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Gießener Ameiger

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Montag den 11. November

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oorgebracht fl. 471/4 fr.

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Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.

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aus ben Herrn Verwalter Krebs zu Neuhof, Pachter Brennemann zu Winnerod, Oeconom Georgi in Gießen und Kreisassessor Gros daselbst ernannt, welche mit Ver­anlassung des in dieser B Ziehung Erforderlichen beauftragt wird.

Der Vorsitzende erwähnt sodann der im September l. I. gelegentlich beit Gene­ralversammlung der landwirthschaftlichen Vereine bes Landes in Mainz stattfinbenben landwirthschaftlichen Ausstellung und labet zu zahlreicher Bethetligung mit dem An­fügen ein, baß Anmeldeformulare bei ihm zu erhalten seien.

Die Besichtigung der Gemeinde-Zucht stiere soll, ungeachtet ber etwas vorgerückten Jahreszeit, durch die früher gewählten Commissionsmitglreber, (von welchen ber diesmal verhinderte Herr Krebs von Neuhof durch Herrn Oeconomen Georgi zu Gießen vertreten weiden soll,) auch im laufenden Jahre vorgenommen werben.

Der Boi sitzenbe theilt sodann ber Versammlung mit, baß ber lanbw. Provinzial- Verein von Oberhessen bem Mittelbentschen Gartenbau-Verein unb bem lanbwirth-

bei welcher insbesondere ein jeder Kreis mit seinen Probucten möglichst vollständig vertreten sein soll. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wirb eine Commission, bestehend

Die Rechnung schließt mit einem Kassenvorrath von......

Hierzu fonnnen pro 1672 ber statutenmäßige Antheil an ben Bei­trägen ber Mitglieder zur Prooinzialvereinsfasse mit circa . . . so daß, abgesehen von dem seiner Größe nach noch ungewissen Beitrag ber Aachen-Münchener Feuerversicherungsgesellschaft, für 1872 bisponibel sind.................

fuchs- rc. Stationen zu Darmstadt pro 1872 .....

Für Ausführung des bereits früher beschlossenen Drucks ber am 25. Aug. 1868 abgiänbertcn Statuten bes Bez.-V. Dem OberheNstchen Bienenzüchteroerein, welcher um einen Beitrag zur Deckung ber Kosten einer im Juli I. I. zu Gießen abgehaltenen, mit einer Ausstellung von lebenden Bienen, Bicnenproducten und Bienengeräthschaften rc. rc. ver­bundenen Wanderversammlung nachgesucht hat zu diesem Zweck . . . . '..............

Dem Lehrer Aubel zu Rödgen, welcher ben lanbwirthsch. Unternchtscursus für Volksschullehrer zu Darmstadt besucht, für ben Fall, daß ihm aus ber Provinzialoereinskasse nichts sollte bewilligt werden können, eine Subvention von . . Für landwnthsch. Fortbildungsschulen und Unterrichts­zwecke, insbes. zur Unterstützung der Besucher der Acker­bauschule zu Friedberg aus dem Kreis Gießen . . . . zur Subventionirung landwirthschafilicher Kränzchen und Casino's..................

Zur Beglaubigung: v. R ö d e r.

50 Stuten jährlich diesseits in Aussicht gestellt zu werden vermöge. Der Vorsitzende bittet sich hierüber zu äußern und bmieifr, daß nach einer Zusammenstellung, welche er aus den bctr. Acten habe fertigen lassen, in ben letzten 15 Jahren burchschuittlich nur 27 bis 28 Stuten aus bem Kreis Gießen zur Bedeckung gebracht worden seien, '. woraus hervorgehen dürste, baß ber ©taub der Pferdezucht in unserem Kreise die ' Errichtung der fraglichen Beschälstation nicht erheische. Es steht auch zu befruchten, .

daß die behufs Ausscheidung untauglicher Stuten in Wetzlar beabsichtigte Körung die Pferdebesitzer vor Benutzung der fragt. Station abschrecken werde.

