Versteigerungen.
Brennholz - Lieferung.
1745) Dienstag den 16. April d. I., Vormittags 10 Uhr,
soll in der Universitäts-Canzlei die Lieferung des für das Großherzogliche Gymnasium dahier im Winter 18-%3 erforderlichen Brennholzes an den Wenigstfordernden vergeben werden.
Gießen, den 8. April 1872.
Großherzogliche Gymnasialkasse. Schmidt.
1810) Montag den 15. April d. I., Nachmittags 2 Uhr,
sollen in der Wohnung des Herrn Director Dr. Stein in der Hintergasse:
Canapb's, Commoden, Tische, Stühle, Schränke, Spiegel, Büchergestelle, eine
Mr tag I»' < ""
ÖUg;
3ufunft ®P'6t Der *rfn leinet gibt, 'S, sie “fnWofeit
lnß{t Mann n gedilbetill
nnor wegen einem Zahr us eine Aa.
10 bis 12 it unb (Selb
1 aus Phila-
Antwons» h Nachnchten
MAÜiiiten j aber dimh- licht vergessen, t von 1863, )
en Aufrnunte« ischen 3^en*‘ ngen stanven, tourt bis auf m an, diese .and, mit dem ite noch mehr jturj oes mo- lieben mochten, ruMchen Ge- ?(/ M $ubli’ irt einer lh=
herrscht immer »nzPerßen. In ms und an der Jen. Die Lage
f. Pksccal
hat nach voMi-
iebW «ne duxt in W
TÄ«. :lblid) vttn"mmrn
1 P'.rchu, mA 'm, an we^er
,, ,*4(1
S*« "» >wM«' * ®“ ,6 jm Königkeich ^chtdausstrafe I?ö”
latten -
*•*
*****
6,9,1
B*#*
„höht habe, sowie verschiedene, wenn auch ganz absurde Gerüchte politischer Natur,_ wirkte in Wie« geradezu verheerend, und der Telegraph brachte von dort Course, die purzelbaumähnlich den Weg nach abwärts verfolgten. WaS Wunder, daß man auch hieL wo man sich ohnedies von der Wiener Börse so gern in’» Schlepptau nehmen laßt, von dem Sturm erfaßt und eine Strecke weit den Berg hinunter geweht wurde, den man mit so viel Eifer erklommen und auf dessen Höhe eS so schön war? Die Course der SpeeulationSeffecten gingen denn auch Abends gleich um mehrere Gulden retour und erholten sich erst heute Mittag wieder etwas, da sich im Verlauf deS Geschäfts eine gewisse Festigkeit einstellte, die namentlich auch den Banken zu Gute kam, welche, wenn auch ziemlich geschäftölos, dock ihre Course gut zu behaupten wußten. Deutsche VereinS- dank z. B. wurde m t 129, Oesterreichisch deutsche mit 1231/2 und Bayerische Wechslerbank mit 108 bezahlt. Sehr still war eS freilich auf dem Eisenbahnmarkt, wo totale Kauflust herrschte und andererseits Eigner keine Lust zeigten, ihre Waare preiszugeben; das Gleiche gilt auch von Loosen. Nur für österreichische 1860er machte sich ein wenig Frage bemerklich. Papierrente matt, Silberrente dagegen in einigem Umsatz. Am ehesten gingen Prioritäten, namentlich neue Lombarden, wie auch die heute von der Darmstädter Filiale eingeführten Pfandbriefe der süddeutschen Bodencreditbank. Amerikaner vernachlässigt und stille
F r i s ch d ä ck e r zu Gießen.
Sonntag den 14. April. Hermann Spies in der Wallthorstraße, Louis Kämmerer auf dem Seltersweg und Heinrich Noll in der Neustadt. —...................................
MirÄZ l ietz e Mnzesge der evangelischen Gevtelnde zu Gießen. Gottesdienst.
1 Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Am 14. April. (Feier des heiligen Abendmahls.)
1 Nachmittags: Mitprediger Lips.
Die Pfarrgefchäfte für die Woche vom 14. bis 20. April 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Auszug aus den Kirchenbüchrnr der jütabt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Äopulirre.
