wäre die Absicht, ei« Pulvermagazin bet Frankfurt a. M. anjulegen, vorläufig
wird von der „Agence Havas
den
Rußland
den
Gesuche und Offerten, Engagements rc. ohne Anrechnung der Original -Znsertionsgebühren.
Berlin, 30. December. Nach einem Berliner Telegramm der „N. Fr. Pr.
Spanien.
Man versichert, daß wegen Ernennung eines neuen Ministcrkrisis entstanden sei. — Da» Journal auf einen Ausgleich der im Ministerium bestehen-
Frankfurt a. M. Die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. vermittelt auf dem erfahrungsgemäß erfolgreichsten Wege der Insertion auf das Zuverlässigste alle Arten Verkäufe und Verpachtungen von Gütern, Grundstücken, Fabriken,
Jgualdad" sagt, jede Aussicht . .
Meinungsverschiedenheiten scheine unmöglich zu sein.
vernehmen zwischen Rußland und Amerika nur gewinnen.
Rumänien.
Bukarest, 30. December. Kammerfitzung. Der Minister verlas eine Depesche des britischen GeueralconsulS, worin die britische Regierung dringend an* rieth, in der Eisenbahn-Angelegenheit einen Ausgleich herbetzuführen.
Bukarest, 30. December. Die Kammer genehmigte in ihrer heutigen Sitzung die vier ersten Artikel der Eisenbahn - Convention. Die Opposition zählte fünf Stimmen mehr als bei der letzten Abstimmung.
Deutschland.
Darmstadt, 31. December. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben die nachstehende Allerhöchste Cabinetsorde zu erlassen geruht: An das Kriegs* Ministerium. Die durch die Ereignisse der letzten Jahre hervorgegangene Stellung des Großherzogthums zum Deutschen Reiche, haben mit Beginn des neuen Jahres die Auflösung Meines Kriegsministeriums zur Folge. Mit dem Scheiden des* selben aus einer nun mehr denn 50jährigen Wirksamkeit, will Ich es nicht unterlassen dieser Behörde, welche Meinen erlauchten Vorfahren und Mir oft unter den schwierigsten Verhältnissen mit gewissenhafter Treue und opferwilliger Hingebung gedient und besonders neuerdings in dem unerwartet ausgebrochenen Kriege und in der Ueberführung in die neuen Verhältnisse das Tüchtigste geleistet, hier-
Madrid, 30. December. Generalcapitäns für Cuba eine
Petersburg, 30. December. Das „Journal de St. Petersbourg" bespricht
Besuch des Großfürsten Alexis in Amerika und constatirt, daß der dem Großfürsten so herzliche Empfang im ganzen Rußland hohe Befriedigung erzeugt habe; Rußland werde dies nicht vergessen. Das Blatt fährt dann fort: Die gegenseitigen Beziehungen sind ein Pfand für solide und bauernd gute Beziehungen. Der Weltfrieden und die Fortschritte der Humanität können durch ein gutes Ein-
Vari« 31 T.rr.mf,«. 9" S°Ig° bet Wahl Pittrö’« hat der Bischof Du. panloup seinen Austritt aus der Academie erklärt. — Das Gerücht, Graf v. Har- court, der französische Botschafter beim päpstlichen Stuhl, sei abberufen worden, dementirt.
Nachricht von einer Anstellung de. frühere, ühef.itonstructeur« der englischen Manne, Hrn. R«d , >" t'eff- ttg-n Staatsdienst kann die „Rordd. Allg. Ztg." auf Grund iu°-r>asi>g°r M'tthe.Iungen bestimmt verfichcrn, daß an maßgebender Stelle von einer solchen Anstellung me mal« auch nur die Rede gewesen ist und daß somit alle an eine derartige Eben tualität geknüpften Verwuthungen völlig gegenstandslos sind.
Die beim Kriegsministerium eingcgangenen Berichte weisen nach, daß die
aufgegeben. #(r!autet, ij} die Rückäußerunz der ftan-
zösischen Regierung auf die Depesche des Fürsten Bismarck vom 7. Dtctmber t>. J. bereits vor einiger Zeit U Form einer mündlichen Mittheilung des französischen
eingeheu^ounen. M in rücksicht-bollem Tone vorgebracht worden. ,
Die Regierung der Republik wird ausdrücklich von der Mitschuld an den Excessen . der öffentlichen Meinung freigesprochen, alles Gewicht dagegen wird auf das Bedauern gelegt, welches die deutsche Regierung darüber empfinde, daß unmittelbar, nachdem sie in den letzten Verhandlungen die unzweideutigsten Beweise von Entgegenkommen gegeben hatte, Erscheinungen zu Tage treten konnten, Angestch S deren der Reichskanzler seine Hoffnungen auf Wiederbelebung des gegenseitigen Vertr<iEn^i!tt"'8ranz'osen VineS objektiven UrtheilS fähig wären, so müßten sie sich sagen, daß Fürst Bismarck in seinen Aeußerungen nicht einen Schritt über das htnausgegangeu ist, was der Ernst der Lage ihm unbedingt als eine gebieterische Pflicht auferlegte. Weder die deutsche Regierung, noch das deutsche Volk hat sich durch die frechsten Lügen und Schmähungen in Leidenschaft setzen lassen; wir sind vielmehr den unverschämtesten Verleumdungen gegenüber, die nicht jeder Sieger geduldet haben würde, ruhig geblieben, weil wir uns gesagt haben, daß man die Franzosen nicht mit demselben Maßstabe messen kann, als andere Völker. Wenn im inneren Parteikampfe die Lüge unbedenklich als wirksamste Angriffs- waffe geführt wird, so kann man sich eben nicht darüber wundern, wenn die Franzosen dem auswärtigen Sieger gegenüber einen Revanchckrieg der Verleum- düng führen. Ueber dies Lügensystem haben wir uns um so leichter hinweggesetzt, da wir wissen, daß in keinem Lande der Welt den französischen Verleumdungen Glauben geschenkt wird. Wenn aber aus der Lüge die freche That hervorgeht, dann ist es Zeit, etnzuschreiten und Ernst zu zeigen.
