Am 16. Juli:
231,641,000
3,325,000,000
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 16. bis 22. Juli besorgt Pfarrer Landmann.
Versteigerung eines Aaffel- ochsen.
2950) Montag den 24. Juli d. I-, des Vormittags 1 l Uhr, soll ein abgängiger fetter Fasselochse, der
Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst.
Feilgebotenes.
8 iBrauermalz,
esteb Qualität, bei . gE. Pitt Han.
Frischbäckrr zu Gießen.
Sonntag den 16. Juli. Heinrich Kuhn am Kreuz, Ludwig Schneider in der Neustadt und Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße.
71 starke Tannen-Bauholz-Stämme von 909 Cubikfuß,
1318 starke Tannen-Stangen von 3898 Cu- bikfuß.
Alsdann werden
Dienstag den 18. d. Mts-, Morgens 9 Uhr, im District Erlesberg:
7600 Wellen Tannen-Forstreiser, meistens zu Bohnenstangen tauglich, versteigert.
Lich, am 11. Juli 1871.
Fürstliche Oberförsterei Lich.
E i g e n b r o d t.
Zu düser Summ« muß man noch hinzusügen: 27,000 Gtävte, Flecken Dörfer, Hutten, Schlösser, Meiereien und Pachthöfe, welche in Frankreich oder in den Colonien zerstört wurden, sei eS durch den Bürgerkrieg, sei ea durch die fremde Invasion. welche beide durch die verrückte Wuth der revolutionären Versammlungen heroorgerufen wurden.
Während dieser 15 Jahre hat Frankreich außerdem 4,027,000 Menschen durch Proskriptionen , durch innere und äußere Kriege, durch Ersaufen, Verhungern und auf dem Schaffst zu Grunde gehen sehen.
Zweite Republik. Innerhalb 4 Jahren hat die zweite Republik wenigstens 4 Milliarden ausgegeben. Wir erinnern an: die 45 Centimes-Steuern, an die Vermehrung der öffentlichen Schuld, welche unter der Restauration 70 Millionen und unter der Regierung Louis Philipp- 77 Millionen betrug und sich unter der zweiten Republik auf jährlich 179 Millionen oder 716 Millionen in vier Jahren hob.'
Die Zahl der Menschen, welche bei den republikanischen Erhebungen im Februar und Juni 1848 getödtet worden sind, kann auf 20,000 geschätzt werden.
Dritt« Republik (10 Monate). Die dritte Republik hat den Krieg nach Sedan fortgesetzt, als man ihr einen annehmbaren und nothwendigen Frieden vorschlug. Die Intervention der Mächte, namentlich die Rußlands, wurde abgewiesen und die Wuth und der Ehrgeiz der Republikaner des 4. September hat uns 150,000 Menschen gekostet, welche vom 4. September 1870 bi« zum 2. Februar 1871 gestorben oder bei der Armee getödtet worden sind. Die Leute, welche sagten, keinen Stein von unseren Festungen, keinen Zoll unseres Bodens abtreten zu wollen, haben einen Vertrag abgeschlossen, der Preußen Elsaß und Lothringen mit 500,000 Einwohnerv übergab.
Der zweite Theil des Krieges (nach dem Falle des Kaiserreichs) hat unsere Schuld um sieben Milliarden vermehrt. Zu diesen rechnen wir die von Preußen in Folge der Fortsetzung deS Kampfes verlangte Erhöhung der KriegScontribution und die Ausgaben ohne Controlle, welche die Regierung Gambetta's gemacht hat. Und es ist uns unmöglich, auch nur annähernd abzuschätzen, wie viele Städte, Dörfer, Häuser von den Preußen verbrannt und zerstört worden find.