Den 7. April. Valentin Gernand, Hülfsbriesträger dahier, aus Griesheim, des dasigen Bürgers und Bahnwärters zu Bruchenbrücken, Peter Gernand, ehelicher Sohn; und Friederike Wilhelmine Marie Klingelmeyer, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Ludwig Balthasar Klingelmeyer, eheliche Tochter.
Denselben. Karl August Martin Plank, Bürger und Kaufmann dahier, des verstorbenen Bürgers unö Oekonomen, Philipp Peter Plank, ehelicher Sohn; und Marie Karoline Stohr, des hiesigen Bürgers und Küfermeisters, Konrad Balthasar Christian Stohr, eheliche Tochter.
Getaufte.
Den 5. April. Dem Bürger und Kaufmann, Richard Scheel, eine Tochter, Anna Ida Marie, geboren den 16. Februar.
Den 7. April. Dem Stahlarbeiter dahier aus Kalbach, Krers Budmgen, Adam Weist, eine Tochter, Luise Johannette Karoline Henriette Friederike, geboren den 22£^0el&en Dem Bürger in Biedenkopf und Schlosser an der Main-Weser- Bahn, Wilhelm Bertram, eine Tochter, Katharine Elisabeth Adolfine, geboren den 8. ^c^“r|etben Dem Bürger in Groß-Buseck und Fuhrmann dahier, Heinrich Stephan, eine Tochter, Anna Philippine Susanna Katharine, geboren den 19 März.
Denselben. Dem Bürger in Bersrod und Arbeiter an der Oberhessischen Bahn dahier, Johannes Sommerlad, ein Lohn, Johannen, geboren den 22. März.
Denselben. Dem Bürger, Oekonomen und Fuhrmann, Karl Rinn, eine Tochter, Katharine Elisabeth Justine, geboren den 29. Februar-
Denselben. Dem Hülfsbriesträger Valentin Gernand aus Griesheim, em Sohn, August Karl, geboren den 18. Januar-
Denselben. Dem Bürger tn Hauten und Schlosser an der Oberhesstschen Bahn dahier, Paul Klrchmann. ein Sohu, Konrad Karl, geboren den 15. März.
Denselben- Dem Bürger in Londorf und Schuhmacher dahier, Ludwig Koch, ein Sohn, Johann Georg Martm, geboren den 6. Februar.
Den 11. April- Dem Großh. Universitäts-Renlamtmann, Adam Schmidt, ein Sohn, Julius Wilhelm Christian, geboren den 27. März.
Beerdigte
Den 9. April. Ein unehelicher Sohn von hier, Theodor, alt 2 I. 1 T-, gestorben den 7- April. , r ™ ~
Denselben. Ein unehelicher Sohn von hier, Ludwig, alt 0 M. 20 T., gestorben den 7. April.
Denselben. Katharine Heyer aus Schwalheim, alt 26 I., gestorben den 8. April.
Den 10. April- Karl Friedrich Steiner, des hiesigen Bürgers und Cantorats- Vikars, Martin Steiner, ehelicher Sohn, alt I I. 17 T, gestorben den 8. April.
Denselben. Karoline Wilhelmine Dorothea Magnus, geborene Wallbrach, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Hermann Friedrich Christian Martin Magnus, Ehefrau, alt 21 I. 4 M. 17 T., gestorben den 8. April.
Denselben. Ein todtgeborner Sohn des Bürgers in Rödgen und Handelsmanns dahier, Wilhelm Heinrich Brück, geboren den 10. April.
Den 11. April. Johannes Weihner aus Herchenhain, Musketier in der 3. Compagnie des Großh. II. Infanterie - Regiments Nr. 116 dahier, alt 22 I. 4 M. 20 T., gestorben den 9. April.
Denselben. Karl Friedrich Hörster, Bürger und Schuhmachermeister, alt 58 I. 4 M. 20 T-, gestorben den 9. April.
Auszug aus den Civilllauds-Negistern der israelitischen Religionsgemeinde.
Geborene.
Dem Solomon Blumenfeld, Geschäftsmann dahier, eine Tochter, Thekla, geboren den 13. März.