Nach staltgehabter Discussion, bei welcher sich die Herren Georgi und Peters von Gießen, Krebs von Neuhof, Schlapp von Rödgen und Erb von Lich in zu- - stimmendem Sinne aussprachen, zum Theil ab^c auch den Wunsch aussprachen, daß ' die dermalen in Grünberg und Berstadt bestehenden hessischen Beschälstationen bemijj Kreise Gießen näher gerückt werden möchten, coustatirt der Vorsitzende, daß nach der M

Ansicht ber Versammlung bie Wiedererrichtung ber Station in Wetzlar zwar erwünscht^, fei, eine Betheiligung aber in bem Umfange wie sie für erforberlich erachtet werbe, nach'1 den Erfahrungen der letzten Jah'-e nicht in Aussicht gestellt werben könne.

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Bekan ntmachun g, die Reinigung der Schornsteine betreffend

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Summe 375 fl. fr.

Ein sich hiernach ergebender Ueberschuß soll dem Reservefonds zugewiesen werden.

Nach einem sodann von Herrn Professor Dr. Thacr von Gießen gehaltenen und von der Versammlung mit großem Interesse angehörten Vortrag über die Ge­schichte der Kartoffel, macht der Vorsitzende die Mlttheilung, daß seitens des Königl. Preuß. 1'andratbs zu Wetzlar bei ihm angefragt worden fei, ob auf eine Be­theiligung der Pferdebesitzer aus den benachbarten hessischen Orten gerechnet werden könne, wenn bie früher beflanbene Beschälstation zu Wetzlar roiiber hergestellt wer­den sollte, was jedoch nur dann zu erwarten stehe, wenn eine Betheiligung mit etwa

Wegen vorgerückter Tageszeit wird ein von Herrn Lehrer Leithäußer zu Groß- . Linden angemeldeler Vortrag über bie länbliche Arbeiterfrage bis zur nächsten General­versammlung verschoben, auf welcher auch über eine von Herrn Katz in Steinbach in Anregung gebrachte Vrehausstellung und Ausstellung landwirthschastlicher Geräthe disculirt werben soll. ,

Protokoll

über die am 24 August 1872 auf dem Schiffenberg stattgehabte ordentliche Generalversammlung des landw. Bezirksvereins Gießen.

Gegenwärtig: ber I. Director bes Vereins, Provinzialbirector Freiherr von Röber als Vorsitzenber und ca. 70 Vereinsmitglieder.

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Um entstandene Zweifel zu beseitigen, werden folgende für die Stabt Gießen erlassene Vorschriften wiederholt bekannt gemacht:

1) Die Kamine, wo beständig gefeuert wirb, müssen alle Viertel-Jahr wenigstens einmal gefegt werden; wo aber nur Steinkohlen gebrannt werden, sind sie jährlich fünfmal zu reinigen, unb zwar breimal im Winter (Ofrober, December unb Februar) und zweimal im Sommer (Mai unb August.)

Es versteht sich von selbst, baß bie Kamine, welche (behufs Stubenheizung rc.) nur im Winter benützt werben, im Sommer nicht zu fegen sind.

2) Die Kamme solcher Gewerbsleute aber, welche zum Betrieb ihres Gewerbes starke Feuerung nöthig haben, wie Bäcker, Bierbrauer, Branntweinbrenner, Seifen­sieder, Häsner, Schlosser, Schmiede, Gastwirthe unb Garköche, hinsichtlich ihrer Küchenschornsleme unb begleichen, sollen alle vier ober sechs Wochen gefegt werden, wenn nach ber Größe tus Gewerbes de-selben eine öftere Reinigung ber Schor nsteme als die gewöhnliche, nöthig ist.

3) Die engen, s. g. Russischen Kamine finb in den für bie gewöhnlichen Kamine vorgeschriebenen Terminen von bem sich darin anhäufenden flockigen Ruße mit einer Vüiste unb Kugel zu reinigen. Der sich barin anhäufenbe Glanzruß dagegen kann nur durch Ausbrennen Weggclchafft werden. Tiefes geschieht jedes Jahr wenigstens einmal; sogleich nach bem Ausbrennen muß das Kamin mit Bürste und Kugel gereinigt werben.

