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Oesterreich.
Prag, 5. Sept. Der König von Sachsen kommt heute früh dem Kaiser
Ösen, 4. Sept. Die feierliche Eröffnung des ungarischen Reichstages durch
Holland.
Der Kongreß der „Internationale" hat heute die
Haag, 4. September.
Frankreich.
in Bodenbach die österreichische
Karl die Annullirung der Vollmachten des Konsuls Antonopulo zu verlangen. Der Fürst genehmigte den Vorschlag. Darauf wurde der Konsul verhaftet.
bekannt gemachten Personen, darunter Minister Hofmann. Der Kaiser trug bei der Begrüßung
Griechenland.
Athen, 4. Sept. Exminister Simos ist mit Zustimmung der Pforte zum
Von Frankreich ist nichts Besonderes zu melden. Der „TewpS" veröffent- licht eine Zuschrift des Paters Hyacinthe, welcher darin seine bevorstehende Ber- heirathung anzeigt und die Lehre von dem Zwangscölibat der Geistlichkeit bekämpft. Die Kirche, sagt er, verbiete die Priesterehe nicht, mithin sei er nicht verhindert, Priester zu bleiben; er werde seine Ehe im Auslande schließen, weil die Gerichte von 1872 seine Heirath in Frankreich nicht zugeben würden, da er zugleich die Ehre und daS Unglück habe, Priester zu sein; er werbe aber nicht nachgeben, sondern mit Ruhe, ohne Furcht und ohne Zorn nach Frankreich zurück- kommen, und nichts werde ihn verhindern, den Boden zu bewohnen und die Luft zu athmen, die ihm angehören und die ihm ungeachtet der Unbilden, mit denen man ihn beschmutze, theuer bleiben würden; nichts werde ihn abhalten, für jeden
berühren, nach Pillnitz fuhren. Zn Bodenbach, woselbst auch der hiesige österreichische Gesandte etngetroffen, waren Bahnhof und Ort festlich geschmückt. Alle Orte an der Eisenbahn bis Dresden hatten geflaggt. Die Festung Königstein falutirte mit 33 Kanonenschüßen. Dos kaiserliche Gefolge besteht aus den bereits bekannt aemachten Personen, darunter Minister v. Anvraffy und SectionSchef
auf im Saften versammelt- sich eine Anzahl nativnalgesinnter Bürger. Rur Marschall«.Uniform, der Köniz ton Sachsen di. Jnhaber-Unisorm feine« ösi.r- KÄÄÄ'T» “ St "“''ÄX’X.'"...
bt6<tlten unc aeiei0t baß in Bingen weder der Gemeinderath, noch da« .Die orihsooren Priester gleichen sich überall. Ein Landschullehrer in der Rahe ?nb,e Behörde et»«/ iu desehlen hat, sondern der katholisch- ton Köstritz hatte in diesen Tagen in der „Geraer Ztg." über bte Unzweckmäßig.
Krei.amt, noch eine andere Behörde etwa« »u 1 S feU Ci6 alten lull)crifd)en Kat.chi«mu« einen Artikel veröffentlicht. Sofort erhebt
Dr Anton Birlinger, bisher Privatdocent an unserer Universität, sich di-Geistlichkeit gegen ihn, und ein Diaronu« donnert ihm zu daß ein solcher
j(i ,,.m ausserordentlichen Professor für deutsche Philologie ernannt worben. Lehrer nicht wehr in die Volksschule gehöre. Die geistlich - weltliche Aufsicht--
Birlinger istLiner der wenigen katholischen Priester, die sich dem neuen Dogma b-hörde aber soll gesonnen sein in> Disciplina-w-ge gegen den Lehrer, der an der f c?9r „'l „ A, höben er war einer der Ersten, die vom Kölner Erz. Unfehlbarkeit de« luthert ch-n Katechismu« zweifelte, »orzugehen."
der Jesuiten nid) S^ugt Haden, er ' (8-3.) München, 4. September. Wie au« guter Quelle mitgetheilt wird, ist eine
Trier"!/ September Wegen Bcröffentlichung de« Proteste« der hiesigen wenn auai nur vorläufige Entscheidung in der Mintsterkrifi« vor Ende der Woche Dom. und Psarrgeistlichkeit gegen dir Maßnahmen der Regierung bezüglich der nicht zu erwarten. Jtsnittn sbezw. Redemptoristen) ist der „Euchariu«" am vorigen Freitag bereit« confiscirt worden. Die Unterzeichner de« Proteste« sind sämmtlich vor den Unter- fud)unß«rt4ter 8tloten. marianischen Junggesellen- von Oestetrei» na» Bodenbach entgegen.