Dem hiesigen Bürger und Landesproduktenhändler, Moses Rosenthal, eine Tochter, Johanna, geboren den 19. März.
Gestorbene.
David Katzenstein, Sohn des Kaufmanns Baruch Katzenstein, alt 10 I-, gestorben den 31. Januar.
Karl Eichenberg, Söhnchen des Moses Jakob Eichenberg, alt 29 T-, gestorben den 15. März.
Arthur Heichelheim, Söhnchen des hiesigen Bürgers und Wechslers, Sigmund Heichelheim, alt 2 M-, gestorben den 25. März.
BSrsennachrichten.
12. April 1872.
Preuss. 4%° 0 Obh'g. 103
Frankf. 3%% Obi. 88
Naas. 4%% Ohl. 99% KurL'-as. 4u/q ,x 94 Gr. Hess. 5% Obi. 1033/4 r 4°'O „ 97
„ n 31/2% « 92
Bayer. 5% „ 100%
„ 4- .1 °/o 1jährige —
„ 40/0 1 jährige 95 V2
Würtemb. ■’-%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. 0. E. L. —
Oeeterr. Silberrenie 63%
„ Papierrente 57%
Spanier neuest. 3% 30
Aß'enk. Bonds 1881r 100% „ „ l*«2r 95%
, „ 1885r 97%
' „ „ 1887. 973/4
Aetien.
Frankf. Bank 143V2
Frankf. Vereins-Kasse 139V2
Danutst. Bankact. 477
Wien Bankactien 873
Oest. Creditaot. 355
Galizien 270 ______________
Aetieis«
50/o Östr. F. St. E. B. 400 f Lombard. Bahn 210
Lu dwigsh. - Bexbach 201%
Max bahn 146
Bayer. Ostbahn 148% Rhein-Nahebahn-Aoi. 49%
Hesii. Ludwigs b.-Act. — Oberhesseu 84%
Prioritäten.
3% öster. Stsb.-P. i- z. 59% 3°/.) öst. s. Lombar i 50% 3% Livorneser 40 50/0 T 'soaner 61%
5% Elisn.beth.-Pri er. 82% do. II. Endes. 82%
Aiilefiieiisiei'O*e.
Karh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fL 42 */2
fl Braunschweiger 21% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39% 4% hayr. Präm.-An«. 113 Ans'jacher 7 fi. —
40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 69 % Oest-. fl. 250 v. 1854 84 1858r Prioritätsh <-■-.e — 1860r Loose 91% 1864r „ 1591/2
Stadt Florenz -
^Amsterdan
i k.
S.
98%
1 Augsburg
k.
8.
99%
1 Berlin
k.
S
104%
Bremen
k.
8.
961/q
Brüssel
k.
8.
93%
Hamburg
k.
8.
87%
Leipzig
k.
S.
105
London
k.
8.
118%
Lyon
k.
8.
—
Paris
k.
8.
93%
'Wien
k.
8.
105%
| ditto
m.
8.
105%
ditto
1.
8.
105%
IDis conto
4%
Sleldsorten. j fl. kr.
Pr. Friedidor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42
„ doppelte 9 40—42 Holl, fl, lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 21%—22% Engi. Sover. 11 47—49 Buss. Lnper. 9 40—42 Dollar in Gold 2 25%—26%|
1
Frankfurt a. M. — Neben einer großen Anzahl der renommirtesten in- und ausländischen Zeitungen, als deren bedeutendste, hinsichtlich der Verbreitung, wohl der Kladderadatsch genannt werden darf, ist neuerdings der seit langen Jahren in Frankfurt a. M- erscheinende „Frankfurter Beobachter" in den Annoncen-Pacht der in Frankfurt a. M. domicilirten, allgemein bekannten Firma Rudolf Mosse übergegangen. Es darf dieses als neues Aequivalent für das der genannten Firma allgemein entgegengetragene Vertrauen bezeichnet werden.
Allgemeiner Anzeiger>
Besondere Bekanntmachungen.
