht bin, daß die Vorlage im österreichischen Reichsratb, wegen Abänderung der Statuten der Nationalbank, betreffend ihre vermehrte Noten­ausgabe, bedeutende Erleichterungen einräume.

Creditactien 352. Lombarden 2191/2- Anlagepapiere sehr fest. Alle Prioritäten sehr gesucht. Von Amerikanischen wurden Oregon bis 753/4 bezahlt.

Preuss. 41/2% Oblig. 102Vs Frankf. 31/2% Obi. 881/4 Nass. 41/2% Obi. 991/2 Kurhess. 4% Ä 93 Vz Gr. Hess, 5% Obi. 102i/2

Außer Cours gesetztes Papiergeld.

Anhalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859.

AnhalstKothen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848.

Anhalt-Kothen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 nnd 5 vom 2. März 1848.

Anhalt-Kothen.Bernburger Gisenbahnscheine ä Thlr. 1, 5 und 25.

Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und ä Thlr. 10 vom 1. October 1855.

Anhalt-Dessauer Landesbanknoten ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1847.

Bautzener slausitzer landständischej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850.

Bayerische Hypotheken- und Wechselbanknoten ä fl. 10 von 1859, 18-50.

Braunschweigische Bank- und Darlehensbankscheine ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842.

Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856.

Breslauer städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848.

Dänische 5-Reichöbankthaler;ettel älterer Emission von 1835, und aus einer Seite blau bedruckt.

Gothaische Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 30. September 1848.

Holsteinische Kaffenanweisungen von 1854.

Kurhesfische Leih- und Commerzbanknoten.

Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. November 1851 erschienenen.

Oesterreichische Banknoten, aus Eor.ventionSmünze lautend und die in Österreich. Währ, ä fl. 10 vom 1. Januar 1858, ä st. 100 vom 1. März 1858.

Polnische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße und rothe ä 3 Silberrubel.

Posener Provinzialbanknoten vom 1. December 1857.

Potsdamer Stadtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1849.

Reuß ältere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 15. Mai 1858.

Neuß jüngere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 29. März 1849.

Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850.

Sachsen-Weimar-Kaffenanweisungen ä Thlr. 1 und 5 von 1847.

Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ä Thlr. 1 [21/2 M j vom 31. Juli 1848.

Schwarzburg-Rudolstädter Kassenscheine a Thlr. 1 und 5 von 1848.

Schwarzburg-SonderShansener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 10 vom 11. März 1854, vom 20. December 1856 und vom 25. October 1859.

Württembergische 2-, 10- und 35-Guldenscheine von 1849 und 1850.

n 40/o

Vermischtes.

Wrfe 9 Jan DieZtg. f. Deutsch-Lothringen" erzählt Folgendes von zwei Hyänen des Schlachtfeldes: Schon seit längerer Zeit beklagten sich bie Bewohner jener Ortschaften, m deren Nähe die gefallenen Thiere und Menschen massenwe.se beerdigt liegen daß Graber sich Nachts öffneten und in unbegreiflicher Weise durchwühlt werden waren wohl gar der Ansicht das ginge nicht mit richtigen Dingen zu, eS mußte spuken u. s. w. D.e beiden in Moulinö flationirten Grcnzausseher R. und F., welche von verschiedenen Seiten aus aus die Gespenster -ü fm-rk^m g-mach. w»-d-n maven, b-schlvss-n Nacht trotz d°S °bsck-ükch-ü W.tt--S,

In t« (Sleatnb in patroaillir-n. Sie fanden die An« age der Bauer» ganz richtig, bie ®ta6« ffne ?flch «°r «icht°on selbst, sondern mit Hälfe von Spaten. Hacken n st w, welch, von ,wei Meder Strolchen ziemlich geschickt gehandhabt wurden, nnd daran- erstchtbar war, daß nn r-Hvänen den einem biestgen Wagenverl.iher zugehörigen Karren mit fnns Maltersöcken »oll Knochen verschiedener Art nnd Gattung bereits neben sich stehen hatten. Di-s.stb-» wurden^von n,n b saat-n Gcenzaufsehern nebst Karren nnd Knochen . sowie noch leeren Sacken der hlestgen Polizei Behörde überliefert und dürft, denselben, fall- eine ärztliche «rpertise da- Vorband.ns-ln von Menschenknochen bestätigt, -io. schwer. Straf- bevorsieh.n. Emer der Burschen erk art. auf R-fraaen daß die noch ziemlich frischen Knochen von hiesigen r-im,ledern geschätzt. Artikel seien std7chdürft, wohl mit®id,crbeit (m. daß di. Herr.» L.imsi.der diesen Artik.l

wohl werden fallen lassen müssen.

Handelsberichte.

©it Oesterreich. Nationalbank und die G old b-l-h NN n g. Di- österreichische wird dem Abgeordnetenhaus- demnächst eine Vorlage machen, di- für di- g,sch°ftlichen »recke von mößt Mchtigk.it ist. Bekanntlich sind die beiden letzten Krisen dadurch verschärf, mordV^daßO^die Banknoten, welche über die unbedeckt. Ziffer von 200 Millionen Gulden anSge- k-i.» wmden nur ,u dr.i Viert.lu in Silber nnd zu einem Bckrt.l in Gold gedeckt s..n dursten Wmn nun di Bank ihr. Goldb.d.ckung erschöpft hat, kann si. keine Napoleon- belehnen und Ranknoten st-ia-n um so höher Im Preise, je weniger man sich di-,-Iben gegen Gold »er.- schafft kann. Diesen, u.belstände soll nun dadurch abgeholf.n werden daß diese Goldbedeckung I -rmckert wird. Di- Bank wird daher im Momente de- Goldb-darfe- Napoleon- belehnen können, 1 wstl si. nicht mehr gebunden ist, blo- -in Viertel thr-S BaarrchatzeS in Gold zu besitzen. |

Prioritäten.