Und die gute Wirkung hat denn auch der Erlaß des Fürsten Bismarck gehabt, daß den Franzosen der volle Ernst der Lage zum Bewußtsein gebracht ist. Denn durch alle Zornesausbrüche, die derselbe hervorgerufen hat, klingt doch die Ahnung durch, daß Deutschlands Geduld und Nachsicht eine Grenze habe, die man nicht ungestraft überschreiten könne. Der Eindruck der Depesche ist nicht nur aufregend, sondern zugleich auch demüthigend und niederbeugend. Vielleicht kommt man unter diesem Eindruck zu der Ueberzeugung, daß Resignation und Selbsterkenntniß würdiger ist, als Schmähung, Lüge und Uebermuth: vielleicht kommt man selbst zu der Ueberzeugung, daß es besser ist, durch ein loyales Verhalten das Vertrauen des Siegers zu wecken, als durch fortgesetzte Ungebühr seine Geduld aus die Probe zu stellen. Das müssen wir allerdings gleich hinzu- fügen: groß ist unsere Hoffnung auf eine Stnnesveränderung der Franzosen keineswegs, und wir müssen zufrieden sein, wenn sie sich zu einem streng vertragsmäßigen Verhalten gezwungen sehen.
^^^^Die^Be"ngungcn für den einjährigen Freiwtlligrndienst sollen dem Der- nehmen nach, wenn nicht gesteigert, so doch in eine festere Form eingefugt«erden. Als eine Hauptabstcht wird dabei angegeben, dem Unwesen der sogenannten Frei-
Frankreich.
Paris, 29. December. Man versichert, daß Herr e. Biron-Gontaut am Dienstag abreifen werde, um seinen Posten in Berlin «"iutreten. — Die „$>a ne tbeilt mit, mehrere Deputirte der Rechten und de« rechten CentrumS beabsichtigten einen Antrag zu stellen, wonach sich die Regierung verbindlich matten solle, bt« rur aanrlichen Befreiung de« französischen Territorium- streng tn den Grenzen di- V rttaa« von Bordeaux zu verbleiben. Dann erst solle eine constituirende Na- tionalversammlung gewählt werden. — Bon Mühlhausener Damen wurden al* Beitrag zur Zahlung der Krieg-cntschädigung 23,945 Franc- an Thier« ge-
°"°8'und worin bestehen denn nun die in dem Erlasse de- Reich-kanzler« ange> , kündiaien Merkregeln? Zunächst theilt derselbe mit, daß tn den von den Deutschen bfteÄn französischen Gebietsteilen durch Verkündigung de- Belagerung-zustande« die Militärgerichtsbarkeit für Verbrechen gegen die Truppen gesichert fei. Ferner ist fall- die Franzosen die Auslieferung flüchtiger Verbrecher verweigern sollten, die' Wegführung von Geißeln angedroht, und e« ist äußersten Falle« die @rgrei- ?ung wette?et Maßregeln in Aussicht gestellt. Endlich Mrd auch die Frage wegen ber9Dauer der Occupation von dem Reichskanzler tn den Krei« ferner BUrach- taugen gezogen. Die Verhandlungen mit Pouher - Quertier feien in dem Vertrauen geführt worden, daß auch dre Beseitigung de« letzten Reste« der deutschen Oeeupation in einer kürzeren al« der im Frieden vorgesehenen Frist durch geg n (eiliges Uebereinkommen werde herbeigesührt werden können. Die- Vertrauen sei durch da« Licht, welche« die Vorgänge in Melun und Paris auf die Stimmung und die Absichten auch der gebildeten Franzosen gegen Deutschland werfen, »er. scheucht worden: woraus sich denn ganz von selbst die F°lgerung ergiebt, daß bei der Fortdauer der gegenwärtigen Stimmung Deutschland in Setreff der Occupation auf eine Milderung der Frankfurter Frieden-bedtngungen nicht werde
«raniofen die politische Moral und da« Recht«gesühl durch die Leidenschaft i unterdrückt fei Daß von deutscher Seite irgend etwa« geschehen müsse, am Leben unser r durch die Bu-iprüche zweier Assifenhöfefür voge ftei erk a ten Eoldaten vor feigen Mordanfällen sicher zu stellen, daru er 6«»f»t in D utf» hnb nur eine Stimme. Die Reich-regierung wa« hinter d n Forderung öffentlichen Meinung zurückgeblieben, wenn sie nicht die ft fls^ auf die Eonsequenzen hingewiesen hatte, die da« «0«” »otbwendiaer Weise Moral Hohn sprechende Verfahren der französischen man
