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England.

London, 6. August. Unterhaus. Sorster antwortet Bartelot, daß auf Anorbnuna der Regierung alles über Hamburg importirte Schafvieh in dem ® g-sch'acht-t werden muffe. Auf da- au« Belgien impor.ie.e

Sch-fvieh, auch wenn e« au« Deulschlaud stamme, .ffnoet diese Bestimmung keine Anwendung.

Rußland.

Während der Kaiser von Rußland nach Berlin kommt, um ,ur Sicherung de« europäischen Frieden« beizutragen, erhebt stch >n Asten gegen da« russtsche Reich der Feind. Der Khan von Chiwa trotzt den Russen mit einer Entschieden, ftett die man sich in Petersburg nicht gefallen lassen will, am allerwenigsten in Eentealasten, wo schlechte Beispiele sehr ansteckend wirken könnten, und zwar selbst in Khokand und Samarkand. Die russtsche Regierung übersandte ein Ultimatum dem Khan durch den in Asten wohlbekannten Sari. Js-Han. Im Ultimatum wurden Bedingungen aufgestellt, die, wenn angenommen, da« Schicksal Chiwa'« besiegelt hätten. Der Herrscher der Chi-vaner ist ein schlauer Diplomat, et empfing den Ablegaten mit den ausgesuchtesten Ehrenbezeugungen, gab ihm zwei russische Gefangene heraus, darunter einen Obersten und entließ ihn mit ganzen Berg-n von süßen Versprechungen, sonst ließ er die Punkte des Ultimatum« ganz unberührt. Den Russen scheint nun bie Geduld ausg-gangen zu fern, und der Obereommaadant des Kaukasus sandte gleich vom Maglischkaker Militarkrerse ein Corp« aus, das die Bestimmung hat, die Straße für Vie Bewegung eine« Armee- corps zu reinigen und alle Mittel für Transporte >e. vorzubereiten. Die Chiwaner Kirgisen fielen von Chiwa ab, und ihr Chef, Khan Gali-AraSland, versprach den Russen ein HülsSeorps zu stellen.

und ihre Wirkung auch an der Börse zu Sußeru. Besonders kommen dieselben dem Tffectenmarkt zu gute. Auf speculattvem Gebiet« hat zwar der Eifer im Kaufen nachgelaffeu und, wie schon gestern erwähnt, sucht man die durch die Eourssteigerung gemachten Gewinnst- in Sicherheit zu bringen. Am meisten wurden wieder Creditactien umgesetzt, aber bei ca. 1 fl. niederem (Sour« al« gestern. Staatsbahn hielt sich ziemlich fest, während Lombarden bei etwa« lebhafterem Der« kehr heute 222 erreichten. Oesterretchlfche Naiionalbank, auch heute gesucht, avancirte bi« 911. Die zur Geltung gekommene Ansicht, daß die Ereditwürdigkeit Oesterreich-Ungarn« gewachsen sei, eine Ansicht, welche freilich in mancher Hinsicht anzuzweifeln ist, hält die Kauflust für österreichische Renten fortdauernd rege, und fanden heute abermals bedeutende Umsätze in Papirrrente statt. Dagegen hat da« Geschäft in neuester französischer Anleihe einen bedeutend ruhigeren Character angenommen, wozu besonders auch die Haltung des Pariser Marktes viel beiträgt, der gestern matter verkehrte, heute wurden sie hier mit 873/4 bezahlt, Resultate mit 2»/2 Fr. Am Gisen- bahnmarkt standen heute Elisabethactien oben an, welche sehr gesucht waren und bi« 270 ge­handelt wurden. Die übrigen älteren Gattungen fest, in jüngeren noch schwaches Geschäft. Oberheffen und Hessische LudwigSbahn beliebt. Von Prioritäten wurden Elbthal aus dem Markt genommen. Banken andauernd hoch; Darmstädter streiften heute vorübergehend den 500er, Pfälzer und Basler Bankverein 1091/«, Deutsche Vereinsbank und die übrigen hiesigen Institute fest. Von Loosen waren Raab-Grazer, die gestern sehr in die Höhe getrieben wurden, wieder billiger zu haben; Köln-Mindener gefragt. Für österreichische 1860er, Ungarn und auch für Madrider zeigten sich Käufer. Staatspapiere außer den oben genannten Renten nicht besonder« lebhaft. Amerikaner ziemlich fest und von Prioritäten Oregon etwas besser.

