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998/« 1047/, 961/2 94
87% 105
119%
Börseunachrichten.
12. Juni 1872.
o,„ Frankfurt a. M. — Weben einer „rosten Angol-l der renominirteffcn in- und ausländischen Jcclnngen, als deren bedeutendste, binsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der feit langen Jahren in Fran k- nrt a. M- erscheinende „Frankfurter Beobachter" in den Annoncen-Pacht der in Frankfurt n. M bomicilirten, allgemetii bekannten Finna Nudolt Masse tibergegangen. Es darf dieses als neues Aequivalent für das der genannten Firma allgemein entgegengetragene Vertrauen bezeichnet werden.
Berlin
Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Dlsoonto
Aetlen.
Frankf. Bank 141%
Frankf. Vereins-Kasse 131%
Darmst. Bankaot. 470% Wien Bankaotien 8H6 Oeat. Credltaot. 359% Galizien —
Artlen.
5% östr. F. 8t. E. B 379 Lombard. Bahn 216% Ludwigsh.-Bexbaoh 203%
Max bahn —
Bayer. Ostbahn 145%
Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Aot. — Oberhessen n 84%
gegenüber ermächtige." Die Spora vom 8. schreibt: „Noch immer werden mili- tärische Vorsichtsmahrcgeln genommen; so stand gestern Abend die Hälfte der Garnison von Madrid unter den Waffen."
Amerika.
Ntwyork, 10. Juni. Aus Mexico eingegaugenm Nachrichten zufolge wurden die NegicrungStruppen in einem grosseren Gefechte bei Monte Morelo« gc- schlagen und ist Monterep von den Insurgenten wieder besetzt worden.
Washington, 10. Juni. Der Congrest hat sich heute auf unbestimmte Zeit vertagt. — Die Zeitungen veröffentlichen ein Schreiben Grant'« , in wel- chem derselbe erklärt, daß er die ihm angebotene Sandidatur auf die nächste Präsidentschaft annehme, versichernd, daß er der Nation mit Hingebung dienen, die Aufrechterhaltung de« Friedens im In- und Auslande anstreben und wiederum Alles zur Beseitigung von Verwickelungen thun werde, welche künftig die Lande«. Wohlfahrt stören konnten.
Der Times wird aus Philadelphia vom 10. Juni telegraphlrt, die am erb kanischc Regierung werde in die Vertagung des Schiedsgerichts zu Genf willigen, selbst aber nicht daraus anlragen. Aus Newpork wird an Daily News gemeldet, Hr. Fish weigere sich, den Anträgen auf Vertagung berührten , fall« aber da« Schiedsgericht selbst in die Vertagung willige, so werde die amerikanische Regie- rung nicht opponiren.
Oeldaorten.
fl. kr.
Pr. Frlodrdor 9 57%—58%
Pistolen . . 9 40—42
n doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Duoaten . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 22—23 Engi. Sovor. 11 50—52 lusfl. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 25 %—26%
k. 8.
k. 8.
k. 8.
k. 8.
k. 8.
k. 8.
k.
k.
k.
k.
in.
1.
4%
8. 93%
8. 105%
8. 105%
Amsterdam k. 8. 98%
Augsburg
4
Frankfurt a. M., 12. Juni. Die von uns gestern schon angcdeutete Reaction in den (Svursen der teilenden EpeculationSeffecten hat nicht lauste ans sich warten taffen, denn sie war bereit- gestern Abend schon da und drückte Staatsbahn um 5, (Lreditactien um 3 fl. herunter. Heute, wo wegen der israelitischen Pfingftfeiertage ohnedies wenig Verkehr stattfand, konnten diese Effecten die erlittene Einbuße noch nicht nachholen, halten sich aber doch ziemlich fest auf den gestrigen ^lbendcoursen, so daß Staatsbahn mit 378, Creditactien mit 358—359 und Lombarden mit 216—216% bezahlt wurden, ohne daß jedoch in einem dieser Werthe pronocirtere Kauflust vorherrschte. In den übrigen Werthen beschränkte sich das Geschäft ebenfalls auf ein Minimum und bietet der Bericht-rstattung wenig Stoff. Von österreichischen Bahnactien verkehrten Busch terader und Elisabesh" bei guter Frage. Bayerische Ost billiger zu haben, dagegen Gotthard ge sucht und höher. Von Prioritäten ging Einiges in Nordwest, Buschterader und Ungarn Galiziern um. Banken sehr still und eine Nühnce billiger. Für wnrttembergische Notenbank und Pfälzer Bankverein tauchte zwar hie und da Nachfrage auf, was aber auf den Preis nicht im geringfterl influirte. Von Loosen waren österreichische 1860er und Köln-Mindener beliebt. Oesterreichische Menten fest, aber bei geringem Umsatz.
