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antworten.
Frankreich.
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„ J aus dem von ihm dem Landwehr-BezirkScommando auszu-
Berlin, 9. Juli. Bekanntlich befinden sich bei denjenigen Truppen, welche zu der OccupationSarmee gehören, noch eine Anzahl solcher Mannschaften, welche bei FnedenSzuständen schon dem Reserveverhältniß angehören. Auch eine größere Anzahl von Reserveoffizieren befinden sich noch bei jenen Truppentheilen. Wie wir hören, liegt es in der Absicht der Militärverwaltung, demnächst diese Offiziere und Mannschaften in die Heimath zu entlassen und die Stärke der einzelnen Re- gimenter, welche gegenwärtig noch zur OccupationSarmee gehören, um die Hahl der zu entlassenden Offiziere und Mannschaften zu verringern.
Der Drechslermeister Bebel ist vom Gerichtshöfe zu Dresden wegen Maje- statöbeleidigung zu neun Monaten Gefänguiß verurtheilt und seines Mandats als Nerchstagsabgeordneter verlustig erklärt worden.
8. Juli. Der König hat den Altkatholiken in Simbach am 3nn und Umgebung gestattet, durch Aufrufe in öffentlichen Blattern Beitrag- für den Neubau einer Nothlirche dortselbs) zu sammeln, wovon die sämwtlichen k. Re- gi-rungen verständigt wurden.
Oesterreich.
Ministerium gegenüber solchen Offizieren, welche notorisch Asfiliirte des Jesuitenordens sind, verhalten werde, zumal Einzelne derselben in der Armee, resv. als Adzulanten höhere Stellungen bekleiden.
Berlin, 10 Juli. Die „Provinzial-llorrespondenz" bespricht die jüngste Vereinbarung mit Frankreich und hebt hervor: Keineswegs sei der Wunsch, früher in den Besitz der Kriegseontribution zu gelangen, für Deutschland bestimmend gewesen, sondern allein die U-berzeugung, der Wunsch und das Anerbieten Frank- reich« s-,-n -in Anzeichen und eine Bürgschast seiner sriedlichen Politik. Frankreich« Anträge konnten nur durch friedliche Absichten begründet sein. Die deutsche Re- gierung hielt es daher für ihre Pflicht, mit einer aufrichtigen Friedenspolitik den französischen Anträgen soweit entgegenzukommen, als die Fürsorge für die Sicheruna der eigenen Interessen es irgend gestattete.
Dortmund, 5. Juli. Gestern Abend war unsere Nachbarstadt Hörde der Schauplatz eines bedauerlichen Tumultes. Nachdem der Vortrag des Herrn Lehrers Hufschmied tm Arbetterbildungsverein über die Verwerflichkeit des Strikes und über die Mittel und Wege, um die Lage der arbeitenden Klassen zu verbessern, in aller Ruhe geendet hatte, wurde der Polizei, die durch 7 berittene GenSd'armen aus Dortmund verstärkt war, die Anzeige gemacht, in einem Wirthshause auf der Langenstraße befinde sich der Socialdewokrat Mack aus Dortmund, der am vergangenen Sonntag Miturheber der Aufzüge in Aplerbeck und Schüren gewesen sei. Derselbe wurde alsbald verhaftet, und ging derselbe ruhig mit den Gensd'ar- men. Kurz vor dem Rathhause machte jedoch die ihn begleitende Menschen- menge mehrfach Versuche, den Arrestanten zu befreien, welches jedoch von der Polizei verhindert wurde. Als auf dreimal ergangene Aufforderung, den Platz zu raumen, die Menge mit Pfeifen, Brüllen und sogar mit Steinwürfen antwortete
^ittene Gensd'armerie unter Assistenz mehrerer FußgenSd'armen den Platz, indem sie mit gezogenen Säbeln das Volk attaquirte, einhieb und ca. 20 ^"^ungen vornahm. Noch bis Mitternacht waren die Straßen mit dem lär- gefüllt, indeß haben weitere Excesse nicht stattgefundcn. Der verhaftete Schloffir Mack von Dortmund wurde noch an demselben Abend ver° nowm-n^unp bis zum heutigen Tage im Stadtgefängniß internirt. Der Bürger-
Paris. Der „Univers" kann sich noch immer nicht über den >>»> Raumungsvertrags trösten. Er findet, daß Frankreich dabei «ich.« S,t6 BBf nur verloren hat. — In s.iner ,-tzi«n Nummer führt er den B-w-i« C“ P"ufien zu allen Zetten richtig beurtheilt hab- und es nicht f-'ine Schuld il, toenn dasselbe heute Frankreichs Unglück gewortrn sei. Der Beweis ist frei l'ch von etwas altem Datum, näiqlich vom 18. Apri 1701 •iJV