für Frankreich nach sich ziehen muffe. JHbcr auch ® ?7wekgen7h,nnehme7werie?°Da^« welche« einige französi.che Bimiter üb* da« Verditt der Geschworenen aussprachen, ging ja ^»e«weg« au« fitiilichrni Unwillen hervor, sondern aus der Besorgniß daß Deutschland sich। selbst Recht
sich nur zu dem Ausdruck des Bedauerns, daß das wapren <rVnu2'At.______ sm.« fAr,iht die« üünfttae Resultat der beim Militär be-
G„ichte Gegenmaßregeln von deutscher Seite unvermeidlich machen werde. 1 tefct spielen die Franzosen die tief Gekränkten, die sittlich Entrüsteten, die Opfer rinMoftr Gewalt und Unterdrückung, jetzt, nachdem weiter Nichts elngetreten ist, Ä L wa. ihnen ihr Ms Gewissen'al« unvermeidlich bevorstehend voran«.
Und der Eivilbevölkerung. Ma» schreibt dies günstige Resultat der beim Milliarde, ftimmunqsmaßig vorgeschriebenen Revaccination zu. . .
München, 28. December. Der Bischof von Regensburg hat einen Hirtenbrief über da« „Treiben der sorischrittlichen Presse" erlassen, welcher er Schuld gibt, daß sie nach einem gemeinsamen Plan „die katholischen Leser, die man sucht und auf die man rechnet, in ihrem katholischen Glauben irre zu machen, sie mit Zweifeln, Mißtrauen, ja mit Verachtung und Haß gegen die katholische K r^-e, ihren Lehren, Einrichtungen und Borsteher zu erfüllen fuche." Gegenüber Elchen Blättern sei Pflicht, „nicht mehr und nicht weniger zu thun, als was Gotte- Gebot befiehlt." — Von Neujahr 1872 an treten in Folge der
^olllime gegen Elsaß-Lothringen in den Hauptzollamtsbezirken der Pfalz mehrfache Veränderungen ein; u. A. sollen das Hauptzollamt Neuburg am Ryein, ferner sechs Obercontrolbezirke (Habkirchen, Hornbach, Kröppen, Neulautenburg, Rumbach, Schweigen), drei Nebenzollämtcr 1. und eilf solche 2. Klaffe aufgehoben werden fötrnfihiirn Der Riederrh. Cur." erfährt aus guter Quelle, daß der Präsectur der Befehl zugekommen ist, die noch übrigen zwei Fünftel der den Opfern oes Bombardements von der Regierung bewilligten Entschädigungen auSzuzahlen. Diese Auszahlungen würden diesen Monat beginnen.
Local-Notizen.
Gießen, 1. Januar. Verflossenen Samstag Abend wurde am hiesigen Bahnhof eine jugendliche Betrügerin im Alter von 12 Jahren angehalten, welche sich der größten Schwindeleien auf den Namen eines hiesigen sehr achtbaren Mannes schuldig machte. Die Kleine, aus Wetzlar gebürtig, ging mit einem Raffinement voran, daß man erstaunen muß. Es bezeigt dies die Masse von Maaren, als: Goldschmuck, Kleider, Schirme ic., welche sich in die Hunderte von Gulden belaufen, und die der Kleinen abgenommen wurden. Es stellt dieses vereitelte Debüt eine traurige Zukunft derselben vor Augen.
Im Jnseratentheil unserer Zeitung befindet sich die Ankündigung der in Berlin neu begründeten Zeitung: „Berliner Tageblatt". Dem beigedruckten Programm gemäß soll da-
selbe als ein Berliner Localblatt im wahren Sinne des Wortes, d. h. der Bedeutung der Weltstadt Berlin entsprechend redigtrt werden und somit, wie ganz richtig vorausgesetzt wird, die ganze
civtltsirt« Welt interesstren. Gelingt es dem Berliner Tageblatt, das ausgesprochene Programm zu erfüllen, so wird dasselbe auch außerhalb Berlins eine starke Verbreitung finden.
mit Meine volle Zufriedenheit und Meinen Dan, auSzusprechen. Darmstadt, den °Gefuch7unbOfferte^ all«
28. December 1871. (gez.) Ludwig. Anrechnung der Original-Znsertionsgebühren.


