Gießener Anzeiger
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Freitag den 12. April
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Bestellungen uns den Gießener 'Anzeiger Expeditionen und den Land-PostboteN-entgegeN-ger^
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Protokollführer sungiren. . ävM..i
Berlin, 8. Avril. Der in Oberschlcsirn In wasserpolmschew Dtalect erschet. rende „Katholik", das durch seinen Wahlaufruf bereits bekannt gewordene ultra- montane Blatt, veröffentlicht einen offenen Brief an den Fürsten BlSmarck rom
Preis vierteljährig 1 fi. 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.
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Erscheint täglickr, mit Ausnahme Sonntags.
Erpedttion: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
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Pre'it’iie „Not.-Ztg." beredt dazu: Wir halten uns nicht damit auf, gegen diese Schilderung auch nur ein Woit zu verlieren. Wer jemals hegenden °>>t gewischt ceutsch-polnllcher Bevölkerung kennen gelernt hat, weiß, auf welche Weise sich die nahenden Gentraße dort geltend machen. Aker wir fragen, was !ur Zustände müssen durch solche Ausrufe geschaffen, treibe Aufregung gegen die deutsche Bevölkerung, welche Gesinnung gegen die „dem Glauben des Dolke» Unrecht an-
Deutschland.
Darmstadt, 10. April. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 18 tntßaü.) $tUnn(mai$ut|g Ministeriums des Innern, Schenkungen an »er- schievene Wohlthätigkeits-Anstalten betreffend.
2) Betannimachung Großh. Ministerium« der Finanzen, die Anberaumung eines anderweiten Praelusivtermins für die Gültigkeit der alteren, aus der Creirung vom Jahre 185 5 herrührenden Königlich Sächsischen KoffenbillktS be-
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t>em Landaerichte Ulrichstein ernannt. . , ;
Darmstadt, 10. April. Auf Einladung de« Großherzogs traf heute Genera . v. Werder hier ein. Vie Nachricht von seiner Ankunft hatte sich rasch »er&reitet und die Einwohner, veranlagt durch den Stadtvorftand, schmückten die Hauser s- fort mit Fahnen und Teppichen. Ein zahlreiches Publikum empfing den beruhm- ten Heerführer am Bahnhofe, der sich bald darauf zum Großherzoge begab, wel- cher ihm das Großkreuz des LudwigSoroenS zugedacht hat. Der General wird nach beendigter Hoftafel wieder nach Karlsruhe abreisen.
ftu(ba, 9. April. Die Bischofsconsersnz nimmt morgen Vormittag ihren Anfang vnd wird übermorgen Abend geschloffen. Den Vorsitz sühn, wie bere, mitge,heilt, der Erzbischof von Köln. Zur Theilnahwe an der Con erenz sind angemeldet und the.lweife bereits eingetroffen sämmiuche preußische Bischöfe, mit Ausnahme des Bischofs von Osnabrück (welcher erkrankt ist), sowie der Weih- bi'chof Kübel von Freiburg wegen der hvhenzvllern scheu Lande. Der B sch von Mainz wohnt der Eonserenz diesmal nicht bet. Weihbifchvf Kubel wird als
tbuente Regierung" erzeugt werden? „ . ,.L , .
