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Redaction

ctton Ver-

eine

Italien

für seine

vention abgeschlossen sei.

Ianvier'S verworfen hat.

Dnfaure sagt, die Regierung bedauere den Rücktritt Pouyer^Quertier S, aber sie dürfte nicht glauben lassen, daß sie eine Praxis gutheiße, welche der Umsturz aller finanziellen Grundregeln sein würde. Die Versammlung geht darauf zur

Tagesordnung über.

Die Commission für das Gesetzyroject Lefronc' besieht auf ihrer des ersten Artikels, scheint aber geneigt, über den zweiten Artikel aus ständigung einzugehen.

wir in dieser Nachricht die Beruhigung, daß die jipanesiscbe Regierung ihren in der neuesten Z-it kund gegebenen Ester für cwilisatorische Fortschritte nicht durch Begünstigung oder auch nur schweigende Billigung unnenschlicher GlaubenS-Ver- iolgungen beflecken zu lassen gewillt ist, und zum Glück gewinnt j ne Regierung allmählich Vie stärke, ihren W.llen auch in den entfernteren Theilen des Reiches fühlbar zu machen.

Die Western-Pacific-Eisenbahn ist die westliche Verlängerung der Pacrfic- Eisenbahn-Linie und erstreckt sich von Sacramento, dein ursvrünglrchen Termmns der Central-Pacific-Eisenbahn, nach San Jose und von einem Punkt an dieser Lime nach San Francisco, auf diese Weise den natürlichen Verkehrsweg nach und von San Francisco für das ausgedehnte Territorium nach Osten und Süden bildend. Die Lange der Bahn beträgt 158 Meilen und der darauf emittirte Betrag von Obligationen erster Hypothek Dollars 2,735,000 Dollars 16,000 per Meile für die Strecke zwischen Sacra- mento und San Josö und Dollars 32,000 per Meile für den Rest der Bahn. Auf die Strecke zwischen den beiden ersteren Plätzen empfing die Bahn die Verein. Staaten Regierungs-Subsidie von Dollars 16,000 per Meile, zusammen Dollars 1,970,000. Die Landverwilligungen und Acquisitionen der Western-Pacific-Eisenbahn-Compagnie, ab­gesehen von der Regierungs-Subsidie, sind sehr wichtig, unter anderen einschlletzend -die werthvollen Dampffähr-Privilegien und Grundbesitz (zwischen den beiden Termen Oakland und San Francisco), ferner 50 Acres Wasserfront in der Rahe des Mittel­punkts von San Francisco und 500 Acres an der gegenüberliegenden Kulte in Oakland, auf welcher ausgedehnte und bequeme Werfte, Speicher, Depots, Werkstätten rc. errichtet wurden, welche zu den besten derartigen Bauwerken im Lande zahlen. Der Werth des Gesammt-Eigenthums der Bahn kann auf nicht weniger als 12 Millionen Dollars veranschlagt werden und ist in stetem Steigern begriffen. Seit Vollendung der Bahn wurde die Western-Pacific-Compagnie mit der Central-Pacific-Compagny consolidirt. Außer der, durch das werthvolle, im Hypotheken-Jnstrument inbegriffene Eigenthum gebotenen vollständigen Sicherheit haben die Western-Pacific-Obligatlonen durch die Bestimmungen der Consolidatios-Acte außerdem die Sicherheit der verpfän­deten Wort's (good faith) der Central - Pacific - Eisenbahn-Compagnie, einer der mäch­tigsten Korporationen auf dem amerikanischen Kontinent, von welcher deren Bezahlung, Kapital und Zinsen, übernommen und garantirt ist. (123o)

England.

