Gießener Anzeiger
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^scheint täglich, mit Au» nähme SonntagS.
Expedition: Canzl.iber § Ltt. B. Nr. 1. *
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Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kichen.
2®9' _________ Montag Teil 9. Dcccmöcr
M m t i Ui e r T h e r l.
an die Schulvorstände des Kreises,
Betreffend: Die Besorgung niederer Kirchendienste von Seiten der Schullehrer Eießen, am 6. December 1872.
Das Groylirr)»gtjche Kreisami «ii-ki-u m»««k M *»i$H.upu, *ÜM
9BlC ermnetn ®’e °" blC EUed'aung unserer Verfügung vorn 21. vorigen Monats binnen 8 Tagen
___________v. Röder.
Gießen, am 5. December 1872.
Betreffend: Die Feststellung und Erhaltung der inneren Grenzen
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______________________ . v. Röder.
Betreffend: Die Taubstummen-Statistik im Großherzogthum Hesse». Gießen, am 5. December 1872.
Das Großherzogliche Krcisamt Gießen
an die Ortsschulvorstände des Kreises.
Wer erinnern Sie an die Erstattung der Berichte im rubricirten Betreff nach Maßgabe der Verfügung vom 7. September 1857 _______________________ v. Voder.
Gießen, am 5. Decenlber 1872.
Betreffend: Die Aufnahme des Erndteertrags im Jahre 1872.
an die Großhn)oglichen Bürncrmeistereien des Rrnles
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Sie wollen bei der Ausfüllung hierauf Rücksicht nehmen und die erforderliche Berichtigung eintreten lassen.
_ v. Röder.
Polizeiliche Bekanntmachuna "
leinenem 5?’ÄÄT" «'ter von 60 Jahren, bekleidet mit blau-
Barthaar graumelirt; auf dem Kopfe eine starke Glatze anfgefunden beschlagenen ziemlich neuen rmdsledernen Schnürschuhe»; Kopf- und
,md StÄtWHS«»ä» “ "M«w - «» M.< «W, »ch„ch.„ gW«... Marburg, den 5. December 1872. _
Der Königliche Landrath.
I. V.:
Politischer T h e i I.
Keller.
Deutschland.
Darmstadt, 6. Dccbr. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 53 enthält:
1. Gesetz, die Gehalts der Stadtschullrhrer betreffend.
2. Gesetz, den Waffengebrauch des Militärs und die Mitwirkung desselben zur Nufrecbthaltung der bürgerlichen Ordnung betreffend.
3. Bekanntmachung, die Bezahlung der Katastervermessungs - Arbeiten bctr.
Berlin, 5. Drcbr. Dem „Deulschen HülfSvcrein für die Notleidenden an der Ostsceküste" sind neuerdings wiederum zahlreiche Geldsendungen zugegangen, so u. A. aus Leipzig 20,000 Thlr. mit der Expcctanz auf die Nachsendung ktner gleichhohen Summe; von der Stadt Dortmund als eiste Rate 5000 Thlr. mit einem freundlichen Gruß an die alte Schwest.r.Hunsistadt Stralsund. Es wag dabei noch einmal erwähnt werden, daß Geldsammlungen an Den Schatz- weister des Hülfsvereius, Gch. Commerzienrath v. Blcichröder, Naturalien, Kleidungsstücke ic. jedoch an den „Vaterländischen Frauenverein" Hierselbst direkt zu scnden sind, wohin auch der Hülfsveretn die an ihn gelangenden derartigen Sendungen abgiebt.
Berlin, 6. Decbr. Sitzung des Herrenhauses. Nach der Vereidigung der Generäle Stemmetz, Peucker und Stosch (Herwarth v. Bittenfeld ist abwesend), wird die Vorberathung über die Kreisordnungs-Vorlage eröffnet. Münster spricht für die Vorlage und erklärt, tt werde gegen jede Amendirung stimmen; er wünscht eine vollständige Reform des Herrenhauses auch deshalb, weil die neuen Provinzen nicht genügend vertreten seien, man dürfe dem übrigen Deutschland ktia Beispiel inneren Zwiespalts geben. Nachdem Kröcher gegen die Vorlage ge- strvchen, erklärt der Minister des Innern: Es sei Phrase, wenn die rechte
Sette des Hauses aus dem Gesetze, welches die große Majorität des Volkes hin- ttr sich habe, den Umsturz präjudicire. Die Regierung sei fest entschlosst, die Vorlage von deren Noihwend.gkeit unb Nützlichkeit st- überzeugt ist, unverändert durchzusetzen und mußte tie Annahme durch Neuberufung von Herrenhaus - Mit- glirdern stchern Wenn man Dankdarkrit für die Haltung dt« Herrenhauses in der Eonfl ctszeit verlange, sei zu erwidern: der einzelne Mensch müsse dankbar sein, der Staat onne es nicht. Der König könne den Minister, der ihm einst guten Rath nheilt habe, darum nicht immer conserviren. Man könne ebenso ^ e.nstlge correcte Haltung eines parlamentarischen Factors nicht immer berücksichtigen. Die Vorlage sei nicht, wie der Vorndner weine, der Todeskampf des Eonservatismus, sondern der erste neubildende Schritt zur inneren Reform.
. 6. Dcbr. Die Wendung zum Guten in dem Befinden des
deutschen Kronprinzen schreitet gleichmäßig und rasch fort. Derselbe w.rd, sobald die Reise ohne zu befürchtende Nachtheile statthaft ist, sich zum Zwecke einer ärrt- lich für nothwendig erachteten Nachkur nach Wiesbaden begeben.
Oesterreich.
. Pesth, 6. Dccbr. In der gestern Abcnd abg.haltcnen Sitzung de« Deal. Club« hielt Lonyap eine längere Siebe, worin er erllärte, er werde al« unab. hängige« Parteimitglied fernerhin das Wohl des Vaterlandes wie bisher ,u kör. dein trachten. Deal sprach in anerkennender Weise über Lonpay'« Wirken und constatirte, daß er den gegen ihn geschleuderten Verdächtigungen nie geglaubt ™b V« " brUit F-eude über dessen fernere Mitwirkung au«. Der neue Wen fler.J)raflbent Szlavy empfahl fich und feine College,, der Unterstützung der Partei, welche Deak zusagte. v ö


