der sich auf 286,493,497 Thlr. beziffert, stnv die
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5 6er und ihre Angeleg-nh-ttea erblicke; die Op,er( welche Deutschland militärisch sowohl, al«
>"r ft w°>ch» daraus basirt, das Amendement Kruger'- (Hader-Ieben') da e 'n e^/mm
vor der Wabl Circo are audaefenbet in tx- rrc„c.. ^ . £ ™B vtiwviirn.
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J . Antrag von Dr. Luciu« (Erfurt) : Den Reichskanzler zu ersuchen, das \ov11rno in ami *rr,k i \ iv\ /-" — _
^usen) beantragt dagegen die Beanstandung der Wahl bis zur Beendigung der den Antraa '
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' "ur/ürR^ ^roerliche zu veranlassen, damit 1) Dif Äi^m
' sechste Ab- Frankreich stehenden Truppen wieder regelmäßig organistrt werde, 2) das Maxi-
. ™ n Molgewicht der zu befördernden Packete auf mindestens 8 Pfund festgesetzt werde
Ä' ^.^?^"ung von Pücketen für Militärperfomn vom Feldwebel abwär.;
1) Prüfung der Wahl des Abgeordneten Reichensperger (Crefeld), gegen welche mehrere Proteste eingegangen sind, r------- ...... **• - - * -
daß seitens der katholischen Geistlichkeit vor der Wahl Circulare ausgesendet wurden, auf welchen sich ihre Pfarrkinder verpflichten mußten, sperger zu stimmen. Die Unterschriften zählen gegen 4000. theilung beantragt die Wahl trotzdem für gültig zu erklären, als 4000 Stimmen Majorität erfolgt ist, Uu Protest aber oem -Ounoesranzier behufs Erhebung amtlicher Untersuchung zu überweisen; Kanngießer (Sonders.
_ zu nennen, so müssen wir Ihnen, hochwürdigster
......i'-, die Gränzen zu ziehen, die dieser Vorwurf nicht überschreiten bars, ohne die der königlichen StaatS-Regierung schuldige Ehrfurcht zu verletzen.
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354) d Zr Mai [69? h bei
Darmstadt, 24. April. Wohl noch niemals hat unsere Stadt einen An- blick genossen gleich demjenigen, der sich ihr seit heute Morgen barbietet. Vor dem Monument Ludwigs I. sind die Geschütze aufgefahren, " ~
herzogthum Hessen als Kriegsbeute zugefallen sind, uu Reihen erfüllen beinahe den weiten Raum des Louisenplatzes.
Die den einzelnen Stücken beigefüqten Inschriften enthalten die durch die deutschen ^siege glänzenden Namen der Oste, wo sie erobert wurden. Die verschiedensten Kaliber sind vertreten, von den Miniaiurmörsern, welche in Peronne und Montmedy erbeutet wurden, und der kleinen Bergkanone von Paris bis zu den stattlichen Belagerungsgeschützen aus den Forts Jssy und Jory und der ge- waltigen Broncekanone aus Soissons, welche das Publikum am meisten anzieht.
Dieselbe ist auch als Antiquität bemerkenswert!), ihre Inschrift besagt, baß sie dermaleinst dem Herzog Louis August von Maine gehört habe, und sie trägt außer diesem Namen und ihrem eignen (l'Obssrvateur) noch die beiden Sprüche: Ultima ratio regum und Nec pluribus impar. Die Wappen des ehemaligen Besitzers sind abgeschlagen, jedoch sind noch die schön ausgeführten kriegerischen Embleme, welche sie umgaben, stehen geblieben. Unter den Geschützen befinden sich zwei bei Paris und Sedan erbeutete, noch ganz neue Mitrailleufen.
