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Preis vrerreljährig 1 fl. 12 kr. mit BringerLohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.

Gießener Anzeiger

Erscheint täglich, mit ÄuS* nähme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.

Anzeige- und AmtsKkaü für den Kreis Kichm.

Rr. 13L. Dienstag Sen 11. Juni____

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dzEtlicher Theil.

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ießen, H. bst Alsfeld, i lersheim,/ i ©rünbtrg]

. 39,000,000.

2,150,000.

7,000,000.

1,700,000.

1,487,879. Smit. A'ach auf Lebens-

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Nr. 16 des Reichs-Gesetzblattes, ansgegeben am 4. Juni 1872, enthält:

ffffl W °°m 5.3-nl 1869 ,m D--I-hr Mi, B»rn »nd W9rtt.md.r-, i°°m 29.58,11872.

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P o l i t i scher Theil.

Deutschland.

W'e es heißt, hat Herr

Vertretung

diesem

. So hoch wir im Ganzen die zu Tage getretene Bestrebung achte», so

Redner.

angegeben, zu verfahren.

vereinigen.

rath anhetmfallen.

Hannover, 8. Juni. Wahrscheinlich lernen Sie von hier aus zuerst den _____ sm »Mi ein Afft Tatholifcben Militär-

Berlin, 5. Juni. Der Staats Anzeiger nennt unter den Taufpathen der Tochter des Prinzen Friedrich Wilhelm gleich nach Sr. Maj. dem Kaiser und König den Kronprinzen Humbert und die Kronprinzessin Margarita, wie Ihnen das schon vor einiger Zeit gemeldet war. Auch hat die gestern getaufte Prin­zessin als ersten Namen den der Kronprinzessin Margarita erhalten. Damit er­ledigt sich der hier und da mit Unrecht geäußerte Zweifel, ob bas katholische prinzliche Paar einer protestantischen Taufe als Pathe beiwohnen würde. Der Beweis ist durch die Thatsache gegeben. In den politischen Kreisen hat indessen mehr noch die Ernennung dlö italienischen Kronprinzen zu dem Ehes eines deut­schen Regimentes großes Aufsehen gemocht. Deutlicher konnte das intime Ein­vernehmen der beiden Staaten nicht wohl bezeichnet werde«.

Berlin, 8. Juni. Wir sind wiederholt in der Lage gewesen, die Gerüchte bezüglich bereits angeknüpstcr Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland über eine Beschleunigung der KriegSentschädigungszahlung als verfrüht zu be­zeichnen, und dies Dementi gilt auch für die Nachricht, daß der hiesige Vertreter Frankreichs , Gontaud - Biron, eine Besprechung über den Gegenstand mit dem Staatssekretär v. Thile gehabt habe. Dagegen können wir heut mittheilen, daß nunmehr von Seiten der französischen Regierung Vorschläge in der gedachten Rich­tung-gemacht worden sink. Es ist wahrscheinlich, daß jetzt auch unser Botschafter bei der französischen Rigierung, Graf Arnim, baldigst In den Stand gesetzt wer- den wird, sich über die Vorschläge seinerseits zu äußern. Daß die deutsche Neichs- regterung grundsätzlich die Anträge abzulehnen entschlossen sei, ist natürlich unbe* gründet. Oft)

Berlin, 9. Juni. Die Vorlage des vielbesprochenen Jesuitengesltzes sollte, wie dieD. R.-C" meldet, schon gestern Abend oder doch heut an den Reichs- tag gelang'n. Wie die genannte Correspondenz erfährt, wird die Vorlage in Form eines NothgesetzeS eingebracht werden, von dem der erste Paragraph be­stimmt, daß den Mitgliedern der Gesellschaft Jesu auch wenn sie im Besitz des deutschen Jndigenats sind der Ausenthalt in Deutschland verweigert wird. Der § 2 des Gesetzes bestimmt dessen Dauer bis zur Regelung der Angelegen­heit der geistlichen Orden im Sinne der ReichStagSbeschlüffe und beauftragt den Bundeskanzler mit der Ausführung des Gesetzes. Wie es heißt, hat Herr Geheime Regierungsrath Magener, welcher heute aus Darjin wieder zuruckgekehrt ist, das Gesetz von dort mit der Zustimmung des Reichskanzlers witgebracht.

Berlin, 9. Juni. Ueber die Jesuiten-Vorloge erfährt man noch, daß dir . Versagung des Aufenthalts im Bundesgebiete wahrscheinlich fakultativ sein wird. DaS Gesetz wird in unterrichteten Kreisen so ausgefaßt, daß es weniger als den unbedingten Verlust des JndiginatS bestimmt, aber dem vollständigen Verlust der Freizügigkeit in seinen Wirkungen gleichkommt. Die Ausführung soll nicht, wie es in hiesigen Blättern heißt, dem Reichskanzler, sondern zunächst dem BundeS-