London, 8. März. Zu derselben Zeit, als gestern Abend im Unterhause die von Der Regierung auSgearbeitete Gesetzvorlage zur Beschützung Der Südsee. insulaner in zweiter Lesung angenommen würbe, traf aus Melbourne (vom 16. Februar) die Nachricht ein, daßIhrer Majestät SchaluppeRosario", Com- mandeur Challis, das Dorf auf der Insel, wo der Bischof Patteson ermordet worden, bombardirt und zerstört" habe. Welche Ironie! Das Parlament beräth über Maßregeln zum Schutze derselben Leute, die unterdessen ein königliches Kriegs- schiff mit Bomben bewirft! Wir haben unsere großen Zweifel, ob sich dieses Vorgehen rechtfertigen lassen wird. Der von europäischen und amerikanischen Schiffscapitänen oder besser Piraten handwerksmäßig betriebene Menschenraub auf den Inseln des stillen Oceans hat den Eingeborenen einen sehr begreiflichen Haß gegen die Räuber ejngeflößt, und eS ist nicht zu verwundern, daß die zurückbleiden- den Angehörigen, deren Väter, Brüder oder Kinder hinterlistiger und gewaltsamer Weise fortgeschleppt worden, in ihrer Unwissenheit alle Weißen für solche Frevel- thaten solidarisch machen. Es war die Folge solcher Erbitterung, daß der Bischof Patteson, als er auf der Insel Santa Cruz landen wollte, von einem Insulaner erschlagen wurde. Wir halten eS nicht für menschlich, daß nun ein englisches Kriegsschiff dorthin gebt und wegen der That des Einen Mannes das ganze Dorf in Asche legt. Wahrscheinlich wissen die Bewohner nicht einmal, weßhalb sie leiden. Die Weißen, also die europäischen und amerikanischen Machte, welche faktisch die Seepolizei in jenen Gewässern ausüben, hätten dem Menschenraub ein Ende machen sollen; dann wäre der Jrrthum der Insulaner nicht möglich und ihre That wirklich in hohem Grade strafbar gewesen. Inzwischen wäre eS zu wünschen, daß, wenn das Parlament die Insulaner in Zukunft beschützen will, die königliche Flotte auch die Leute übrig lasse, denen jener Schutz zu Gute kommen soll.

London, 9. März. Es ist erfreulicher Weise aller Grund dazu vorhanden, die haarsträubenden Nachrichten über die V.rfolgung der eingeborenen Christen in Japan mit größter Vorsicht aufzunehmen. Dem auswärtigen Amte sind heute Mittheilungen von dem britischen Geschäftsträger in Jeddo zugegangen, welche es höchst unwahrscheinlich erscheinen lassen, daß Tausende japanesische Christen in Oel gesotten oder unter anderen schrecklichen Martern umgebracht worden seien. Lord Enfield, der Unter-StaatSsecretär des Auswärtigen, gab in Erwiderung auf eine

Rom, 9. März. Der König hat dem Prinzen Friedrich Karl Reise nach Sicilien eine Fregatte zur Verfügung gestellt.

Rom, 10. März. Gutem Vernehmen nach wird die Regierung von Der Kammer Demnächst Die Bewilligung von einer halben Million Francs für Die Wiener Welt-AuSstellung verlangen. DieEconomisia" theilt mit, daß zwischen der französischen und italienischen Regierung wegen Herstellung zweier internatio­naler Bahnhöfe auf Der Mont-CeniS-Bahn in Modane und Ventimiglia eineCon-

schreibt, die man in Chiselhurst beim Empfange fieser Nachricht hatte, kleine Begebenheit", sagt das angeführte Blatt, .,Vk -

sie als Moral des ProcesseS von Rouen betrachten will; es ist etn Zug, in wel- : chem sich ganz die Dehnbarkeit des Gewissens spiegelt, durch welches sich das s Regime auSzeichnet, welches uns in unsere jetzige Lage versetzt hat." i

Paris, 8. März. DasB en Public", das osficiöse Organ des Herrn Thiers, enthält folgende Note: Vor seinem Austritt aus Dem Cabinet hat Herr | Pouyer-Quertier die Bezahlung der zwei ersten Milliarden und die Bezahlung der Interessen für die drei übrigen Milliarden beendet. Dieselben sind in Straß­burg angelangt, und die Empfangsanzeige traf heute in Paris ein. Don heute an hat also Frankreich, kraft der in der Berliner Convention vom 12. October gemachten Vorbehalte, die volle Verfügung über die Departements Kote d'Or, Iura, Dou6s, Seine et Marne, Aube und AiSne zurückerhalten. Die Zahl der bewaffneten Macht, die auf die genauen Bedürfnisse für die Aufrechthaltung der Ordnung beschränkt war, hängt also vollständig von der Regierung ab.