Preuss. 4%% Oblig. 100 Frankf. 3%% Obi. 87% Nass. 4%% Obi. 99% Kurhess. 4% n 94 Gr. Hess. 5% Obi. 102% » n 4% , 98%
» n 3%0/0 n -
Bayer. 5% n 100% n 4%O/o Ijührlge 100% n 4% 1jährige 94%
Würtemb. 4%% Obi. 99% Baden 4%% Obl.o. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 65% n Papierrente 58%
Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 18Klr 99% n n tS82r 963/8
3% öster. Stab.-Prior. 59% 3% öst. s. Lombard 52% 3% Livorneser 40% 5% Toscaner 62% 5% Elisabcth.-Prior. 84 do. II. Emiss. 83%
Anlelteneiooee, Kurh. 40 Thlr. Loose 71% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 20% 3% Oldenburg, k 4OThlr. 39 4°/0 bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. — 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 70% Oestr. fl. 250 v. 1854 86% 1858r Priorltätsloose 204 1860r Loose 94% 1864r n 156 tadt Florenz —
Allgemeiner Anzeiger.
Besonbere Bekanittmachungen.
Oeffentliche Aufforderung.
2641) Nachdem über das Vermögen des Schneiders Friedrich M ü n ch von Gießen der formelle Coneurs erkannt worden ist, wird Ligutdationstermin auf
Mittwoch den 14. August l. I., Vormittag- 10 Uhr, anberaumt und sind in diesem Termine Forderungen und Ansprüche aller Art an das genannte Vermögen, sowie etwaige Vorzugsrechte anzu;eigen und zu begründen, bei Meldung stillschweigend eintretenden Ausschlusses von der Masse.
Gießen, den 23. Mai 1872.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Dr. Muhl, Scriba, Stadtrichter. StadtgerichtsAssessor.
Oeffentliche Aufforderuug.
1938) Elisabethe Sänger, Tochter des gewesenen Tambours, Michael Sänger zu Gießen, gelaust den 14. Juni 1778, ist seit einer langen Neihe von Jahren mit unbekanntem Aufenthalte abwesend. Der derselben aus dem elterlichen Vermögen zugefallene Erbtheil wurde seither curatorisch verwaltet und beträgt dermalen 180 fl. 17 kr. Man fordert nunmehr die abwesende Eli- sabethe Sänger, deren Jntestat- oder Testamentserben, sowie überhaupt alle Diejenigen, welche Ansprüche an das bezeichnete Vermögen machen zu können glauben, hiermit auf, solche dahier binnen 3 Monaten anzumelden, unter Vorlage genügender Legitimatiousurkunden, widrigenfalls über das Vermögen in anderer Weise verfügt werden wild.
Gießen, den 12. April 1872.
Grobherzogliches Stadtgericht Gießen.
I. V. d. D.:
Becker, Stadtger.-Assessor.
Versteigenmgen.
2837) Die GraSnutzung von den Schneisen deS Gießener StadtwaldeS sott
Samstag den IS. Juni 1872, Vormittags 10 Uhr, im NathhauSsaale öffentlich verwerthet werden.
Gießen, den 11 Juni 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Logt.
Guts - Vcrplichtnnq.
2855) Ein Gut in der Gemarkung Büß- seld an der Gießen - Alsfelder Staatsstraße, % Stunde von der Oberhessischen
! Bahnstation Burg- und Nieder-Gemünden, 12 Stunden von der Main-Weser-Bahn ent- i feint, bestehend in regelmäßig gebauter, i schön und bequem eingerichteter, mit Brunnen und geschlossenem Hofraum versehener Hofratthe, circa 80 Morgen Ackerland und Wiesen, bester Bonnität (dabei 28 Morgen Wiesen) nebst Antheil an der Weideberech- ligung auf den Gemeinde-Allmenden, welches am 1. October d. I leihsällig wird, soll auf weitere 12 Jahre verpachtet werden. Pachtverhandlung findet am
Freitag den 21. Juni l. I», Nachmittags 2 Uhr,
in dem TUohnhause, unter den bekannt zu machenden Bedingungen, statt, und werden Liebhaber hierzu eingeladen.
Büßfeld, den 0. Juni 1872. Provinz Oberhesser:, Grofiherzog- tOnin Hessen.
(Cpt. 41/6.) Jvl). D. Heß.
2859) Donnerstag den 20. Juni, Nachmittags 2 Uhr,
soll die Heu- und Klee-Erndte von den nachstehenden Wiesen des Herrn Heinrich Becker an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden, alö:
□fllftr.
1226 Wiese im Weiher,
888 u im Heegstrauch,
844 „ daselbst,
1600 , daselbst,
1000 v am Erdkauter Weg,
1693 Acker im Läufertsrod, mit Klee,
1667 v auf der Gänsweide,
mit Klee,
500 „ im Läufertsrod, mit
Klee.
Der Anfang wird im Weiher gemacht.
Grasversteiqerunq.
