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1871

Me. INI

. Z, °b^z.U.4« werden noch fortwährmd sowobl bet der Erpedltion, Carizleiberg ®. 1, als mich

Beftertungen <mt oen WreHener- bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

22. August.

» tTWÄ. A--- L titöJTÄÄS:

Wunsch nach dem

blenvung als dieser Verleumdung der besseren Richtung der fortschreitenden Wissen.

'ortabes.

iJürftaiibfö unter '' noibwffibifl unb Setzling hier-

Erscheint täglich, mit An­nahme Montags.

Spedition: Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1.

forte t,zuerst und vor allem diejenigen Kirchen und Kapellen Berlins und näch­ster Umgebung namhaft zu machen, in wachen das von den deutschen Bischöfen in einer Conferenz zu Fuldt am 3. August erlassene Hirtenschreiben zur Verlesung gekommen fL sowie diejenigen katholischen Geistlichen bestimmt zu bezeichnen, welche das Schriftstück verlesen haben." Schließlich versichert das katholische Blatt, es werde diese A Gelegenheit nicht eher als abgethan betrachten, als bis ein Witerru,' erfola^.ist, den es alt in jeder Beziehung genügend erachtet; steht mithin zu befurchten, d * beide Organe noch viel schmutzige Wasche an die O- ffentlichkeit bringen werde..,. AuS der Erklärung des Armeefeldprobstes geht außerdem hervor, daß die BischofSconferenz in Fulda endgiltig auf den 5. September angesetzt ist. klebrigen- scheint bereits etwas Licht zu kommen in die von derD. R. C." auf- gerührte Angelegenheit: mit dem bewußten Schriftstück ist wahrscheinlich die vom Papste unterm 5. August d. I. erlassene Encyclica gemeint, in welcher sämmtliche Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und Ordinarien des katholischen Erdkreises auf- gefordert werden, eine geschloffene Phalanx den Feinden Gottes entgegenzuwerfen, welche die'^urch keine Gewalt jemals zu zerstörende Kirche mit bisher noch unbe­kannter List^'.-di Gewalt angreifen, damit man um so leichter und wirksamer ihrem Andrang, widerstehen und ihre Schaaren zerschlagen könne. Zugleich dankt der Papst für H ihm reichlich zugefloffenen Gaben, und das mag wohl, in Er- Wartung weiterer Spenden, der Hauptzweck der Encyclica fein.

Einem Artikel desMilitär-Wochenblattes ' zum ersten Jahresgedächtniß der drei Schlachten bei Metz (14., 16., 18. August) entnehmen wir die Mit­theilung, daß bei Colombey 73 Offiziere und 1081 Mann, bei Vionville - Mars- la Tour 230 Offnere und 3022 Mann, bei Vcrneville. St. Privat-Gravelotte 271 preußische, 17 sächsische, 22 hessische, im Ganzen 310 deutsche Offiziere und 3903 (davon 3536 Preußen, 200 Sachsen und 159 Hessen) den Heldentoo gestorben sind.

DieAllg. Ztg." bringt folgenden offenen Brief an die zu Fulda sich ter-

Preis vierteljährig 1 fL 12 kr. mit Brtngerlohn. Durch di« Post bezogen vierteljährig 1 jl. 27 tr.

ammelnden Bischöfe von Dr. Michelis:

