Einzelbild herunterladen

Für diese an alle Bequemlichkeit der Villeggiatur

Die

lebendig ist, wird die konservative Republik stets der Gefahr ausgesetzt sein, von der Kirche ohne ihre Mantelletta, ohne die Insignien ihrer Würbe und manche der Republik Gambetta verschlungen zu werden. selbst in Hembärmeln. F" ' ' "

_____ gewohnten Herren ist der Aufenthalt im Vatikan eine wahre Qual.

Herrn Thiers sich todtschlagen lassen, wenn e- sein muß. Eine Milliarde wird jetzt ausgesprochen, wie weiland sechs Batzen; man hat gezeichnet, ohne sich eben über die Summen den Kops zu zerbrechen. Je mehr gezeichnet wurde, desto we­niger Wirklichkeit; je mehr Quantität, desto weniger Qualität! Aber dieFranke" macht daraus ausmerksam, daß die englische Schuld, bisher die stärkste der Welt, doch die Schuld, welche auf dem reichsten Lande der Welt lastete, nur rund 18 Milliarden in Francs beträgt; die der Vereinigten Staaten, die so enorm galt,

Gambettismu- Schranken zu setzen. _ .

In den letzten Tagen scheinen die Beziehungen zwischen ThierS und der von England, Frankreich und den Vereinigten Staaten zusammen gezeichnet. Majorität sich etwas versöhnlicher gestellt zu haben; aber großes Gewicht ist Die belgischen Zeichner haben, w>eL'Echo du Parlament" berechnet, das Fünf- darauf vorläufig noch nicht zu legen. Der kleinste Luftzug reicht aus, um die zehnfache der belgischen Staatsschuld gezeichnet.

Zwietracht wieder anzufachen: die Stimmungen haben sooft gewechselt, baß man Versailles, 5. August. ThierS ist heute Vormittag 10 Uhr 25 Min. eine Aussöhnung immer nur als eine Episode betrachten kann. mit seiner Familie, zwei Ordonnanz-Officieren und zwei Sekretären nach Trouvtlle

Endlich ist aber noch ein Punkt wohl zu berücksichtigen. Gambetta's Macht abgereist, wo er 4t/2 Uhr Nachmittags ankommen soll. Die Gesundheit deS beruht auf der Energie seine« Chauvinismus. In dieser Beziehung vermag keine Präsidenten »st ausgezeichnet.

der anderen Parteien mit ihm zu concurriren. Wer ihm die Spitze bieten will, ^fältelt

muß erst selbst in sich den Chauvinismus überwinden. Wenn ein moderirter

Fanatismus mit dem extremsten Fanatismus um die Herrschaft ringt, so ist Rom, 28. Juli. Seit drei Tagen, schreibt Fanfulla, ift'S hier zum Ersticken, natürlich das Extremste im Vortheil. Der Fanatiker kann nur mit den Waffen Rom ist an manchen Stunden des Tages ganz verlassen und nur am Morgen der gesunden Vernunft geschlagen werden. Die gesunde Vernunft kann aber nicht und Abend findet man etwas Erfrischung. Im Vatikan ist'S eben so heiß wie aufkowmen, so lange olle Parteien, wie verschieben ihr Standpunkt auch ist, von in Rom. Morgens ist hübsch zu sehen, wie die vielgestaltige Einwohnirschast dem Gedanken der Rache sich beherrschen lassen. So lange der Revauchegedanke des Vatikans in den blumigen Gärten umherwandelt, die hohen Würdenträger

E« ist dies so einleuchtend, daß man den verblendeten factiösen Eigensinn der Rechten kaum begreift. Sie lebt und webt in ohnmächtigen dynastischen Jntrigueu, sie eifert gegen die Schulpflicht, schwärmt für den Ultramontanismus, kurz sie thut Alles, um die öffentliche Meinung sich zu entfremden. Dabet bricht sie jede Gelegenheit vom Zaune, um mit ThierS anzubinden, während doch schon die oberflächliche Erwägung der Sachlage ihr sagen müßte, baß sie nur in der engsten Verbindung mit ThierS und nur unter der Voraussetzung einer gemäßigten liberalen Politik und der vorbehaltlosen Anerkennung eines thatsächlichen Zu- sich nur auf 12 Milliarden belief, während Frankreich nach der Anleihe runde standes, den sie nicht umzustoßen vermag, im Stande ist, der Verbreitung des 20 Milliarden Schulden zu verzinsen haben wird. Nach dieser runden Aufstillung also haben die Unternehmer der letzten Anleihe beinahe die ganze Schuldenlast

Deutschland.

