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deutschen Reiches beiwohnen kann, daß es hmauSbl at m e.u tnrges, cy g s, au^or^nlliche Gewandtheit, sich aus einen Wagentntt des von hier nach New York

Aeüem..

k. 8. 983/8

k. 8. 105

82%

Oberbessen

Pr.Friedrdor 9 58 % 59% :

Pistolen . . 9 4143

II8V2

931/2

105%

105i/4

BöKcnDÄChrißhtea. V

11. Juli 1872.

Amsterdam Augsburg Barlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Dis conto

993/4

104%

93% 873/8

50/0 östr. F. 8t. E. B. 356

Lombard. Bahn 219

Ludwigsh.-Bexbach 202

Maxbahn 1431/2

Bayer. Ostbahn 138% Rhein-Nahebahn-Aot. 46% Hess. Ludwigsb.-Act. 177%

Actien.

Frankf. Bank 141%

Frankf. Vereins-Kasse 140

Darmst. Bankact.

Wien Bankactien 895

Oest. Creditaot. 347

Galizien 257

Literarisches.

Das seit dem 1. April im Verlag von Herrn Rud. Mosse in Berlin erscheinende humoristisch-satirische WochenblattDer Ulk" hat trotz der kurzen Zeit seines Bestehens schon einen Adonnentenbestand von mehr denn 7500 Exemplaren. Es verdankt diesen glänzenden Erfolg vorzüglich seinem internationalen und unabhängigen Standpunkte, sowie den von Scherenberg's meisterhaftem Griffel gezeichneten Illustrationen, die nie zur gewöhnlichen Carricatur herabsinken. Den kosmopolitischen Eharaktcr des Blattes hat auch das Ausland bereits anerkannt; so bezieht Riga 60 Exemplare, nach New- Bork gehen an 200, und selbst bis zum fernsten Westen, nach San Francisco, hat es sich schon Bahn gebrochen. Wir wünschen dem Unternehmen, dem die Verlagshandlung die anerkennenswertheste Sorgfalt widmet, auch fernerhin eine recht gedeihliche Wirk­samkeit. (B örsenblatt des Deutschen Buchhandels.)

k. 8.

k. 8.

k. 8.

K. 8.

k. 8.

Prioritäten.

30/0 öster. Stsb.-Prior. 59% 3% öst. s. Lombard 51% 3% Livorneser 39% 5% Toscaner 62% 5% EHsabeth.-Prior. 85% do. II. Emlss. 841/4

Anlehmff looae.

Darmstädter fl.50Loose 181 n r 25 n

Kurh. 40 Thlr. Loose 71 Nassau 25 fl. 453/4 Braunschweiger 21% 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 40/g bayr. Präm.-Anl. 1133/8 40/0 badische Loose 114% Badische fl. 35 Loose 69% Oeatr. fl. 250 v. 1854 85% 1858r Prioritätslnose 202 1860r Loose 9 4% 1864r 156

k. 8.

k. 8.

k. 8.

k. 8.

m. 8.

!. 8.

4 %

doppelte 9 4143 Holl. fl. 10 St. 9 5355 Ducaten . . 5 3335 20 Frankenst. 9 22 % 23% Engi. Sover. 11 4951 Russ. Imper. 9 4244 Dollar in Gold 2 25%26%s

Frankreich.

Pans 8 Juli. Am 6. Juli batte Herr ke Saint Ballier eint lange Zu. lammentuns!'mit Dem General Manteuffel. Es bandelte sich darum, wo und aut welche Weile die i6,000 Mann deutscher Trupven, die bis jetzt in oer Oberen Marne und der Marne stehcu, in den «irr Departements, die vor der Hand noch besetzt bleiben, untrrgebracht werden sollen. Man beschloß, daß deutsche und lramosische Geni-o,filiere gemeinschnstlech die Orte wählen sollen, wo die Baracken für die Truppen errtchtet werden. Wie es scheint, sollen die Offiziere dieser Truppen ebensalls in Baracken wohnen. Man wird für dieselben besondere Baracken berriepten. Die Bewohner der vier Departements, bei denen die Truppen, die sich auf dem Durchmarsch befinden, einqunrtirt werden, sollen rom französischen Staatsschätze entschädigt »erden.

Belgien.