Sl-m-ns XL im g-h-fm-n Consistorium an'die ^ inatt fo „d?Än prache: „Ehrwürdige Brüder! Es ist uns kundg-than worb-n und b e N-ÜiI-tt durch die aanre Welt an..., , le Neuigkeit
Sondirung des Terrains durch die officiösen Pionniere auskommen zu können glaubt und gegen alle ein eigensinniges Schweigen beobachtet. Denn darüber darf man sich im Publikum nicht täuschen, daß die Officiösen nur dann etwas erfahren, wenn es im eigenen Interesse der Regierung liegt. Nichtsdestoweniger müssen wir von den in Cours gesetzten Nachrichten Notiz nehmen und theilen daher auch mit, was die heutige „Karlsr. Ztg." in der beregten Angelegenheit schreibt, eine Quelle, die sonst zu den zuverlässigsten zu zählen ist. Nach dem genannten Organe haben bereits Dr. Falck und Graf Eulenburg am gestrigen Tage ihre Reise nach Ems angetreten, um dem Kaiser über den letzten Ministerrath Vortrag zu halten. Nach den Angaben des genannten Organs hat es sich bet dem einstimmig gefaßten Beschlüsse des Staatsministeriums nicht um eine einzelne Maßnahme gegen den Bischof von Ermeland, sondern um ganz allgemeine Schritte gegen alle Geistlichen gehandelt, welche sich in irgend welchen Widerspruch mit den Laudesgesetzen und der Staatsgewalt setzen. Dem entsprechend ist zunächst gegen den Bischof Dr. Crementz, der das tatsächlich schon gcthan hat, die Amts- und Temporaliensperre verhängt worden. Die Bestätigung dieses Beschlusses durch den König ist als zweifellos und unmittelbar bevorstehend zu betrachten. (D. Pr.)
Die große Frage des französischen Anlehens ist also entschieden. Drei Milliarden verlangt der Finanzminister, resp. diejenige Summe in Rentenver- schreibungen, welche nöthig ist, um drei Milliarden baar zu erhalten, nebst den sonstigen Kosten für Discontirung, Negocirung und Zahlung der in den nächsten zwei Jahren fälligen Zinsen. Wir werden wohl nicht irren, wenn wir die danach benöthigte Summe auf ca. 3% Milliarden oder eine Milliarde resp. 1000 Millionen Thaler anschlagen. Ueber den Zeitpunkt der Emission herrscht noch Dunkel. Von einer Seite wirb der 25. Zuli als Emisstonetag genannt, Andere halten diesen Termin für zu früh angesetzt. In Bezug auf die Modalitäten der Räumung, namentlich die Furcht der Bewohner der Departements Mcurthe und Vosges, daß ihnen schließlich die Unterhaltung der gesummten OccupationSarmee. von 50,000 Mann zur Last fallen werde, bemerkt der „TempS": „Es steht nichts im Wege, daß die finanziellen Garantien für die dritte Milliarde schon iw Augenblick der Zahlung der zweiten gestellt und demzufolge die vier Departements auf einmal ober doch in kurzen Zwischenräumen befreit werden können. Auf dieses Ziel werden jetzt offenbar die Anstrengungen der Negierung gerichtet sein. Es ist ja allgemein bekannt, daß diese Bedingung der Garantien, wenn sie auch nur eine sacultive und eventuelle ist, doch den wichtigsten, vielleicht den reellsten Be- standtheil des ganzen Vertrages bildet. Die Regierung erhält von allen Seiten; Anerbieten, einige derselben treten sogar unter dem eigenen Patronate der Macht, auf, welche sich über ihren Werth zu erkennen Vorbehalten hat. Damit ist hinreichend gesagt, daß die contrahirenden Theile, wenn sie in dieser Frage noch , nicht einig sind, es doch leicht werden können, und daß es gerechter und politischer rst, zwischen den Zeilen des Vertrages zu lesen, als unaufhörlich die Leiden , einer Situation noch zu übertreiben, für welche sie nicht verantwortlich gemacht ’ werden kann." ö
bks-r>°s" wv.d-n, darüber scheinen s-lbst die sonst am b-stcn unterrichteten Officiösen Sinter von der Regierung angewiesen worden -in. .
