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Gießener Anzeiger.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzletberg, Lit. B. Nr. 1.
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Anzeige- und Amtsblatt siir den Kreis Kietzen.
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Mittwoch den U. März
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sre. 63
Bekanntmachung, die Ackerbauschule zu Friedberg betr.
mit) alle Freunde der Lcmdwirthschaft und unserer Anstalt ergebenst ein.
Friedberg, am ^Mär^^tz,2. ^^erbauschul- des laudwirthschaftlichen Provinzialvereins für Oberhessen zu Friedberg.
Trapp, Lindeck, Haas,
Negierungsrath. Rentamtmann. Kreis-Assessor.
Das Tabakranche» im Th-ater
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i in bestimmte Gießen, den 11. Marz 1872. Nover.
Deutschland.
)auer.
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Zeitgenossen und der kommenden Geschlechter erwerben.
nb Lilbcrstcheii, och Pfänder in
üinbeoptah.
neben $erni
abgereist.
Breslau, 9. März. Na» einer Mittheilung der Allg. Zig. ist dem Prof. Reinkens und mm Wei,Priester Hirschwälder, die st» s-eenwärt'g in München btfinmn, von Seiien des Fürstbischofs Dr. Heinrich Forster du Aufforderung zu- gegangen, bis längstens Ende April sich den vaiicanischen Decreien zu unterwerfen, widrigenfalls iibcr beide die große Exeomrnunicalion «erbang, werden wurde. Dre Schlef. Volkszig. fügt der Bestätigung diese. Nachricht noch die Mt therlung binzu, paß ein ähnliches Schreiben an die Herren Dr. W»er und W-Itpriest" Haßler aus Ziegenhals ergangen ist. Wir bemerken hi-.b-i, daß bie große Epeommuni. eation (excommnnicalio major) die gänzlich- Ausschließung aus der trchlichen Gemeinschaft und een der Rechtsfähigkeit bedeutet. Den tn dufer W^s-Exeom. munieirten «erden alle durch die Zugehörigkeit br Kirche erworbenen Rechte e r> weigert und genommen (os, orare, vale, commumo, mensa negatur) unt> I-b-m Anderen bei gleicher Straf- der Ex-ommuniealion aller Umgang mit ihnen unter, sagt. Die beabsichtigte Wirkung ist natürlich in unserer Zett ^^'uu^rst».
Eltern ic. begeben hat. _ , , .
Berlin. 11. März. Gutem Vernehmen nach gelangt
om Donn.rstage im Abgeordnetenhause zur Berathung. Man hofft dtestl 5 bis 6 Sitzungen, welche hieraus ausgesetzt werden, zu beenden, tritt am 8. April zusammen und wird gegen Pstngften geschlossen wird sodann enventuell seine Sitzungen wieder aufnehmen.
Karlsruhe, 10. März. Ein- von Mitgliedern °°- badischen an
Fürst Bismarck gerichtete Avreffc schließt Mit c-n Worten. „Ew. Duttb aucht st h das Vertrauen, die Dankbarkeit, die Vaterlandsliebe und die Geistesbrldung veutschen Volkes in diesem neuen Streite um die Unabhängigkeit des Rch z Seite. Die unermeßliche Kraft dieser edeln Hulfsmittel, welche die Nation rhrem Führer in solchem Kampfe um die höchsten Güter des Rechtsstandes und der Gc- iittuna unserer ^eit verleiht, wird Ew. Durchlaucht aufs Neue dre Ehren unser- nnung unserer Zerr v w Mklcke schüUcno über der Be-
hofft di-I-lb- in ündulg dis 7-u-n R-ich-S g-wa.t-t hat, d-m deutschen Staatsmann- f-rn.rhin D-r R »Stag Kraft und G-sun°heft verleihen! Di- weis«, mit sicherer Hand vollzogene Losung ", -r neugestelltin Aufgab- wird Ew. Durchlaucht den Dank und d-n S-g-n d-r
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Darmstadt, 12. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnadigst geruht: am 4. März den Privatdocenten an der Königlich Preußr- schen Universität Marburg Dr. Theodor Langhans zum ordentlichen Professor rn der medtcinischen Facultät der Landes-Universität, rnsbesondere für das Fach der vatholoaifchen Anatomie und allgemeinen Pathologie zu ernennen.
* Darmstadt 12. März. Dre erste Kammer wird voraussichtlich in den ersten Tagen dr. nacksl'n Wo»- ihr- Sitzungen zur Berathung de- Budgets beginnen. Dem Vernehmen nach wird der Finanzausschuß, tn Anbetracht b?fi w°nift-Meinung« Verschiedenheiten über die einzelnen Bubgetposten eorliegen, mündliche Bmchttrstat- tunü und sofortige Berathung beantragen.