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ultTümordöntn Trit den Worten, ihert man überall n soll. Es könnte '-"schäften zu ä* t ße alle, und bt* rdrm handeln )t( HiiMl Helsen. i ununterbrochenen i Prrutzev hat diese ci noch ohne Haupt, ahn und Kreieonser' durch seine Haltung nbedeutendheit. I» erstehen und gute« egenwärtig, vir dich : T)a findet man Krüdens, tit Kr­achen. WnL tif öhtentheilS bis M suiten in Paderder» WertheS eingetragen m. Man verficheet, eien verkauft. 9tt i eröffneten Wn i mirf es mit denen Flottung so Mitt lternationale» Platz -°sgih-° " dii»

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Wechsel.

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8. UtzS/i

Oberhessen

Amerik. Bonds

1

a

gezogen wurde, daß diese Versammlung ihn als Pseudo-Napoleon halte und daß feine » Lage kritisch zu werden beginne. Auf die unzweifelhaften Versicherungen des Baum- | starken,daß er Napoleon ganz genau kenne", schrie der ganze Haufe umsono g untor mit ihm nieder mit ihm!"Ich habe meinen Mann verloren! schrie eme y SVrau- ich zwei Brüder", rief eine andere;mir sind Krüppel zurückgeschickt worden, | »itfA». - Allem, ist - Uriuch." .Nieder nut ehm heruMer mll

ein Zug abging.

BK

m. 8.

1. 8.

4%

S.

S.

8.

92V4 lC6i/4 106 106%

1882r 963/g

1885r 97*/4

1887r 973/g

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Disconto

Oestr. 1858r 1860r 1864r

k. 8. 983/g

k. 8. 993/4 k. 8. 1047/a k. 8. 1751/e k. 8. 933/g k. 8. 87%

k. 8. 105

fl. 250 v» 1854*851/2

Prioritätslooae

Loose 95

n 1591/4

Act Ben.

Frankf. Bank 142

Frankf. Vereins-Kasse 147

Darmst. Bankaot. 505

Wien Bankaotien 911

Oest. Creditact. 359

Galizien 2611/2

Actien.

50/0 östr. F. St. E. B. 3551/2

Lombard. Bahn 222

Lud wigsh.-Bexbach 1931/2

MaxbaJin 1463/4

Bayer. Ostbahn 138

Rhein-Nahebahn-Act. 47

Hess. Ludwigsb.-Aot. 1801/4

PrkriUten.

30/g öster. Stsb.-Prior. 59i/6 3% öst. s. Lombard 517/g 3% Livorneser 3 91/4 5% Toscaner 623/g

5% Elisabeth.-Prior. 861/4 do. II. Emisa. 851/4________

Anlehennioose.

Darmstädter fl.50Loose 195

n »25 541/2 Knrh. 40 Thlr. Loose 70^2 Nassau 25 fl. Braun eohweiger 212/4 30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/g bayr. Präm.-Anl. 1133/s 40/0 badische Loose 1 ll3/4 Badische fl. 35 Loose 7O3/4

k. k. k. k.

Von Frankfurt a. M.

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mit jeder Post

befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die ver­schiedenen Zwecke

bestgeeigneten Zeitungen

des In- und Auslandes.

"Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen.

Rudolph Mosse,

Annoncen-Expedition

45 Zeit, Frankfurt a. W. Zeit 45.

Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zürich, Straßburg, Breölau, Halle a. d. S , Leipzig, Stuttgart, Prag.

Alleinige Inseraten - Pacht :

Fliegende Blätter",Kladderadatsch",Figaro."

Börsenberichte.