Berlin, 9. April. Um die Zugführer der Personenzuge leichter erkennbar zu machen, hat der Handelsminister für die Staatsbahnen und für die unter Staatsverwaltung stehendm Privatbahnen anzeordnet, daß dieselben fortarimtt (hier aus rothem Iuchtenleder gefertigten Tasche, die an emem schräg über Brust und Rückcn liegenden ledernen Tragbende gefertigt wird, ausgerüstet werden sollen, ein Abzeichen, welches bereits bei der Main - Weserbahn sich als practtsch bewährt Hot. Auch die Privotbahnen sind zu einer gleichen Etnrtchtung aufge-
so oft wir in den Zeitungen lesen, daß um Bneg, Ohlau, Breslau u.s.w. s hr häufig die Jugend Eltern und Verwandte vergiftet und todtschlagt, daß Eltern ihren eigenen Kindern dos Leben nehmen, daß das Volk sich den schändlichsten Lastern überläßt und dcß drr Meineid on der Tagesordnung ist. In einem gewissen Dorfe bei Brieg strengte das Gericht gegen 70 Angeklagte die Klage wegen Meineid s an. Endlich beweisen die Rechenschaftsberichte und gcrichilichen Sta tistiken dir große Demoralisation, welche in den verdeutschten Agenden erschreckliche Fortschritte macht. Menn es bei uns, Gott sei Dank, beffir sicht, so ftfcrct- ben wir dies ollein unserer Nationalität zu, welche Gott in polnischen Liedern
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foxtCTt tro Nach einem dem Reichskanzleramte hierher mit'
qrtheiltcn Be/ichte des kaiserlichen Geschäftsträgers zu Paris hat in querer Zeit die Einwanderung mittelloser gewerbtreibender Deutschen dort außerOrdentlich zu- benommen, obwohl es für diese Einwanderer zur Zeit noch den größten Schwierig, feiten unterliegt, in Paris Beschäftigung zu finden. In Folge dessen gerathen die gedachten Personen gewöhnlich schon bald nach ihrer Ankunft daselbst m i bedrängteste Lage und können sich derselben um so weniger entziehen, als d r m Paris bestehende Hülfsverein bei feinen sehr beschränkten Mitteln ganzi außer Stande ist, die täglich massenhaft eingehenden Unterstützungsgesuche zu berücksichtigen, auch die kaiserliche Botschaft keine Hilfe gewähren kann, endlich aber die Kosten der Rückkehr nach der Hrimath, da die französischen Eisenbahngesellschaften gegenwärtig keine Fahrb-llets zu ermäßigten Preisen mehr gewähren, sehr erheblich sind. ES empfiehlt sich deshalb, wie sich der Minister des Innern andie Regierungen und Landdrosteien der Monarchie in einem vom 2. d. datirten Erlaß aussprtcht, die- enigen Personen, welche eine Ueberstedelung nach Pans beabsichtigen und zu diesem Behufe Legitimationspapiere nachsuchen, bei Gelegenheit der Ausfertigung Der leideren recht eindringlich auf die Schwierigkeiten aufmerksam zu ma^en, welche zur Zeit ihrem Fortkommen in Paris entgegenstehen, um sie womöglich noch von ;rem Vorhaben zurückzubringen. . ä
Im Eingang ein-S längeren, über die große Exeornmunication und ihre bürgerlichen Folgen handelnden Artikels läßt sich die „N. A. Ztg." aus Brauns- berg vom 5. d. M. melden, daß Bischof Krementz >n der Excommun,eat.onSfrage zum Rückzug blasen läßt.
Aus Thüringen, 6. April. In den letzten Tagen kam '" Erfurt ein Trans- port von einigen 30 Mann deutscher Soldaten an, welche noch in alte Unssorm- üücke der französischen Fremdenlegion in Algier gekleidet »«en. Dieselben waren im Krieae von 1870-71 in französische Kriegsgefangenschaft gerathen, nach Algier tronSportirt, dort nach ihrer Aussage zwangsweise zum Eintritt m die Fremdenlegion bewogen vnd jetzt erst entlassen worden. Wahrscheinlicher durfte . übrigens fein, daß diese Leute, um das harte Loos ihrer Gefangenschaft zu erleich- 1 fern,® damals freiwillig in die Fremdenlegion eingetreten sind. Rach ihrer Aus- ' |aBe sollen noch sehr viele Deutsche in dieser Legion dienen, d e dringend zurück, iukedren wünschen, sobald nur ihre Capitulationszeit erst abgelaufen ist. Einige 80 französische Kriegsgefangene, welche wegen verschiedener Diseiplinar- und> Sub- vrdinationsvergehen während ihrer Kriegsgefangenschaft zu mehrjähriger Einstellung In die deutschen Straseompagnien «erurtheilt, jetzt aber vom Kaiser Wilhelmi -
gnadigt waren, kehlten jüi 'st von Erfurt, wo sie Iheilweise gesammelt wurden, nach Frankreich zurück. Das Corps der Zuaven und der Drui leurs mttiAänss war am zahlreichsten darunter vertreten. Jetzt sind nur noch sehr ® J zösische Kriegsgefangene, die entweder noch im Hegen ober
ihrer Einstellung in die Strafeompagnie aufs Neue sehr grobe Subordmat°n vergehen begingen oder sich thätlich an den Wachen vergriffen, sch
Festungen, und soll deren Zahl inSgesamwt kaum 20 betragen.
