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thriluna für geistliche Angelegenheiten übertragen werden.
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Amerika und Belgien gewirkt. ,
Im Laufe dieses Sommers sollen, wie verlautet, die Entwürfe für Die Be- feffigungsarbeiten soweit gefördert werden, Daß Die Einbringung der Kostenanschläge wenigsten- für Die wichtigsten neuen ForlifikationS - Anlagen schon in Der nächsten
Session de- Re'chStags erfolgen kann.
Berlin, 21. Juli. Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht eine königliche Der-
Den 16- ‘ Schuhmacher bah
! iheilen werden.
Cassel, den 15 K
Versailles, 18. Juli. Gambetta ist heute Nachmittag von der Commission ,ur Unleisuchung der Acte der Regierung der nationalen Vertheidigung vernoA- men worden. Man meldet, daß er durch Actenstücke erwiesen habe, daß er nicht weniger a's 1,100,000 Mann anstatt 830,000, wie man angeführt, auSgeho-
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ebenfalls auf ter Chaussee vorfanv. ,
Glciwitz, 15. Juli. Gestern Abend wurde das hiesige Militar-Commando auf telegraphischem Wege von Laurahütte aus ersucht, ein Detachement Ulanen jur eventuellen schltunigen Absendung consignirt zu halten, da man bei der bevorstehenden Löhnung Arbeiter-Unruhen befürchte. (scyl-Ztg.)
Sttaßburn, 19. Juli. Heute ist nach tem ,Ni-d. Kar." wt-ver ein Extra- ,ug, unr z<oar mit 25 Millionen Franken, au« Paris hier durchgekommen und nach Deutschland weiter befördert worden. . ,
5Kflr[5 17. Juli. Die Liberte schreibt: „Die Preußen waren in letzter Wocke da« Opfer einer Mystifi-alion, welche sie in Wuth »ersetzt hat. Gossen- buben brachten Dt« Nacht« in einer schiech, erleuchteten Straße eiserne Drahte an un° riefen dann: „Zu Hülfe! Zu Hülfe!" Ungefähr 20 Soldaten eines b-nach- barten deutschen Posten« eilten herbei. Der größte Theil aber stürzte über die Drahte uno mehrere erhielten ernste Quetschungen. Zugleich gingen mehrere We- wehre l°«, welche aus den Boden gefallen waren. Sofort stürzten die Deutschen von allen Seilen mit Pechsaiteln und Laternen herbei, während die Bewohner brr , was vorging, an die Fenster eilten. Man kann sich Ein deutscher Offizier, dcr
bis 11 Uhr auf der Chaussee von Oestrich nach Letmathe statt. Zwei verheirathete, on jener Chaussee wohnende Fabrikarbeiter, von denen Der eine Dem andern da- Geleit nach Hause geben wollte, um demnächst selbst in seine Wohnung zuruckzu- kehren, wurden von vier jungen Leuten — aus welchem Grunde, ist noch unbe* fannt — überfallen, wobei das in solchen Fällen leicer fast stets zur Anwendung kommende Mess r Die höchst traurige Rolle spielte, daß Dem einen jener beiden ärgeren Der Hals vollständig durchschnitten wurde und dieser in Folge der ein* getretenen Blutung gar bald sein Leben geendigt hat, während fein Begleiter mit cem Mess-r einen tödtlichen Stich in die Brust erhielt und nach ärztlichem Gutachten den heutigen Tag kaum überleben Dürfte. Die Thäter sind sämmtlich in Holge des umsichtigen Eingreifens der Polizeibehörde von Letmathe und mit Unterstützung des herbeigerufenen Arztes und einiger Bürger noch in Der Nacht zur Ho ft gebracht und haben zum Theil auch bereits offene Geständnisse abgelegt. L8 iLar ein gräßlicher Anblick, Den Ermordeten auf der Chaussee in einer furchtbaren Blutlache liegen zu sehen und neben ihm seine Frau knieend,^ein Kind von kaum
' neun Monaten in den Armen haltend, mährend man etwa 40 Schritt unweit dieser Stelle den Durch einen Stich in der Brust schwer Verletzten, entsetzlich blutend,
Der Landesuniversität zu ernennen.
