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Der Kette der militärischen Hierarchie; abwärts von ihm stehen die katholische» ...... . Nur au- Courtoiste-
vauer Kunde gibt. Sie schreibt: —r---------ö---------------. --------' a-
auf Berorvnung ve- Papstes stattgefunden, sondern e- ist vielmehr ein solches Buchhandlungen und Postämtern angenommen-
Verbot schon unterm 14. Januar von dem Herrn Armeebischos kraft 6er jurisdictio
zugetheilt. ।
Berlin, 31. Mai. Die „Nordd. Allg. Zig." begrüßt die italienischen Gast, de- Kaisers mit Dem Ausdruck von Sympathien für Italien unD sagt: Fest« als durch Verträge werden Staaten durch wohlverstandene gegenseitige Jntereff« mit einander verbunden. Der gemeinsame Gegner beider Staaten, Deutschland und Italiens, sei die staatsfeindliche Priesterherrschast. In einem Zeitalter, worin Die höchsten irdischen Gewalten, obenein gestützt auf eine große Vergangenheit unb segen-reiches Wirken, sich selbst rechtliche Schranke» gesetzt haben, sei eine unbeschränkte Priesterherrschast ein Anachronismus. Unter allgemeiner Zustimmung Der Nation werde das Reich diesen Absolutismus brechen.
Berlin, 1. 3unt. Gegen den Prediger Sydow ist ein Diseiplinarverfahm eingeleitet und Termin auf Den 6. Juni vor dem Eonsistorium angesetzt, jedoch ohne Zuziehung des Angeklagten, zum Behuf Der Feststellung Der amtlichen Anklageschrift.
Köln, 1. Juni. Aeußerern Vernehmen zufolge hat Der Gouverneur Genetti- Lieutenant v. Frankenberg den Divifionspfarrer Lünnernann heute von seinem Ami! suSpenDirt und demselben Die Kirchenschlüssel und Kirchenbücher abnehmen lassn. Diese Maßregeln sind, wie wir hören, von dem Herrn Gouverneur getroffen worden, weil Pfarrer Lünnernann sich aus Grund der bekannten Verfügung des Feit probstes Namszanowski geweigert hat, Den Militär-GotteSdienst in Der Kintz St. Pantaleon abzuhalten.
Aus Baden, 30. Mai. Mit Bezug darauf, daß vor Kurzem der »roll stantische Pfarrer in MeerSvurg zwei Katholiken, welche von Der katholischen Äns- lichkeit nicht begraben toorDen wären, beerdigte, bemerkt Der „BaDische Beobacht«' „Die protestantischen Pastoren scheinen Die Weisung zu haben, Das auszuheb» mar Die katholische Kirche verschmäht." Nach dieser Aeußrrung, die an Eyniluul wohi Alles übertrifft, was wir in Der ultramontanen Presse sonst geleistet seh-i erscheint es allerdings sehr glaublich, rotnn derselbe „Bad. Beobachter" heute ti „abstehenden" „Südd. Reich-post" nur kurz erwidert, daß ihre Angabe, al-i- ihm „von maßgebender Stelle" Die Mahnung zu größerer Mäßigung zugeganga in Folge Deren Der To» de- „Beobachters" ein ruhigerer geworden, eine Lüge (f
München, 31. Mai. Graf Hegnenberg liegt am Sterben und Der KL» ist telegraphisch benachrichtigt. Es heißt, Finanzminister Pfretzschner erhalte ptt visorisch da- Präsidium Des Ministerraths. (T. D.)
tr,ff£n3) Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post-Angelegenheiten Die Einrichtung einer Kaiserlichen Postagentur zu RoDheim vor Der Hohe be
ausüben, so kann er zu Diesem Zwecke nach Agattzopolis gehen unD in feinem Dortigen Bi-thum nach Herzenslust verfahren.
Berlin, 31. Mai. Da- „Milit. Wvchenbl." theilt Da- Urtheil eine- in GnglanD eingesetzten SvecialcomiteS über Die Mitrailleusenfrage mit unD sagt zu, Einleitung: „Bekanntlich ist in Der Deutschen Armee Die Mitrailleusenfrage Dahin entschieden, Daß von einer Einführung Der au« Der Rüstkammer Der Vergangenheit toieDer in verbesserter Auflage an's Tageslicht gezogenen Orgelgefchutze Ab- stanD genommen ist. Die Versuche mit Der Gatling- Kanone beiderlei Caliber«, mit Dem Mitrailleur von Christophe unD Montigny, sowie Die Erfahrungen mit Der bayerischen Mitrailleusc von Feldle, haben zu Dem Resultat gefübrt^J’afe Die
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15) Versetzungen in Den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit Der Groß- l Herzog haben allergnäDigst geruht: am 2. Mai Den Schullehrer an Der 2. evang. ! Schule zu Rimbach, im Kr. Lindenfels, Philipp Hebenstreit 1., mit Wirkung vom 1. Januar 1872 an, auf fein Nachsuchcn unD am 14. Mai Den Schullehrer an Der evang. Schule zu Melbach, im Kr. Friedberg, Christoph Amend, auf fein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. , «n J
16) Concurreujerösfnung. Erledigt ist: bte 2. evang. Schulstelle zu Walldorf, im Kreise Groß-Gerau, mit einem jährlichen Gehalte von 300 st., exclusive das Mansche Legat.
