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Erscheint täglich, mit Au» nähme SonntagS.
Expedition: Lanzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Mr. 260.
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die Borlage Großherzoglichen Menisteriums des Innern, die definitiven Nachweisungen über die Einnahmen und Ausgaben der Staatsschulden- Tilgungskaffe für die Provinzialstraßen-Neubauten der Provinzen Starkenburg, Oberhcssen und Rhetnheffen in den Finanzperioden 1857/59, 1860/62 und
7. Äbwesenheitserklarung.
8. Namensveränderung.
9. Ertheilung ton Erfindungspatenten.
10. Dienstnochrichten.
11. Charakterertheilung.
12. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit Herzog haben allergnädigst geruht: am 1. Oktober den Zugweister bei
14. Oktober den Kanzleidiener und Hausbeschließer bei der Ober-Bau-Dtrection, Adolph Bender, und den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Staden, im Kreise Friedberg, Heinrich Jäger, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.
13. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die evangelische Pfarrstelle zu Nieder - Flörsheim, im Dekanate Worms, mit einem jährlichen Gehalt von 1427 fl. 6 fr.; die evangelische Schulstelle zu Haarhausen, iw Kreise Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. 32 fr.; die Districtseinnehmerei Seligenstadt, wofür eine Dienstcaution von 3000 fl. erfordert wird; konkurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelden.
14. Sierbefälle. Gestorben find: am 11. September der penstonirte Forst- wart Johannes Köhler zu Burg - Gräfenrode, am 12. September der erste evangelische Lehrer Georg Dorr zu Mettenheim, am 16. September der penstonirte Distrtktseinnehmer Rendant Pbilipp Burger zu Nieder - Ingelheim, an demselben Tage der penstonirte Lehrer Franz Joseph Dickerscheid zu Gundersheim; am 25. September der evangelische Pfarrer Ludwig Strein zu Rimbach, am 28. September der penstonirte Verwalter Johann Heinrich Georg Edling zu Marien- schloß, am 30. September der Schullehrer Jacob Christian Gruner zu Rodheim; an demselben Toge der penstonirte Gendarmerie - Lieutenant Friedrich Schmidt zu Mainz; am 5. Oktober der Schullehrer Johannes Stromberger zu Georgenhausen; am 14. Oktober der Landgerichtsdiener Michael Kohl zu Homberg.
Darmstadt, 2. November. Die erste Kammer der Stände hält am Montag den 4. November, Vormittags 4/210 Uhr, ihre 38. Sitzung, in welcher die Be- rathung und Abstimmung vorgesehen ist über:
1) a. die Beschwerde des Gemeinderaths der Stadt Bad-Nauhkim, die Ausführung des Friedensvertrages vom 3. bis 12. September 1866, ins- besondere die fernere Verpflegung der Geisteskranken aus den abgetretenen Gebietstheilen betr. und
b. die Beschwerde der Gemeinde Treis an der Lumda, die Aufnahme des Johannes Opper und der Christiana Grau von Treis in das Landes- Hospital Hosheim betr.;
2) Die Vorstellung der Gemeinden Hutzdorf, Frau-Rombach und Sandlofs, die Wieberaufhebung der Pfarrei Hutzdorf betr.;
3) die Beschwerde des Ortsvorstandes der Gemeinde Heimersheim, die Erweiterung des dortigen Friedhofs, insbesondere die Anlegung eines besonderen katholischen Friedhofs daselbst betr.;
4) die Vorstellung mehrerer Ortsbürger und Grundbesitzer der Gemeinde Groß- Karben, beffere Benutzung einer gemeinschaftlichen Weide betr.;
5) die Vorstellung des David Levi aus Rhine im Königreich Preußen, der- malen zu Bad-Nauheim, wegen Heranziehung zu den Bedürfnissen der israel-tischen Relig'vnSgemeinde zu Bad-Nauheim betr.;
6) die Vorstellung der Weidtgstiftung in Darmstadt, Butzbach und Obergleen, die Vollziehung der Statuten dieser Stiftung betr.;
15) die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die definitiven Resultate der Verwaltung der Staatsschulden in der Finanrperivde 1866/68 betr.
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Darmstadt, 4. November. Beide Kammern einigten sich heute über das Wahlgesetz. Der Schluß des Landtags erfolgt Donnerstag.
