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eint bereit zu fein, sowohl der Titels rt würden.^^M

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Oberhessen

87 Vz

Beschäftigung unmöglich machten, so würde die bemühen, ihm den Cardinal Antonino de geben. Derselbe scheint bereit der Bedingung, daß einigermaßen modificirt

ihnen mehr ergebenen Candidaten. Derselbe würde den TitelStaatSsecretär und Präfect der päpstlichen Paläste" aunehmea.

Amerika.

Aetlea.

5O/o östr. F. 8t. E. B. 4201/2

Lombard. Bahn 222V?

Ludwigsh.-Bexbach 205

Maxbahn 1521/4

Bayer. Ostbahn 1551/4 Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Aot. 195

Montevideo, 31. Dcc. DerA. A. Ztg." wird von hier gemeldet: Die Heimath hätte ihren Söhnen an der AuSmündung des La Plata kein liebere» WeihnachtSgeschenk senden können, als die CorvetteVrneta", die am 22. d. hier vor Anker ging. Das erste deutsche Kriegsschiff war es, da- seit der neuen deut­schen Aera, seit 1866, in diese Gewässer kam. Die Woche, welche da- Schiff hier zubrachte, war eine wahre Festzeit. Die Persönlichkeiten der Offiziere, vom Capitän bis zum Cadetten herab, waren freilich auch sehr geeignet, das Entgegen­kommen ihrer patriotischen Landsleute dahier zu erleichtern. Bald wußte man nicht mehr, wer zum Schiffe, wer an's Land gehörte. Und bei aller Annehm­lichkeit der Form blieb stets die stramme deutsche Ordnung maßgebend , bei den Festen im Club Frohstnn, wie bei den Besuchen an Bord. DieDineta" lief von hier am 27. Morgens bei sehr günstigem Winde aus, sollte einige Häfen in Südbrasilten zuerst besuchen und dann über Westindien nach den Bereinigten Staaten segeln. Zu unserer Schwesterstadt Buenos Aires konnte das Schiff nicht hinauffahren, theils aus Mangel an Zeit, theils weil das Fahrwasser dort stromaufwärts für tiefgehende Schiffe zu ungünstig ist. Nur einer der Offiziere, ein Sohn des Ministers v. Roon, war zum Besuch in Buenos Aires beurlaubt gewesen, und hätte bei diesem Ausflug leicht sein Leben verlieren können. Der DampferAmerika", auf dem er zurückkehrte, gerieth in der Nacht vom 23. auf den 24. zwischen Montevideo und Buenos Aires in Brand. Durch die Kopf­losigkeit des Capitäns und die Schnelligkeit des Feuers gingen von 207 Men­schen 120 im Feuer oder durch Ertrinken zu Grunde. Herr v. Roon rettete sich mittelst einer Tischplatte, mit der er über Bord sprang, und hatte das große Glück, als ihm die Kräfte schwanden und er das runde glatte Brett nicht mehr halten konnte, einen Rettungsring im Wasser schwimmend zu finden. Mck diesem konnte er sich auf der Oberfläche erhalten, bis nach 3 Stunden die Rettung kam. Auch alle andern Deutschen an Bord konnten sich retten, so z. B. Röhl von Buenos Arres, der sich mit Frau und 3 Kindern durch Schwimmen das Leben er-