17) Sterbefälle. Gestorben sind: am 30. März Der Scharfrichter Peter Reichmann zu Mainz; am 21. April der emeritirte evang. Lehrer Johann Conrad Bechtold zu Schlitz; am 4. Mai Der pens. Oberförster Borkhausen zu Aschaffenburg; am 21. Mai Der Hofgerichts-Cünzleidiener Johannes Reiter zu Darmstadt.
Darmstadt, 1. Juni. Die Nachrichten aus Dem RieD lauten ungemein Düster, unD zwar, wie wir un« Durch Augenschein überzeugt, mit allem GrunD. Der Schaden, welchen Der bei Erfelden oder, richtiger gesagt, an Der Knoblauch«- aue erfolgte Dammbruch verursacht, entzieht sich zunächst aller Berechnung und trifft vorzugsweise Die ärmere Claffe. Das Wasser ist zwar heute etwas gefallen, eine Folge Der theilweisen Durchstechung Der SommerDämme, bedroht jedoch einzelne Gemeinden, z. B. Stockstadt, noch fortwährend. Die Verbindung zwischen Rosengarten und Worm« ist unterbrochen. (Das Wagner'sche Telegraphen-Bureau hat eine auf diese Angelegenheit bezügliche Notiz Der „Darmstävter Ztg " durch- au- falsch wiedergegeben. Die „D. Z." sagt nicht, der Dammbruch bei Erfelden sei nicht erfolgt; sondern sie sagt, Der Dammbruch habe nicht Die RieDorte ge- sährdet, sondern „fi-calische Gelände", unD Gefahr sei nicht vorhanden.)
Berlin. Die preußische Regierung wirD sich bei VertheiDigung ihrer Rechte gegen Die Ueberhebungen Der katholischen Kirche nicht auf Die Suspension De» Felvprobstes Namszanow-ki beschränken, sondern sie sieht sich nach übereinstimmen. Den Versicherungen osficiöser Correspondente» Durch Den Uebermuth DcS katholischen CleruS zu Schritten gcDrängt, welche Das ganze Institut unD Die Reorganisation Der katholischen FelDgeistlichkeit überhaupt in Frage stellen. Aber auch nach einer anDeren Richtung hin ist Fürst Bismarck bemüht, sich keines Rechtes, welches Dem Deutschen Reich Der Kirche gegenüber zusteht, zu vergeben. So hat Der Reichs, kanzler, Da bei Dem hohen Alter De« Papstes die Eventualität eines Conclave in's Auge gefaßt werDen muß, bei Den vier katholischen Mächten Frankreich, Oester- reich, Italien unD Spanien, Denen Da« Recht de« Veto im Conclave zusteht, Schritte getban, um dieses Recht auch auf den Deutschen Kaiserstaat auSDebnen zu lassen. Er unteistützt diese seine Forderung mit dem Hinweise auf Die Thal- suche, daß Das Vetorecht dem Heiligen römischen'Reiche zustand und nun von dem Erben desselben, vom österreichisch-ungarischen Kaiserstaat ausgeübt wird. Ohne die Dem Hause Habsburg-Lothringen in dieser Richtung zustehenden Rechte im Geringsten anzutasten, schlägt Der Reichskanzler Den katholischen Mächtin nun vor, Die Ausführung dieses Recht« auch Dem neuen Deutschen Kaiserreiche zuzugestehen. Wie Der Wiener „Presse" versichert wird, wurden Die betnffenDen Schritte Bis- mord’« von Den erwähnten katholischen Mächten, unD namentlich von Oesterreich, Durchaus nicht unfreundlich ausgenommen und scheint Die Geneigtheit vorhanden, in vertrauliche Unterhandlungen zu treten, um bei Der eintretenDe» Eventualität einer Papstwahl seinen legitimen Einfluß zu üben und namentlich Da« zu verhin- Dem, daß Die Jesuiten bei dieser Gelegenheit ihr Licht allzusehr leuchten lassen. In Diesem Sinne wird die öffentliche Meinung die in dieser Richtung zu treffen- Den Vereinbarungen nur mit allgemeiner und aufrichtiger Zustimmung begrüßen.
Berlin, 30. Mai. In Betreff de« Interdikt« gegen Die Kölner Garnison- kirche bringt Die hiesige „Germania" eine Darstellung, Die sich Den Anschein ge-
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7) Uebersicht der s- ------ - • - .. __ .
tuna der GommunalbeDürfniffe in den Gemeinden De« Kreise« Offenbach.
8) Uebersicht Der für Da« Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestrei- hing von SommunalbeDürfniffen in Den israelitischen ReligionS-Gemeinden des
Drucksachen und W.arrnurab.u ÄX Ä«. «
leitig wird Die Gewichtestuse bei Berechnung Der Taxen für Drucksachen unD Waarenvroben von 40 auf 50 Gramme erweitert.