Hochwürdige Herren! Es ist meine Überzeugung, daß der aufrichtige Christ, also auch der aufrichtige katholische Christ und Priester, nie in eine Lage kommen könne, wo ihm nicht sein Gewissen klar die Wege de- Handelns zeigt, und ich möchte nicht zweifeln, daß auch Sie, wenn ich, in der außerordentlichen Lage, worin wir uns befinden, den ungewohnten Weg eines gewissermaßen umgekehrten Hirtenbriefes ergreife, durin die Stimme eines Gewissen- von einem ungemesseneu Hochmuth oder Selbstvertrauen wohl unterscheiden werden. Meine warnende Stimme in der Schrift:Die Versuchung Christi und die Versuchung der Kirche" ist von dem Concil leider überhört worden, und die damals vorausgesehenen Fol­gen einer unrichtigen Entscheidung sind nunmehr schon im vollsten Maße einge­treten. Möge die Warnung nicht jetzt abermals überhört werden, weil sie bet meiner persönlichen Stellung so geringe- Gewicht hat; mögen Sie nicht in Ihrer jetzigen Berathung den letzten Schritt auf der abschüssigen Bahn der Verblendung und de- Verderben- thun! Im Prozesse der wissenschaftlichen Erörterung ist die Sache der katholischen Wahrheit der von Ihnen mißbrauchten Auctoritat gegen­über nahezu durchgekämpft; in dem Hirtenbriefe der 23 Bischöfe aber ist die Un­wahrheit, die Sie mit Ihrer Auctoritat decken, von dem Standpunkte Wissenschaft- licher Principien auf den Standpunkt de- rein Thatsächlichen hinübergetreten, und eben damit der Punkt erreicht, wo nur die Anerkennung de- gethanen Unrecht- vor dem letzten verhängnißvollen Schritte zum Verderben bewahren kann. Sie, die 23 Bischöfe, haben gegen die Wissenschaft der katholischen Männer, welche deu offenen Kampf gegen die vaticanische Neuerung ausgenommen haben, die schwere Beschuldigung unktrchltcher und destruktiver Tendenzen geschleudert. Ich beschuldige , Sie deshalb der thatsächlichen Unwahrheit und Verleumdung, indem ich ganz l abgesehen von den Leistungen int Einzelnen auf Vie gemeinsame Erklärung der > im Jahr 1863 zu München versammelten Gelehrten und auf die von Reusch i redigirte Bonner Literaturzeitung verweise. Die Verwechslung der scholastischen, i speciell thomistischen Philosophie und Theologie mit dem Standpunkte des krrch-

iläsfig sind- : ju 150 fL m-

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$ii kurzer tmaiiy ammluiia 8 Uhr,

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noch festgehaltene Unterlegung eines falschen Sinne- für den entscheidenden Lcgrtff der persönlichen Unfehlbarkeit des Papstes, welche Sie fortwährend int ^inn einer persönlichen Eigenschaft uns zumuthen zu verstehen, wahrend wir sie genau nach dem Wortlaute der vatikanischen Decrete al- die Uebertragung der Unfehlbarkeit der Kirche auf die Person de- Papste- ohne jede aktive Mitwirkung de- Gcfammt- epi-cvpate-, al- Repräsentanten der Gesammtkirche, verstehen und bekämpfen, den eklatanten Beweis geliefert, daß Sie den eigentlichen Gegenstand der Streitfrage auch jetzt noch nicht erfaßt oder in'- Auge gefaßt haben. Sie haben endlich, indem wir den Rechtsschutz des Staates der Ordnung gemäß angerufen haben, uns verleumderisch beschuldigt, die Entscheidung über den Glauben und da- Dogma in die Hände der Staatsgewalt gelegt zu haben, während Sic durch die Aufrecht- Haltung dieser unwahren Anklage mit Nothwcndtgkeit in eine direkt revolutionäre Stellung der ihren Recht-standpunkt behauptenden Staatsgewalt gegenüber gedrängt werden. So wie Sie den Weg der Wissenschaft, welche die Wahrheit ist und

araphenvertrag gekündigt.

Die socialen Verhältnisse in Paris verbieten noch immer den Zuzug von FremdiN aus der ärmeren Gesellschaftsklasse in die Seinestadt. So macht da- schwedijche Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten bekannt, daß gegenwärtig, nach Mittheilung des schwedischen Gesandten in Pari-, daselbst kerne Arbeit für Fremde zu finden sei, und daß au- diesem Grunde mehrere dorthin gewanderte Arbeiter, welche vergeben- Beschäftigung gesucht hätten, "st durch Hitteleistung von Privatpersonen in ihre Heimath zurückkehren konnten. Auch die Gesandten anderer Länder haben ihren Landsleuten abgerathen, sich nach Pans zu begeben, ^Du^die Zettungen läuft seit einigen Tagen die Notiz, die Verhaftung der Führer der socialdemokratischen Partei in Offenbach sei auf Requisition von Berlin au- erfolgt, was uns jedoch als durchaus unbegründet und lediglich ten- dcnziös bezeichnet wird. Im Gegentheil erscheint es angezeigt, darauf aufmerksam zu machen, daß von den kleinstaatlichen Regierungen mit einer Rigorosität gegen die Socialdemokratie vorgegangen wird, für welche die bestehenden Gesetze kaum

einen Anhalt bieten dürsten.