Liquidation des päpstlichen Heeres hat herausgestellt, daß 33 Nationalitäten bei dieser christlichen Armee vertreten waren. Selbst drei Chinesen waren unter diesen

Mainz, 3. August. Die lieben Jesuiten werden einstweilen noch hierkatholischen Kreuzfahrern".

bleiben. Dem Vernehmen nach sind auf die nächsten Wochen große Priester- Türker

exercitien im hiesigen Seminar angeordnet, zu deren Leitung die frommen Väter

wirklich unentbehrlich sein sollen. Ein anderes Zeichen ist die Verlegung einer Die von dem Telegraphen gemeldete Ernennung Midhat Pascha'« zum Wallfahrt nach einemGnadenorte" im Kreise Offenbach auf den Fasttag (welcher Großvezier an Stelle Mahmud Pascha'« ist für die Türkei von größter Beden- diesesmal ein Dienstag war), während sie gesetzlich nur Sonntags erlaubt ist. tung; das Alttürkenthum ist gestürzt, die jungtürkische Partei hält die Zügel der Die bestehenden Verordnungen verbieten ausdrücklich die Abhaltung von Processionen Regierung in der Hand. Ein vollständiger Umschwung in der Politik der Türken und Bittgängen in der Woche (mit wenigen Ausnahmen) und namentlich ist ist hierdurch herbeigeführt. Das Programm Midhat Pascha's ist folgendes: das Fest jener Wallfahrt auch noch durch ein päpstliches Breve von 1836 auf Gründliche Reformen, vollständige Europäisirung der Türket, Freundschaft mit den

den Sonntag verlegt. Seit geraumer Zeit sind auch die Vorschriften über die Westmächten, Bekämpfung jedes russischen Einflusses. Daß er daran festhalten Reduktion der Feiertage und kirchlichen Feste (namentlich der den Jesuiten wird, dafür birgt unter Anderem die Nachricht, Zia Bey sei zum Secretär des besonders hochstehenden Marienfeste) stark dem Belieben des jesuitischen Hochklerue Sultans ernannt worden. Es ist das derselbe Vorkämpfer der Reform, der im anhetmgrfallen. Zum Nachtheil der Autorität und der ökonomischen Ordnung Mai 1867 bei Nacht und Nebel aus Konstantinopel floh, um sich vor einem scheint man diesem gegenüber an eine Handhabung der bestehenden Gesetze gar TodeSurtheil wegen der angeblichen jungtürkischen Verschwörung zu retten. DaS nicht zu denken. Der Vorgänger Ketteler'S hatte sich entschieden gegen alle Wall- Werk, das Midhat Pascha vollbringen soll, ist kolossal. Es handelt sich darum, führten ausgesprochen; er mochte sie, wie einst der Mainzer Kurfürst Johann riefgewurzelte, von der Religion geheiligte Anschauungen zu zerstören, eine alte, Philipp von Schönborn, als eineLandplage" ansehen. (Fr. I.) absterbende Gesellschaft, wie es die mohamedanische ist, neu zu beleben, die afiati-

Berlin, 4. Bug. Der CultuSminister Dr. Falk ist von seiner Reise nach türkischen Reiches gegen europäische einzutauschen. Der

Auch wir haben schon erwähnt, daß diese Reise unstreitig neue Großvezier hat den Willen, die Hercules-Arbeit zu vollbringen, wahrschein-

ven Zweck hatte, 1,11 o-» Staats- lich auch die Kraft, sie zu bewältigen wir wünschen nur, daß ihm auch Vie