Brüssel 11. Juli. 450 Grubenarbeiter Laben in der Kohlengrube Bonnage lai Hrnnegau die'Arbeit eingestellt. Man befürchtet, der Strile we,de Ausdehnung gtLännen. Die Ruh- ist bi« jetzt ungestört.

Holland.

Antwerpen, 10. Juli. Die Klerikalen beantragen die Nichtigkeitserklärung r>on 21 Wahlzetteln, wodurch, sofern dieselbe erfolgt, 10 gewählte Geweinderathe. Mitglieder die Ballotage passtren.

Italien.

Rom. 9. Juli. DerFanfulla" meldet, das Schreiben an Antonelli, welches allen Regierungen mitgethcilt worden fei, habe Seiten« der letzteren irgend welche Aeußerungen an die italienische Regierung nicht zur Folge gehabt. Die vielsach verbreitete Nachricht, daß die Regierung die Auflösung de« Birein« für lathoirsche Interessen beschlossen habe, wirb jetzt von den Journalen als UN- begründet unO unrichtig bezeichnet.

Rumänien.

Der nordamerikanische G-nernlconsul in Bnchnrest, P-ipotto, ist Israelit. Daß Vie rumänische Regierung fich im diplomatischen Corps einensolchen Juden par excellence" gefallen läßt und sogar von ihm in der Judenfrage guten Rath annehmcn soll, das ist in den Augen de-Romanul", des Organs von Bratiuno und Conforten, eine freche Beschimpfung der Nation. P-irolto hatte sich nämlich erfrecht, in einer nm 6. Gelobet v. I. nach Washington gerichteten, jetzt amtlich bekannt gewordenen Depes: e zu bemerken:

In Bezug auf die Judenverfolgungen freue ich mich fugen zu tonnen, daß ta« Borgehen unserer Regierung bi« jetzt den moralischen Einfluß ausgeübt hat, den man von meiner Ernennung zum und meiner Annahme de- Postens erhoffte. Wenn k« auch unmöglich gewesen ist, die planmäßig meist zu poltttsch-n Zwecken und in einigen Fäll-n zu Zwecken de« Raubes angefachten Borurthetle zu zügeln, so ist doch jeder Versuch offener Gewaltthätigkeit prompt unterdrückt und sind wirksame Maßregeln behufs Verhinderung van Unheil g-troff-u worden. Da« aegenwärtige Cabinet Er. Hoheit der Fürsten ist in «oller Uedereinstimmung mit seinen humanen und erleuchteten Gefühlen, wahrend zugleich kein- frühere Legi«- lutive so bestimmte Würdigung einer Frage an den Tag gelegt hat, welche die moralischen und materiellen Interessen de« Land-S in ihren Lebensnerven angreift. ___________ __________________________________________

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Mfin ün,n Nationen geachtetes und gefürchtetes 2Merlant>.

Jöittt 10. ^ulL Neuerdings verlautet auf das Bcstimmteste, der Kaiser werde auf seiner Reise nach Berlin von der Kaiserin, sowie von den Ministern Andrassp, Kuhn, Auersperg und Lonpay begleitet werden.

Vermischtes.

Heber Gerstäcker's Tod erfährt die Constitutionelle Zeitung folgende Details: .Am Sonntag vor seinem Tode begleitete er seine junge Frau, die auf sem Zureden eine kleine Erholung brauchen sollte und auf einige Tage nach Halberstadt (zwei Stunden von Braunschweig) reiste, um eine Verwandte zu besuchen, noch nach der Bahn. Am Montag klagte er über Kopfschmerzen und Nackenschmerzen, er schob es auf eine Erkältung; am Abend fühlte er sich nicht gut. Seine Schwägerin sagte, sie wolle der Frau lieber schreiben; er lehnte es aber ab, weil er meinte, es wäre nicht nöthig;morgen würde er wieder ganz wohl fein. Am Dienstag war es auch so, er hatte am Morgen noch an seiner letzten Arbeit geschrieben; dem kleinsten Zöchtetchen auf der Zither vorgespielt, und erst gegen Mittag überfiel ihn ein Schwindel, und mitten im Satze hatte er aufhören müssen zu arbeiten; am Nachmittag gmg es wieder besser, so daß er sich noch freute, daß an die Gattin nicht geschrieben worden sei. Er machte noch seine Witze, wie diese schmähten wurde, daß er sich nicht von ihr hatte pflegen lassen. Am Donnerstag kam seine Tochter, um ju sehen was er machte, blieb da und führte ihn noch einige Minuten vor dem Schlaganfall im Zimmer herum, um 9 Uhr legte er sich auf's Sopha, fiel ohne Besinnung zurück und blieb so bis uni 2 Uhr wo der liebe Gott ihn zu sich nahm. Die Gattin, Morgensdurchi Depesche herbeigerufen, fand ihn schon tobt. Des Verstorbenen ältester Sohn wird zur Erziehung nach Dresden gebracht werden." _ r,