^rnnffnrt a M 7. August. Die durch die Reduktion der französischen Nentenzeichnun- gen frei^werdend^n Kautionen beginnen bereit« in die verschiedenen VerkehrSkanäle zuruckzuflußen

Vermischtes.

,z (Bor dem Untergang der Welt.) DieReichenberger Ztg." schreibt: Am 11. August nimmt ein Restaurateur tn Groß-Schönau (bei Zittau) von den sein Local an diesem Tage Besuchenden für Speisen und Getränke unter der Bedingung ke ne Bezahlung, daß dieselben, falls die Welt am 12. August nicht untergeht, am 13. August: das Ge­nossene doppelt zu bezahlen haben. Die Zahl der diesen Vertrag Accepttrenden soll

0. --Aöun Z4UCUI l|l tl ..... -V 1 -/ _

ihm'" riefen Alle. Es wurden Steine herbeigeschleppt, und dem wackeren Mareda wurde es bereits unheimlich zu Muthe, als endlich die Polizei einschrttt Der Commffsar begab sich zu dem Bedrohten und erkannte bald, daß eine Personsverwechs.ung statt- finde. Die Volksmenge ließ sich jedoch durchaus nicht überzeugen und sah m^den Be- theuerungen des Wieners nur ein neues Zeichen, daß der Geschlagene von Sedan keinen Muth besitze. Der Polizeibeamie sah sich gezwungen, Herrn Mareda, welcher durchau keine Lust hatte, um seiner Aehnlichkeit mit dem ehemaligen Herrscher^willen gelyncht z werden, sicheres Geleite aus der Stadt und bis zum Bahnhofe zu geben, wo eben

Papierrente 6OV4 Spanier, neuest. 3% 2sti/g

~ ' 1881r 995/8

0 (Weltuntergang.) Die Furcht vor dem Cometen, welcher sich in diesem Monate der Erde näheren'soll, greift unter der abergläubigen Bevölkerung Prags derart um sich, daß viele Familien bereits Anstalten treffen, um auf einen Zusammenstoß dieses Gestirnes mit der Erde gefaßt zu sein. Einige Dauben an eine Ueb^chwemmuntz, Andere an eine Persinng der Erde und die Vernichtung derselben dmch Feuer. Die .Bohemia" versichert, sie könnte Beispiele anführen, wie weit diese Furcht im Familien- und selbst im öffentlichen Leben schon hemmend gewirkt hat. So kommt seit einigen Tagen ein Bysterzer Bauer, der nicht mehr in den besten Vermogensverhaltmssen steht, täglich nach Brünn, macht Schulden auf feine Realität und verschleußt das Geld auf eine sehr leichtsinnige Art- Als ihn ein Wucherer, welcher ihm kein Geld mehr geben wollte fragte, was er machen werde, wenn Alles vergeudet fern werde, antwortete er, der Comet komme am 12. August und bis dahin fei er versorgt.

Fatale Aehnlichkeit. Der Wiener Bürger F. W- Mareda, Gründer und Dlrector der Ersten Oesterreichischen Seifensieder- (Apollo"-) Gewerksgefellschaft, unternahm im vorigen Monat eine Reife nach Thüringen und an den Harz, um Land und Leute daselbst f.nnen zu lernen. Nachdem er mehrere Städte und Badeorte besucht hatte, kam Mareda auch nach Quedlinburg, wo er zum Gasthosezum Baren" abstieg. Kaum mochte er einige Minuten durch das geöffnete Fenster aus den Platz hinab geschaut haben, als sich allmälig eine große Menschenmenge (Mareda s^^ ^eselbe auf 3000 Personen) vor seinem Hotel versammelte und ihn neugierig betrachtete. Endlich schrie ein baumstarker Kerl:Herunter mit ihm, nieder nut ihm, ich kenm ihn genau, habe ihn bei Sedan gesehen, denn", und hier gebrauchte der Mann Ausdrücke, die mehr kräftig als salonfähig waren.Damit man ihn nicht erkenne, hat er sich den Knebelbart abrasiren lasten", fuhr der^Baumstarke-fort. Jetzt erst merkte Mareda, der wirklich schon zuweilen von Freunden wegen seiner Aehnlichkeit mitIhm auL gezogen wurde, daß diese Versammlung ihn als Pseudo-Napoleon halte und daß seine

Geldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4148 r doppelte 9 4143

Holl. fl. 10 8t. 9 5355 Ducaten . . 5 3436 20 Frankens!. 9 211/2 22/2 Engi. Boxer. 11 4951 Kuss. Imper. 9 4345 Dollar in Gold 2 24i/225i/8

Bßrsennachrichteü.