Karlärnlle 9. Avril. Das Gesetzblatt publicirt die Gesetze gegen die öffentliche Lehrwrrksamkeit religiöser Orden und die Abhaltung von Missionen durch staatlich nicht genehmigte Orden.
I (Strotan, 7. April. Die Bittschrift der elsaß-lothringischen Frauen an
tnffent. ^fannimachung Großh. Kreisamt» Worms, die nachträgliche Erhebung der Umlagen für die israelitischen ReligionSgimeinden Hamm-Eich und Heppen- heim o. v. W. pro 1869/71 betrcffend.
4) Ordensverleihung. . ~
5j Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden irdene.
6) Ertheilung von Erfindungspatenten.
7) Dicnstnachrichtcn. Seine Königliche Hoheit der Großheizog hoben oller, «nädigst geruht: am 15. März den Gerichtsvollzieher - Aspiranten I«. Walter von Pfeddersheim zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Wöllstein:, den zweiten Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Zwingenberg Georg Zache.S zum ersten Landgerichisciener bei diesem Gerichte zu ernennen, am 18 Marz den Pro- venzial-Direetor Dr. Theolor Goldmann zu Darmstadt zum landesherrlichen De- putatus für die Vollziehung des Gräflich Erbach-Furstenamfchen Stamm-SSulden- Tilguugs-Statuts zu ernennen, am 20. Marz den Probater zweiter CKsse bei der zweiten Justifieatur-Abtheilung der Ober-Reednungskammer Ludwig Emrl Ger- Hardt zum Protocollisten und Registratur - Gehulfen bet dem Oberconflstonum zu ernennen; den von dem Herrn Fürsten zu Jssnburg-Birstein auf die neunzehnte evangelische Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offenbach, prafenlirten Schulamtsaspiranten Michael Krapp aus Kön'gstätten, im Kreise Groß-Gerau, den von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die dritte katholische Sch" stelle i" Offen back, im Kreise Offenbach, präsentirten Schullehrer an der katholischen Schule zu B lern heim, im Kreise Heppenhe.m , Peter Joseph Fiedler - und den von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf die siebente kuthollsche Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offenbach, präsentirten SchulamtSasp'ranten Peter Paul Frei aus Büdesheim, im Kreise Bingen, für diese Stellen zu betätigen.
8) Dienstenthebung, »eine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 18. März den Präsidenten der Medietnal-D'recllon, Geheime- rath Dr. Wilhelm Christian Georg Goldmann auf fein Nachsuchen von der -teile eines landesherrlichen Deputatus für die Vollziehung des Graflech Erbach-Furste- nanischen Stamm-Schulden-Tilgungs-StatutS zu entheben.
Darmstadt, 10. April. Durch Allerhöchstes Deere, vom 30. v. M. wurde der Gerichtsaeeessist Dr. Otto Jochem aus Wieseck zum LandgerichtSasseffor bei
21. März. Es heißt darin: .
Erlauchter Fürst! Das oberschlesische Volk hat, so weit es der poln'sch n Sprache treu geblieben ist, zugleich mit der Sprache die altpolmschen Tugen sich bewahrt, vor Allem die altpolnische Rechtschaffenheit und Ehrsamkeit, v Schlosser werden bei uns nicht reich durch Thür- und Vorlegeschlösser, wetl e unter uns nur wenig Uebclthäter gibt, es sei denn dort, wo fremde Zuzügler sich aushalten oder wo sie sich eingenistet haben. Niemand »erf^lte&t bei uns vor seinen Landsleuten den Pferde- noch den Schweinestall noch die Scheunen. Todt schlag, Meineid, sodomitische Sünden u. bergt ereignen sich so selten, daß da« Volk erstarrt, lange Zeit jammert und wehklagt, wenn ein ähnliches Verbrechen verübt wird. Sobald aber das Volk, der Muttersprache entsagend, sich °eutch machen läßt, dann beraubt er sich zugleich mit der Sprache Der CerJ,0‘nWnl um Besr-iun7 ihr7r Söhne und Brüder von" der Militärpflicht
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IK' WH: buhinocher.
Lvru^ -^Usucht ",'s wünscht Mer in -'caheres bet
ni(lben; aut Sieben wer- 81115.
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'chünPoliren k, findet bei ?°fUgung bei -H- Ärück. 4uitt von Werner.


