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aus Stainz, Deutschlandsberg, St. Florian,

langte (Summe zahlte.

wehr als hundert Unterschriften bedeckt. Bürger, und ersuchten, das Schriftstück mitunterzeichnell

den Mißbrauch der Kanzel durch einer Stunde war die Petition wit Frauen und Bauern eilten herbei

unserem Entsetzen Alle heute sind.

Stainz, 14. December 1871."

(Folgen über hundert Unterschriften.)

Haag, 22. December. DerStaatscourant" veröffentlicht einen königlichen Erlaß, welcher die Annahme des Entlassungsgesuches des Kriegsministers Engel- oaart ausspricht und den Marineminister mit der interimistischen Führung deS Kriegsministeriums beauftragt.

London, 19. December. Die Internationale, die während der Krankheit des Prinzen von Wales nichts von sich hören ließ, beabsichtigt, eine Reihe von Flugschriften in vielen Tausenden von Exemplaren drucken und unter den Massen vertheilen zu lassen,zur Erleuchtung deS Volkes". Sie sollen unter dem Titel: Voices of the People (Volksstimmen) erscheinen, und ein Opus des ehemaligen Pariser Commune-Mitgliedes Clement, betitelt:The free Reds and the true Blues, soll den Reigen eröffnen. Er beginnt mit einem blutrothen Angriff auf die Besitzenden,die sich mästen auf Kosten des Volkes" und dieschlimmer sind als die Schweine, in so fern als diese ihre Mästung doch in Form wahrhaften Speckes wieder abgeben, während jene fett und glücklich sterben inmitten des Volke-, das gleich elenden Hunden verendet". Diesem unglücklichen Volke zu Nutzen, sei diese Schrift verfaßt, und sie solle ihm vorgelesen werden in seinen Feierstunden von ehrlichen Männern, nicht von Heuchlern und Piaffen. Und diese Scyrlft soll ihnen sagen,daß Alle, die da leiden und unglücklich sind, sich erheben sollen, Denn sie bilden die bei Weitem größte Mehrzahl, und wenn sie zusammenstehen und Alles, was ihnen im Wege steht, umtanzen wollten, dann würde Alles wie ein Ei vor ihnen zusammenbrechen". Mit dem bloßen Umtanzcn ist es wohl nicht buchstäblich gemeint, aber der Verfasser hat wahrscheinlich bas Strafgesetz imAuge, daß er keinen passenderen Aufdruck gebraucht. Demgemäß und tote es sich für einen französischen Autor paßt, ist die ganze Schrift in hochtrabendstem Phrasen- styl gehalten. Das soll fortan die Dolksbibel sein zur Bildung der Massen, denen oor Allem die Lehre gepredigt werden müsse,daß die Rothen die Lämmer, die Blauen dagegen die Wölfe seien auf dieser Erde GotteS".

London, 21. December. Der DampferDelaware" ist auf der Fahrt von Liverpool nach Kalkutta gestern in der Nähe der Sc.llyinseln gescheitert. Ueb.r das Schicksal von Passagieren und Bemannung liegen keinerlei bestimmte Nach­richten vor und fürchtet man, baß Alles an Bord zu Grunde gegangen sei.

London, 22. December. Der Thronfolger ist außer Gefahr erklärt.

London, 22. December. Graf Beust hat seine Ereditive überreicht. Oer MiNlsterrath beschloß, bas Parlament auf den 6. Februar einzuberufen. Bei dem Schiffbruch desDelaware" sind 48 Menschen umgekommen.