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 6. Februar. Auch die heutige Börse verkehrte in pronvncirter flauer Haltung. Die Alabama-Frage, welche man bereits van der Tagesordnung gestrichen glaubte, macht sich neuerdings wieder bemerkbar, und wenn auch an ernstliche Verwickelungen aus diesem Anlaß nicht zu denken ist, fo macht doch schon die einfache Zeitungspolemik auf die gegenwärtig so äußerst reizbare Börsenstimmung einen deprimirenden Eindruck. Zudem liefen die letzten Tage über zahlreiche VerkaufSordres aus dec Provinz, namentlich aber aus Süddeuischland ein, da sich das Publikum zu erleichtern sucht, kurz, es half alles zusammen, den Haussiers das Leben sauer zu machen. Die Course sämmtlicher Hauptpapiere mußten heute eine rückgängige Bewegung ein­schlagen und notirten Staatsbahn 420Vz421, Ereditactien 355Vz, Lombarden 222 V43/4, Bankaktien 890891, Silberrente 63/16. Bahnpapiere dem größten Theil nach angeboten und weichend, Elisabeth 257 Vz, Donau-Drau rc. schlechter, nur Buschteradcr und ungarisch-galizische Bahn waren gesucht, ohne daß indeß höhere Course bewilligt wurden. Von deutschen Bahnen waren nur Berbacher gefragt, Gothaer fester, 104. Aehnlich wir hier ging eS bei den Banken, da auch hier das Angebot die Nachfrage überstieg. Die Preise hielten sich jedoch besser als bei den Bahnen und notiren Darmstädter 479, Oesterreichisch-deulsche 117*/2, englische Wechsler­bank 733/4741/4. Stuttgarter Bank, wie uch Frankfurter Wechslerbank belebt, Meininger fest; Frankfurter Bankverein niedriger. Loose theilen das Schicksal mit den übrigen Werthen. Oesterreichische 1860er matt und mit 91 bezahlt, sogar die seit letzter Zeit so beliebten Raab- Grazer waren billiger zu haben. Kleinere Sorten dagegen wußten sich zu behaupten, wie Augs­burger, Meininger, Mailänder 10-FiancS rc. Madrider dagegen weichend, 19*/2. In Prioritäten wenig Geschäft, ebenso in Pfandbriefen. Auch amerikanische Prioritäten matter und im Preise nachgebend. Gekündigt 1882er. Staatenbonds mit 96*/z bezahlt.

Geldwerten, fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 57*/2581/, Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. 108t. 9 5355 Ducaten . . 5 3133 20 Frank enat. 9 2021 Engi. Sover. 114749 Russ. Imper. 9 4042 Dollar in Gold 2 2425

England.

London, 3. Febr. Der im September von Südsee-Jnsulanern erschlagene anglikanische Bischof Pattefon hatte sein ganzes Vermögen, mehr als 12,000 L., testamentarisch den christlichen Missionen vermacht.

Türkei.

Konstantinopel, 4. Febr. Gegen die drei bulgarischen Bischöfe, welche, um ihre Unabhängigkeit darzuthun, gegen den Einspruch des Patriarchen am Drei­königsfeste die Messe in der bulgarischen Kirche celebrirt hatten, ist von der tür­kischen Regierung die Strafe der Verbannung verhängt worden.

Zn der Moldau hat in den letzten Tagen des verflossenen Monats eine neue Judenverfolgung stattgefunden. Wie derTimes" aus Konstantinopel tele- graphirt wird, war Ismail der Schauplatz dieser beklagen-werthen Auftritte, während deren mehrere der Verfolgten getödtet und viele verwundet wurden. Vierzig Juden fiohen vor der Wuth der Volksmenge über die Donau nach Tultfch, wo die ottomanischen Behörden im Gegensätze zu den christlichen Nachbarn sie freundlich aufnahmcn. Der Anlaß zu der Verfolgung soll die Entdeckung eines Diebstahls gewesen sein, den ein Jude in einer Kirche begangen hatte.

Italien.

Nom, 2. Febr. DerFanfulla^ schreibt: Sollte sich die Befürchtung ver­wirklichen, daß die GesuudheitSoerhä'ltnisse des Cardinals Antonelli demselben jede

Der protestantische Clerus wandelt ganz andere Bahnen, aber seine Zahl ist ge­ring. Er weiß den Werth des Unterrichts zu schätzen und zeigt sich auch in dieser Hinsicht viel toleranter, als der katholische Clerus. Die Verwirrung ist aber im Süden nicht nur auf politischem Gebiete groß, Diebstähle und Raubanfälle auf öffentlicher Straße mehren sich von Tag zu Tag. Selbst in Marseille ist cs schlimm mit der öffentlichen Sicherheit bestellt. Noch ist das abscheuliche, auf der Straße de« Tonnelier« begangene Verbrechen, von dem alle französischen Zeitungen gesprochen haben, in frischem Andenken, als ein weiterer Raubmord berichtet wird, dem Toufflet, Direktor des Leihhauses, zum Opfer fallt. Die Leiche wurde erst am andern Morgen auf dem Trottoir von Eisenbahnbeamten gefunden. Am an­deren Tage wurde in der Straße Dessaix ein 80jahriger Wollhändler in seinem Laden ermordet. So hört man jeden Tag von nächtlichcn Angriffen und ver­wegenen Einbrüchen, trotz der zahlreichen Patrouillen, welche die ganze Nacht hin­durch über die Straßen ziehen. Mittlerweile beschäftigt sich der Präfect damit, alle Monumente wegzuschaffen, welche an die kaiserliche Regierung erinnern. So hat man vom Triumphbogen an dem Aixer Thore die Worte entfernt:Ludwig Napoleon errichtet vom dankbaren Marseille." Diese Inschrift datlrte vom Jahre 1852. (K. Z.)