Darmstadt, 6. Juni. Ehcgestern und gestern tagte dahier die südwest- deutsche Eonserenz für innere Mission für Württemberg, Baden, ] tie Pfalz und Hessen, welche Ländergebiete sämmtlich durch Deputirte der Landesvereine, sowie zahlreiche Theilnahme der Einzelgebiete und Vereine vertreten f waren, unter dem Vorsitze deS Kirchenraths Dk. Mühlhäußer aus Baden., Noch den Vorberathungen des Ausschusses am Dienstag, einem vorbereitenden Gottesdienste in der äußerst schönen Siadtcapelle und dem geselligen Zusammen­sein am ersten Tage, brachte die Tagesordnung des zweiten Tages die öffentliche Verhandlung der so wichtigen Zeitsrage, der sogen,socialen Frage", im Sinne des Vereins natürlich in der Richtung, was zu thun sei, um diese wichtige Frage einer glücklichkn Lösung zuzuführen. Man erfuhr au« den öffentlichen Be- richten, daß der Verein in den genannten Gebieten über 900 Männer zähle, in pen wannichfaltigsten Stellungen, die durch einen festen jährlichen Beitrag dazu verbunden sind, mit Wort und Thal beizutragen zur Hilfe für leibliche und geistige Noth innerhalb der christlichen Kirche (innere Mission), und wie man auch über die vorgeschlagenen und eingeschlagcncn Wege im einzelnen Falle urtheilln möge, man wird vom Standpunkte der Vernunft und Humanität ein solches Ziel und das Streben, es zu erreichen, nur anerkennen und achten können. Und so haben auch die Verhandlungen einen recht würdigen, so weit solche Besprechungen führen können, recht befriedigenden Verlauf genommen. Der eigentliche Referent über die Frage war Pfarrer Walther aus Karlsruhe, der die in Aussicht genommene Discussion über die recht guten von ihm gestellten Thesen mit einem ganz vor- trefflichen Vortrage einleitete, dessen Druck wegen seines die realen Verhältnisse berührenden Inhaltes wünschenswerth ist. Die Diskussion eröffnete dann Reise- Prediger Schuster aus Karlsruhe, der wie sein Vorredner auch in praktischer (nicht phrasenhaft abstrakter) Weise die Hilfe erörterte, welche das religiös-sittliche Elc- ment zu leistcn habe. Professor Köllner aus Gießen betonte tagegcn den innigen Zusammenhang der materiellen Seite der Frage mit der religiös-sittlichen, daß sich nothwendig zugleich eine neue Organisation der Gewrrdthätigkeit in der Rick- tung vollziehen müsse, baß die Arbeiter selbst Theil haben an dem Gewinne durch die Arbeit, entweder indem sie ganz selbstständige Geschäfte durch zusammengc- schosseneS Capital gründen und durch ein Direktorium für ihre Rechnung der- walten lassen, oder mit thkilweisen Einlagen pro rata Theil am Gewinne haben, mit gänzlicher Verwerfung der Lassalle'sche social-demokratischen Ideen, während zugleich, wo jenes nicht möglich und wirklich werbe, natürlich die Lohnarbeit bleibe, und daß dazu dann die religiös-sittliche Hilfe kommen müsse, so daß frei- sich nicht die materielle Organisation ohne die Kirche, aber auch ebenso entschieden die Kirche allein ohne die materielle Organisatian der Arbeit die Frage nicht lösen könne, und local und temporcll alle drei Arten der Lösung neben und Mit­einander ihr Recht und ihre Bedeutung hätten und behalten wurden. Pfarrer _ m - <1- . -e. A her fnri ALbpmorränfroen öC»

können ttir toch nicht verhehlen, L«n *»*e/*,w .........« a

Elements, namentlich die Abhaliung von zwei. Predigten im AbendgotteSbienst unmittelbar nacheinander, sowie die etwas zu langen Expositionen einzelner De- vutirter oder Theilnehmcr dem praktischen Interesse eher Abbruch zu thun als Vorschub iu leisten geeignet waren. Aber immer hätten diese Verhandlungen eine größere Beachtung von Seiten des gebildeten Publikums in Darmstadt verdient, als sie gefunden zu haben scheinen.

Darmstadt 9. Juni. Bei dem heute zum Geburtstage des Großherzogs stattgefunbene« Festessen gedachte der Minister Fehr. v. Lindeloff der Segnungen de« Friedens, des blühenden Zustandes von Handel und Industrie in tfolge der Neubegründuna des Deutschen Reiches und erachtet es gemäß den Intentionen des Großherzvgs als höchste« Ziel, daß Alle gemeinsam sich zu nationalen Zwecken

S--sasiss sses

wllderung" 'oe^Ve!/,Gerung mbuflriell» Etablissements; Baron v. Göler aus Hildesheimer Zeitung, katholischer Richtung, bringt heute daraus folgenden Baben betonte den nachtheiligen Einfluß des falschen Liberalismus auf d,e Massen; Auszug : Mtlitäraeistlichen und die mit der Seelsorge für katho-

Dtacovu- Eltmdl -»« Sl»ttg°N nfta: tu f«t«h 88 Mttttä,8l»ilS<i(lli*e» h°b-» Brett»«»«», »le et»«

dab 'die 7twH°einseitige Betonung dis kirchlichen über unverändert. 2) Wenn dagegen katholische Militärge.stl.che durch Hand- daß die etwas einseitige Krönung oe rvoCcr Unterlassungen zu erkennen geben, daß sie nicht Sksonnen find, ihren militärischen Vorgesetzten den Gehorsam zu leisten, den sie ihnen als MiUtarbeamte schuldig sink, so ist ihnen von den ihnen zunächst vorgesetzten MilitarbefehlShabern auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1852 die Ausübung 'h«r AmtSverrich- tungen als Militärgetstli'che vorläufig zu untersagen. Die Ktrchenbmcher, Dienst, siegel und was ihnen sonst zum Dienstgebräuche an Kirchengerathen, Dienstbüchern ic. übergeben ist, ist ihnen abzunehmen unv zu asscrviren. Zugluch 'st Zieher aus vem Instanzenwege davon Mittheilung zu machen, und wird darauf das Weitere ungeordnet werden. 3) Wenn ein mit katholischer Militärs« sorge beauftragter Civilgeistlicher zu erkennen geben sollte, baß er nicht gewillt sei, seinen 9Wen gegen die Militärbehörde nachzukommen, so ist in derselben Weise, wie unter 2)