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England.

die Herren verständigten sich über das Streitoboject, als über Social-Demokraten, die ja bei solchem Vorgehen nur gewinnen können. Martin Simon.

1 Börsennachrichtea.

12 August 1872.

833/8

Oberhessen

n

Zum Schuhmacher-Strik.

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KJ

U

Allgemeiner Anzeiger

1882r 96V, 1885r 971/4 1887r 971/2

A et len.

50/g östr. F. St. E. B. 360

Lombard. Bahn 224 */2

Ludwigsh.-Bexbaoh 200*/2

Maxbahn 147

Bayer. Ostbahn 138

Rhein-Nahebahn-Act. 49i/4

Hess. Lud'rigsb.-Aot.

London, 10. Aug. Unterhaus. Der Generalanwalt von Irland, Dowse, erklärte auf eine Anfrage Downings, daß der Prozeß gegen den Clonfert und die übrigen Personen wegen Wahlumtrieben in Galway Ende September daselbst be- .jnnc, __ Alle heutigen Wochenblätter begrüßen übereinstimmend die Zusammen-

kvnst'der drei Kaiser in Berlin als eine Bürgschaft des Friedens.

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 12. August. Diejenigen, welche nach vollendeter Subscription auf die französische Riesenanlcihe eine durchgreifende Belebung deS Verkehrs voraussetzten, Haden Recht behalten. Die Speculation feiert Hausse-Orgien wie seit langer Zeit nicht mehr. In erster Linie sind eS immer noch Banken, welche durch ihr consequenteS Vorwärtsschreiten imponiren und indirect auch auf die Verkehrsentwicklung anderer Effecten günstig einwirken. Heute waren eS besonders österreichische Nationalbaukactien, die durch Umfang des Verkehr- wie durch Höhe der Preis­steigerung von sich reden machten. Sie wurden nämlich bis 921 bezahlt. Ihr zunächst standen Darmstädter, bei welcher die Anmeldungen auf die Amsterdamer Bankactien in kolossalem Umfang einlaufen und die dadurch ein glänzende- Geschäft macht. Ihre Actien avancirten bis 515. Ferner stiegen Bankverein bis 15iy2, ProvinzialdiSconto, alte und junge Meininger, Oesterreich.« deutsche und Vereinebank, Hahn'sche Effectenbank über 131, sämmtlich bei umfangreichem Ver- kehr. Die andern Gattungen dieser SpecieS hielten sich zum mindesten sehr fest. Auf Bahnactien wirkte die Bankenhauffe befruchtend ein und die älteren Sorten gingen zu höheren Preisen zahl­reich auS dem Markt. Auch jüngere Sorten waren theilweise beliebt. Oberheffen fest bei 83. Von Prioritäten waren außer anderen Sorten namentlich neue 3procentiqe Lombarden begehrt. Deutsche ReichScontinental-Eisenbahnbaugesellschaft.-Actien erfuhren bei äußerst lebhaftem Verkehr eine PreiSaufbefferung bis 121. Von den HauptspeculationSeffecten verkehrten Ereditactten am umfangreichsten und stiegen rasch bis 362>/2. Auch Lombarden, die von Hamburg aus stark gefirt werden, in großem Umsatz und bis 224 bezahlt. Nur Staatsbahn blieb verhältnißmäßig unbe­liebt und ihr Cour- spielte beständig um 359V2 herum. In österreichischen Renten war wenig Geschäft bei reagirendem CourS, da Wiener Depeschen vom bevorstehenden Rücktritt des Ministers Lonyay sprechen. Französische Anleihe ohne alle- Geschäft, sie zählt bereit- wieder zu den Tobten. 1871er Russen gesucht. Türken, neue, unbeachtet. Loose und Amerikaner fest, aber still.

Aetlen.

Frankf. Bank 142

Frankf. Vereins-Kasse 152

Bannst. Bankact. 512>/2

Wien Bankactien 926

Oest. Creditact. 3621/2

Galizien 261

Wn Frankfurt a. M.

bittet

mit jeder Post

befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die ver­schiedenen Zwecke

bestgeeigneten Zeitungen

des In - und Auslandes.

"Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen.

Annoncen-Expedition

45 3etr, Frankfurt a. W. Zeil 45.

Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zürich, Straßburg, BrcSlau, Halle a. d. S, Leipzig, Stuttgart, Prag.