Berlin, 22. April. Deutscher Reichstag. Präsident Dr. Simson eröffnet die heutige 20. Plenarsitzung um 11 y4 Uhr. Die Plätze im Hause sind nur spärlich besetzt, die Tribünen überfüllt; am Tische der BundeScommissare Fürst Bismarck, Minister Delbrück, v. Pfretzschner u. a. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein.
fJMSCHS SÄ" *** -----
Auf verschiedene Anfragen Richter'« (Rudolstadt) antwortet der Bundesbe- Vollmacht,gte Finanzminister Camphaufen: In dem Nachweis Über die bereit« verwendeten Ausgabemittel, der sich auf 286,493,497 Thlr. beziffert, sind die mehreren französischen Städten auferlegtsn Contributionen, sowie die Verpflegung-- Contrlbution, welche die französische Regierung noch schulvet, nicht aufgeftihrt. Die TheilungSgrundsätze der Kriegsentschädigung sind zwischen den betheiligten Staaten noch nicht vereinbart, wohl aber sind bereit« mehrere AbschlaaSzahlunaen geleistet worden. Was die erste Kriegsanleihe anlangt, so ist dieselbe im August °. J. nur sehr ungern zum Courfe von 88 zur öffentlichen Subscription aufge. legt, und als sie trotzvem nicht ganz gezeichnet wurde, freute ich mich gewisser- matzen, weil ich für den Rest einen weit höheren Cours in sichere Aussicht nehmen konnte; die Differenz betrug denn auch i,600,000 Thlr. Im August v. I. konnte man noch an eine schnelle Beendigung des Krieges glauben, später mutzte man aber diese Hoffnung aufgeben, und es war in der That keine Kleinigkeit, den andauernden Krieg ohne extraordinäre Mittel durchzuführen, die Bank stet« für die Bedürfnisse des Handels und Gewerbes iniact zu erhalten. Bei Emission ^r zweiten Anleihe tauchte der Gedanke auf, das englische Capital dem deutschen Geldmärkte nutzbar zu machen, und dazu bedurfte man des Consortiums von ff <f!.Er%> r3?“ 2,n,el^e fanD willig Nehmer; es bleibt aber dahingestellt, ob vaffelhe Resultat durch öffentliche Subscription erzielt worden wäre und ob die Regierung das Geld zu dem hohen Course in dem Augenblicke erhalten hätte, wo sie dessen schleunigst bedurfte. — Die DarlehnSkaffe habe sich im vorigen Sommer außerordentlich bewähr,; wenn die Regierung bei derselben hin und wieder Anleihen aufnahm, so geschah cs nur, um Zinsen zu ersparen.
Dr. Löwe (Bochum). Das Experiment mit der DarlehnSkaffe hätte möa- licherweise doch sehr schlimm ausfallen können. Die naturgemäß etwas flaue Betheiligung an der Anleihe im August sollte doch nicht den Weg der Suh. scription ganz und gar verschließen. Der Anleihe stimme er um so freudiger zu,
finanziell damit auf sich nimmt, würden die schönsten Früchte tragen. — Finanz- Minister «amphanfen legt nochmal« ausführlich die Wirksamkeit der Darlehn«. kaffen wahrend de« Kriege« dar und erklärt dann ausdrücklich, datz die Regierung vei neuen Anleihen je nach Lage der Umstände entweder zur Begebung an ein Confortium oder zur öffentlichen Subscription greifen werde. — Die Frage Lasker s, ob die vom preußischen Landtage bewilligte 50 Millionen-Anleihc in der Kriegsanleihe enthalten sei, bejaht der Minister.
