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Verhältnisse sich nicht nach ihren Wünschen entwickelten.
bei jedem weiteren Schritte bewußt
die Franzosen, die im vorigen Jahre durch ihre Abwesenheit glänzten, wieder
darauf gerichtet ist, dem mächtigen
In diesem Kampfe muß Europa auf unserer Seite stehen. Denn die Curie
Deutschland
Oesterreich
Verhandlungen derartig in die Länge ziehen, daß die Ratification erst mit dem letztgenannten Tage erfolgen wird. Die Schuld der Verzögerung der Ratification
bleiben müssen, daß der Wunsch der Gegner deutschen Reiche den Fuß zu zerschmettern.
hat sich zum Mittelpunkt aller Elemente gemacht, welche die Fackel de- Kriege- und der Zwietracht schwingen. Sie nährt die Rachegelüste der französischen Chauvinisten, sie wühlt in Oesterreich gegen Verfassung und Gesetz, in Spanien gegen den König, dessen Regierung der einzig denkbare Damm gegen die voll' ständigste Anarchie ist. Die Curie allein wünscht den Weltfrieden zu stören; ihre Bestrebungen sind der schwarze Punkt am Horizonte der europäischen Politik.
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....... Berlin, 7. Juli. In der Convention, welche neuerdings zwischen Deutsch.
Vom Vatikan aus wird diese Partei geleitet, aber ihre Häupter sind es, land und Frankreich wegen der Zahlung der Kriegskosten und der Räumung de- die der Politik des Vatican ihren Stempel aufdrücken. Die Jesuiten beherrschen französischen Territoriums abgeschlossen ist, war bekanntlich festgesetzt, daß der Der* die Curie und durch die Curie die gesammte Hierarchie, die zu einem blinden trag innerhalb 10 Tagen ratificirt werden solle. Man hatte seither geglaubt, Werkzeuge in der Hand der Curie und daher mittelbar der Jesuiten geworden daß die Angelegenheit dermaßen beschleunigt werden würde, daß die Ratification ist. Die Macht also, deren Beruf es ist, Frieden und Versöhnung zu predigen, s" ....... ~ -- -
zahlreicher einglfunden haben. — Heute Abend veranstaltet die Stadt Ems zu Ehren des Kaisers die am 25. Juni durch Ungunst der Witterung vereitelte Be-
schon vor dem Ablauf der in dem Vertrage festgesetzten Maximalfrist werde erfolgen können. Wie man jedoch aus eingeweihten Kreisen erfährt, dürften sich die
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kann, in der Versailler Versammlung Zeugniß abzulegen für die Friedensliebe der Oeffentlichkeit bestimmte Ausgabe der Bunde-rath-verhandlungen, den Inhalt der deutschen Regierung! Protokolle und Drucksachen enthaltend, durch das Reichskanzleramt veranstaltet.
Aber freilich, eine Partei giebt es in Frankreich, die fortdauernd von einer Berlin, 7. Juli. Das officielle Organ der Curie, der „Offervatore romano", nahen Revanche träumt und deren wüthende Ausfälle gegen Deutschland am brachte dieser Tage über das deutsche Reich die folgenden Freundlichkeiten: „Die meisten dazu beiträgt, im Volke den Haß und die Rachegelüste nicht aussterben Thatsache, daß Preußen in einer Zeit, wo die rohe Gewalt vor Recht geht, einen
zu lassen: da- ist die ultramontane Partei. Wäre diese Partei nur eine fran- großen Theil Deutschlands annectirt und seinem Reiche etnverleibt und diesem den
zösifche Partei, so könnten wir auf ihre Agitationen mit großem Gleichmuth Namen „Kaiserreich" gegeben hat, diese Thatsache allein genügt nicht, um be* blicken. Aber sie ist mehr, sie ist ein Glied einer ganz Europa umspannenden haupten zu können, das heilige römische Reich sei wiedererstanden, da dieses faktisch Partei, die von einem Mittelpunkt geleitet wird, und die den Haß gegen Deutsch- und rechtlich zu bestehen aufgehört hat." Da- Blatt setzt dann auseinander, daß
land und Italien auf ihr Banner geschrieben hat. Diese Partei, verstärkt durch nur ein Katholik römisch.deutscher Kaiser sein konnte und schließt: „Entweder haben
die versprengten Reste des Welfenthums und in gleicher Richtung wirkend mit die ketzerischen Publicisten die Geschichte arg entstellt, um sie zu ihren gottlosen den Internationalen, arbeitet unausgesetzt daran, das Vertrauen auf die Con- Zwecken zu mißbrauchen, oder, wenn sie aus Unkenntniß gefehlt haben, müssen sie, solidirung der gegenwärtigen Verhältnisse Europas zu untergraben. Ihr Streben bevor sie sich auf die angeblichen Rechte des deutschen Kaisers berufen, abwarten, ist Verwirrung, Umsturz und Krieg; sie, die sich rühmt, die Hüterin der konservativen bis dieser die Ketzerei abgeschworen und vom heil. Vater die Krone de- heiligen Principien zu sein, ist revolutionär geworden, wie sie es immer war, wenn die römischen Reiches empfangen hat.
