Vermietungen.
49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, der zweite Stock und eine Mansarde zu ver- miethen.______________________Dr. Weichel.
48) Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 3 Zimmern, Cabinet, Küche, Schwarzzeug-Kammer und den sonst nöthi- gen Räumlichkeiten, ist zu vermiethen.
Emil Junker, Asterweg 103.
27) Eine freundliche Stube ist zu oer- miethen und sogleich zu beziehen. Neustadt Lit. D. Nr. 36.
45) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Neustadt Lit. D- Nr. 57.
26) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Herm. Euler, Mäusburg.
41) Im Fritz Vvgt'schen Wohnhause ist ein kleines Logis, bestehend aus Stube, Cabinet, Küche, Kammer und Keller, pr- 1. Februar zu vermiethen. I. Roth.
40) Eine Familienwohnung mit 6 Zimmern zu vermiethen und den 1. März beziehbar bei Heinrich Möser.
21) Eine Schlafstelle zu besetzen bei Adolf Wenzel, Mäusburg.
Vermischte Anzeigen.
35) Ein seidenes Uhrkettchen mit Medaillon, Kreuz und kleinem Messerchen wurde zwischen dem Asterweg und der Alicenftraße verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung in Lit. B- Nr. 109 abzugeben.
44) Ein Mädchen, welches im Kleidermachen und Weißzeügnähcn gründlich erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Auf Wunsch kann auch die Nähmaschine mitgebracht werden- Näheres zu erfragen bei
Geschwister Sauer.
5564) Ein Zapfjunge gesucht von Th. Lony, im Promenadehaus.
37) Ein mit den nöthigen Kenntnissen versehener junger Mensch kann in einem Colonial- und Landesprodukten-Geschäft in die Lehre treten. Näheres ertheilt die Exped. dieses Blattes.
39) Eine stille, kinderlose Familie sucht eine Wohnung von 2—3 Zimmern. Wer? sagt die Exped. d. Bltts.
Flechlenkranke und Brustleidende heilt Dr. Iochhetm in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478)
Mllnldungsschulc.
36) Als wir im October v. I. unfern Entschluß veröffentlichten, hier eine Fortbildungsschule für der Elementarschule entwachsene junge Leute zu gründen, gingen wir von der Ueberzeugung aus, daß wir dadurch einem dringenden Bedürfnisse Rechnung trügen, und der Erfolg hat gezeigt, daß unsere Voraussetzung gerechtfertigt war; unsere Fortbildungsschule besteht jetzt und wird — wir hoffen es — recht segensreich fortbestehen!
Bis Anfang November hatten sich etwa 60 Schüler angemeldet, so daß der Unterricht beginnen konnte. Die Eröffnung der Schule fand am Abend des 16. November in feierlicher Weise statt in Gegenwart des Großh. Bürgermeisters und einiger weiterer Mitglieder des Stadtvorstandes, sowie sämmtlicher betheiltgter Lehrer und aller Schüler. Die Zahl der Letzteren nahm aber fortwährend noch zn, und haben bis jetzt im Ganzen 99 Anmeldungen stattgefunden. Die für weit geringere Betheiligung berechnet gewesenen Schulräume und Beleuchtungsmittel konnten unter solchen Umständen bei Weitem nicht ausreichen, und sind wir-unserm verehrten Stadtvorstande zum größten Danke verpflichtet dafür, daß er in bereitwilligster Weise es übernommen hat, auch diesem gesteigerten Bedürfnisse zu genügen; die Einrichtungen sind jetzt der Art, daß der Unterricht in zwei Schulsälen bei zweckmäßig eingerichteter Gasbeleuchtung statt- stnden kann.
Derselbe erstreckt sich, wie vorgesehen war, zunächst auf die nothwendigsten Lehrfächer: Rechnen und Geometrie, Aufsätze, Geschichte und Geographie, Lesen und Literatur, Schreiben. Außerdem haben wir auch, unserm Versprechen gemäß und weil das Bedürfniß sich zeigte, einen französischen und einen englischen Cursus eingerichtet, welch ersterer von 35 und letzterer von 10 Schülern besucht wird.
Wir müssen daickbar hervorheben, daß viel mehr Lehrer als wir verwenden konnten, ihre Mitwirkung bereitwilligst zusagten; es sind gegenwärtig deren zehn an der Anstalt thätig.