Handelsberichte.

Die allgemeine Unfall-Versicherungsbank in Leipzig veröffentlicht ihre Gcschäftsübersicht per 1. Februar d. I., wonach 40,629 Personen in 472 Etablissements bei chr versichert sind. Am 31. December vorigen Jahres waren erst 19,764 Personen in 251 Etablisse­ments versichert, mithin hat sich die Mitgliederzahl im Monat Januar mehr als verdoppelt. Diese Ziffern liefern den sprechendsten Beweis für das wachsende Vertrauen, welches die Industrie dec Leipziger Bank ^ntge^enträgt, sowie für das vorhandene Bedürfniß der Industriellen, sich durch die Versicherung gegen die Gefahren des HaftpflichtzesetzeS zu schützen.

Oesterreichische schwebende Staatsschuld. Mit Ende Januar 1872 befanden sich aus Grunv der Gesetze vom 24. December 1867 und vom 1. Juli 1868 im Umlaufe: A. Nach den von der k. k. priv. österreich. Nationalbank geführten und überprüften Vormerkungen: 1) Partial-Hvpothekar-Anweisungen fl. 37,269,732. 50 kr., 2) an zu Staatsnoten erklärten Ein- und Fünfgulden-Banknoten fl. 1,788,718. B. An aus der Mitsperre der beiden Control-Com- missionen erfolgten förmlichen Staatsnoten fl. 372,941,205., im Ganzen fl. 411,999,655. 50 kr. Wien, den 1. Februar 1872. Von der StaatSschulben-EontrolS-Commission des ReichiratheS.

Frankreich.

Paris 6. Febr. Der Pfarr-Vicar an der Madeleinekirche, Michaud, ver- öffentlicht einen Brief, wodurch er den Ultramontanismus als falschgläubige Secte rurückweist und eine Kirchenspaltung befürwortet. Er sagt ferner, er werde Plicster bleiben um weiter zu predigen und werde sich in Ermangelung eines ActionS- komites an andere rechtgläubige (altkatholische) Vereinigungen Europas an*

schließe^ 2 Februar. Die Lage im Süden von Frankreich ist durchaus nicht beruhlgenv. In dem ganzen Landstriche von Lyon bis Bordeaux und von Nizza bis Biarritz hat das Volk mehr Aehnlichkeiten mit den Spaniern und den Italienern, als mit den Normannen, den Picarden oder Bretagnern. Und Alles dringt zu den Extremen. Die legitimistische Reaktion und der rcoolutionäre Ra- dikalismus haben eine Menge von Anhängern, die Bonapartisten sind, mit Aus­nahme von Bordeaux, wenig zahlreich, und die Orlcanisten sind in sehr kleiner Minderheit. Zn den Städten wie in den Dörfern schreit man:Es lebe Hein- reich VJ" oderHoch Gambetta!" und erhitzt sich für die weiße oder die rothe Fahne, aber die gemäßigte Ansicht ist in diesen Gegenden sehr schwach vertreten. Die neulichen Rundreisen von Gambetta und Cathelinau und die Demonstration, wozu sie Anlaß gegeben haben, geben Zeugniß von dem Geiste, der in Südsrank- reich herrscht. Die Maßlosigkeit und die lärmenden Drohungen der Radikalen bestärken die Royalisten in ihren rückschrittlichen Absichten und treiben sie bis zum Wunsche nach dem Despotismus; andererseits ist die Hartnäckigkeit der Legitimi­sten und Radikalen ein Vorwand und eine Ermuthigung. Zwischen diesem Con- flicte von übertriebenen Meinungen steht die kleine Bürgerwelt verzagt, voll Furcht vor der Republik und hält sich neutral, statt eine gewichtige Mittelpartei zu bilden. Ohne die geringste Idee von Selbstregierung scheinen sie geradezu nur auf eine Hilfe vom Himmel zu warten. Die Geistlichkeit trägt nicht wenig zur Aufregung bei, sie stellt sich mit Eifer allem Fortschritte entgegen und sieht kein Heil, als in der Rückkehr vergangener Zetten; und diese Geistlichkeit leitet die Volksschulen nicht nur auf t>?m Lande, sondern auch in den Städten. Gerade in Bezug auf den Laienunterricht ist der Streit im Süden heiß entbrannt. Eine große Zahl von Municipalräthen hat den Beschluß gefaßt, diejenigen Schulen zu unterdrücken, welche von den Schulbrüdern oder sonstigen Ordensleuten gehalten wurden, und daraus sind bereits Zwistigkeiten und Wirren ohne Zahl entstanden. Die ultra­montane Presse wetteifert mit der radikalen an Heftigkeit der Sprache. Wie soll man sich auch über die Leidenschaftlichkeit der kleinen Blätter des Südens ver­wundern, wenn dar in Paris erscheinendeUnivers" dieser Tage behauptete, es sei nöthig, ein Gesetz zu erlassen, welches alle positivistische Ansichten bekennenden 1 [amtnt^Äe"Vern E^ruö f8ee|ii$enU jSVve?gcn