bie«mal in Ungewißheit g-laff-n zu sein; man liest in den v-rschi-denen Organen binnen 8 Tagen m da-Kirchen^chein age ®e,Zoa,naJ0 **
£ 7 widersprechende Angaben und Jeder behauptet, aus erster Quelle bilistischen Pfarrer Blaschy die Anweisung iu X« Ä
(Klopft zu haben — ein Beweis, daß man diesmal auch ohne vorherige früher geführten Militärkirchenbuche mLd.
Sand runa des Termins hur* hi» ---I- ... ° '7 .v ^tnurnr^enouwe r
Lbien. Der „N. fr. Pr." entnehmen wir Folgendes:
^Wenn irgend etwas im Stande ist, unsere Freude über den rasch und energisch geführten Kampf gegen die Gesellschaft Jesu im deutschen Nachbarreiche zu ttuoen, so ist es die täglich wachsende Besorgniß vor einer Jesuiten-Jnvasion m Oesterreich. Immer lauter und nachdrücklicher wird die Kunde von neuen °^anßCn tn Steiermark, Kärnthen, Tirol und selbst inmitten der Rc-chshauptstadt, deren neunten Bezirk man bereits mit Bestimmtheit als Ort einer jesuitischen Emigrirten-Colonie bezeichnet. Seitdem Pius IX. nach seiner Restauration mit der Bulle Sollicitudo omnium ecclesiarum, vom 7. August 1814 d-n Jesuitenorden, der vor einem Jahrhundert schon al« staatsgefährlich aufgelöst uat aus allen Landern verjage war, wieder hergestcllt, hat sich die Gesellschaft gegeben, Oesterreich wieder in ihre Fange zu bekommen. Sie schickte die Redemptoristen und Liguorianer als ihre Vorläufer voraus. Aber Kaiser Franz wollte seine absolute Herrschaft nicht mit der Kirche theilen, den Jesuiten llegenuber blieb er unerbittlich. Sie wurden auch uns erst gefährlich, nachdem sie sich Pius' des Neunten, der sie Anfangs gehaßt, bemächtigt hatten. «>e lch<offkn, dir Angst der Hohen vor dem Gespenst- der R-volution benutzend, mit Adel und Militär ihren Geheimbund. Sie schlichen stch in Rad-tzkp's Lager, »d$en sonst vorurtheil«frcien Krieger ste umgarnten. Er gab ihnen in dem Roberten Venedig wie Verona ihre Kirchen und Hospice wieder. Vergeben« Protest,rten damals wie heut- deutsche Gemeinden in Oesterreich gegen die un- ged-tenen Gaste; vergeben-erklärten die Deutsch-Oest-rr-icher, „Misstonen" gehören nur unter Ungläubige und Heiden. Di- Jesuiten gewannen die Bischöfe und hielten ste seit 1850 fest, ste erhielten vom Grafen Leo Thun den Jugenduntcrricht ausgctt-f-rt und fttzten stch in den B-sttz einzelner Gymnasien, ohne stch um Staatsgesetze, Lehrplane und Schulaufsicht zu kümmern. Während für den Burger ein Vereins- und Versammlung-recht nicht bestand, überschwemmten die Jesu, en unser Land mit zahlreichen „katholischen Vereinen", denen die höchsten «taat-dl-ner angehörten. War es ein Zufall, daß ein