_ . 2 fahren von einem Mitgliebe der Gesellschaft Jesu Ösen, 4. Sept. Die feierliche Eröffnung de« ungarischen Reichstage« durch
TeUüe mirt sind p -imgen Tagen die Statuten eingefordert und über den den König hat heute in der Burg stattgesunden. Die Thronrede bezeichnet al«
geleitet wirb sinv vor einigen g Dieselben Schritte Aufgabe bes Reichstages die Fortsetzung bes begonnenen inneren Formwesens,
^lle^vorb er ^in^ Betreffs d^r "*marianKchenCongr^gation für junge Kaufleute wozu bte Wahrung ber Bewachungsfreiheit erforberl.ch sei, zählt zahlreiche, alte
c* t. t (Wests Merk.) Zweige ber Staatsverwaltung umfaffenve Gesetzentwürfe auf, welche zur Vorlage
9‘ Mtrhorn 31 August Am 29. d. erschien Bürgermeister Frankenberg gelangen sollen, und erklärt schließlich, daß Ungarn seit dem Schluß der letzten
Paderborn, 31. «ugug gjetl0I mater Behren«, die f. R - Reichstogssession neue Bürgschaften für dl- Fortdauer und zunehmende Erstarkung
gUrungb/n Minden" habe auf Grund der Bestimmungen de« R-ichsgesetze« vom der freundschaftlichen Beziehungen zu den auswärtigen Staaten -rhali-n habe. 4. Juli angeordnet, daß Die hiesige OrbenSn'everlaffung mit dem 1. November d. I. ~ " **
als aufgelöst zu betrachten sei.
Breslau, 30. Die Bescheerung!° Diese rheimschen Prufung'de" Vollmachten sortgefetzt. Zwölf Rewporker Deputirten wurde der
"venMund fperran lwe offen und d?« Gehirn zugek'appt Zutritt'verweigert, während die spanischen Deleg.rten wieder zugelaffenwurden. haUen^ und^sich geraL" au« diesen"beiven Grund?« al- die eigentlichen Hüter de« Wie verlautet, durfte betreff« der Oberleitung de« Congreffe« die Sentraltsation«. deutschen KatholiciSmuS ansehen, haben unserer ganzen katholischen Sache einen Partei Vie Malvritat gewinnen, ärgeren Schlag beigebracht, als Bismarck und ber ganze Haufe unserer Feinde es vermocht hätten. Aufruhr in Essen! Eine tumultuarische Demonstration zu Gunsten ber Jesuiten! Doch zuerst die Gerichte, bann die Betrachtungen darüber. Was hilft das Alles nunmehr? Wäret Ihr vorher so gescheldt gewesen und hättet vorher den unklugen Lärmern einen Zaum angelegt. Aber freilich, bas wäre nicht katholisch genug gewesen. Das große, bas edle, das weise, das "nmer loyale und besonnene katholische Volk rc. Nehmen wir uns in Acht m Schlesien und wachen wir es den Rheinländern nicht nach. Schlesier sind ja keine Rheinländer. Nicht alle Bewohner ber Rheinproviuz sind Rheinländer, wie wir sie meinen. Aber es gibt eine Sorte Rheinländer, die zwar ihre guten Eigenschaften hat, was Organisation und Redetalent anbetrifft, die aber unsere allergefahrlichsten Parteigenossen sind, was Voraussicht, tiefere Ueberlegung und männliche Selbst-
Won'heule Klemms ^ugV^P/cnb KlemensAugust einStockwestpdale war seiner Brüder, die wie er Priester seien, das loyale Recht auf das gute Grund- und bereits im aanren auch im protestantischen Deutschland Anhänger und Der- recht der Eheschließung zu verlangen, dessen Verletzung nicht allein in einer ganze» ^^?er"tS lm ganzen, auch lm proie,ianii,cy (ine für Älaffe öon Bürgern, sondern schon in einer einzigen Person h.nre.chen wurde,
theidiger gefunden hat e, ehe sich h fr Gesetzgebung eines Volkes an den Pranger der Eivilisatlon der Nationen zu
fi» nicht ün ^hen mL-n ä , den Fleck, d7n da« Rh-inlanb jetzt stellen. Pater Hpa-inthe ist überzeugt, baß in Frankreich die Kirche de« Beispiel«
attaK uni den A^n beü del, di unbedachte Hetziprache einiger unserer debürse, welche« er heute gebe unO da«, wenn au» nicht in der Gegenwart, do»
