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Montag den 5. Februar
Nr. 31
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en- und
«r. 116.
(Nr. 381.)
Röder.
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Döllinger über die Wiedervereinigung der christlichen *6eU,e ““
Kirchen.
I.
einen und
'S.
ts 8 Uhr. M
nähme von Eiden.
Gießen, den 2. Februar 1872.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Lxvedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Im großen Saale des Museums zu München hielt am Abend des 31
Ctiftsprobst v. Döllinger vor eimm ungewöhnlich zahlreichen Zuhörerkreise den eisten seiner an-
Art
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Preis vierteljährig 1 fl- l2 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.
ünitn des dieselbe welche bei landig kol- unmittelbar iördeMgs- )eveschebA
ist- i ccrrelpon» -ten Werder ttleßra- mngsmäßig ben, muth- i eigentliche
i bieten, sich ’* ist, 7 bat Recht iürt ist und -r Ausgeber hengebieteZ )epesche be- nmttaxe zu
n stehenden M). igj epesche W )ft rc- mungen.M illen bei der rt werden-
die Hlwde llen können, die DepeM ei unrecom-
^ler.
Gießen, am 1. Februar 1872.
Betreffend: Die Zurückstellung von Reserve- und Landwehr-Mannschaften. . . ~
Die Großhcrzoglichc Krcis-Schul-Commlsswn Gicßcn an die evangelischen Schulvorstände des Kreises, mit Ausnahme derjenigen zu Beuern, Dorf-Gill, Gießen, Groß-Buscck, Holzheim, Oppenrov und Watzenborn.
Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 21. December 1871 binnen 8 Tagen.
JLSj“ 1871.
26. Juni
Bekanntmachung.
Betreffend: Unterricht im Hufbeschlag 1871/72.
Die Prüfunq der junqen Schmiede, welche im laufenden Winter den Unterricht im Hufbcschlag zn Butzbach besucht haben, soll Dienstag den 13. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, zn Butzbach stattfinden. Zur Beiwohnung an derselben lade ich alle Freunde der Landwirthschaft hiermit ein.
Laubach, am 31. Januar 1872. Der Präsident des laudw. Vereins von Oberhcsicn:
Otto, Graf zu Solms-Laubach.
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tnl:
" So hatte sich also die Kirche schon seit dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert in zwei, wenn auch der Zahl nach ungleiche, Hälften gespalten, so daß nun die östliche Kirche und die Januar der Herr wrstl che fortan ihre eigenen Wege gingen und sich wechstlseitig des Abfalls und der Irrlehre selbst n°er vor emem nrarwvnnnw .am.,,«.™ am,.., ...... i.i - bezichligev, Nnn kam aber im sechzehnten Jahrhundert dir groß- viel lief« q-hende Spaltung
V-rtt°ge- „Uetet die Wl-d-r«e-einigung-de,such. der christlichen Kirch.n und die A«--^^de^ -b'^ländikche^ad^
st , en au "N ige Jch^habe mir mrrgenomwen, über ene Frage zu reden,!hervor, die man zusammen b.kanntlich als die prvUstanliscl'en bezeichnet. Drei größere Knchen-
die wohl J^en^Men^vieffach sthon Stoff zu denken aegebnr hat, nämlick über die Frage der systtme haben sich daraus entwickelt: die Lutherisch - Deutsälaud dw s-andmavilchen Lander Wiedervereinigung der christlichen Kirchen ; die Frage: w-S denn schon versucht wmden ist nmjund die russischen Lstseeprovinzeu umfassend und über 30 Millwnen ©eaenten »on JT- .(ne solche Wiedervereiniauna ru bewirken und die weitere Frage: wie d.un die Gegenwart sich rmrte Bekenntmß in der Schweiz, in den Niederlanden, Schottlands einigen Gegenden ven T.^tsch^ Xa M ££ “vflU fvnmn, welche Hoffnungen oder land und in Ungarn, etwa. 12 Millionen^Mensch^.^^ciwrd Von d.ffm be. en nnteffchn t Täuschungen gehegt werd.n können. Gestatten Sie mir, daß ich dabei etwas weit auehole - .sich nun d.e englische, die ogenannte^bichvsttcheI Küchebisjetzt «och m ard dtt Ltaatt- es wird nickt uberftüssia sein. Ter christliche Theil des Menschengeschlechts mag gegenwärtig।kirche, welche in ihrer Verfastung und ihren Gotteed enstordnungin den beiden alten Kilck.n, nüm. 350 Millionen Seelen betragen etwa 50 Procent hr ganzen Bevölkerung der Erde. D'e Chri- lich der grieckisch-morgenländisck.n und der abendland'Ich-külholiscken Kirche ähnlicher geblieben ist, Zen f allen nun ab" grö er! oberere Genossenschaften oder Kirchen, die al- die eigentlich P-tcstgnttfcken Kirckcrd!