Prioritäten.

3% öster. Stsb.-Prior. 60 Vs 3O/o öst. s. Lombard 86 30/0 Livomeser 39>/z

5O/o Tosoaner 61% 5% Elisabeth.-Prior. 831/» do. II. Emiss. 82

A.nletien*looee.

Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. 483/4

40/o bayr. Präm.-Anl. 116% Ansbacher 7 fl. 13

40/g badische Loose 1141/2 Badische fl. 35 Loose 72

3% Oldenburg, ä 40Thlr. 393/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätsloose 194 1860r Loose 91 Vs 1864r 152

Braunschweiger 207/s Stadt Florenz 83 Vz

Au» Innsbruck, 2. Febr., wird der D. Z. gemeldet:In die bisher dunkle Duell-Affaire zwischen dem klerikalen Abg. Dipault und dem Liberalen Moriz Ritter v. Leon (Besitzer de- SchiosseS Trauttmannsvorf bei Meran) kommt jetzt Licht. Es waren in Der That politische Motive, welche den Zweikampf herbei- führten. Das Duell fand vor drei Wochen Statt; der unglückliche Leon, welcher einen tiefen Stich in die Lunge erhielt, ist dieser Tage gestorben. Es ist eine gerichtliche Untersuchung gegen Dipauli eingeleitet worden."

Börsennachrichten.

6. Februar 1872.

Preuss. 41/z% Oblig. 1033/8

Frankf. 3Vz% Obi. 88?/s

Nass. 4i/a o/o Obi. 993/g

Kurhess. 4% 94Vs'

Gr. Hess. 50/0 Obi. 102i/z

, 4% 971/4

, 3V,0/v n 92

Bayer. 5% 1003/8

41/20/0 1jährige lOM/g n 40/g 1jährige 953/g

Wurtemb. 41/z°/o Obi. 99%

Baden 4Vz% Obi. o. E. L. 993/4

Oesterr. Silberrente 6 3%

Papierrente 55 Vz

Amerik. Bonds 1881r lOP/4

1882r 96V,

1885r 971/z

w 1887r 983/g

Spanier, neuest. 3% 3is/s

Aetlen«

Frankf. Bank 142

Frankf. Vereins-Kasse 131V«

Darmst. Bankaot. 480

Wien Bankactien 891

Galizien 2761/4

Oest. Creditaot. 3553/4

Amsterdam k. 8. 991/4

Augsburg

k. 8. 993/4

Berlin

k. 8. 105

Bremen

k. 8. 953/4

Brüssel

k. 8. 93i/4

Hamburg

k. 8. 873/4

Leipzig

k. 8. 1047/g

London

k. 3. II8V2

Lyon

k. 8. 927/g

Paris

k. 8. 927/s

Wien

k. 8. 1038/a

ditto

m. 8.

ditto

1. 8. -

Dis conto

4%