7. August 1872.

Preuss. 4i/3 % Obllg. 103 Frankf. 31/2°/o Obi. 87% Nass. 4i/a°/o Obi. 992/4 Kurhess. 4% n 94/4 Gr. Hess. 50/0 Ob). 1023/8 , 4% , 981/2

3 Wo » 921/2

Bayer. 5% n 1005/e , 41/2% 1jährige 100$/8 M 40/a 1jährige 943/4

Würtemb. 4-1/g% ObL 993/4 Baden 41/3% Obi. c. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 66/8

Allqemetner Anzeiger.

Besondere Bekanntmachung.

3701) Nachstehende Bekanntmachung Großh. Ministeriums di« Innern bringen wir zur öffentlichen Kenntniß und bemerken, daß bie danach genehmigte Rückrergutnng des Octrois vom 1. Juli b. I. ab geleistet tmrb-

Gießen, ben 2. August 1872. Großherzoglich- Bürgermeisterei Gießern

Bekanntmachung, das Reglement über die Erhebung des Uadtischen OctroiS ;» Gießen, insbesondere die Ruckoergutung des Octro.s von ausgeführtem Bier und von wieder ausgefuhrtem betreffend.

v°rst°^u^MnaSnb?w.DSstD'^ bie Erhebung und Controlirung des städtischen Octrois zu Gießen vom zu genehmigen geruht:

Eine Octroi-Rückoergütung findet ferner statt:

1) Bei der Anfuhr von in der Stadt oder Gemarkung Gießen erzeugtem B . Die Rückvergütung beträgt 3 Kreuzer für das Hectol verpflichtet,

Die Brauer, welche eine Rückvergütung in Anspruch nehmen,smd verpsUchiL über das von ihnen ausgeführte Bier besondere Versandtbuch z

Auszüge der Großh. Bürgermeisterei Gießen periodisch einzureichen und dem städtischen Octroi-Controlpersonale Einsicht der von ihnen geführten Bücher zu gestatten.

2) Bei der Wiederausfuhr von Hafer, wenn eine Menge von wenigstens lO Hectoliter wieder ausgeführt wird.

Die Rückvergütung beträgt 2 Kreuzer für das Hectollter zu 50 Kilogramm.

Die Wiederausfuhr ist bei dem Octroi-Erheber des Ausgangsthores mittelst einer schriftlichen Declaration anzuzeigen, welche den Bestimmungsort, die auszuführende Menge im Ganzen, sowie die Zahl der Säcke und das Gewicht jedes einzelnen Sackes genau zu bezeichnen hat.

Darmstadt, den 2. Juli 1872.

Großherzogliches Ministerium des Innern.

v. Becktold.

Versteigerungen. I3691) ^rClta^a(^rn1itta^§P3U^L * $

3668) Freitag ben 9. August d. I., Nachmittags 3 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhaus die den Erben des Herrn Carl Ebel I. dähier gehörige Hofraithe auf dem Kreuz nochmals meist­bietend versteigert und dem Meistbietenden der Zuschlag ertheilt werden.

Gießen, den 25. August 1872.

In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.

wird dem Georg Gerlach III. von Rod- heim eine demselben in der Gemarkung Rodheim zustehende Hofraithe, 350 Thlr taxirt, auf dem Rathhaufe zu Rodheim zwangsweise versteigert.

Gladenbach, den 5. August 1872.

Königliches Amtsgericht Abth. II. Klingelhösser.