4) Die Kaminfeger haben folgenbe Gebühr en in Anspruch zu nehmen:

a. für bie Reinigung' eines einstöckigen Schornsteins 4 fr.

b. für jedes Stockwerk, du^ch welches der Schornstein weiter läuft, einen Kreuzer mehr. Bei gebrnctienen Dächern w rb der bewohnte Theil als Stockwerk, unb

bei Küchenschornsteinen wird das Stockwerk, in welchem bie Küche befindlich ist, als besonderer Stock berechnet.

c. für die Reinigung der rusfischen Schornsteine mittelst Bürste und Kugel werden die oben bemerkten Gebühren, und für das Autzbrennen und Reinigen derselben bas Doppelte bezahlt.

d. bas zum Anzünben ber Röhren beim Ausbrennen erforberliche Brennmaterial haben die Hausbewohner zu stellen.

Besondere Trinkgelder für bie Gesellen und Neujahrsgeschenke dürfen nicht gefordert weiden.

Nach bem obm Bemerkten ist also für die Reinigung zu zahlen:

wenn ber Schornstein ein Stockwerk hoch ist 4 fr.

Der Vorsitzenbe eröffnet bie Generalversammlung mit einem einleitenben Vortrag, in welchem er hauptsächlich einiger Mißstände, bie sich im Bezirksvereinsgebiet in Bezug auf Lanbwirthschofts'Betrieb noch fänden, Erwähnung that, unb bewerft fobann, daß die Rechnung des BezirkSvercins pro 1871 gestellt, auch von ihm revtdirt worden sei, von dem Ausschuß aber noch nicht habe geprüft werden können, weil es unmöglich gewesen sei, inzwischen eine Ausschußsitzung abzuhalten. Nach Verlesung der Rechnung, wobei Bemerkungen von feiner Seile erhoben wurden, erklärt der Vorsitzende, daß solche zu Jedermanns Einsicht während der Dauer ber Versammlung offen liege und daß er ben Rechner als bechargirt betrachte, wenn Einwendungen nicht werben sollten.

Der Vorsitzende macht hieiauf die Mittheilung von einem Schreiben der Großl,. Centralstelle für die Landwirthschaft rc., wonach dieselbe bei der im Jahr 1873 statlfindenden Weltausstellung in Wien eine Collectivausstellung ber landwirth-' 1 ichafllichen Prodncte bes Gronherzogthums veranstalten will, welche ein möglichst s^8 vollslänbiges Bilb der landwirihschaftlicden (Sifammtprobuction des Landes geben und 1 -i1

Alt? hpn (Slfpfipnpy 9(112 Pt werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post UUJ VVU Expeditionen unb den Land-Postboten entgegen genommen.

Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 kr.

377 fl. 47(4 kr.

Der Vorsitzende eröffnet bie Discussion über bie Verwendung dieser Mittel und wirb sodann beschlossen, folgende Positionen in das Budget pro 1872 aufzunehmen: Beitrag des Bez.-VereinS zu ben Kosten ber landw. Ver-

Lrscheint täglich, mit Auv» nähme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, ;

Lit. B. Nr. 1.

wenn er zwei Stockwerk hoch ist 5 fr.

wenn er drei Stockwe'k hoch ist 6 fr.

und wenn er vier Stockwerk hoch ist 7 fr.

Für das Ausbrennen unb Reinigen der russischen Schornsteine das Doppelte dieses Fegerlohns.

Benützen bie Bewohner mehrerer Stockwerke ein Kamin gemeinschaftlich, so theilen sie sich in die hier berechneten Gebühren.

sch^fttichen Bezirks-Verein Gießen behufs Veranstaltung einer Obst- unb Gemüse-ij Ausstellung zu Gießen im Herbst l. I. ben Betrag von 200 fl. aus feiner Kaffe in zugewerbet habe unb schlägt als Mitglieb ber von dem Befirksoerein zu bestellenden ' Ausstellungs - Commission den Herrn Lehrer Schlapp von Rödgen vor, welchem bie Lj Zuziehung zweier weiterer Mitglieder Überlassen werben möge. Die Versammlung '1 * erklärt sich hiermit einverstanden.