: u dürfen. Die Petition lautet:

Wir Männer und Frauen...», o -------,

Gams, Schwanberg, St. Stephan, Lannach, Ligist, Voitsberg, Köflach u. f. w. verdammen anläßlich deS Leichenbegängnisses des durch religiösen Fanatismus meuchlings ermordeten, in jeder Beziehung edlen und trefflichen Herrn Franz Michael Hangi, Bezirksobmannes und Bürgermeisters, mit tiefster Entrüstung diese

Darmstadt, 21. December. Das Großherzogliche Ministerium des Innern hat bei der zweiten Kammer der Stände eine Vorlage wegen Uebernahme eines Theils der Kosten der Polizeiverwaltung in Mainz gemacht. Wir entnehmen der­selben Folgendes: Der Gemeinderath der Proviszial-Hauptstadt Mainz hat darum , nachgesucht, es möge ein Theil zu den bisher von der Stadt Mainz ausschließ , lich getragenen Kosten der dortigen Polizeiverwaltung aus Staatsmitteln zuge- schossen werden. Diese Bitte wirb hauptsächlich damit motivirt, daß die amtliche Thäligkeit der Mainzer Polizeiverwaltung nach verschiedenen Richtungen hin, be- sonders hinsichtlich eines TheileS der Handhabung der gerichtlichen Polizei, der Beaufsichtigung der Fremden, und des durch Eisenbahnen und Dampfschiffe so ; ausgedehnten Verkehrswesens in Mainz nicht als eine Thätigkeit rein localer Natur, sondern vielmehr als theilweise zu den Attributionen der Oberaufsicht des Staates, der eigentlichen Staatspolizei, betrachtet werden müsse , und daß außerdem die verschiedenen dortigen Gerichte und Behörden die Thätigkeiten der Polizeiangestellten vielfach für Dienstleistungen in Anspruch nähmen, welche auf Gegenstände rein städtischer Verwaltung gar keinen Bezug hätten, wobei namentlich auch die Ver­hältnisse der Stadt als Festung in Betracht kämen.

Die Bürgermeisterei und das Kreisamt Mainz befürworten bteses Gesuch aus den angegebenen Gründen. Das unterzeichnete Ministerium erachtet es eben­falls der Billigkeit entsprechend, wenn, wie in Darmstadt und Gießen, die Gehalte der Polizei-Commiffäre in Mainz im Betrage von 4255 fl. auf die Staatskasse übernommen würden und stellt das Ansinnen an die Stände, ihre Zustimmung dazu ertheilen zu wollen, daß zu den Kosten der Polizeiverwaltung in Mainz der Betrag von 4255 fl. au- Staatsmitteln entnommen werde.

München, 17. December. Die Regierung der Oberpfalz hat, laut Meldung desNürno. Corr.", unter Hinweisung auf die den Districts-Schulinspectoren etn- geräumte Zuständigkeit, während der kälteren Jahreszeit die Dispensation der Schüler von dem Besuche der Schulmessen eintreten zu lassen, angeordnet, daß an sämtlichen Volksschulen des Regierungsbezirks der Besuch der werktägigen Schulmessen Seitens der schulpflichtigen Kinder für die Dauer der kalten Jahres- zeit sofort durch die Schulbehörden sistirt werde.

München, 22. December. Der König ernannte den Universttätsprofessor Dr. Pötzl und Den Großhändler Wilhelm v. Neusser in Regensburg zu lebens- länglichen ReichSräthen der bayerischen Krone.

Straßburg, 19. December. Zu der Nachricht derStraßb. Ztg.", daß die Gründung einer neuen Universität in Straßburg zugleich mit der Erwetterung der Stadt die kaiserliche Genehmigung erhalten habe, berichtet man demNiederrh. Kur." ferner, daß diese Erweiterung ohne Zögern in Angriff genommen und der neue Stadttheil nur mit einer einfachen Enceinte umgeben werden solle. Zur Ernennung von UniversitätSprofefforen mit einem Gehalt bis zu 2500 Thlr. soll der künftige Curator, Herr v. Roggenbach, bereits ermächtigt sein.