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Macht einer
soll nicht der deutschen, sondern der französischen Regierung beizumessen sein.
Berlin, 8. Juli. Der gestrigen Versammlung der hiesigen Maschinenbau- Arbeiter wohnte seitens der fünf Fabrikbesitzer, welche die Erklärung vom 15. Mai Die bekannte Rede des Papstes hat den durchsichtigen dünnen Schleier erließen, nur Blum bei. Die Versammlung beschloß einstimmig, durch den vollständig gelüftet. Einen unverhüllteren und leidenschaftlicheren Ausdruck konnte Zwölfer-Ausschuß mit den Unterzeichnern der Erklärung nochmals zur Anbahnung der fanatische Haß gegen Deutschland nicht finden, als in jener Rede, von der eines Verständnisses in Verbindung zu treten, und inzwischen zur Beseitigung von man im ultramontanen Lager wohl wünschen möchte, daß sie nicht gehalten wäre, Mißverständnissen den eingenommenen Standpunkt durch die Veröffentlichung de- da mit dieser Rede der Heuchelei die Maske abgerissen ist. Dem Spiel, gelegent- Protokolls in den Zeitungen darzulegen.
lich die rücksichtslos die tiefsten Pläne enthüllenden Organe der Partei zu ver- Berlin, 8. Juli. Die Kaiserin und der Kronprinz reisen heute Abend- leugnen, ist ein Ende gemacht, seit der Papst selbst den Schleier gehoben und 10 Uhr zur Feier der Enthüllung des Stein-Denkmals nach Nassau ab. Der seine Gesinnung gegen Deutschland, seine Wünsche hinsichtlich des neuen Reiches Kronprinz kehrt Donnerstag hierher zurück und tritt am 15. d. M. mit der
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offen erklären, die Internationale. Das sind nun allerdings für den Augenblick sehr phantastische Bestrebungen, aber die Zukunft könnte doch Verhältnisse bringen, dte auch den jetzt noch phantastischen Bestrebungen eine reale Grundlage geben, wenn wir nicht entschlossen den Gespenstern zu Leibe gehen. Unsere Aufgabe ist es, den Romanismus zu bekämpfen, ehe sich ihm ein weltlicher Arm zur Ver- fugung stellt. Erschlaffen wir in unserem Widerstande, zeigen wir uns schwach
leuchtung der Bäderlet mit benaaUsch-« Flammen. Morgen gibt Se. Majestät — ve£$ Bonner Husarenregiments ein Diner.
Gardelegen, 3. Juli. Der „Germania" wird von hier geschrieben: „Seit
Jahren bestand hier eine katholisch- P-ivatschul-; im Frühjahr trat ein Wechsel in der Person des Lehrers ein; die Zeugnisse des neuen Lehrers, welcher das Examen bestanden hat, wurden unter Nachsuchung der Conresston vor etwa zwei Monaten e.ngereicht. Heute erscheint der Bürgermeister in Begleitung des neuen Schn,Inspektors Prediger Kallenbach in der Schule, verordne, die sofortige Schließung der Schule und g-stattet nur Ertheilung de« Religionsunterrichts; den Eltern ül DolllCI Itffl Fit fofcfpn tfcro «KW » « rcx- . .