Sonnemann (Frankfurt). Jede gute Finanzverwaltung sollte bei Anleihen den Grundsatz der öffentlichen Subscription befolgen, um den Steuerzahlern die Bermittlungspramie der Bankiers zu ersparen. — Freytag (Amberg) erklärt im Auftrage ,einer süddeutschen Freunde, bei der Abstimmung nicht Mitwirken iu w°Ucn, weil das Gesetz nur Norddentschland betreffe. — Lasker protestir, energisch gegen eine derartige Ausdehnung der Verfassung, welche weder vom Bundesrathe intencirt werde und eben so wenig juridischen wie polfti- S'l V"l>and zeige. — Frhr. v. Stauffenberg (München) constatirt, daß die Mehrzahl der süddeutschen Abgeordneten Vie Ansicht Freytag's nicht ,heile. (Bravo!J 7
Darauf wird § 1 , welcher den Bundeskanzler zur Ausgabe einer neuen Anleihe von 120 Millionen Thaler ermächtigt, mit allen gegen die Stimmen Frchtag s und der Polen, ebenso §.2 (Ausfuhrungsbestjmmungen) angenommen,
portofrei erfolge. — Der Antragsteller und Dr. Köchly (Sachsen) befürwortet - ! der BundeScommissar General-Postvirector Stephan erklärt: Die
Verhandlungen zwischen den verschiedenen Behörden über die fragliche Angelegen- heit feien bereits eröffnet und würde im Laufe der nächsten Woche mit der Packet- besorderung wieder begonnen werden. Aus technischen Gründen sei es jedoch Sfadezu unmöglich, über das Maximalgewicht von 4 Pfund hinauszugehen solle die Beförderung nicht erheblich verzögert werden, und bitte er deshalb, von der Erhöhung des Gewichts auf 8 Pfund abzustehen. Eben so empfehle sich nicht der Antrag auf kostenfreie Beförderung der Packete; der Portosatz von 5 Sgr. Decfe bei weitem nicht die Kosten, aber er verhüte kolossalen Mißbrauch. — In ^olge dieser Erklärung zieht Dr. Lucius seinen Antrag zurück. — Dr. Bam- berger (Mainz) knüpft daran den Dank für die überaus exacte und humane Verwaltung des Feldpostbetriebes, den General-Postdirector Stephan von sich ab und auf die betheiligten Behörden sowie auf die unermüdlichen Beamten lenkt.
Schluß 4y4 Uhr. Nächste Sitzung Montag 11 Uhr.
München, 21. April. Das katholische Bewegungs - Comite erließ folgende Erwiderung auf den gegen dasselbe gerichteten erzbischöflichen Hirtenbrief:
Hochwurdigster Herr Erzbischof! In Ihrem am 14. April an den qe- sammten Clerus und an die Gläubigen Ihrer Diöcese erlassenen Hirtenbrief sind so schwere Angriffe gegen die staatsbürgerliche Loyalität und katholische Gesinnung aller jener Manner, welche der von uns zur Einreichung an die königliche Staatsregierung bestimmten Adresse beigetreten sind, enthalten, daß das unterfertigte Comite sich genothigt siiht, Namens aller Unterzeichner der Adresse jene tief ver- letzenven Befchaldigungen öffentlich abzuwehren. Wir bezeichnen das Unfehlbar- keitödogma als unverträglich mit den Bestimmungen unserer Verfassung und verweigern darum schon aus staatsbürgerlichen Gründen die Annahme desselben; damit aber wissen wir uns in voller Uebcreinstimmung mit der königlichen Staats- regierung, welche bereits durch Ministerial-Entschließung vom 9. August 1870, die Erzbischöfe vor der eigenmächtigen Publikation der Concils-Beschlüffe warnte und dann durch weiteren Erlaß vom 22. März 1871 das vom Herrn Erzbischof von Bamberg in richtiger Würdigung seiner Stellung zur Verfassung erbetene Placet verweigert hat. Diese Verweigerung war ausdrücklich durch Hinweis auf die aus dem Unfehlbarkeitsdogma erfließende wesentliche Alteration der bisherigen Beziehungen zwischen Staat und Kirche in Baiern und der in demselben liegenden Gefahr für die politischen und socialen Grundlagen des Staates motivirt. Erachten aber Excellenz sich gleichwohl für berechtigt, die von uns vertretene An-