Offenbach, 1. November. Gestern Abend hielt im großen, mit Zuhörern dicht gedrängten Saale der Schlosser'schcn Liegenschaft Herr Professor Dr. Michelis aus Breunsberg einen Vortrag über die Reformbewegung in der katholischen Kirche und insbesondere das Thema: „Die Pflicht des deutschen Gewissen« gegenüber den römischen Anmaßungen", dem die überaus zahlreichen Zuhörer mit gespannter Aufmerksamkeit folgten. Redner spricht zunächst über die Vergangenheit und bedauert, daß nach seiner persönlichen Ansicht in religiöser Beziehung so viel in die Welt hineingeplaudert wurde, was mit den ewigen Gesetzen der Natur in Widerspruch stehe. Der Glaube ist zwar etwas Ueberuatürlichcs; doch müsse er sich mit der Vernunft im Einklänge befinden. Er spricht dann im Weiteren davon, daß das katholische Gewissen die Pflicht habe, gegen das neue Dogma der Jnfallibilität zu kämpfen, da dieses weder in der Bibel, noch in der Tradition begründet sei. Indem er dieses nachzu weisen sucht, kommt er im Verlaufe seines Vortrags auf die Bedeutung der Concilien überhaupt zu sprechen. Die Bischöfe hätten in diesen nur Zeugniß davon abzulegen, was in ihren Sprengeln geglaubt werde und erst bei völliger Uebereinstimmung könne ein neues Dogma festgestellt werden. Redner bemerkt dann noch, daß der Widerstand gegen den Glaubenssatz der Jnfallibilität des Papstes nicht, wie die katholische Presse fortwährend verkünde, von den Logen aus, die er nicht kenne, organisirt worden, sondern aus dem katholischen Gewissen und der deutschen Intelligenz hervorgegangen sei. Er schließt unter Hinweisung auf das Endziel der Bewegung, welches darin bestehe, die Lehre Christi wieder in ursprünglicher Reinheit, frei von allen menschlichen Zusätzen darzustellen. Mit hohem Interesse haben wir den Vortrag des R.vners angehört und bedauern nur, wegen Mangels an Raum nicht näher auf den reichen Inhalt desselben hier eingehen zu können. (Off. Zig.)
Berlin, 1. Novbr. Gestern, Mittags 2 Uhr, ist der Landtag pro 1872 geschlossen worden, und schon der gestern Abend ausgegebene „N.-A." veröffent- licht die CabinetSordre, welche vom gestrigen Tage datirt und die beiden Häuser des Landtags auf den 12. d. Mts. zufammenberuft. Die Ansetzung des 12. Novembers als Termin für den Beginn der neuen Session dürfte wesentlich damit zusammenhängen, daß Se. Majestät, wie die „Spen. Ztg." hört, am Montag Mittag die Provinz Hannover auf drei Tage besuchen und später der Einladung des Dresdener Hofes folgen wird. Man kann aber wohl als selbstverständlich vorausfttzen, daß nach den ernsten Vorgängen, die wir durchlebt haben, die neue Session in feierlicher Form, also durch Se. Majestät persönlich eröffnet werden wird. Ueber die Maßregeln, welche die Regierung in dieser Angelegenheit zu "greifen gedenkt, namentlich über diejenigen Personen, welche mit einem Sitz im Herrenhause begnadigt werden sollen, coursiren die mannigfachsten Gerüchte, welche -selbstverständlich nichts weiter sind, als Combinationen, da noch nicht einmal das 'Staatsministerium über diese Frage in Berathung getreten ist. Daß allerdings die Physiognomie des Herrenhauses bis zum 12. November eine andere werdin
Neckar-Eisenbahn, Christian Klingel, bis zur Wiederherstellung feiner Gesundheit, am 4. Oktober den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Bodenrod, im Kreise Friedberg, Georg Eberhard Weitz, auf sein Nachsuchen, am
Deutschland.
Darmstadt, 1. November. Da- Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 48 enthält:
1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums de« Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend.
2. Bekanntmachung Großh. Ministerium der Finanzen, die Controlirung des Verkehrs mit Wein und Obstwein zwischen dem Großherzogthum Hessen und Elsaß-Lothringen vermittelst der Eisenbahnen betreffend.
3. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Ausstellung von Ausfuhr- i und Abfuhrscheinen bei den Versendungen von Wein und Obstwein betreffend.
4. Ueberstcht der Umlagen der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Worms pro 1872.
5. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Oppenheim, die Nichterhebung von^ Umlagen in der israelitischen Religionsgemeinde zu Wallertheim pro 1870/72, betreffend.
6. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Worms, die Erhebung einer weiteren Umlage für die Gemeinde Ober-Flörsheim pro 1872 betreffend.
Bestellungen auf den Gießener Anzeiger 018 Bd
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 fr.
di- Beschwerde des JesaiaS Bloge zu Rendel, im Krei« Vilbel, wegen - Mißhandlung von Seiten des Großherzoglichen Bürgermeisters Neuhard und des Polizeidieners Bingemer zu Rendel, sowie gegen den Kreisboten' Jacobi zu Vilbel, wegen Gesetzwidrigkeiten bei der Pfändung;
die Beschwerde des Johann Degünther II. in Heßloch, Kreis WormS, Rcchtshülfe betr.;
die Beschwerde des Wilhelm Bellos aus Beuern, wegen verweigerter ' Ertheilvng eines Reisepasses Seitens Großherzogl. KreiSomts Gießen betr.; bas Gesuch des Georg Schneider II. von Elmshausen, Kreis Bensheim, um Verwendung fein neuerbautes Wohnhaus fammt Oekonomic-Gebauden und Grundstücken einer öffentlichen Verloosung aussetzen zu dürfen;
11) die Bitte des Lehrer Kehr zu Trais an der Lumda, um Verwendung bet ' g Großh. Staatsregierung wegen Ersatzes seiner Besoldungsausfälle;
die Vorstellung der Ortsbürger und Rothgerber Friedrich Glenz III. und Louis Glenz III. zu Erbach, den am 20. Oktober 1868 in den Hof- raithen von Leonhard Hegny und Con'sorten auLgebrochenen Brand , hier । die gering ausgefallene Entschädigung der Bittsteller betr.; M
die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die definitiven fe. , Resultate der Finanzverwaltung in den Jahren 1866, 1867 r-nv 1868. betreffend;
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1872.