^erlm, 5. Juli. Der „Köln. Volksztg." wird aus Berlin geschrieben * Seitdem der Kaiser von der Ansprache des Papstes an den deutschen Leseverein Kenntnlß erhalten, hat Fürst Bismarck in dem Prozesse gegen den Bischof von Ermeland gewonnenes Spiel. Symptome dafür, wie man es verstanden hat, diele Ansprache an Allerhöchster Stelle in dem Kampfe gegen die katholische Kirche zu verwerthen, liegen in den neuesten Berichten aus Ems vor, welche von einer plök-- lich v-rand-rt-n Stimmung des Kaisers sprechen und jeden Zweifel daran nehmen, ta6 ^^Maßregelung Bischofs Kremrnh ferner noch an entscheidender Stellan Widerstand stoßen werde. Ja, mehr noch. Es läßt stch bereits mit Gewiss. h-,t Vorhersagen, daß die Verhängung der Amts- und Temporaliensperrc gegen den Bischof von Ermeland nur das Vorspiel zu weitergreifenden Maßregeln gegen den g-sammt-n Episkopat bilden wird. Darüber kann man stch angestchts der Drohungen, mit welchen die Provinzial-Correspondenz heute ihren die päpstliche Ansprache krttifirenden Aufsatz schließt, nicht mehr täuschen.
J8“1“1' 6' 3,uIL H'" Schulze-Delitzsch hat die lange gehegte Absicht, sein Mandat zum Abgeordnetenhause niederzulegen, jetzt auSgesührt, und wird stch nun um so ruckhaltSloscr der verdienstlichen Thätigkei, hingeben können, die er al« Anwalt der deutschen Genossenschaften entwickelt. Dem parlamentarischen Leben 8 f-n ^a,Uo® ”er,0.r,ni Cinn im Reichstage, wo sein Austritt eine schwer j 8U füllende Lucke lassen wurde, wird er verbleiben.
Wien, 6. Juli. Die Deutsche Zeitung will wissen, daß in sjnf»*
Nachrichten aus Rom eingetroffen seien, die eine ernste Berfchlimmeruna ,m Befinden des Papstes anzeigen. Natürlich würden, s.tz. ste hinfu 'd' " omm n küb? und sofort b-haupt-n, Pius IX. habe si» s,j', wohler ge"
sus>"' f? ? tben Ms trotzdem werde es eine« Tages und vielleicht in aani kurier Ze t nothig werden, einen neuen Papst zu wählen, und es liege im gemeinsamen Interesse, -inen Mann von gemäßigten Anschauungen auf den Stuhl Bdit « bringen, blS jetzt aber scheine darüber unter den betreffenden Rcaierunaen nnA 8« keine bestimmt- Verabredung erzielt zu sein; di-- s-j -rklärlichTa dl- Cu?tt auf diesem Gebtete zu sehr im Vortheil stch befinde: ehe die Mächte sich verllän- den werde der neu. Papst gewählt sein und erst dann könnten die R^.runa-n S ellung nehmen, dann aber muss- jede Halbheit aufhören. Wir erwähnen dies? Stimme nur als einer von den vielen in Oesterreich, welche auf ein acmTfTL
dringen. Da« „Vaterland" ergeht stch h-u.7wi?d-r in B?tt7ch Ina » über die Seeschlange der Clerikalen in Oesterreich, nämlich über die n ,S
blllianz gegen Rußland, um „nochmals zu betonen, daß ein preußisch" österreichischer Offensivkrieg gegen Rußland Frankreich aller Wahrscheinlichkeit zum sotortia-n Anickluß an die l-tzt-re Mach, bewegen würde/ «omtt An W-Ä unabs-hbar-n Folgen entzündet würde. Da« Amüsante dabei ist nun,
2 TnZ"/ bt6Dr 's» bewaffne, ha.. Wenn wir dagegen Di- Zahl der ko.h°lisch-n Schulkind-- beträgt TÄÜ.« (?) ,U
OrßQnL. ^Srerch durchführen, so werden Insterburg, 4. Juli. Gestern war der Bischof von Ermland Dr flremenh
Wir n cht nur die unveräußerlichen Rechte des Staates zur allgemeinen Geltung in unserer Slavt, um die Firmung zu ertheilen Diesem Umüinde vJ'ut
br n9en , fOnber« auch den Weltfrieden vor der einzigen Gefah? sichern, die ihn auch zuzuschreiben, daß sich zu dieser Feier ^mehrere $efe^ gegenwärtig bedroh^ Jeder Erfolg Deutschlands im Kampfe gegen die Confessioncn, weniger Katholiken, deren Anzahl durch die Bilduna
3 h ntt ." S3lf4iof« an die Firmlinge dürfte nur hervorzuhcben sein, dass
derselbe dir Zeiten der Kirche al« schwere bezeichnete und dte Firmlinge, welche nun durch Firmung gestärkt, rrmahnte, nicht Irrlehren zu folgen und dem alttn Glauben, der heute noch so wie immer gelehrt werde, treu zu bleiben.