Alleinige Inseraten - Pacht :

Fliegende Blätter",Kladderadatsch",Figaro."

Preuss. 4i/a°/o Oblig. 103i/8

Frankf. 3i/a % Obi. 871/4

Nass. Li/-°/g Obi. 995/g Kurheas. 4% 945/0 Gr. Hess. 5<V9 Obi. 1023/8 , 4% 99

» n 31/2% 93

Bayer. 5% 1005/8

, 41/2 0/0 Ijahrige 1003/4

40/0 1 jährige 943/4

Würtemb. 41/2% Obi. 993/4 Baden 4i/2% Obi. 0. E. L. 993/< Oesterr. Silberrente 66

Papierrente 607/e Spanier, neuest. 30/0 291/4 Amerik. Bonds 1881r 995/g

(Eingesandt)

©iefeen 13. August. Am letzten Sonntag hielt der Turnverein zu L ich ein Lokal-Turnfest l tat seiner ^Gediegenheit halber Erwähnung verdient. Zu demselben waren die Turnvereine benachbarter Städte, wie Gießen, Nidda ?c. eingeladen, bedauerlicherweise aber war die Theil- nahme derselben eine sehr geringe; insbesondere vom Turnverein Gießen hätte man sich eine arößere Betheiligung versprochen und der Grund diese- Vermissen- wird wohl in der vernach­lässigten Bekanntmachung der Einladung feiten- de- Gießener Turnvorstande- zu suchen sein. Rühmlich anerkannt muß werden die Aufmerksamkeit der Sieber Turner ihren fremden Gästen aeaenüber, welche sie am Bahnhof empfingen und in Quartiere geleiteten, Spaziergänge mit ihnen machten «. s. w. Obwohl der Himmel Vormittag- eine etwa« trübe Miene machte, so erheiterte er sich nun Mittag doch zur allgemeinen Freude und war denn da- Fest vom schönsten Wetter begünstigt, ein Glück-zufall, dessen sich die Bewohner Lichs bei derlei Gelegenheiten meisten- ,u erfreuen hätten. Nach dem Nachmittag-gotteSdienft stellte sich da- Turnercorps vor seinem Gtsellschallslokale, dem Gasthaus zum Einhorn, in der Weise in Marschbereitschaft, daß es gleich­sam ein Spalier bildete, dessen Zweck später wahrzunehmen war. Mit Trommelschlag, voran der Turnwart de- Vereins, einen gewaltigen Tambourmajorsstab in der Faust schwingend, und mit flieaenber Fahne marschirte sodann der Zug dem Rathhause zu, wo die Festdamen seiner harrten. Dieselben stellten sich in der Art auf, daß da- erwähnte Spalier sie aufnahm und so gleichsam vor äußeren Unfällen geschützt schienen. Unter den Tönen schmetternder Musik bewegte sich der Zu. in gehobener Stimmung durch mehre Straßen der Stadt dem Festplatze zu, wo sich bereit- eine große Zuschauermenze eingefunden hatte und noch nachfolgte. Dre Fefidamen placrrten sich auf bereltgestellten Banken läng- de« Turnplatzes, von wo aus sie die Uebungen bequem sehen könnten Zunächst wurden einige Marschübungen vorgenommen, au- welchen die Handhabung einer strammen Dt-ciplin, ein Hauptfactor deS Turnens, hervorleuchtete. Dem folgte da- PreiS- turnen- die Uebungen bei demselben zeigten sämmtlich eine erfreuliche Kürperkraft, Fertigkeit und Eleganz und bekundeten einen regen Eifer für die schöne Sache deS Turnens, was von den Zu­schauern mit Zeichen der Anerkennung belohnt wurde. Während da- Auge an den turnerischen Leistungen sich weidete, sorgte da- Musikcorps und ein mitwirkender Gesangverein abwechselnd durch Concert- und Gesangvorträge für daS Ohr, und für Stillung de« Durste- war durch ein auteS Gla- Bier ebenfalls besten- gesorgt. Mittlerweile rückte der Abend heran und die Turner­schaft trat den Rückmarsch an, nachdem bereit- eine große Zahl deS Theilnehmer sich nach Hause begeben hatte, um spater zum Balle sich wieder zusammenzusinden. Selbstverständlich wurde die Stimmung eine immer fröhlichere da, wo alle Ideale deS Leben- vereint Zusammenwirken. Nach