Wiesbaden. Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten hat durch Circular-Erlaß ausgesprochen, daß sich im Hinblick auf Die Maß- und Gewichtsordnung für Den Norddeutschen Bund vom 17. August 1868 die Ein- führung eines einheitlichen Formats der Mauersteine in Metermaß ausgeorum empfiehlt und daß die Abmessungen von 25 (Zentimeter Länge, 12 (Zentimeter Breite und 6V2 (Zentimeter Stärke für ein solches einheitliches Format als die geeignetsten erscheinen. Nur Steine, welche diesen Abmessungen entsprechen sollen daher zu allen gewöhnlichen Staatsbauten, die nach dem 1. Januar 1872 zur Ausführung kommen, angekaust und verwendet werden. Den eben bezeichneten Dimensionen werden auch Die bestehenden und neuen baupolizeilichen Vorschriften angepaßt werden müssen. Es wird nun im Interesse des bauenden Publikums und Der Ziegelfabrikanten liegen, sich rechtzeitig auf Die Lieferung und Verwendung der Ziegel dieses Formats vorzubereiten. B i Anordnung derselben wird überdies ein gutes Durchbrennen der Steine ohne großen Verlust im Volumen und eine leichtere Beurteilung Der Steinpreise möglich gemacht.
Berlin 20. Juli. Nach hierher gelangten Nachrichten aus Stuttgart sollen sich Dort ein/Anzahl von französischen Agenten eingefunden haben, welche mit Der Aufgabe betraut sind, Unzufriedenheit mit Den neuen politischen Zuständen zu erregen, und den Versuch zu mach n, in Süvdeutschland eine sogenannte revolutionäre Partei zu bilden, welche gegebenen Falls mit der französischen Republik gemein- schaftliche Sache machen würde. Daß diese Versuche nur vergeblich sein werden, steht bei dem gesunden Sinne Der Schwaben außer aller Frage.
Die begeisterte Theilnahme aller Volksklassen aus sämmllichen bayerischen Landesiheilen an Der Einzugsfeierlichkeit in München soll Die klerikale Partei in Bayern ganz verdutzt gemacht haben, wie verschiedene hier einlausende Berichte übereinstimmend versichern. Nicht minder niederschlagend haben Die Nachrichten aus
Ketzerei gebrandmarkt. x
Wo bleibt Der Unterschied zwischen Dem unfehlbaren Oderkirchenrath und Dem unfehlbaren Papst?
Friedberg Aus Der Gegend von Wohnbach, Münzenberg U. a. O- laufen die traurigsten Schilderungen von Den entsetzlichen Verheerungen ein, welche ein überaus schweres, mit heftigstem Hagelschlag begleitetes Gewitter am Abend des 19. d. dort in den Feldern und den Ortschaften angerichtet hat. Eisstucke in der Größe von Hühnereiern sollen mehrere Minuten lang zur Erde niedergefallen sein. E.srnbadnr-is-nd- brachten solche Schloßen mit nach Gießen, wo fünf derselben noch 1 Pfo. gewogen haben sollen. Leider soll der größte Theil der Beschaptgten nicht versichert sein. ,
Darmstadt, 20. Juli. Seine Königliche Hoheit dir Großherzoz haben allergnäoigst geruht- am 3. Juli den Privaldocenlen bei der philosophischen Fa- cultät der LandeSunivrrfiiat Dr. W.lhelm El-mm zum außerordentlichen Professor bei der genannten Facullät und zum zweiten Lehrer am philologischen Seminar
aani außer sich war, fand kein anderes Mittel, um der Sache ein Ende zu machen, als damit zu drohen, auf alle Fenster schießen zu lassen, die nicht sofort geschloffen ivüiDvu.-' So Die Liberte, Die ganz zu vergessm scheint, Daß, wenn AehnlicheS sich deute in Paris ereignet hätte, Die französischen SolDaten sofort ein furcht- bares Blutbad angerichtet haben würden. Jedenfalls ist es frech, darüber zu .polten, Daß die Deutschen so gemäßigt auftrehn. Der General Manteuffel scheint krotz der fortwährenden Hetzereien gegen Die deutschen Truppen sehr milde auf- treten zu wollen. Ranziger Journale veröffentlichen nämlich folgende Bekannt*
Der Maire von Nancy beeilt sich, seinen Mitbürgern bekannt zu machen, daß Der Genera! Cordemann, Platzcommandant, die Maire benachrichtigt, daß auf B^ht Sr Cxcellenz des Generals v. Manteuffel die Bewohner nach 10 Uyr Abends ohne Legitlmationskarte frei circuliren können. Außerdem werden die öffentlichen Eiabliffements, wie Cafäs, Restaurationen rc. ermächtigt, nach 9 Uhr off-n zu bleiben. Diejenigen Etablissements, denen diese Ermächtigung verweigert wird, werden später bezeichnet werden. nv _
NEy, 15. Juli 1871. Der Maire von Nancy. A. Welche.