1844) Veröffentlichungen aus dem Fir- men-Register des unterzeichneten Gerichts:
1) Die Firma: „Müller & Kauffmann" (Inhaber war L 0 u i s K a u s f- mann aus Rmth, jetzt in Gießen wohnhaft), ist am 8. d. Mts. erloschen.
2) Derselbe Louis Kauffmann führt das unter der tn Ziffer 1 erwähnten Firma betriebene Fabrikationsgeschäft von Lampen und Metallwaaren vom 8. d Mts. an unter der Firma: „Kauffmann & Comp." weiter und hat den Eugen Kaufs mann aus Ruith als Theilhaber in dasselbe ausgenommen. Activen und Passiven gehen auf die neue Firma über. Jeder von beiden Theilhabern hat das Recht, die Firma zu vertreten und zu zeichnen.
Gießen, den 12. April 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen, vr. Muhl, Stadtrichter.
Edictalladung.
1561) Nachdem Großherzogliches Hof-^ Bericht der Provinz Oberhessen über das vermögen des Ludwig Eu ler von Dau- bringen den förmlichen Concurs erkannt hat, werden diejenigen Gläubiger des Ludwig Guter, welche ihre Forderungen in dem
eingeleiteten präparatorischen Concursver- fahren noch nicht angemeldet oder auf ihre Befriedigung aus der Concursmasse ausdrücklich verzichtet haben, aufgefordert ihre Ansprüche im Termin
Dienstag den 30. April d. I., Vormittags 9 Uhr, anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, widrigenfalls stillschweigender Ausschlust von der Concursmasse erfolgen wird. Es wird dabei bemerkt, dast das gesammle Vermögen des Cridars bereits veräußert ist und daß in dem Termine namentlich auch über die Genehmigung der veräußerten Immobilien, insbesondere der Hofraithe, verhandelt und Beschluß gefaßt werden soll. Außerdem ist in dem Termine zur Wahl eines Gläubigerausschusses zu schreiten und Über die Beibehaltung des provisorischen Massecurators jGrotzherzoglichen Bürgermeisters und Orts- Igerichts Vorstehers Hämmerle inDaubrm- gen zu verhandeln, eventuell eine ander- weite Wahl vorzunehmen. Die nicht persönlich erscheinenden oder durch nicht gehörige Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger werden als den Beschlüssen der erscheinenden Gläubiger beitretend angesehen.
Gießen, den 17. März 1872.
Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor.
Die Spar- und Leihkasse zu Gießen betr.
1818) Auf Antrag des Rechners obiger Anstalt setzen wir die hiesigen Schuldner! derselben davon in Kenntnist, daß gegen Diejenigen, welche ihre, in den Monaten Januar, Februar und März 1872 fällig gewordenen, Capital- und Zinsenbeträge nicht binnen 10 Tagen abführen, mit Kosten verbundene gerichtliche Beitreibung erfolgt.
Gießen, den 10. April 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
549) In Sachen
des Dachdeckers Wilhelm Schwalb zu Gießen, Klägers
gegen
dessen Ehefrau Katharina Schwalb, geb. Schäcker, unbekannt wo? Beklagte, Ehescheidung betr.
Re so lut um
Der unbekannt wo? abwesenden Beklagten wird hiermit unter Gestattung der Acteneinsicht auf der Registratur des unterzeichneten Gerichts eröffnet, daß Kläger gegen sie auf Scheidung der Ehe vom Bande Klage erhoben habe und wird derselben aufgegeben, sich sogewiß binnen 90 Tagen von Veröffentlichung dieser Verfügung in der Darmstädter Zeitung an gerechnet, auf die Klage zu erklären, als sonst sie des thatsächlichen Klage
vorbringens für geständig angenommen und mit Einreden ausgeschlossen würde.
Zugleich wird derselben aufgegeben, binnen obiger Frist einen Jnsinuationsman- datar zu bestellen, als sonst ihr alle weiteren 'Verfügungen einfach durch Anschlägen an das Gerichtsbrett infinuirt würden.
Gießen, 31. Januar 1872.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
vr. Muhl, Scriba, Stadtrichler. Stadtgerichts-Assessor