Mann aus der Näh- des Monarchen, Graf Heinrich O'Donnel, der Vorfitzenbe des Servinus-V-rein« großen Ieid-n!chaftlichen A-rger des Volkes, das 1850 in Ober-Oesterreich, wie 1866 in Prag gewaltthätig gegen die Jesuiten aufzutreten begann. Welche Ausregung gab es, als in Linz der Nachweis au« ben Buchern geführt worden war, daß Die Jesuiten die für die Armen ein- gegangenen Gelder zur Erwerbung von Gütern verwendet hatten, die sie auf den Namen emcö kaiserlichen Prinzen schreiben ließen. Man führte sie nicht bloS i«fk ,M* 8«“bartp.«ene«en, n-in, man entschädigte st- auch 1859 und 1866 wiebet im deutschen Oesterreich. Sie sitzen heute, trotz der von ihnen ver- wünschten Verfassung, in allen Ländern der Monarchie. Was ste in Cremona und Padua verloren, -s wurde ihnen reichlich in Linz, Innsbruck, Baumgart-rib-ra Tyrnau, ©l. Audra, Mariafchein ic. zurückg-geb-n. Wie sehr hatt?sich fein?r' 3etl der F-ldmarschall-Lieutenant Mamula gegen di- Privilegien mit w-lck-m Thun die Jesuiten in Ragusa beschenkte, gesträubt! Mit Müh- und Roth'hLu wir ihnen nach zwei Jahrzehnten den officiellen Gymnastal-Unterricht entrissen c! die Jesuiten, undankbar gegen den ihnen gegenüber
Mrinwi y?£n V-rWchiungeu' geahnt!°Haben?-^auch" da^O-ffentttchk-tt-"
meniget als 17 »Prinzen» (Fürstensöhne) eine Anzahl Grafen, Freiherren we^dm ^.^"2°"bi>cke in Kalksburg erzogen. „Pokrok" und „Vaterland" «erden den Schulern von der sechsten Classe an als Lectüre empfohlen. Nicht minder ill zeldkirch- Jesuiten.Conviet vom Abei begünstigt, nur verlangen die dortigen Ver! hattnisse, daß sta, die Jesuiten auch der bürgerlichen Cr-atur-n ann-hm-n. Und ste thur, -s auch ; wenngle.» bet Abettge getrennt vom Bürgerlichen seine Speisen ßbarVf er <?" w Est bieselbe. Jedes Institut hat seinen besonderen
Mn 9nn fl 3 „ a“a,*£m " ®obmen lrtrCin Bauernsöhne für den Spottpre s k». m o \ SeÄ'' tri"8,En un° unterrichtet. Hier ist der Zweck, R-cruten
Landg-istlich-n zu bilden Finden wir in Feldkirch die Verwandten de« ^ofe«, Prinzen von Thurn und Tapis, in Kalk-burg mehrere Lobkowiüe und bayerische Äd-isföhn-, f° ist bi- h-rrttch-, ?on -inem P-mz-n 'g sch ntt Besitzung am Fr-inb-rg- zur Erzi-hungSstätt- für die °beröst-rr-ichisch/Bauttnscha t bestimmt. Der polnisch- Adel wird in Tarnopol gebildet, der ungarisch- o-5-r. «ative in Kaloesa. Die Schwestern vom sacrä coeur eriicben frambfifrhr Gouvernanten. Diese senden genaueste Berichte aus den Familien an ,esuttisch-n Beichtväter des Klosters. Ein vielmaschig-s Netz verbindet die öü-r reichifchen J-suiten-Anstalten mit denen von Belgien und Frankreich " S