Ministeriums in den Differenzen mit dem Bischof Krementz zu erwirken, lieber nöthige Zeit gelassen werde. Denn die Überraschende Bekehrung des Sultans zu den spectellen Inhalt und die Tragweite dieser Beschlüsse fehlen allerdings authen- den weittragenden Reforwideen des eben erst in die Verbannung geschickten Midhat

tische Nachrichten, wenn auch die Notizen, tue bisher darüber veröffentlicht wur- Pascha scheint weniger auf tiefer Ueberzeugung als aus einer sehr kleinlichen Ursache

den, der Wahrheit ohne Zweifel sehr nahe kommen. Verlautet auch nichts zu beruhen. Abdul Aziz grollte seinem Großvezier, weil dieser nicht im Stande Specielles in dieser Beziehung, so wußte man doch, daß das Staatsministerium war, das Lieblingsprojcct des Herrschers, die direkte Erbfolge, durchzusetzen einmüthig die deSfallsigen Beschlüsse gefaßt habe, daß auch der Reichskanzler den- und diesem allerhöchsten Zorne verdankt wahrscheinlich die Türkei das Glück, daß selben vollkommen zustimmen und daß man zu deren Ausführung nur der Aller- ihr bedeutendster Mann das Staaternder ergreift. Aber Sultanslaunen sind ver- höchsten Genehmigung noch bedürfe. Ob letztere nunmehr erfolgt sei, darüber ist änderlich; wer kann errathen, wie lange die Reformlust des Padischah anhülten Verläßliches heute auch noch nicht mitzutheilen. Möglich, daß gewisse Strömun- wird? welche Frist Midhat Pascha zur Verwirklichung seiner Ideen gegönnt ist? gen in der Frage den Kaiser, trotz der speciellen Auseinandersetzungen des Cultus- Ministers, noch nicht zu einem definitiven Entschluß haben kommen lassen. Mög- lich, daß dieser oder jener Punkt mit seinen Consequenzen nochmals reiflich Lima, 14. rJuni. Wenige Länder der Erde können sich in Bezug auf erwogen werden soll. Reichthum an geistlichen Gütern mit Peru messen, über die ganze Republik liegen

Bonn, 4. August. Das hier abgehaltene 4. deutsche Turnfest ist außer- die Besitzungen Der tobten Hand in Fülle zerstreut. Die peruanische Klostergeist, ordentlich zahlreich besucht. Aus Oesterreich, Ungarn, Schweiz, Belgien, Rußland, tichkeit hat im Laufe der Zeit an sich das Loos menschlicher Schwäche erfahren England und Amerika sind gegen 4000 Turner eingetroffen. Die Eröffnungsrede und befindet sich gegenwärtig in einem wenig erbaulichen Zustande; vielmehr geben hielt Bleibtreu, welcher besonders die Zusammengehörigkeit Deutschland« und ihr Wandel, ihre Trägheit und Unwissenheit Anlaß zu mancherlei Aergerniß. Oesterreichs betonte. Bezüglich des Protestes der Barmer Turngeweinde wurde Viele Frailes leben gemächlich mit ihrerFamilie" außerhalb der Klostermauern

seines politischen Charakters halber Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. von dem Gehalte, welches das Kloster ihnen zahlt, und erscheinen nur dort, um

Dresden, 30. Juli. In eine« auffälligen Gegensatz zu Den Bestrebungen die nöthigen Dienste zu thun; andere, die im Kloster selbst wohnen, gehen auS- der Reichsregierung in Bezug auf die Jesuiten stellt sich'folgende Mittheilung wärts speisen und führen ein lustiges Wirthshauslebcn oder empfangen daheim desDreSd. Anz.", des amtlichen Organs des hiesigen Stadtraths:Morgen, zerstreuenden Besuch und lassen sich durch gute Freundinnen die langweilige Ein- den 31. d. M., findet in der katholischen Hofkirche ein feierlich gesungencs samkeit erheitern. In der Sakristei ging es vor den gottesdienstlichen Handlukige» Hochamt zu Ehren des heiligen Ignatius Loyola, des Stifters des Jesuiten- besonders munter zu, unter Scherzen und Lachen, die dampfende Cigarre im Munde, ordens, statt. bereiteten sich die frommen Herren zu ihren Verrichtungen vor, um dann mit ernster

ifrrantreid) Miene vor ihre Gläubigen zu treten, um sie unter kräftiger Hinweisung auf den

. . . flammenden Höllenpfuhl zu einem christlichen Leben anzuspornen. Aberist die