Paris 10. März. Versailler Korrespondenzen stellen etne Einigung in Be- treff des Lefranc'schen Gesetzentwurfes in Aussicht. Der Prinz und die Prin­zessin von Wales sind heute Vormittag hier eingetroffen. Dieselben werden einige Tage in Paris verweilen. Aus Spanien eingegangene Mittheilungen constati- ren Die Thätigkeit der gegen die Regierung verbündeten Parteien der Carlisten, Republikaner und Radikalen, zugleich aber auch, daß ein Aufstandsversuch bis jetzt nicht stattgefunden hat. . , . cc

Paris, io. März. Ein den hiesigen Zeitungen zugtsertlgtes osficielles Korn- muniquö erklärt die vomKourrter de la France" gebrachte Nachricht von Un­ruhen in Den französischen Besitzungen von Cochinchina für unbegründet und fugt hinzu, daß daselbst vollkommene Ruhe und Ordnung herrsche; die gegenwärtig dorthin abgesandten Truppen seien nur bestimmt, die dort stehende Garnison, deren Aufenthaltszeit abgelaufen sei, abzulösen; auch werde nicht beabstchtigt, die Zahl der französischen Truppen in Cochinchina zu vermehren.

Versailles, 9. März. Aus die Interpellation Guiraud'S wegen der Ent- laffung Pouyer-Quertier'S erklärt der letztere, feine Worte feien ungenau wieder- gegeben worden. Er verwerfe die Virements und die fictiven Rechnungen. Er entwickelt die Gründe feines Austrittes aus dem Mangel an Übereinstimmung mit feinen College», welche auf der Rückforderung Der 213,000 Francs bestanden, deren Verwendung er selbst als Generalrath vollständig gerechtfertigt gesehen habe. Er erinnert daran, daß er Den Staatsschatz leer gefunden habe, daß er den Kredit Frankreichs wieder hergestellt und sechs Milliarden für die preußische Kriegsent­schädigung und die KriegSkostcn gezahlt habe. (Unterbrechungen auf Der Linken; Die Rechte applaudirt.) Casimir Perier hebt einige Irrthümer in Pouyer-Quer- tier8 Auffassung in den Finanzen hervor. Er erinnert an die Thatfachen, welche Die gerichtliche Verfolgung Janvier'S nöthig machten. Er schließt, indem er Act Davon nimmt, Daß Pouyer-Quertier gleich ihm selbst Die finanziellen Praktiken

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Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8.