Man schreibt aus San Francisco: £ime ber ^acif*c,b5"

bekanntlich durch ein von Jndianerstämmen bewohntes Territorium, bie dabet bleiben bie Hocomotiom für phantastisch- Ung-h-uer anzus-h-n, wUch- d-rgr°ß-.G-es zur Vertilgung der Nothhäute fabriclrt hat. Schon mehrmals hatten die Indianer die Züge aus dem Geleise zu bringen versucht; sie waren dabei von einem ihrer wildesten Häuptlinge, einem Cherokee-Indianer, Maha, mit ^m Beinamen ber angeführt Alle ihre Versuche mißglückten; Maha wechselte deßhalb seine Angriffs-

Geldwerten, fi. kr.

fahrenben Zuges Nr. 76 zu schwingen. Er schob sich längs bes Zuges bis zur Locomotive, töbtete ben Heizer mit einem Hiebe seines Tomahawk, ben Mechaniker mit einem Messer­stich, skalpirte sie unb sprang auf den Tender, indem er die Skalpe schwang und einen wilden Kliegsgesang heulte. Die Bahnwärter staunten, als sie ben Zug mit unsinniger Geschwinbigkeit und bem sonberbaren Maschinisten vorübersausen sahen. Die Reisenben stießen Schreckensschreie aus; die Lage war in ber That furchtbar; sie flogen ihrem gewissen Tobe entgegen. Endlich opferte sich ein Marine - Oificier, Namens Henry Pierce, um die Anderen zu retten. Er ergriff einen Dolch, ging auf dem Wagentritt den Zug entlang und sprang auf die Maschine. Der Häuptling stieß sein Kriegs­geschrei aus, indem er ben Tomahawk schwang unb nun begann auf ben Leichen des Heizers unb des Mechanikers ein Kampf Mann gegen Mann. Alle Reisenden lehnten sich aus ben Fenstern unb versuchten mit einer leicht begreiflichen Angst ben Vorgang mit an zu seh em Nach einer Minute fiel Herr Pierce schwer vcrwunbet zu Füßen des Spottvogels", ber ihn in einem Augenblicke skalpirte. Aber währenb er nun die Kopfhaut des Besiegten schwang und ein Triumphgeheul ausstieß, hatte Pierce, der noch lebte, bie Kraft, un> sich zu erheben und ihm sein Messer in die Brust zu stoßen. Der Häuptling fiel tobt auf bas Geleise. Herr Pierce schleppte sich dis zur Kurbel, stellte ben Dampf ab, unb nun fiel auch er roieber hin. Der Zug hielt. Man eilte sofort dem braven Officier zur Hülfe, allein es war zu spät. Zwei Stunben nachher gab er seinen Geist auf.

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 11. Juli. Der nahende Ultimo nahm heute schon die Aufmerksamkeit deS größeren TheilS der Speculation in Anspruch, und bei der herrschenden Geldknappheit ist dies auch leicht erklärlich. Bis jetzt stellt sich der Prolongationssatz auf 5%6 Procent. Im Uebri- gen eröffnete heute die Börse in Bezug auf SpeculationSpapiere zu höheren Coursen, die wesent­lich auf bessere Pariser Notirungen für Staatsbahn zuruckzuführen sind. Die Maff.nvcrkäufe dieses Effects für Pariser Rechnung haben aufgehört und die Speculation wagt sich wieder eher heran. Trotz einer Mindereinnahme von wieder 160,000 fl. blieben Staatsbahnactien doch fest bei 356, also 2 fl. höher als gestern Mittag, mußten aber später doch wieder 1 fl. abgeben. Auch Creditactien stiegen um 1% fl. unb Lombarden verkehrten bei 219%- Die bessere Stim­mung für Staatsbahn kam auch den übrigen österreichischen Cisenbahnwerthen zu gute und gingen namentlich Galizier, Elisabeth und Franz-Joseph bei ziemlich lebhaftem Geschäft wilder etwas höher, verstauten aber wieder auf starke VerkaufSordreS, die übrigen Sorten fest. Von deutschen Bahnen wurden junge bayerische Ostbahn gekauft, ebenso Oberheffen und pfälzische Mar. Sehr lebhaft war eS wieder auf dem Prioritätenmarkt, wo fast alle marktgängigen Sorten verkehrten, da die Course billig find. Jn Banken war der Verkehr ein guter, doch traten keine wesentlichen Coursveränderungen ein. Deutsche Effectenbank und VcreinSbank fortwährend bei guter Frage, heute auch Oefterreichisch-deutsche. Hinsichtlich der Staatspapiere ist nur in Silberrente einiger Begebr zu constatiren, während bei Loosen sich heute wieder mehr Frage für österreichische 1860er bemerklich machte. Meininger 7-fl.-Loose gingen zu pari um. Raab-Grazer offerirt. Die erwartete Erhöhung des Londoner DiScontS ist bis zur Stunde (2 Uhr) noch nicht eingetroffen.