Metz, 15. December. Die barmherzigen Schwestern von Salzkotten (West­phalen) haben in der Rue St.-Marcel eine deutsche Mädchenschule errichtet, in welcher neben den übrigen Elementarfächern die deutsche und französische Sprache g.lehrt wird.

Colmar, 12. December. Vor zwei Monaten wurde hier der neue Gerichts­hof constuum und hiclt derselbe eine Eröffnungssitzung. Diese Sitzung blieb bis jetzt die einzige, denn seit derselben fand ketne zweite öffentliche Sitzung mehr statt. Der Grund hiervon ist aber nicht etwa der Mangel an geeignetem Stoff, denn Arbeit ist genug vorhanden, sondern das passive Verhalten der französischen An­wälte, die sich beharrlich weigern, vor der deutschen Gerichtsbehörde öffentlich zu

das Ministerium verfaßt, in welcher eine Novelle zum Strafgefetzbuche in jenem Sinne erbeten wurde, wie sie vor wenigen Wochen vom deutschen Reichstage gegen den Clerus beschlossen worden ist. Innerhalb

lluspizien für Oesterreich ab.

Wir wissen nun, wem der günstige Umschlag in der Krankheit des Thron­folgers von England zu verdanken ist. Auf Veranlassung des in London weilen» den Nawal Nazim von Bengalen halte dessen in Murschidabad residirender Sohn die muselmännische Bevölkerung von Indien zu einem allgemeinen Gebete für den Prinzen von Wales aufgefordert. Nach einem eben cintreffenden Telegramme herrscht nun in Bengalen große Freude über die Besserung des Patienten, da die mohamedanische Bevölkerung dieselbe als die unmittelbare Folge ihres Gebetes auffaßt. Sei dem wie es wolle, jedenfalls macht die Genesung, wenn auch lang­same, so doch erkennbare Fortschritte, und jeder Tag vermindert die Möglichkeit eines Rückfalles. Es werden schon Zukunftspläne für den Prinzen geschmiedet; zuerst tsll er, sobald eine Reise nur irgendwie statthaft ist, nach Torquay uber- st-^tN und sich alSdann mit seiner Familie zur Erholung nach Madeira begeben. Die Königin hat Sandringham mit ihrer Tochter Louise verlassen und ist in Schloß Windsor angenommen, wo sic zum ersten Male seit dem Tode ihres Gemahls die Weihnachten zubringt. Bisher pflegte sie das Fest in Osborne auf der Insel Wight zu feiern. In Sandringham befinden sich jetzt nur noch Die Prinzessin von Wales und Prinzessin Alice, die Gemahlin des Prinzen Ludwig von Hessen, welch letztere durch ihre unermüdliche und kundige Pflege Vieles zu der Bekämpfung des Fiebers beigetragen hat. ,

DerTimes of Jndia" zufolge wi'tthet die HungerSnoth in Persien noch immer fort und wird ihre wirkliche Ausdehnung niemals bekannt werden. Eigen- thümlich ist es, daß man nichts von einem organisitten Vorgehen der Regierung zur Milderung der Noth hört. Die hungernden Leute sind sich selbst überlassen. Diejenigen, welche im Stande sind, außer Landes zu gehen, thun dies; bie An. deren müssen sterben, wenn nicht von irgend einer unerwarteten Seite Hilfe kommt. Wie aus Aedz und Bunder Abbas geschrieben wird, vollendet dort die Cholera, was die HungerSnoth begonnen. 500 ausgehungerte Zoroastrier trafen in Bunder Abbas ein; da sic aber fast sämmtlich 'trank waren, verweigerten die persischen Behörden ihnen den Einlaß und legten sie in Quarantäne, während Die Eigen- thümer Der Karawane, mit Der sie gekommen waren, ihre Kinder als Sicherheit für unterwegs gemachte Ausgaben Mhiclten, dis ein wohlthätiger Perser die »er*

ruchlose That.