mehreren Tänzen folgte bei großem Jubel im Saale die Zuerkennung der Preise, deren eS eilf

waren- die Preise bestanden in Geschenken der Feftdamen, al- prachtvollen EigarrenetulS, Albums u. dergl. So blieb die Gesellschaft vereinigt bis zum lichten Morgen, wo gewrß Jede-

mit voller Befriedigung den Heimweg suchte. Ja gewiß, es war ein schönes Fest und leb em

jfefiaenoffen wird dieser Tag ein bleibende- frohe- Andenken sein, der herrliche Verlaus desselben wird den Turnern Sich- frischen Eifer für die Sache einflüßen und dazu beitragen, ihren Verein zu einem immer blühenderen zu machen, und mit dieser Hoffnung rufen wir ihnen nochmal- zu: Gut Heil'."

Geldeorten« fl. kr.

Pr.Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4148

doppelte 9 4143 Holl. fL 10 St. 9 5355 Ducaten . . 5 3436 20 Frankenst. 9 22i/a23i/2 Engi. Sover. 11 4951 Buss. Imper. 9 4345 Dollar in Gold 2 25 -26

der Samstag-Nummer dieses Blattes befindet sich eine Notiz, die notwendig erscheinen läßt, Näheres über den Strik mitzutheilen. Umsomehr, als es darnach scheinen könnte, der Strik verliefe im Sande.

Nachdem die Meister einen Verein gebildet und zwei Delegirte zum Meister- conareß in Wiesbaden geschickt, riethen sie selbst privatim den Gesellen, sich zu ver- einioen und mehr Lohn zu verlangen. Durchbücken lassend, daß es für ihren aufzu- stelUnden Taris gegenüber dem Publikum von Werth sei. Nur durch diese Anstachelung am es, daß die Gesellen, über 50 an der Zahl, zusammentraten (was m ihrer ersten Ansammlung constatirt ward) und einen Tarrs berrethen, nach welchem em Arbeiter pro Tag 1 fl. mit Logis ohne Kost, auf bestbezahlte Arbeit verdient. Der Tarrs nebst einer in anständiger Sprache abgefaßten Resolution, wurde dem Vorstand der Meister übermittelt worauf die Gesellen einen Brief als Antwort erhielten, der ste wohl oder Übel zwang, die Arbeit einzustellen. Der Brief aitbdU aufeer ber des Präsidenten der Gesellen und daß es Un sinn sei, als Geselle zu henathen, die Mahnung, es wäre anständiger gewesen, wenn die Gesellen ruhig abgewartet hatten, bis die Meister ihren Tarif sestgestellt. Am Schluß heißt es: Wir lassen.uns unter keinen Umständen Preise von unseren Arbeitern vorschrerben. Das brutale Ab­schneiden aller Unterhandlungen, das absolute Schweigen über die Hohe des Tarifs, das Vorwerfen der Abhängigkeit (mildester Ausdruck) u. s. w., veranlaßt den Strik. Einige Meister bewilligten jedoch mit Namens-Unterschrift den Tarif (Respekt vor ihnen), konnte also bei denselben weiter gearbeitet werden. An zwanzig Gesellen reisten ab, die übrigen sinken weiter, bis auf eine kleine Zahl, bu theils mit den Meist ent ver- A wandt, theils durch Kellner spielen und Violin kratzen sich, einen Nebenverdienst schaffenUg Die Notiz irrt daher, wenn sie mit Zahlen Nachweisen will, daß die Mehrzahl arbeitet. | Wenn die Notiz weiter meint, die Sache hätte anders angefangen werden müssen, so kann das nur für die Meister gelten, die Gesellen haben in kemer ^ise Schuld. Die Meister bestimmen den Preis ihrer Waare nacy den Herstellungskosten^^rial, Lohn und Meisterprosit. Die Arbeiter bestimmen den Preis ihrer Maare, das ist.Ar- | beitskraft nach den Lebensbedürfnissen. Wer nun dem Arbeiter, wie m diesem Falle ä die Meister gethan, das Recht abspricht, den Preis seiner Waare zu bestimmen der g spricht ihm das Recht ab, als Mensch zu leben. Kein Mensch wird aber, behaupten | können, selbst die Meister behaupten es mcht, daß der Tarif zu hoch sei, sie sagen nur, | es nicht bezahlen zu können. . n 8

(yfne Conferenz der Meister und Gesellen blieb ohne Erfolg, weil die Gesellen | erklären daß das, was die Meister ihnen böten, keine Besserstellung fti. Es wird da- | ber weiter gestrikt! Die Herren befassen sich überhaupt mehrmit Nebensachen wie bezahlte Agenten u. s. w-, wovon im Tarif nichts steht und wäre es überhaupt besser, a

Prioritäten.