Der Aufstand der Commune, welcher unter dem Rufe: „ES lebe die Republik," inS Leben trat und von vielen Republckunern in der Provinz gebilligt wurde, hat wenigstens 30,000 Franzosen daS Leben gekostet. ,
Er hat die Zerstörung eines TheilS der Denkmäler der Stadt Paris verursacht. Der ge- sammte Schaden, den dieser Ausstand angerichtet hat, wird von den Gemäßigtsten auf 4 Milliarden geschätzt.
Kurz zusammengefaßt: ,
Während 19 Jahren und 6 Monaten, in welchen sie die Angelegenheiten Frankreichs leiteten haben die Republikaner durch ihre Verbrechen, ihre Wuth, ihren Ehrgeiz, ihren Despotismus, ihre Unfähigkeit und ihre Unvorsichtigkeit 4 Millionen 227,000 Franzosen getödtet und 71 Milliarden Francs verbraucht."
Besondere Bekanntmachung.
Das Schuldenwesen des K o n r a d Wallbott II. von Steinberg.
Oeffentliche Ladung.
2272) Gegen Konrad Wallbott II. von Steinberg ist der förmliche Concurs- Prozeß erkannt morden- Es werden daher Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche
scheinenden Gläubiger werden tn diesen Punkten als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen.
Gießen, den 23. Mai 1871.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Stammler, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
Versteigerungen.
Holzversteigerunq in der Fürstlichen Oberförsterei Lich.
2917) Künftigen Montag, den 17. d. Mts., Morgens 9 Uhr,
sollen imDistrict Münchwald, auf dcmSchlag- wcg am Weidensceeck und Albacher Wald anfangend, nochmals versteigert werden:
151 starke Eichen-Bauholz-Stamme von 6065 Cubikfuß,
(Was die Republiken kosten.) Das „Journal de Roubair" bringt folgende d- ÄÄ 54 Milliarden 963 M
'00 D^ft^unerhürte Summe vertheilt sich folgendermaßen: Gebalt an die höchsten Staatsbeamten Verkauf der Nationalgüter Ausgegebene Assignaten . ZwangSanlrhen . . - Ausgabe von Anweisungen
i Morgens: Pfarrer Landmann.
(Verpflichtung des neu gewählten Kirchenvorstandes.
) Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.
. . 47,000,000,000
. . 2,000,000,000
. . 2,407,000,000
54,963,641.000
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in dem Termin ~ ,, , „
Samstag den 22. Juli l- I-, Vormittags 10 Uhr, bei Meidrmg des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse dahier anzu- . melden und etwaige Vorzugsrechte bet Ulet- duna Verzichts auf dieselben zu begründen. Gleichzeitig soll in diesem Termine die Gute versucht und eventuell ein Massecurator und Gläubiger-Ausschuß erwählt, sowie deren Befugnisse festgestellt werden. Die nicht er-I
und Häuftrkampf gegen da« 12. französische Corp«, namentlich gegen die Divtsion der Marine-Infanterie, wobei mein Corp« 2000 Mann an lobten und Berwun- beten verlor. Wenn Ziffern reben, kann ich bie Worte der Rechtfertigung sparen und mit dem Wunsch? schließen, daß alle Diejenigen, welche sich durch bie im etilen Schrecken erklärbaren Uebertreibungen ,u ungerechten Anklagen verleiten lieben ihre Sprnpathie bin unglücklichen Einwohnern hinfort durch reichliche Unter« «Übungen beweisen werden, denn der Maire Bellomet fügt dem Rapporte bei, baß feit ber Schlacht von bin 2018 Einwohnern 140 bi« 150 burch Krankheiten n stoige von Mangel und El-ub »erstorben seien. Rane, , ben 29. Juni 1871. Rebr v b Tann, (Seneial-Gommanbant be« 1. bayerischen Armereorp«."
■ Stuttgart, 13. Juli. Der preußische ©efanbte, Freiherr v. Rosenberg, hat fich uach Friedrichshafen begeben, um ein Glückwunschschreiben be« beutschen Kaiser« an silbernen Hochz-it«f-ste dem Königspaare ju übergeben.