3°/0 öster. Stsb.-Prior. 597/8

3°/0 öst. s. Lombard 85

3% Livorneser 401/2

50/0 Tosoaner 611/2

5% Elisabeth.-Prior. 83

do. H. Emiss. 821/r__

Anleliensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 691/4 Nassau 25 fl. 44

4% bayr. Präm.-Anl. 116 Ansbacher 7 fl. 12

40/g badische Loose 114 Badische fl. 35 Loose 691/2 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 37% Oestr. fl. 250 v. 1854 8 U/s 1858r Prioritätsloose 193 1860r Loose 921/4

Besondere Bekanntmachung. Die Annahme von 4 Schutzmännern bei der Stadt Gießen.

221) Die bisherige Einrichtung der Nacht­wache wird aufgehoben und zur Besorgung derselben sollen 4 tüchtige Männer bei einem Jahresgehalt von je 300 fl. angenommen werden. Bewerber hierfür wollen sich inner­halb 10 Tagen bei uns anmelden.

Gießen, den 15. Januar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Versteigerungen.

Bekanntmachung.

222) Bei meiner Pfänder-Versteigerung, welche Mittwoch den 17. Januar im Saale des Gastwirths Bramm in der Neustadt stattfindet, wird gleichzeitig eine Parthie gut erhaltene Möbel, als:

1 Mahagoni-Secretär,

1 ovaler Mahagoni-Tisch,

2 Mahagoni-Consolen,

1 Divan,

3 gepolsterte Stühle,

2 Goldrahmen Spiegel,

1 Zimmer-Teppich,

1 Pendule, sowie

eine Parthie Porzellan, .öffentlich versteigert-

K- Grünebaum.

Holzversteigerung im Ettingöhäuser§ Gemeindewalde.

218) Montag den 22., Dienstag den 23., und Mittwoch den 24. Januar 1872, \

jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, | soll in den Ettingshauser Gemeindewald-j !Districten Gabrielszimmerplatz und neuer; sicher Weg, nachverzeichnetes Holz öffent-j llich versteigert werden, als:

I Montag den 22. und Dienstag den 23. Januar,

I. Bau- und Werkholz:

112 Eichen-Baustämme von 15 bis 40 Cen- timeter Durchmesser und 2 bis 10 Meter Länge,

400 Fichten-Stämme von 15 bis 30 Een- timeter Durchmesser und 10 bis 20 Meter Länge,

550 Fichten-Stangen von 4 bis 15 Eenti- meter Durchmesser und 8 bis 18 Me­ter Länge.

Bemerkt wird, daß Dienstag den 23. Ja­nuar das Eichenbauholz zum Verkauf kommt.

Mittwoch den 24. Januar, II. Brennholz:

142 Raummeter Buchen-Scheidholz,

88 Prugelholz

17 Eichen-

98 Bucben-Stockholz,

19 Eichen-

60 Nadel-

4000 Wellen Buchen-Reisholz,

750 Eichen-

1900 Nadel-

Die Zusammenkunft ist jedesmal Mor­gens 9 Uhr am Gabrielszimmerplatz

Ettingshausen, den 13. Januar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen.

Sommer.

Jagdverpachtung zu Allendorf an der Lumda.

217) Freitag den 16 Februar l. I., Mittags 12 Uhr,

soll auf hiesigem Rathhause die am 15. Februar leihfällig werdende hiesitze Ge­meindejagd in zwei Abtheilungen auf weitere 6 Jahre, vom 15. Februar 1872 bis 15. Februar 1878, öffentlich verpachtet werden.

Die Bedingungen werden in dem Ver­steigerungs-Termin bekannt gemacht.

Allendorf a d. Lda., den 13. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei

Allendorf a. d. Lda. Wagner.

V e r st e i g e r n n g.

153) Die nachverzeichneten, dem verstor­benen Schreinermcister Ludwig Rau zu Wieseck gehörenden Gegenstände solleir Mittwoch den 17. Januar, von Morgens 9 Uhr an, versteigert werden, als:

1) sämmtliches Schreinerwerkzeug,

2) 450 L3Fuß Eichenbohlen,

3) 620 lllFuß Lärchen- u. Tannenbohlen,

4) 2 Stecken Scheidholz,

5) IV2 gerissenes Prügelholz,

6) 1 Fuder Kornstroh,

7) IV2 Gerstenstroh,

8) 1 Erbsenstroh,

9) 24 Centner Grummet,

10) 9 Heu, sowie eine Parthie

Kartoffeln und Dickwurzeln.

Feilgebotenes.

101) Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer bei

Fr. Schwaab.

226) Ital. Macearoiii, Kathariiiapilauiiien, Türk. Äwetsclien, Brüsiellen, Apfelspalten, lAirscleeii, Zwetsclienkraiit, Honig, Julienne (Suppenkrauter), Gothaer Cervelatwurst, Caviar, Sardinen

empfiehlt K mit JFis e Hb « e A.

206) Tannene Bettladen und Äleider- schränke stehen zn verkaufen bei

Ph. Bauer, Schreiner, Mühlgasse Nr. 72.