- - "weehsel. .

Local-Notizen.

Gießen, 12. Juli. Gestern Vormittag traf S- königl. Hoheit Prinz Lubwig zur Jnfpection bes hiesigen Regiments bahier ein unb wirb sich bem Vernehmen nach morgen über Bübingen nach Darmstadt zurückbegeben.

* Gestern würbe burch Polizeibiener Blitz im Gasthof zum Pfau ein fremder

Gauner verhaftet, der in Pohl-Göns eine werthvolle Uhr gestohlen hatte. Die Ver­haftung geschah durch ben betr. Polizeidiener nur nach ber notdürftigsten Beschreibung des Diebes. Der Hehler bes neulich in einer hiesigen Mühle gestohlenen Mehles ist entbeckt unb zur Verantwortung gezogen worben.

Preuss. 4% 0/0 Oblig. 103% Frankf. 3%% Obi. 88% Nass. 4%o/o Obi. 99% Kurhess. 4% 94 Qr. Hess. 5% Obi. 101

» n 4O/o , 98%

, 3%<% » 921/4

Bayer. 5% 100%

4%% 1 jährige 40/0 1jährige 95

Würtemb. 4%% Obi. 99% Baden 4%% Obi. c. E. L. 9 J% Oesterr. Silberrente 64%

Papierrente 58 Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 1881r 99%

_ 1882r 96

1885r 97%

1887r 97%

Besondere Bekanntmachungen.

Bekanntmachung.

3270) Im Firmen - Register des unter­zeichneten Gerichts finb folgende Einträge vollzogen worden:

Am 29. Juni 1872 :

1) Wilhelm Balser zu Gießen betreibt daselbst seit 1. November 1871 eine Glas- und Porzellan - Waaren - Hand­lung und hat feiner Ehefrau Sophie, gebornen Fi11mann, Procura ertheilt.

Am 8. Juli 1872:

2) Leopold Halberstadt von Münzen­berg, jetzt zu Gießen wohnhaft, betreibt zu Gießen seit 1. Januar L I. unter der Firma:L. Halberstadt" eine Frucht- unb Mehlhanblung.

Am 9. Juli 1872:

3) Franz Peppler zu Gießen ist ver­storben und sind seine Wittwe und Erben aus dem Handelsgeschäft unter der Firma:Franz Peppler & C 0 mp." daselbst ausgetreten. Activen und Passiven dieser Gesellschaft sind

vom 2. Januar l. I. an auf die zwei übrigen Geschäftstheilhaber, nämlich Carl Ludwig Peppler unb Fer­din anb Burk zu Gießen, welche bas Hanbelsgeschäft unter ber seitherigen Firma fortführen, übergegangen. Jeber von biefen ist nach wie vor befugt, die Gesellschaft zu vertreten.

Der Name des Franz Peppler wurde im Firmen-Register gelöscht.

Gießen, den 9. Juli 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Dr. Muhl, Stadtrichter.

Die Hast'sche Stiftung.

3280) Die diesjährigen Zinsen von der vorbemerkten Stiftung kommen am 28. Juli l. I zur Vertheilung.

Bewerber um dieselben haben fich bis zum 24. b- Mts. bei uns anzumelden.

Gießen, den 10. Juli 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.