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Untersuchung. — Gunther (Sachsen) wünscht, daß endlich einmal bestimmte Normen aufgestellt werden, wie weit der Clerus sich in Wahlangelegenheiten mischen dürfe. — Dr. Wehrenpfennig für die Beanstandung; die Sache liege ge- nau so wie bei der Wahl des Dr. Schüttinger in Bamberg, das Haus müsse gegenüber den Ausschreitungen der katholiichen Geistlichkeit konsequent verfahren. T" v-, Blanckenburg (Naugarv) warnt vor einer Coalition gegen die katholische Fraction, der er bas Recht abspreche, sich als Centrumspartei zu bezeichnen' Verfolgung fei immer die beste Pflege. — Duncker für die Beanstandung der Wahl. — Lasker dagegen. Es fei constatirt, daß selbst nach Ungiltigkeitser- klarung der 4000 Stimmen, welche sich der Geistlichkeit gegenüber verpflichteten die Wahl doch noch zu Recht bestehe. — v. Keudell (Königsberg Nm.) Die strengste Untersuchung sei nothwendig; heiße man das hier beliebte Verfahren gut, so drücke man den Wahlact zu einer bloßen Form herab. — Windthorst vereidigt die Centrumsfraction gegen die Angriffe v. Blanckenburg's. Er (Red- ner) fei derselben beigetreten, weil in ihr bas Recht und die Moral in öffent- lichen Dingen am schärfsten zum Ausdruck komme und weil die confervative Fraktion, zu der er sich am liebsten zähle, nicht mehr confervativ ist. Die schwerven über Wahlbeeinfluffungen hält Hr. Windthorst für durchaus ungerechtfertigt; wären derartige Beeinflussungen möglich, so sollte man schleunigst das allgemeine oirecte und geheime Stimmrecht wieder abschaffen, denn dann lägen die höchsten Guter des Volkes in Den Händen Unmündiger. Man spreche immer । von den Wahlumtrieben der katholischen Geistlichen, und doch betheiligten sich i tie evangelischen Priester ebenso lebhaft an der Wahlagitation, selbst von der i Mangel herab, eben weil die Politik nicht aus der Predigt ausgeschlossen werden i könne, nicht ausgeschlossen werden dürfe (Hört, hört! links), wolle man nicht zu i # 1 <n Zuständen kommen, wie sie Frankreich jetzt verwüsten. (Aba. i Bebel lacht laut auf.) — Die Debatte ist damit geschlossm; der Antrag auf I Beanstandung der Wahl wird in namentlicher Abstimmung mit 151 gegen 141 i Stimmen, Derjenige auf Einleitung amtlicher Untersuchung der erhobenen Be- i Ert flr°6tr Ma>°n'ät verwarft», die Wahl ist mithin fü? gilj '
bte Grundsätze und Gebräuche des Völkerrechts das Verlangen stellte, es möchten Maßregeln getroffen werden, daß es den Landsleuten gestattet sei, ihre Person und ihr Eigenthum in Sicherheit zu bringen. Nichts von dem Allem jetzt. Sollen wir uns das Räthsel damit lösen, daß wir annehmen, es fei persönliche Partei- llchkeit gewesen, Parteinahme gegen Deutschland und für Frankreich, welche die Klage veranlaßt? Die Protestirenven waren übrigens: Kern, Gesandter der Schweiz, Baron AdelSwärd, Gesandter Schwedens und Norwegens, Graf Moltke- Hvitfeld, Dänemark, Baron Beyens, Belgien, Baron de Zuylen de Nyevelt, Niederlande, Wafhburne, Der. Staaten, Vallivian y Roxas, Bolivien, Herzog von Acquaviva, Geschäftsträger für Monaco und San Marino, Ralton, Brasilien, Thirion, San Domingo, Husny, Militärattache und Geschäftsträger der Türkei, Lopez de Arosenuna, Geschäftsträger von Honduras und Salvador, Bonifaz, Ge- schaftsträger vo» Peru, Baron von Rothschild, General-Consul für Oestruch-Un- c”arnAt . on von Fojkersahn, General-Consul für Rußland, Vuzos, Vice-Consul für Griechenland, Calvo y Faruel, spanischer Consul, Cerruti, General-Consul für Italien, Jonas, General-Consul für Portugal.
Darmstadt, 24. April. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergna'Digst geruht: am 15. April: dem Mustklehrer an der LanbeSuniversität, (Sari Friedrich Wilhelm Mickler, den Character als „Musikdirektor" zu verleihen.
Darmstadt, 24. April. Am 29. April wird die Vermählung Ihrer Durchlaucht der Prinzessin Marie von Battenberg mit Seiner Erlaucht dem Grafen zu Erbach»Schönberg stattfinden. Die Trauung geschieht in Der hiesigen Stadtkirche Vormittags 11V2 Uhr. Für die kirchliche Feier werben Eintrittskarten sowohl für die unteren Räume der Kirche als auch für die Emporbühnen ausaeaeben werden. ö °
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