2) Bekanntmachung Großherzoglichen Ministerium« der Flnanzen, Die An- tegung eine» Königlich Preußischen Remonte. Depots im Großherzogthume be-
6) Uebersicht Der für Da« !
Prellung von Communalbedürfnissen in
»lll" mit x/Mi|*iuuny/ v»* । ^Abonnements (zum Preise von 45 Kr rh. pro Quartal, resp. 1 Fl. 30 Är. rk'
: „Die SuSpenDirung De« Gottesdienste« hat nicht mit vierteljährlich neun großen colorirten Mobenkupfern) werden jederzeit bei ou.
Literarisches.
Die Modenwelt, von der uns die am 16. Mai und 1 Juni erschiene» Nummern 16 und 17 vorliegen, überrascht auf's Neue durch ihren reichen und mannt faltigen Inhalt. Wir machen in Nr. 16 nur auf die hübsche Auswahl der Hu. Schirme und Sommer-Toiletten aufmerksam und beben in Nr. 17, neben der des Dargebotenen im Hauptblatt, die vortreffliche Beilage hervor, welche, an sily >1 kleines Kunstwerk, auf der ersten Seite die geschmackvollsten Musterzeichnungen 1 irische Spitzen-Arbeit, für venetianische und andere Weißstickerei bringt, wahrend ° zweite Seite reich an vorzüglichen Schnitten zu den verschiedensten Toiletten» Gegi^
Kreises Gießen. genehmigten Umlagen zur Bestrei- liehen Sinne ist, sondern in der Armee nur Fcldpropst, al« solcher ein Glied in
9) Uebersicht der für da« 6ahri»" 9 V® £ -r , sm«,™? L- ®.*.. «hmärt« von ihm »eben die katholischen
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SKhJhnna Seine «öniolicke Hoheit der Großherzog haben aller- einem Armeebischos und einer den übrigen B.schofen analogen Stellung ist der- °°" d..ha>bhi.. gar „in- m°-. W,° H-'r Nam.,°.°«-,i s-in. jmsd.cUo ordman, ihm übertragenen Function eines Ergänzungsrichters bei dem Bezirksgericht Mainz 1111811 ert- 0 ann er 4U auf sein Nachsuchen zu entheben. m <■< . .
14) Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben «llergnädtgst geruht: am 29. April Den Werkführer bei Der Centralwerkstatte Der Main-Neckar-Eisenbahn, Franz Hoffmann, auf sein Nachsuchen aus Dem Dienste
4) Nachweisung Der in Der Großherzoglich Hessischen Münze zu Darmstadt seit Dem Abschluß Der Münzconvention vom 25. August 1837 bi« zum Schluffe De« Jahre« 1871 stattgehabten Großherzoglich Hessischen Au-munzungen.
5) Uebersicht Der für Da« Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung SommunalbeDürfniffe in Den GemeinDen Des Kreises Friedberg-
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Berlin, 31. Mai. Bei Der letzten Aushebung in Könitz sind auch Drei Mönche mit ausgehoben worden. Zwei davon find Der Garde, einer Den Ulan«
verleitet, Daß fein geistlicher Vorgesetzter hiervon nicht nur wisse, sondern auch hiermit einverstanden sei. Diesem war auch in Der That, wie wtr au- zuverlässiger Quelle erfahren, an demselben 2. März, Samstag Abends, unter An- Drohung von Maßregeln vom königlichen Kriegsministerium besohlen worDen, jene- ! Verbot zurückzunehmen. Da derselbe auf feine in Folge einer von Dem Herrn Cultusminifter an ihn gerichteten Frage abgegebene Begründung weder von dieser Seite noch in Dieser Weise eine Antwort erwartet hatte, übergab er Diese Angelegenheit unter EinsenDung aller Acten Dem apostolischen Stuhle zur Prüfung. Da selbstverständlich über Den Altkatholicisrnu« bis jetzt ein Paragraph im Kirchen- rechte noch nicht existirt, so geschah Die«, um Gewißheit Darüber zu erhalten, ob va« beobachtete Verfahren Den kirchlichen Vorschriften gemäß unD im Einverstand- niß mit Der höchsten kirchlichen Instanz geschehen sei. Nachdem jetzt hierüber eine emeinDen oes rnreiies nritewiw. bejahende Antwort eingegangen, hat Der katholische Feldprobst nicht auf Befehl
^adr 1872 genehmigten Umlagen zur Be- de« Papste«, sondern kraft eigener ^unsäictio orckmurw sein früheres unD bi- Da-
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hat natürlich für jeden nur einigermaßen Sachkundigen keinen sinn, und kann iür Da« Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestrei- von solcher bei Herrn Divifionspfarrer Lünnernann um so weniger Die Rede fein, für Das jQtjrio^ 8™'? g _ al6 bn(tlbc hierzu keine Veranlassung gegeben hat unD eben nur Durch jenen tele
graphischen Befehl, Der eine Rückfrage übrigens nicht mehr ermöglichte, zu jener irrthümlichen VorauSfetzunz verleitet worDen ist." Die „Nat.-Ztg." macht schon Darauf aufmerksam, daß Herr NamSzanowski gar nicht Armee-Bifchof im eigent«