8 Bersin, 10. März. Nachdem Frankreich die «int-halbe Milliarde (»ruthr al« anfänglich in Aussicht genommen bezahlt hat, werden die Versuche, em Ab- kommen wegen d-r restir-nden drei Milliarden zu treffen, immer lebhaft r. ES ist t,hr schwer zu untersuchen, was an den zahlreichen Gerüchten über diesen g-nstand richtig und was unrichtig ist, man muß sich einfach au Mitth-ilung der. selben beschränken. So heißt -S neuetding«, daß —wohl auf Ansuchen der sran- rdstschen Regierung — doS Petersburger Cabinet hier den Wunsch zu -rk-nmn , gegeben habe, di- Besetzung de« französischen Gebiete« möge so bald al« wog»» , beend-t werden, und da,; Fürst Bismarck diesen Wünschen gegenüber »» »«»'» i aeäufeert habe, daß sowohl der Kaiser Wilhelm al« auch die deutsche Regierung nichts sehnlicher wünschten, al« die Besetzung der sranj°sisch-nDEp°rtementS du,ch deut-che Truppen zu beenden, und Voß sie demgemäß alle« thun wurden, um d- Laa- der französischen Goueernements in dieser Beziehung zu erleichtern. Natur lich crmuthig/das B-kanntw-rden dieser A-uß-rung unsere F^anzi-rSin hohem Grade, und -« hat demgemäß in d-n letzten Tagen mcht an Versuchen 8 W<, gier zu erfahren, welche Art eon finanzieller Conrbinativn man al« eine ginugende Garantie für di- Restzahlung aus-h-n würde. So viel wir erfahren, haben l-rock alle derartigen Sondirungen eine sehr kühle Aufnahme gefunden; jmi(»tn Erleichterung der Ausgabe de« französischen Goueernements, den Rest zu zahlen und zwischen der Neigung, an Stelle der Baarzahlung eine finanzielle Garantie
°-'ch°n - Zurü-stellung oder
B-sreiung p!m H-er-Sdienst- zulässig, sind durch di- beafaDPaen genau bezeichnet, daß sie ebne Schwierigkeit auf di- individuellen V-rhaliNiff- an gewandt werden können. Nichtsdestoweniger kommt es noch immer häufig «°0 daß Militärreclamationen bi« in die höchst- Instanz durckgesuhrt weiden, » J die Entscheidung der letzteren selten «on derjenigen der unteren 3'^'"'»'» °bw ' Nicht fetten werden die desfaüsigen Gesuche damit motivirt, daßi de deshalb als die einzige Stütze seiner Angehörigen zu betrachten fei, w B,üder re. durch ein Beziehen nach anderen Orten, Verheirathung rc. zur stützung der Angehörigen unfähig geworden sind. Diese Begründung ist nach Bestimmungen ganz unzulässig, namentlich setzt die Ersatzinstructton für de d deutschen Bund fest, daß ein Grund zur Berücksichtigung darin mcht zut jta«» sei, daß ein älterer Bruder, d-r beim Eintritt de« Reelamirt-n in da« m pflichtig- Atter da« dreißigste Lebensjahr noch nicht erreicot h°>, eimn g jn
Hausstand begründet und sich dadurch der Gel-g-nh-.t zur Unterstützung F H --------
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Berlin. 11. Märr. Trotz aller officiöfen Dementis, theilt die „Mont. Ztg." als „verbürgt" mit, daß im Schooße des Ministeriums eine Differenz besteht. Fürst Bismarck hat es dem Grafen zu Eulenburg verargt, daß er bei dem Schul' aufsichtsgesctz im Abgeordnetenhause für daS Amendement Rauchhaupt stlmmte, und noch weit mehr zürnt der Finanzwinister Camphausen, weil durch Eulenburg S Rede hauptsächlich das Steuergesetz gefallen ist.
Sr. Majestät Dawpfkanonenboot „Delphin", seit längerer Zeit in Con- 'stantinovel stationirt, geht Mitte diescs Monats von dort nach Athen (PyrauS), um den Prinzen Friedrich Karl an Bord zu nehmen und mit demselben velsch.edene Küstenstätte und Inseln Kleinasiens zu besuchen, spater besucht Se. kgl^Hohett Constantinopel und Varna am schwarzen Meere. Der „Delphin niwmt wahrend des Sommers in der Sulina . Mündung resp. der Donau Station , kommt zum ' November wieder nach Constantinopel zurück und tritt nach den bisherigen Be- ' stimmungen im Mai nächsten Jahres die Rückreise nach Deutschland an.
Berlin, 12. März. Jn der gestrigen Abendsitzung der vereinigten Com- ' Missionen für Handel, Gewerbe, Finanzen und Zölle wurde der Ge etzentwurf wegen des Ankaufs der Taunusbahn einstimmig genehmigt. Der bezügliche Vertrag mit der Hessischen Ludwigsbahn wurde als für den Staat sehr günstig an- erkannt und^ .^stimmig ang-nowrn-n. Auch wn-d- di-Nothw-nbig .0 d-s Bau-« ein-S C-ntralbohnhos-S in Frankfurt a. M. au« mtlitari(»en Gründen zug-ft-b-n, weil dft ftPg-n, wenig Raum gewährenden Bahnhof- dem Transport der Armee und des Kriegsmaterials während des letzten Feldzuges große Schwierigkeiten bereitet hätten, welche in Zukunft vermieden werden müßten.
Berlin, 12. März. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das sanctionirte SchulausstchtSgesetz. — Der Bezirkspräsident Graf Eulenburg ist gestern nach Metz
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