Wir erkennen nach unserer vollsten Ueberzeugung in diesem scheußlichen Der- brechen nur eine natürliche Folge des ewigen Hetzens der Geistlichkeit gegen Bil­dung und Freiheit. Wir erkennen in unserer Geistlichkeit, wie sie dermalen mit wenigen Ausnahmen ist, die größten und gefährlichsten Feinde der Gesittung, des freiheitlichen Fortschrittes Der Menschheit. Sie, im Bunde mit der Dummheit und Schlechtigkeit, hat Der Bildung des neunzehnten Jahrhunderts Den Vernich­tungskrieg geschworen. Es gilt, unsere heiligsten Güter gegen sie zu vertheidigen gegen sie, die unsere Führer gegen sie, Die unsere Leuchte sein sollen.

Der Beichtstuhl, die Christenlehre, die Kanzel, mit einem Worte, kein Mittel ist ihnen zu schlecht, nm Die Menschen gegen einander zu Hetzen, statt sie in Liebe zu einigen. Aus Dienern der Religion, der Liebe sind sie Knechte einer Religion ves Hasses und des Blutes geworden. Wir sind schutzlos gegenüber Den feind­lichen Angriffen Der Geistlichkeit auf der Kanzel in Der Kirche, gegenüber den ge- Heimen unD verderblichen Wühlereien derselben in dem Beichtstühle.

Wir Unterzeichneten ersuchen daher ein Comite von drei Herren, eine Pe­tition an das Ministerium zu verfassen, in welcher folgende zwei Punkte ent­schieden betont werden sollen: Wir erachten es aus Gründen der öffentlichen Sicher- ......hcit und des Staatswohles als Dringen» geboten, daß die verkommene Geistlich- ; Die An- feit nicht ungestraft Die hehre Religion als Deckmantel für ihre Geschäfts- unD ' ' ' Privatintereffen benutzen Dürfe. Es möge von Der Regierung eine Novelle zu unserem Strafgesetze in demselben Sinne verfaßt werden, wie eine solche kürzlich betreffs Der Strafbarkeit Des Kanzelmißbrauches und politischer Agitation des Clerus vom Deutschen Reichstage angenommen worden ist. Wir erachten ferner in einer zweckmäßigen, von dem verderblichen Einflüsse der Geistlichkeit losgelösten Schule ein weiteres Mittel, von Dem zarten Gemüthe des Kindes das Gift der religiösen Unduldsamkeit und Des Fanatismus fernzuhalten unD auf solche Art wenigstens die zukünftige Generation sittlich zu heben unD solche bejammernswerthe Verirrungen Des menschlichen Geistes zu verhindern, Deren betrübte Zeugen wir zu

erscheinen unD.zu plaidiren. I

Stainz, 48. December. Wie bereits mitgetheilt, tourDe am Tage Der Bk-j

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.

Getaufte.

Den 17. December. Ein unehelicher Sohn von auswärts, Wilhelm August Balthaser Ludwig Karl, geboren den 9. October.

Beerdigte.

Den 20. December. Emil Heinrich Noll, des Bürgers und Schlosser-, Philipp Noll, ehelicher Sohn, alt 5 M. 6 T., gestorben den 16. December.

I Bukowina die Landeshauptleute für diese fünf Länder ernannt unD die dabei! erdigung unseres unglücklichen Bürgermeisters Hangi hier sofort eine Petition an getretem^Deränderungen^durchgehendS im Sinne der Verfaffungspartei voll- - - - *««

gen worden. Die bis jetzt vorliegenden Resultate Der LanDtagswahlen sind richsavS der Verfaffungspartei sehr günstig; ebenso ist in Der andern Reichshälfte, l Ungarn, eine fortschreitende Consolidirung ersichtlich, indem Die Deakpartei ie eigentlich konservative Partei, auf Deren Zerfall man rechnete, sich inner- ich bedeutend gekräftigt hat. Das alte Jahr schließt mithin unter sehr günstigen

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