Paris, 21. Juli. Das „Journal osficiell" sagt: Die Räumung der De- yartements Cure, Seine inferieure und Somme wird in Folge besonderen Befehls des deutschen Kaisers erfolgen , da die guten Absichten dlö Generals Manteuffel an den Schwi.rigkeiten der materiellen Beglaubigungen scheitern. Der Conseils- Präsident ersuchte Den General Manteuffel, sich Direct an den Kaiser zu wenden, welcher daraufhin den sofortigen Abmarsch der Truppen, welche die genannten Drei Departements besetzt hielten, anorDnete, ohne abzuwarten, bis die fall-gen Zahlungen vollständig geleistet seien. Das „Journal ofsiciell" lügt hinzu, daß bis zum 15. c>tUi den deutschen Behörden die Summe von 500,957,000 Fr. in Baar unD Wechseln abgeliefert worden sei. Befehle zur Räumung seien bereits nach Amiens. Roucn und Peronne ergangen. Der Minister des Aeuß rn hat beim Procurator der Republik Dm „Avenir liberal" vom 20. Juli, worin Dir ^nißer angeklazt wird, eine willkürliche Verhaftung »orgenomm-n zu Huben, Der Verleumdung de
in der evangelischen Landeskirche zu bekleiden, ohne >" Za>iespalk mit Den Ord nungen der Kirche, den Aufgaben de» Amte» und mrt sic, felvft zu kommen?
8 Also der Glaube, der blinde Autoritätsglaube, ist da« ersse Er. forderns einc» Diener» der Kirche, eine» christlichen -Seelsorger» . Recht auf Die moralische Befähigung, nicht auf Die Hingebung De» Prediger» für Die höchsten Ziele De» menschlichen Dasein», für Die idealen Guter, nicht aus die werkihatig. L-ebe kommt e» in erster Senfe an — e» find das alles Nebendinge naech der An- stcht de» evangelischen Oderkirchenraths. Aber die Unterwürfigkeit unter Die Dogma- tijeben Lehrsätze der evangelischen Kirche, mögen Diese Lehrsätze auch noch fo (el)r Der Bildung der Zeit, Den Anforderungen der Gegenwart widersprechen, das ist der Fels, auf Dem Die Religion Der Liede sich aufbauen soll.
Worin besteht Denn nun aber noch Der Unterschied loschen Der Unseh.bar- kei,«lehre der römischen Curie und dem Verbote de» evangelischen Oberkirchenraths, den Maßstab der Vernunst und der Wissenschaft an die Lehrsätze der Laadesurche
Berst, ÄiikilSveistkiss i 3035) Montag d
Vorin Serben aus bem ffiieberberjttUuns üchen MtAtoi v 1) fcrbarbeit, aMlagt z Küblieseru versteigert.
Gießen, den Großherzogli
Strgebiinn 3063) $i,°6 ^ullchrerwohn fommenben Arbt Maurer- und § belt.einichu ..üefilung, ftimmtrarbtit Dachdeckerarde ßtzrmnarbet Ältwbeii »arbeit, ®e|Bbmherar; ZWlerarbei .^asteralbeit, &?' '• SSl b re.au eingeieh
Imbis"^°wc Woselbst 2cjn! ?in d'e 2
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Am 15. Juli erschien in BorDeaux ein Journal mit schwarzem RanDe, weil eS Der Tag war, an Dem Frankreich im vorigen Jahre Preußen Den Krieg erklärtc. CS forderte das Volk auf, Den Exkaiser, Die OllioierS und Leboeufs zu verfluchen, welche so viel Elend über Frankreich gebracht haben.