PanS, 1. Aug. Thiers läßt in feinemBien Public" den Drputirten be- Sonne noch so schön einmal muß sie untergehn." Trotz des bequemen Lebens, reits Lebewohl zurufen: die Ferien stehen vor der Thür; Frankreich fängt an, un- das die Frailes führen konnten, standen die meisten Klöster ziemlich leer und wollten gestum zu werden; es findet, daß man zu lange nur an sich und nicht an Frank- sich aller Bemühungen ungeachtet nicht recht füllen; das Schreckbild der Säculari- reich gedacht hat; wir aber wünschen, daß diese Ferien fruchtbar werden und nach sation rückte immer näher, zumal die liberale Presse und besonders der erste Jurist denselben die Zänkereien nicht wieder ansangen möchten; wenn Jedermann die des Landes, Paz-Soldan, eifrig darauf drangen, die Güter der tobten Hand ein- Stimme des Landes hört, wird es Ruhe geben! Schließlich läßt Thiers den zuziehen, die frommen Väter auf den Aussterbeetat zu setzen und den Erlös der Deputirten noch sagen, daß sie die Schlußsitzungen in Gemüthlichkcit zublingen Stifter zur Gründung und Unterhaltung von Volksschulen zu verwenden. Da und Frankreich nicht stören möchten, das sich über seine Mißgeschicke durch den erschien plötzlich von Rom gesandt ein apostolischer Delegat, Herr Serafino glanzenden Erfolg seiner Anleihe jetzt tröste. Achten Sie Frankreichs erste Schritte Vanutelli, Erzbischof von Nicäa in partibus, um das Klosterwesen zu reformirea auf der neuen Bahn!... SoLe bien Public." DasSiecle" dagegen bindet und andere Zwecke zu verfolgen. Die klerikale Regierung feierte seine Ankunft ycute schon wieder mit aller Welt an, zuerst mit den Monarchisten, dann mit den durch allerlei Gunstbezeigungen, die indeß nicht überall eine gute Aufnahme Ultramontonen, dann mit jenen, welche daran zweifeln, daßdie Republik durch fanden.- so fetzte sie ihm z. B. ein Monatsgehalt von 600 Solas fest; als ober an «»tu ^"allsten bestätigt wurde" und daß die Finanzgrößen vcs Die Presse und Die gkbilDcten Klaffen einmüthig diefe Verschleuderung vonStaats- LveltallS mit einer Inbrunst, wie niemals, bezeugt haben:Die Republik ist die gut rügten, verzichtete Der Herr Delegat in einem öffentlichen Briefe großmüthia w r - k rePubIi(Iue cest Vordre! Das ist die wahre Glaubensformel, aj die dargebotene Gabe, was ihn zrdoch nicht hinderte, sie im Geheimen weiter welche Die Anleihe von 1872 characterisirt und dies ist cs auch, was unter den zu beziehen. Im Januar erschien sodann ein lange« Dekret über die Kloster- Anhängern der Monarchie e.n solches Entsetzen hervorgerufen hat!" ruftSiecle" resorm, welche« zurückgreifend auf die Triventinischen Beschlüffe in scharfer Weise denrerngen zu, welche auch daran zweifeln, daß alle jene großen Finanz- die oben «»gedeuteten Mißstände rügte und eine aufrichtige Einhaltung der Kloster- gesellschaften und Bankhäuser vom Chef bi« zum Ausläufer für die Republik des gelüdde forderte. Darob großer Schrecken unter den Frailes, von denen mehrer'

sogltit

ttaW* ihrem ghniuiWD w kl ivoA / san-^k üb« vi

D mit fPan mit w« s"* Nr voll

Fransi die fltmM Schwester e' vor dem Pe sie dieses al behüflich f<i: wolle, aber - ging hieraus titfötrfdjltttr wurde sie erg oorgehalten, Als MZ-r auf einem o( merken, daß nun aus den Boden angeü der Führer d Fuhrwerk die sie sich unwei gab sich unke m ihren N denn der Sb dasselbe bei Recherchen n nwhrschejM getheilt wird

Amts! Räumen seir Gattin ftxüi prosanirt.

Ein' wächst, dest der Passim spielt sich a der unterste ständlich fes schreibt die er, ganz na bekam Christ tritt, daß ei

B

Achign 3676) Da zwischen der Lehrers Ju Flur 27 Rr als Bauplatz

Monta, T A dem Rat bietenden ott

Gießen, d Großherj!

*) (freite

U »f Mi P, Herrn C Maithe au Menb verstei ^Zuschlag

H'kbcn, den

S

Garnison

SVtX

9\ v? Uhr, 3) bi/&

Gieße»?