30/o öster. Stsb.-Prior. 59 3% öst. s. Lombard 517/g 3O/o Livorneser 3 91/4 50/g Toscaner 62

5% Eliaabeth.-Prior. 855/g do. II. Emiss. 851/2

Anlehenaloose.

Darmstädter fl.50Loose 195 25 __

Kurh. 40 Thlr. Loose 71 Nassau 25 fl. 45i/2 Braunschweiger 3O/o Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/0 bayr. Präm.-Anl. 1133/s 40/0 badische Loose 1 ll3/s Badische fl. 35 Loose 711/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 85V2 1858r Prioritätslooee 206 */2 1860r Loose 943/8 1864r w 161

WeeiieeB.

Amsterdam

k.

S. 98i/2

Augsburg

k.

8.

993/4

Berlin

k.

8.

1047/8

Bremen

k.

8.

1751/s

Brüssel

k.

8.

93i/8

Hamburg

k.

8.

87i/2

Leipzig

k.

8.

105

London

k.

8.

1181/t

Lyon

k.

8.

Paris

k.

8.

93</2

Wien

k.

8.

1065/g

ditto

m.

8.

ditto

I.

8.

1063/z

Disconto

4%

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WW«' rtriS'* *15

Die Versteigerung von Frühobst bei der Stadt Gießen.

3784) Freitag den 16. August 1872, des Nachmittags 3 Uhr,

soll das am Krofdorfcr Weg und im ehe­maligen Oswald'schen befindliche Frühobst, in Birnen und Aepfeln bestehend, an den Meistbietenden versteigert werden.

Anfang im Oswald'schen Garten.

Gießen, den 13. August 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt-

Verstelgeruugen.

3781) Donnerstag den 15. August d. I-, Ntachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigcm Rathhaus die den Daniel P lank's Erben gehörigen Im­mobilien, da Nachgebote erfolgt sind, noch­mals meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 12. August 1872.

In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.

Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachung.

3773) Im Firmen-Register des unter­zeichneten Gerichts sind heute folgende Ein­träge vollzogen worden:

1) Die Firma:Gebr. Gosst" (In­haber Christian Gossi von Groß- Lindm) ist erloschen. v £

2) Durch das am 26. Aprtl l. I. erfolgte Ableben des Guido Pilger zu Greßen hat die unter der Firma seines Namens betriebene Ctgarrenhandlung ' zu bestehen aufgehört.. .

3) Max Pilger zu Gießen betreibt da­selbst seit 29. Mai l. I. einen Cigarren­handel unter der Firma:M- Pilger".

Gießen, den 12. August 1872.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl, Stadtrtchter.

Oeffentliche Aufforderung. |

3726) Philipp Heinrich Konrad Uhrich, Sohn des verstorbenen Musketiers Konrad Uhrich u. dessen Ehefrau Marie Wilhelmine geborne Prosser dahter, getauft am 5. October 1787, ist schon feit langer Zeit mit unbekanntem Aufenthalte abwesend. Das Vermögen desselben wurde seither curatortsch verwaltet uud betragt dermalen circa 145 Gulden. Da seit der Geburt des Abwesenden ein Zeitraum von über 70 Jahren verflossen ist, so kann an dessen präsumtive Erben das Vermögen, vorerst gcgen Caution bis zum 90. Lebens­wahr abgegeben werden. Man fordert deß- ihalb den gedachten Philipp Heinrich Konrad Uhrich, dessen etwaige Letbes- oder Testaments-Erben hiermit auf, sich zur Empfangnahme jenes Vermögens binnen

vier Monaten dahier anzumelden und ge­hörig zu legitimsten, als sonst solches den bereits bekannten nächsten Verwandten zu­gewiesen werden wird.

Gießen, den 8. August 1872.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl, Stabtrichter.

FeilgeboteneS.

Neue Holland. Bollhnringc

sinb wieber eingetroffen bei

(3782) Emil Fischbach.