in t .Machen, 7. Juli, ZI/? Uhr Nachm. Unter großem Andrange de« Volke« J? Ta ^b'schof von Utrecht Gottesdienst und Firmung vollzogen worden T* sknebrich ließ der Erzbischof vor der Ertheilung der Fttmuna eine’ „apostolische Ansprache an das Volk, die Firmlinge und den Cl-rus vorttagen Alles ging in g-hob-n-r Stimmung vorüber. Morgen reist der ffribifrhnf L W\un, um Dienstag dort zu firmen, Mittwoch'nach Mettng, u^L.L dort zu firmen. In Kempten wird er Sonntag functioniren. ®
Utl*ten j,
,®”Itn45 3ulL W,c der „Reichsanzeigcr" berichtet, beschloß der Bundes.
rath n der Sitzung vom 28. v. M., auf Antrag de« württembergiichen B-voll- ti' / S'*“9 auf 6ie Veröffentlichung der Verhandlungen des Bund-s- w a70Ja)i?/nn 6tr Geschäftsordnung hinzuzufüg-n: §22. Unmittel.
L r T Bundesraihssttzung wird ein dte Vcrhandlungsgegenstände und den
^-bal' der Beschlüsse kurz zusamm-nfassluder Bericht durch den Reichs- ,um sofortigen Anschluss anzeiger veröffentlicht. §23. In größeren Zeitabschnitten wird eine für die!kr7g «on unabM-?
offen und unumwunden ausgesprochen hat. Kronprinzessin und den zwei jüngsten Kindern die Reise nach Berchtesgaden an.
Officiöse Kundgebungen lassen keinen Zweifel darüber, daß die Reichs- Ems, 7. Juli. Kaiser Wilhelm liegt seit dem 25. Juni hier seiner Brunnen- regierung die Aeußerungen des Papstes als einen Act der Feindschaft auffaßt, cur in unverkennbar heiterer Stimmung ob. Der hohe Gast trinkt mit großer dem gegenüber Abwehr dringend geboten ist. Die Provincial-Correspondenz Pünktlichkeit feinen Keffelbrunnen, versäumte bis jetzt keine einzige Theatervorstel- spricht es aus, daß in den Worten des Papstes ein Fingerzeig für die Regierung lang, und zeigt in Haltung und Wesen unvermindert dieselbe Rüstigkeit und liege, daß es sich bei den kirchlichen Fragen nicht um die Meinungen und Hand- Frische, wie in den früheren Jahren. So bestätigt sich von Neuem, daß die hingen einzelner Bischöfe, sondern um einen einheitlich geleiteten Kampf handelt, Mühen und Erregungen des Krieges spurlos an ihm vorübergegangen. Die daß daher auch die Abwehr nicht auf den einzelnen Fall gerichtet fein darf, Saison von Ems hat seit der Ankunft des Kaisers an Leben gewonnen, ist aber sondern stets den großen Zusammenhang der antinationalen kirchlichen Bewegung noch nicht auf der Höhe jener des Vorjahres. Bemerkenswerth erscheint, daß sich im Auge behalten muß, und daß wir uns bei jedem weiteren Schritte bewußt 1 ’ ~ " ........