2779) Das Heu- und Grummetgras auf den Gräflichen Wiesen in Wctterselder Gemarkung soll
Dienstag den 18. d. Mts-, von Vormittags 9 Uhr an, nach Zusammenkunft auf der Ortsstrasie bei der Kirche, auf den Wiesen versteigert werden.
Laubach, den 4. Juni 1872.
Gräfliche Nctstkammer. Weber-
Hengras-Versteigernttgen der Fürst, ltch Solmsischen Rentei Ltch.
Gemarkung Lich.
2856) Freitag den 21. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr,
Wiesen der Peinmühle gegenüber, den Wie- scugrund herab bis zum Bleichgarten am Dietert, zusammen 80 Morgen.
Zufammenkuust an der Saubrücke, nächst der Peinmühle.
Gemarkungen Muhllachsen, Ober- und Nieder-Bessingen.
Montag den 24. Juni, Vormittags präcis 8 Uhr, Hainwiese, Krummwiese, Niedchen, Seewiese, Sautenkor, im Ganzen 136 Morgen. Zusammenkunft zu Mühlsachsen.
Gemarkung Burkhardsfelden. Freitag den 28. Juni, Vormittags präcis 9 Uhr, Mönchwiese und Strauchwaldiviese, im Ganzen 67 Morgen.
Zusammenkunft in der Mönchwiese.
Die Ausgebote gescheheu in Abtheilungen von ein bis zivet Morgen.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. I. gestattet.
Lich, den 11. Juni 1872.
Fürstlich Solmsische Rentei Lich. K rentier.
Holzversteigerung in der Königlichen Oberförsterei Köniqsberfl.
2839) Dienstag den 18. Juni l. I.,
Vormittags 9 Uhr, werden in den Königlichen Staatsforsten
„Bleidenberg, Lehnchen, Rothenberg,
berholz, Köpfelhecke und Rothestrauch
2 9L-Meter Eichen-Scheidholz,
2 „ Prügelholz,
50 Wellen „ Reisholz,
3 R.-Meter „ Stockholz,
57,20 „ Vuchen-Scheidholz,
68,40 „ „ Prügelholz,
3442 Wellen „ Reisholz,
140 R.-Meter „ Stockholz,
Bie- ii.
1 „ Weichholz-Vrügelholz,
100 Wellen „ Reisholz,
3 R.-Meter Radel-Prügelholz,
2150 Wellen „ Reisholz, öffentlich versteigert werden.
Die Versteigerung beginnt im Staatsforste „Lehnchen" bet Holznummer 1.
Heuchelheim, den 6. Juni 1872.
Der Königliche Oberförster:
R e u e n h a g e n.
Feilgeboteueö.
2863) Die Gras-Erndie meines Gartens im Gartenfeld steht zu verkaufen
Gg. Burckhardt.
2453) Alten Malaga, Tokeffer,
I>ry Ulatlcira, Old Sherry,
Nvthe ii. weiße Weine, verschirdene Sorten, in bekannter Güte,
empfehlen
I. A. Busch Söhne.
2842) Gut erhaltene Betten, Bettladen, Waschtische, Waschcommoden, ein runder Tisch, sowie Spiegel mit und ohne Goldrahmen, sind vorräthig und zu billigen Preisen zu haben bei
Meyer Rothenberger, Reuenweg.
2873) (Sine noch gut erhaltene zwei- spännige (Chaise zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.
2713) IWeiie Ma(jes- lläriiige empfingen
Z. A. Busch Söhue.
2870) Schöne Oberndorfer Diekwur- zel-Pflauzeu bei C. Rahn.
2868) Gute Kartoffeln verkauft
Bäcker C. Steinberger.
2860) Ein am Marktplatz gelegenes ^Kohnhaus mit Laden ist unter sehr günstigen Zahlungs^Bedingungen zu verkaufen. Näheres bet der Exped. d. Bltts.
2871) In den Buchhandlungen von I. Nicker, Ferber und Heinemann ist zu haben:
Mimst» aus Mcrhkffen,
dem deutsckien Volke erzählt
von H. Scharfenberg
(Th. Bindewald, Pfarrer in Großen- Elchen.)
Preis: 35 fr.
„Wir begrüßen in dem Verf. dieses Büchleins ein Talent, das nicht blos Caspari, G l a u b r e ch t, G o t t h e l f, H o r n, S ch u- b e r t und Stöber als ebenbürtig zur Seite gestelll zu weiden verdient, sondern selbst in frischer, gesunder Volkstbümlichktet gar manche derselben noch übertrifft. Wir haben in der That lange keine Volksschrift gelesen, welche in so vorzüglichem Maße geeignet ist, die gute alte deutsche Art unseres Volkes dem Geschlecht unserer Tage zu läuternder Beschauung in das Herz und Gedächtnih zurück zu rufen."
Verlag von
Heydcr 8t Zimmer,
Frankfurt a. M.