Wir glauben, wie schon gesagt, durch Gründung unsrer Fortbildungsschule ein ebenso nothwendiges als segensreiches Werk geschaffen zu haben; wenn dies aber einzig und allein im Interesse unsrer konfirmirten Jugend und der Hebung der Volksbildung im Allgemeinen geschehen ist, so glauben wir auch auf jede mögliche Unterstützung rechnen zu dürfen, und diese Unterstützung verlangen wir vor allen Dingen von den Eltern, Lehr- und Dienst- Herrn rc. in der Weise, daß sie für einen regelmäßigen Schulbesuch ihrer jungen Leute Sorge tragen helfen und insbesondere auch diesen es möglich machen, pünktlich beim Beginn des Unterrichts gegenwärtig zu sein. Durch Zuspätkommen Seitens mancher Schüler wird der Unterricht vielfach gestört, und die Zeit, die für denselben ausreichen muß, ist viel zu kostbar, als daß wir auch nur einen geringen Theil derselben zum Nachtheil der pünktlichen durch Warten auf die säumigen Schüler verlieren könnten. Wir müssen also um pünktlitzes Erscheinen aller Schüler vor Beginn des Unterrichts dringend bitten! Einem großen Theil unsrer Schüler (33 an der Zahl) haben wir, da sie unbemittelt sind, die zum Unterricht erforderlichen Bücher rc. stellen müssen, und werden wir demnächst auch in dieser Hinsicht die Unterstützung Derer in Anspruch zu nehmen genöthigt jein, die Interesse für unsere Anstalt haben und für Hebung der Volksbildung gern ein Opfer bringen.
Der Unterricht in der Fortbildungsschule beginnt wieder Donnerstag den 4. Januar, Abends 8 Uhr. Der Ausschuß.
Moguntm,
Versicherung;; - (Oddlldjaft in Mainz.
4792) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Explosion zu festen, billigst gestellten Prämien.
Zur Aufnahme von Versicherungen empfehlen sich die Agenten der Mvguntra: ÄZ. Balser in Gießen, E. L. Harb in Allendorf a. d. Lda., B. Stephan I. in Groß-Buseck, 3- Pirr n. in Groß-Linden, Ph Schlecnbccker in Heuchelheim, I. Kammerer in Lich, I. Henrich in Lang-Göns, Balrh. Seibert in Wieseck.
Schweizerische Rentenanstalt in Zürich. Lebensversicherung.
Garantier».
1) Das gesammte voll eingezahlte Grundkapital der Schweizerischen Creditanstalt in Zürich..... 15,000,000 FrcS.
2) Das von Jahr zu Jahr wachsende Vermögen der Schweizerischen Rentenanstalt, Ende 1870 ..... 5,905,976 „
(Diese sämmtlichen Gelder sind, mit Ausschluß jeder Speculation, auf hypothekarische Sicherheit angelegt.)
3) Die jährlichen Einnahmen der Schweizerischen Rentenanstalt, 1870 ......... 1,867,568 „
70 % des Reingewinnes wird den Versicherten als Altersrente zurückvergütet. Dieselbe betrug für 1870: 40% der Prämie,
„ „ „ 1871: 450 0 ,,
„ wird betragen für 1872; ca. 44% „ „
Der Gewinnfond beträgt derzeit 727,834 Franken.
Die Schweizerische Rentenanstalt anerkennt in Deutschland für alle Forderungen ihrer Versicherten den Gerichtsstand am Domicile derjenigen Vertreter, welche die betreffende Police vermittelt haben.
Statuten, Rechenschaftsberichte für das Jahr 1870 und. ausführliche Prospecte werden von den unterzeichneten Vertretungen der Schweizerischen Rentenanstalt gratis verabfolgt, welche auch zur Ertheilung jeder näheren Auskunft, sowie zur Vermittelung von Renten- und Lebensversicherungs-Verträgen jeder Art gern bereit sind.
Die Snbdirection für Deutschland in Frankfurt a. M.
H Hahn 8t Sohn.
Die Hauptagenteu: Echternach Sf Hanstein in Gießen.
The Gresliain
CD
Englische Ledensversichernngs - Gesellschaft
in London.
Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und vertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge- winnantheil Versicherten.
Resultate deS am 30. Juni 1870 ab gelaufenen 22ten Geschäftsjahres:
Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungssumme von Fcs. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme von Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- sammtzahl der Versicherungs-Verträge auf 23,945, für eine Total - Vcrfiche- rungs - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. „ rn
Prämiencinnahme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem Ztnserträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte (Kapitalien eine Gesammt - Brutto - Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt.
Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) Fcs. 3,470,084° 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Capitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt.
Der Gesammt-Reservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs.
Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Versicherten zur Verkeilung.
Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von der Filiale für Westdeutschland M. Fccht in Mannheim, Friedrichsstaße 36, Ober-Jnspector Keil für Hessen in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen:
S. Flörsheim.
5034) Die
Dr. Steffan'fche Augenheilanstalt in Frankfurt a. M.
(Krögerstraße 8 und Sachsenhausen Dreikönigsstraßej, auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich.
Bekan lltmachnng.
Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspvndenz auf den Linien deS Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig, kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten ober nach der Abgabe an die Weiterbeförderungsanstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist.
Die Einführung der recommanbirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Heber» Mittelung feiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegraphischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl auf gegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Rccommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist.
Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung feiner Depesche, — so weit es thunlich und nötbig ist, — zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §• 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Ausgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recomrnandation auf einzelne Th eile feiner Depesche beschränken kann, ohne verpflichtet zu fein, gleich das Doppelte der Gesammttaxe zu ^^^Zu diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben ober Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 ber Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §. 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung resp. Aufnahme ber Depesche bethetligten Stationen collationirt werden.
Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden.
Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecvm- manbirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet.
Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler.
Im Auftrage:
D e l b r ü ck.
Redaction, Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.