Die Versöhnung zwischen Der Königin Isabella und Dem Herzoge v. Mont- vrnsier ist zu Stande gekommen. Der Prinz von Asturien wird eine Der Töchter yeS Herzogs heirathen. Eine andere Tochter desselben wird sich mit dem Herzoge o. Penthievre, einem Sohne des Prinzen von Ioinville, vermählen. Der junge Herzog ist 26, Die Prinzessin 20 Jahre alt.
Wien, 21. Juli. In Diplomatischen Kreisen verlautet auf Das Bestimmteste, Fürst Bismarck habe im Auftrage Des Deutschen Kaisers Den Wunsch aussprechen (affen , Die diesseitige Regierung möge Den früheren ösierreicbijchen Gesandten in Berlin, Grasen Alois Karolyi, zum Botschafter beim Deutschen Kaiser ernennen.
London, 17. Juli. Im Kriegsarsenal von Woolwich geht es nocy IMNN lebhaft her. Richt allein werden die feit Ausbruch des französiich-Deutschtn Krieges hinzugeiogenen Arbeitskräfte beibehalten, sondern noch ab und zu verstärkt. Am besten laßt Die Regsamkeit im Arsenal, zumal im Laboratorium und Den Geschu ' aießereien, sich Durch die Angabe veranschaulichen, Daß gegenwärtig 8162 Leute bk- schästigt sind, während noch vor zwei Jahren Die Zahl Der Arbeiter in Den vtt> orDnung, Durch welche Die im Min.sterium Der geistlichen, Unterrichts- und ^-ilchieDenen Zwe gen nur VollenDung Des AlpenDurchstichS (Mo^
dicinalangelegenheiten zetzt bestehenden gesonderten Abtheilungen für evangelische' XUrin, 1 • J • O h t fet ;a roerDen arDac Borbt'
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anplegen^. , Ausgaben Des Seelsorgeramts werden auf Der einen wie auf der andern Seite vollständig verkannt. Der Seelsorger soll ven Beruf der heutr- gen Kirche, der barmherzige Samariter zu fein, Die erste Vorschrift Der d)ri|tli$en Sebre’ Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst! überall zur Geltung zu bringen suchen; Die K'rche soll einen Hauptantheil an Der vornehmsten Der weltbewegenden Fragen nehmen: an Der socialen Frage, welche die Frage ver Mensch- beit ist Die Armen zu speisen, zu tränken, ihnen körperliche und geistige Wohl- fahrt zu verschaffen, Den Menschen überhaupt zu veredeln, Den erbarmungs- losen Egoismus, Diese Quelle aller unserer socialen Leiden, immer und überall im heiligsten Eifer mit den Waffen Der christlichen Lehre zu bekamplen, — Das ist Die wahre Aufgabe Der Kirche.
Von dem Maß?, in welchem sie Diese Aufgabe erfüllt, hangt iyre Starke, ihre Autorität und ihr Verdienst um den Staat und die menschliche ab Blinder Glaube, bloße Autoritätslehren können heute keine moralische Macht nrbr reprasentiren, Die einen ernstlichen Conflict überstehen könnte; sie sind viel- m-b- nur geeignet, eine Uv-b größere Gl-ichMigk-i, gegen die Kirche zu erzeugeu, wahrend wirkiiche N-ligivfiiäk, «halkräftige Förderung der echten Nachfienkrebe von S iteu der kirchiich-n Gewalten die Kirche zu einem machkrgen Freior in unserem von “a,R ®‘‘-a ®
wirksamsten Damm entgegensetzen wurde.
Aber von alledem findet sich in dem Erlaß Des evangelischen Ooerklrchen- „ rathS keine Spur. Staatsautorität, Lanveskirchenthum, Einklang mit den K rchen- wurden.^ Ordnungen, Das sinD Die starren Principien, an Denen Die oberste Kirchenbehorde Die Befähigung eines Geistlichen zur Verwaltung Des Seelsorgeramtes abmißt; eigene Forschung, VerstänDniß für Die AnsorDerungen Der Gegenwart wird als