fief. aeaenseitka ausi'ckließen d h welche keine Gemeinschaft deS GoitcedicnsteS, der Saeramente , st mmtheit ihrer Bckenntuißschrlft der sogenannten 39 Arttttl sich Ihnlö weniger von Der
S Gebetes zulassen ' und sich eine der'anderen erhebliche, daher seelengefährlicke Jrrtbümer oder schen Lehre entfernt, theilö auch wieder verschiedenartigen Lehren und Deutungen einen wetteren
AbwM)ungeii von'der Lehre Stiftens bev Äe Wb geben. Trennungen, abgesonderte Spielraum gewahrt. Außer düsen großen und nationalen Kirchen sind rndeß zur Zett der Ne- Kirch nbildunqen sind nun auch schon m ersten Jahrtausend rack Ehristus häufig vvrgekommen, formativn und auch nachher noch viele kleinere Gemeinschaften oder Secten entstanden Ä«*ff?S «ÄffVon; sie wurden nach einiger Zeit von' d "r groß.n katholi- Bon diesen find manche bereis rmeder untergegangen Mk J J bestehe^ Nicht nur fort schen Kirche wieder aufgesogen, was namentlich bei jenen Kirchen, die aus den ariamschen Strn- am zahlreichsten m England und Nordamer.ka-sondern sieJ t tigkeiten hervorgingen, und ebenso bei denen, welche mehr um sittlicher Differenzen willen der,vermehrt, so daß h>ir gepenn)art9 gegen ^unber St ü blieben
Kirckenzucht wegen, sich getrennt hatten wie die Novatianer und ähnlichen, der Fall war. Aber etwa 18 Millionen Anhängern zahlen. Viele derselben sind auf die Gegend beschran t gedUevi ganz anders verhält es sich mit jenen Absonderungen und Kirchenbildungen, welche sich im zweit.^in welcher sie zuerst entstanden und darüber hinaus auchi wohl> kaum dem Kcnn n nach ( f n Jahrtausend nach Christus gebildet haben. Diese bestehen noch heute fort. Die großen ^''pt- g-worden, andere, vorzüglich die Baptisten, welchedie Kmb-Staufev^f n. ahle^ woh n Y e- Parteien oder Kirchen nämlich bestehen fort, und zwar mit aller im ganzen noch ungesckwachten,GemnndegI.eder: auch find sie nickt immer unterschieden m den Glaub.n-kh«^
Lebens- und ErpansionSkrast. Uebersckauen wir sie erst in Kürze. m f «nete« Gemeinschaft o^r Seck zu Grunde lieg.n sondern^eS sind m wnter auch ^gen
Von der römischen oder abendländisch katholischen Kirche, welcke jetzt etwa 180 Millionen, thumUchketten in den gesellschaftlichen Einrichtung, w Form d^ott^d^^ i« d
Seelen räblt bnt firfi getrennt die atifdiifefi Fnifinlifeb# ober moraenländische Kirche, deren Be- pädagogischen Lehrubung und die religiösen Amblldung bis Emze neu vurcy cie ut u oc, roie
f..1re, L dem ÄÄ und dem Königveich fich L.r z. B. in Deutschland an den heerenhnllschen
Griechenland angehären. Diese Trennung bat erst nach her Milte de- eilften Jahrhundert- be ^amer,kau,schen Metbudlsten seugt. sßOräu0ÄWeif« ifi e« b t »re m|emm
gönnen, und etft inr dreizehnten Jahrhundert In der Erdberung ton Kanstantlnopel und der ge- Helden Zwergen, dem engl,schen Md °m°rlkam cken die Kraft nnd e gun^ zur Sec^ waltthätigen Unterjachung der Griechen tnrch die van den Päpsten ern uthigten Abendländer hat ganz b,sandel« en, w, chit hat, wahrend das deutsche Dalkniemal-elgentirch derartrge Nelg ng
sie sich vollendet. Dieser Kirche, der mvrgeniandischen, welche sich gern die rechtgläubige nennt, gezeigt bat, wenn wrr erwa den schwäbischen Stamm au-nehmen.
find nabe verwand, zwei andere K.rchen, die wir ihre- Altei- wegen hier hervvrh.ben nrrrstelr, Der Gedankenkrer- rnnerhalb dess.n sich dre -> > " bus« Setten b.wegen. ^rst^n sehr nämlich die Nestorianer, Trümmer einer früheren im innern Asien wettverbreiteten Kirche, welcke enger die Unttrschi.dk reducinn sich haufig auf go 8 d Rollern 'spielen ja selbst in sich schon seit der Mitte deS fünften Jahrhunderts in Folae der damaligen Streitigkeiten über die, den Stiftern solcher neuen Secten der Ehrgeiz, bu -Vegierde, eine Grolle zu spielen 1« ewii u Person Mrifti von der übrig n ckristttchen Welt abgesondert hat, und dann dieJakobiten, welche^Amerika häufig eine finanzielle Speculation Hauptmotiv. Daß dies nur dovt so kicht
uni dkselbe Zeit und aus der^ gleichen Veranlassung als Bekenner einer entgegengesetzten Auffassung gelingt, daß jed.S Jahr dort neue Secten entstehen, das beweist, wie groß die Empfanglichkeri
Nr. 4 des Reichs Eefttzblatles, ausqegeben am 29. Januar 1872, enthält:
(Nr. 379.) Übereinkunft zwischen dem Deutschen Reich und Rußland wegen Herstellung einer Eisenbahn von Lyck nach Brest - ^.itewsk. Vom
ah? (XXU&oHOV werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post-
SöCjtCllUllQCll flUj Vllt \S)lCyC!lCl Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und März zu 40 kr.
(Nr. 380.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung von Bevollmächtigten zum Bundesrathe. Vom 16. Januar 1872.
। yu. 3G1.) Ernennung von Konsuln und bezw. Vicekonsuln des Deutschen Reichs. c # o , , k ,
sNr. 382.) Ermächtiaunq des Generalkonsuls des Deutschen Reichs für Großbritannien und Irland Legatlvnsrath Wilke zu London und des Generalkonsuls des Deutschen Reichs für die Vereinigten Staaten von Amerika Dr. Rösing zu New-Dork zur Abhörung von Zeugen und zur Ab-
Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder.