Mublballsen, 10. Juli. Gestern entstand hier ein Auflauf, der leider wie der ähnliche vor einigen Tagen ein Menschenleben gekostet hat. Gin Arbeiter wurde tödtlich, jedoch, wie bie Zeugen aussagen, burch einen Schuß, ber au« bem Publikum kam, verwundet. Constatirt ist, baß ba« Militär, welche« bie au« An. lü6 ter Ruhestörung verhafteten Personen abführte, nicht geschossen hat. (Der Getödtete ist bereit« mit etwa« Demonstration begraben worben; em Muhlhauser legte ihm eine eiserne Krone auf’« Grad.) Der Krei«bireetor hat mit Rücksicht auf biefe Ereignisse folgende Bekanntmachung erlassen-
In Folge nächtlicher Exeeffe wird zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung Folgende, bestimmt: 1) Alle diejenigen Personen, welche in ber Stabt Mühlhausen weder ihren Wohnst« noch Arbeit oder Unterhaltsmittel haben, wer- den angewiesen, sich unverzüglich in ihre Heimath zu begeben. Arbert«lose Personen, die keine Mittel zu ihrem Unterhalt nachweisen können, werden, wenn sie hier nickt ortung-hörig sind, im Betretungssalle verhaftet. 2) In ben Straßen ber Stabt Mühlhausen bürfen nach lO UHr Abenb« nicht mehr al« zwei Menschen mit einanber gehen ober stehen. Zuwiderhandelnde werden im Betretungsfalle serbaftet. 3) Alle Schankwirthschaften, Restaurationen und Easö« in ber Stabt, sowie in sämmtlichen Orten ber kanbcantone Mühlhausen sind um 10 Uhr Abend« iu schließen. Im Falle der Zuwiderhandlung werden die betreffenden Loeale Polizei- lich gant geschlossen. 4) Schließlich ersuche ich da« Publikum dringend, alle Eon- fliele mit den Militärpatrouillen zu vermeiden, da dieselben ben Befehl haben, im »aBe von Widersetzlichkeit von ihren Waffen Gebrauch zu machen. Muhlhaussn, den 10. Juli 1871. Der Kreib-Direetor. Dr. Schultze.
Triest 12. Juli. Aus Alexandrien wird gemeldet, daß der französische Consul^ die französischen Staatsangehörigen zum offenen Widerstande gegen die Maßnamen der Landesregierung aufgrfordert haben soll. Die ägyptische Regierung hätte die Sache bei dem ConsularcorpS anhängig gemacht und beabsichtige bei ber französischen Regierung ernste Reklamationen.
6 Nom 11. Juli. Der Papst ist bedenklich unwohl. Die Aerzte haben tbm die äußerste Schonung und die größtmöglichste Ruhe verordnet.
London H. Juli. Unterhaus. Monk kündigt auf übermorgen eine In- tervellation a/wegen der ungenügend gastfreundlichen Aufnahme des preußischen Kronprinzen-Paares im Gegensatz zu der Seitens des Königs von Preußen be- wiesenen Gastfreundschaft. Im Oberhause interpellirte Rekel,ffe ob cs begründet sei daß die Pforte einem russischen Geschwader, welches nach Odessa hatte gehen woll-n" die Durchfahrt durch bie Darbanellen gestattet habe. Lorb Granville ertoibertt baß bi«her hierüber keine Mittheilung im auswärtigen Amte eingegangen fei • nach seiner (be, Minister«) Ansicht würbe jeboch bie Pforte ein solche« An- fuften ber russischen Regierung schwerlich bewilligen.