Ueber die Verhandlungen in Gastein verlautet, daß dieselben lediglich der rumänischen Frage gelten und begründete Aussicht vorhanden sein soll, der Position des Fürsten Karl wenigstens bedeutende moralische Hilfsquellen zu Gebote zu stellen, Einmal dürften die Führer der Rothen in Bucharest. darüber nicht im Zweifel gelassen werden, daß eine Modifikation der Verfassung Rumäniens auf Anregung des Fürsten Bismarck von den Garantiemächten wird angebahnt werden, und anderseits möchten sämmtliche Mächte, mit alleiniger Ausnahme Frankreichs, das gegenwärtig ja keine Stimme im europäischen Concert führt, ihren energischen

M^M^nstochersama.^

Vaterland schaffen zu lassen. m K

+ Die neueste Controverse zwischen derGermania und der ,,D. R. .

totgen eine« angeblich am »orl.tztm Sonntage in den katholischen Kirchen he m- lich-rweis- »erlesenen Hirtenbrief», neigt sich entschieden zu Ungunffen des Heraus geber« der genannten Korrespondenz. DieGermania" veröffentlicht zw ' rungen de« katholischen Fewprobstc- der Armee, Bischof« von Agathopolis,^ und de« Probste« iu St. Hedwig, die beide die Au«Iaffungen derD. Jt. U. tur Hallucinationen erklären. DieGermania", welche in ihrer Meise e^nen Trumpf draufsctzt unddie ganze Geschichte al» ein Werk «ine« infamen Verleumders bezeichnet, treibt dieD. R. <i." um so mehr in die Enge, al« sie dieselbe aus-

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+ In Bezug aus die Haltung der französischen Regierung bei den Frieden«- I Verhandlungen in Frankfurt wird uns von gut unterrichteter Seite Folgendes mit- oetberlt: Der deutschen Bundesregierung ist cs darum zu thun, Erleichterung für da- neue Reichsland Elsaß-Lothringen zu erhalten; sie würde selbst, um diese. I \ Qtel zu erreichen, zu mäßigen Concesstonen bereit sein, allein die französische Re- aieruna setzt diesen Wünschen entschiedenen Widerspruch entgegen. Die französische Regierung fürchtet offenbar, daß, wenn sie den Elsässern und Lothringern die ge­wünschten Erleichterungen gewährt, diese sich unter deutscher Herrschaft bald so wohl befinden, daß sie da- ihnen früher auferlegte französische Regiment gern und I leicht vergessen, mit einem Worte, daß sie sich unerwartet schnell al- deutsche Staatsbürger fühlen und nach der französischen Wirthschaft sich nicht zurucksehnen. V um diese Eventualität nach Möglichkeit zu verhindern oder thunlichjt hinau-zu- I schieben, verweigert die französische Regierung jede- Entgegenkommen auf die des- fallsiaen Wünsche der deutschen Regierung. Hingegen ist es ihr auf der andern i Seite wiederum darum zu thun, die Last der occupirten Provinzen so viel al- möglich zu erleichtern, ja die Okkupation in allernächster Frist ganz aufzuheben. St dieser Beziehung richtet sie nun Wünsche auf Wünsche an die deutsche Regie- i rng; da es aber selbstverständlich ist, daß die deutsche Regierung sich nicht brson- '-er- bereitwillig zeigt einem Contrahenten gegenüber, bei dem sie nur auf Wider­willen und Abneigung flößt, so sucht der ränkevolle alte Herr, dem may zur Zeit I die Zügel der französischen Regierung in die Hände gegeben, auf einem andern Wege sein Ziel zu erreichen. Er will den deutschen Truppen den Aufenthalt in ; Frankreich verleiden und diese möglicherweise dahin bringen, daß sie freiwillig da- jetzt noch occupirte Gebiet aufgeben. Und dazu ist ihm kein Mittel zu schlecht, srlbft der Meuchelmord nicht. Die Ereignisse von Poligny, bei denen Herr Thier, seine Hand im Spiele hatte, beweisen jedoch, daß Herr Thiers trotz aller seiner Schlauheit die jetzt an der Spitze Deutschland- stehende leitende Kraft nicht hin­reichend erkennt, denn derartige meuchlerische Angriffe auf deutsche Truppen werden weit eher zu dem Gegentheile führen, d. h. die Okkupation durch Abbruch der Frankfurter Verhandlungen weit über die festgesetzte Zeit hin auSdehnen.

Wiener Nachrichten zufolge hat Preußen den veutsch-osterreichischen Tele-

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und am 30. Juli 3031. Diese starke Abnahme der Kranken wurde zum Theil auch durch die Evacuation derselben nach Frankreich bedingt. Unter den Kranken befindet sich auch eine nicht geringe Zahl an Verwundeten. Die Kranken waren mit ihrer Verpflegung so zufrieden, daß sie keine Neigung empfanden, sich tn ihr