?n?bstcht,ich ba dahingestellt sein lassen, °a die G-gntr doch in der Zukunft seine Früchte tragen werde. Er kenne die wahre Lage feine«
ßonegen daran U'tobsicht ich Hat, dah ng , I unD wollen Lande« und predige ihm de«halb da« Heil durch die Famtlte. Er kenne auch bte
darauf mehr, al« un« All n b feinfann e S»? btnteröer 8a?e der Geistlichkeit feine« Lande« und wisse, wie sehr e« dieselbe nothwendig
?nfnü»f??9tms?it Änate^ rügten wir die überschwängliche Sprache unserer vor- habe, mit den Interessen, Zuneigungen und Pflichten der »endlichen Natur und P u ' „y, , . hpptnflttfefpn kotbolischen Presse In der That, was der bürgerlichen Gesellschaft versöhnt zu werden. Nur dadurch, daß der wieder
zug«w-is- vom Rhetne ^"^"inflßt h I einen Seite thun unsere Mensch und Bürger geworbene Priester sich einer blinden Aseetik und den Trabi-
S SÄ £ bö n ^- 'se All- sich» und wa« etwa Honen einer mehr politischen als religiösen Theokratie entreiße, werde er zugleich
Ä Seite aber müssen wir die durch ungerechte eor den Vorurtheilen meiner Zeitgenossen zu beugen und so zu danbeln, al« wenn FRrfr J»sSäsU.tÄ’iS HWTÄ ÄS “ M ?Ä • S 7.»." «mu »»* x,* SÄT
in^D^eub?« 'wEEllen" nicht'sage^ seine' moralische Pfl'cht, denn oie erfüllt sanden in Lyon anläßlich der Rückgabe der Schule «n Lehrer au« geistlichen Orden ? Fet aröüte f>“ ltflT m»t - nur (eine allergewöhniichste politische Pflicht m Volksaniammlungen statt, welche von den Truppen auseinander getrieben wurden Hinsicht 8«u$ feigen ©lauben und seine Kirche ersüllt hatte? Uno wirb nicht bald Ein Zusammenstoß fand nicht statt. Heute herrscht dort völlige Ruhe.
Alles in Ordnung sein, wenn jeder Katholik, oder auch nur die große Mehrzahl Rumänien.
?bi?lb3brU,t®n?nt"f^6än,,tt^3" "'oft’tnöZT"D’S Zwischen der Regierung tu Buchareft und Griechenland ist ein Conflict ft t acfäöfrft diesen O'Connell, und ganz abgesehen davon, ausgebrochen, dessen Beilegung wohl weniger Blut als Tinte kosten wird. Der
ob selbst^O'Connell stets bas Richtige getroffen, werdet Ihr einsehen, die Ihr griechische Konsul zu Braila, Antonopulo, soll nämlich einen daselbst wohnhaften sKr-SS W&s festtS CJSSMÄXJS ble‘iid,n’<ltUHelb’.il Stun™no*'nidtTblfannV” D,?Lo??lbehörde hat umsonst beim Cmtsul di-Fr,.-
?oß per kleine E^ceß in Mn vorge,allen. Besser jetzt am Anfang in genügen Mi'niste'rlum, du?»
Dttsden 5 S t mven Der Kaiser von Oesterrei» ist heute Vormittag diese That be« Consul« sei bte Würbe de« Lande« verletzt, unb verlangte von .n„ V”’;“' mjNn.7 einaetroRen. Der König von Sachsen ist ihm bi« ber Regierung in Athen die Abberufung ihre« Vertreter«. Ein Monat st seit- m h ? PtifflpnpnflereiÄ woselbst der Kaiser 8V2 Uhr cintraf und unter enthu- dem verflossen und das athenische Eabinet hat cS noch nicht für gerathen gefunden, Ä .aKchen Menge die* herzlichste Begrüßung beider dem Wunsche des Costaforud zu willfahren. Es ist daraus zu entnehmen, daß
M???rcheu^aitka?b Beide^^^königliche Prinzen empfingen den Kaiser auf der ter Consul Antonopulo nicht ganz so sehr im Unrecht mag gewesen sein, wte e« Eise?tbabnstaUon ll?üders-biitz^ von wo die höchsten Her?schaften, ohne Dre-ben zu da« Bucharester Ministerium darzustellen sich bemü t. Auf da« Schweigen ter na» r.br?n. In Bodenbach, woselbst au» der hiesige oster- griechischen Regierung hin suhlte sich da« Ministerium veranlaßt, vom. Fürsten
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