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 11 März. In Folge von schlechten Wiener Coursrn, die auf die Nach, richt von der Auflösung deS ungarischen Reichstags um circa 4 fl. heruntergegangen waren, eröffnete unsere Börse beute bei ziemlich flauer Stimmung. Indessen befestigte sich selbe lehr bald wieder, ohne daß jedoch große Umsätze in den leitenden SpeculationSeffecten zu verzeichnen waren. OteDlb actien, anfangs 263. erholten sich bis 26 t'/4> Lombarden 220>/4 - V2, Nationalbank circa 889, und nur Staatsbahn blieb auf 4111/2- Großes Geschäft fand dagegen in Franz-Iosephbahnactun statt und zwar einerseits auf die Nachricht hin, daß das hiesige Haus Rothschild, die DiSconto- Gesellschaft und die ProvinzialdiScontogesellschäft in Berlin den Rest der zur Verfügung der Eisen- bahngesellschaft stehenden, vom Staate mit 5 Procent garantirten Actien übernommen habem sowie andererseits auf die bevorstehende Einführung dieser Actien in Berlin hin. Der <LourS hob sich daher um ein bedeutendes und notirte man schließlich 223. Auch andere österreichisch« Bahnen, namentlich jüngere, wie Donau.Drau, ungarisch^qalizische und ungarische Nordost beliebt, deutsche Linien dagegen verkehrSloS mit Ausnahme hesstsche LudwigSbahn, welche sehr gesucht waren und 2 Procent besser notirten. Prioritäten aller Gattungen für Privatrechnung fortwährend gekauft. Der Sturm auf Bankpaviere hat sich gelegt und ruhigem Geschäft Platz gemacht, daS sich denn auch bei festen Eoursen abwickelt; österreichisch deutsche beute wieder lebhaft begehrt, Bankverein und Vereinsbank behauptet. Ein recht reges Bild bot heute der Loosenmarkt, auf welchem namentlich DonauregulirungS-, Raab-Grazer, Madrider [18/4]. Meininger, Ungarn und öster­reichische 1830er und 1861er im Umsatz waren. Von Staatspapieren gin ren 5vrocentige Badener 4l/.,procentige Württemberger und Spanier um. Die beiden österreichischen Remen ziemlrch fest bei relativ geringem Geschäft. Im Laufe dieser Woche werden die Actien der austro-ottoman.schen Bank durch die österreichisch-deutsche Bank hier eingeführt.

iae oiefer Nachrichr huiir.Diese!Anfrage Ezertvn'S Die Auskunft, Daß nach jenen amtlichen B.richten60 blS hat ihre BeDeutung, wenn man'70 Famfitenyaapter christlichen Glaubens aus Den Dörfern in Der UmgeqenD von

* ~ ' Nangasaki an Bord eines Dampfich ffes geführt und in einen anderen Theil Des

LanoeS gebracht wvrDen sind. Die Rezieruig in I DDO hat ihr Bedauern über Diese Maßregeln Der Ortsbehörden ausgedrückt und Beamte hingffch ckt, um Die Siche untersuchen zu lassen. Es fehlt noch jede Mittheilung, Daß wirkliche Grau­samkeiten an Den eingeborenen Christen verübt worden feien". Jedenfalls haben

Türkei.

Constanünopel, 8. März. Prinz Friedrich Karl von Preußen wird hier erwartet. Der Sultan ließ ein Palais zu feiner Aufnahme vorbereiten und will ihn als feinen Gast behandelt sehen. Der Kriegsminister ließ strenge Strafen für InsubordinationSvergehen verhängen. Das Preßaureau wurde aufgehoben. In Bosnien und im Libanon sind Unruhen ausgcbrochen. (D. Z.)

Amerika.

Manila, 22. Jan. Am 20. Januar brach in Cavite eine Revolution aus. Die Insurgenten nahmen das Fort und das Arsenal in Besitz und tödteten 14 Der höchsten spanischen Beamten, darunter den Gouverneur, den Platzcommanv anten, Den Administrator und dessen Frau. Erst nachdem die Regierungstruppen und Belagerungsgeschütze herangezogen waren, gelang es, sich deS Forts und des Ar­senals wieder zu bemächtigen. Sämmtliche Rebellen wurden niedergemacht. M amta blieb ruhig. _____________________________________________

6M. Centtal-Pacisic-BoM (Westmi-Pacific-Branch) stehen ca. 85,

sind ebenso sicher wie die allgemein bekannten 6 pCt. Central-Pacific-BondS, welche ca. 90 notiren und dürste eine Anlage in Western-Pacific-Bonds jedem, selbst dem solidesten Kapitalisten anznempfehlen fein; dieselben werden in kürzester Zeit erheblich steigen. o

Aubplg aus der Uriu-yorKrr Handrls^itunz, Nr. 1193 vom 27. Januar 1872.

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Frankl- Bank H Frankl". VereiM-J Dannst. B&nkaot. Wien Bankaktien Ossi. Credijact. . Galizien 274 l/j__

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