$ Sfiemnorl 10. Juli. Die irischen Katholiken bewaffnen sich unb brohen, die Orangistenproeessivn am fommenten Mittwoch anzugreifen. Mehrere Regimenter sinb angewiesen worben, sich zur Aufrechlerhaltung ber Orbnung bereit zu halten unb man besorgt eine ernstliche Ruhestörung Abenb«. Um jebe Ruhestörung ju «ermeiben, hat ber Chef ber Polizei eine Orbre erlassen, welche bie Orangisten- proceffton verbiete . @jn blutige« Hanbgemenge fanb heute zwischen Ka
tholiken unb Orangisten Stall. Da« Militär gab Feuer; mehrere lobte, niele Berwunbete blieben auf dem Platze. Weitere Exeesse werben befurchtet.
Vermischtes.
Gemeinde Ruppertsburg gehörend, an btn Meistbietenden versteigert werdem Ruppertsburg, am 10. Juli 1871.
Großherzogliche Burgermcistsrei Ruppertsburg- Wagner.
2975) Montag den 17. Juli d- I-, 9tachmittags 2 Uhr,
soll das zum Nachlaß des Schlossers Ludwig Weber dahier gehörige Schlossenverk- zeug meistbietend versteigert werden- Gießen, den 14. Juli 1871.
In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.
Börsennachrichten.
13. Juli 1871.
Actien.
Oest. Creditact. 270 Vs 5% östr. F. St. E. B. 3893/< Lombard. Bahn I66V4 Ludwigsh.-Bexbach 183 Maxbahn 125 */2 Bayer. Ostbahn 129V4 Hess. Ludwigsb.-Act. 1543,4 Rhein-Nahebahn-Act. 38 V2 Oberhessen n 74
Wechsel.
Amsterdam k. S. 991/»
Augsburg k. S. 997/s
Berlin k. S. 105
Bremen k. 8. 96Vs
Brüssel k. 8. 93V2
Hamburg k. 8. 87 Vr
Leipzig k. 8. 93
London k. 8. 1181/*
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 93Vg
Wien k. 8. 95‘/4
ditto m. 8. —
ditto 1. 8. —
Disconto 3l/z0/g G.
Preuss. 472% Oblig. 97 */4 Frankf. 3*/8°/o Obi. 82 ’/< Nass. 4*/z % Obi. 97 Kurhcss. 4% „ 873/4 Gr. Hess. 5°/q Obi. 102 n n 4O/o „ 9 2 3/4
ff n W/o n -
1 Bayer. 5% n 1007/8
_ 41/2% 1jährige 987/8 40/g 1jährige 923/4
Wiirtemb. 4^2% Obi. 97 V2 ' Baden 41/2% Obi. c. E. L. 963/» ' Oesterr. Silberrente 561/4 n Papierrente 473/< - n 5°/u M. steuerf. —
Amerik. Bonds 1881r 99 _ n 1882r 96s/8
. „ 1885r 96'/.
„ 1887r 9674
Spanier, neuest. 3% 311/2
Prioritäten.
30/g öster. Stsb.-Prior. 57Vs
30/g öst. s. Lombard 73 V2
30/g Livorneser 32V<
50/0 Toscaner 51^/ö 5% Elisabcth.-Prior. 78V2 do. II Emiss- 76
CJeldsorten.
Pr. Cassen-Soh. 1 45-45V<
Sachs. n —
Div. Cassen-A. —
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 n doppelte 9 44—46
Holl. ft. 108t. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—36 20 Frankenst. 9 20V,—21V2 Engi. Sover. 11 55—56 Russ. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 24—25
Anleheiisloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose 653/< Lassan 25 ft. 39
4% bayr. Präm.-Anl. 109 Ansbacher 7 ft. 11V2 40/g badische Loose 108 Badische ft. 35 Loose 66 Oestr. ft. 250 v. 1854 745/s 1858r Prioritätsloose 165 1860r Loose 83 Vs 1864r n 125 Braunschweiger 181/» Stadt Florenz 82 V4
Actlen.
Frankf. Bank 136V« Frankf. Vereins-Kasse 108 Darmst. Bankact. 365V4 Wien Bankaotien 735 Galizien 236


