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Jgnatieff ersetzcn.
Massenversammlung.
4- Berlin, 12.
E. Sclilotte in Bremen.
Telegraphische Depeschen«
April. Der Kaiser empfing heute Vormittag den aus zwei emgetroffenen Gesandten v. Schweinitz, sowie den General1 ver den Schwarzen Adler-Orden erhalten hat.
Die Provinzial-Corresponvenz sagt mit Bezug aus
bei Annoncen.
aller Art
A lßici|P 12. April. Die ®übt»roler foOtn beabfidtiiflen, eint Massen- Deputation an De'n Kaiser zu senoen, welche eine Abtretung @üDtprol« von Tprol uno außerordentliche Autonomie »u verlangen beauftragt werde.
A 'Baris. 11. April. Lie Nationalgarden machten eine Demonstration zur Ue^crsch^eimng der Seine bei Serres, wurden aber zurückgewiesen^ Gleich.
V t.pr=rhprj. nromnt in fämmtliche deutsche unb ausländische Zeitungen, Lokalblätter i und ^Zeü chriften mit S-2S"/» Kosteu-Ersparnifi
< 16 ä die Annoncen-Expedition von
««.»»« «°n «H«»- und Clamart au«, g
welcher mit Erfolg gekrönt war. “
Barrikaden irr. Baue.
Ein Rundschreiben von TbierS kündigt an, daß Mac Mahon, Ctffey und Lavmirault heute ihre Commando's übernommen haben, die Armee organisirt ist unb sich mehrt. Thiers erklärt zugleich die Gerüchte, daß er abzudanken beabsichtige , entschieden für falsch; er sei vollkommen einig mit der National-Der- ammlung, es bestehe eine Verschwörung, die Republik zu stürzen, nirgends, als auf der Seite der Aufständischen. „Es werden unwiderstehliche Mittel vorbereitet ' Die guten Bürger mögen sich beruhigen. Sie werden stets von den Ereignissen in Kenntniß gesetzt werden. Zur Zeit ist nichts Verhängnißvolles zu berichten oder zu befürchten." c _
+ Versailles 11. April, Abends. Bet dem heute Morgen begonnenen Gefechte scheinen die Föderirten sich in Asniere. als vorgeschobene Posten etablirt ru haben- der Rest ihrer Truppen deckte sich in den Verschanzungen längs der Seine. Der Tag verlief übrigens ruhig, einzelne Kanonenschüsse wurden von den Föderirten an ver Porte Maillot abgegeben.
Zwölf Kanonenboote liegen zwischen der Brücke der Invaliden und der Brück? de l'Alma vor Anker.
Das Gerücht, daß Vermorel gefallen sei, wird dementtrt.
. Toulouse, 9. Apr'.l. Einige Unruhen wurden sofort unterdrückt.
. Brüssel, 13. April. Die hiesigen Unterhandlungen mit dem Herrn v. Blochhauscn wegen der luxemburgischen Eisenbahnen haben einen günstigen Ver- laus. Das Gerücht eines bevorstehenden Ministerwechsels in Luxemburg ist nach
gutem Vernehmen unbegründet. . .
9 A Bukarest, 11. April. Die Ruhe blieb ungestört. Es wird eine Re- visson tue Verfassung vorbereitet. Die oppositionelle Partei ergeht sich tu fpot- tifepen Aeußerungen über rte Nachrichten, welche Preußens Absicht eine« energt- schen Vorgehens in der Eisenbahnangelegenheit melden. fi..RnnA
A London. 12. April. Der Telegraph meldet aus Pari«, daß sich 18,000 lovalr Nalionalgarden im Geheimen organisirt baten, um das Stadthaus, den Montmartre und «elleville anzugreifen, zu gleicher Zeit werden die Truppen der iJteaicruna iu Versailles das Maillotthvr angreisen. .
8 A "ondon, 12. April. Die „Times", meldet aus Versailles vom 11. dS.. Es finden" große Truppenbewegungen statt. Da„ Be.agerungsgeschutz auf em Mont Valerien wird vermehrt. Man erwartet morgen eurn aOgememen Angriff. — In ter gestrigen Sitzung ter Nationalversammlung beantragte Ra-qmer, der R g^rung ein TadelSvotum «egen der nicht erfolgten Einladung der Versammln g zum TrauirgoitiSdienst für Visson zu eUbeden. Der Antrag wird angenommen RaSguier wird beschuldigt, den Antrag eingebracht zu haben, um die Gunst der . Anme im orleanistischen Interesse zu erwerben. — Der Versailler Correspondent t bcr Times" bezweifelt, daß Ducrot die Metzer Truppen organisire.
" A onun01. 12. April. Der „Times" wird aus Pari« vom 11. d. M. gemeldet daß das Maillotthvr unb die angrenzende Enceinte, welche lehr beschädigt waren wieder ausgebeffert find. — Die Verhaftungen dauern fort. — Des Nach, mittaa« ern uert sich der Donner der Kanonen Der Triumphbogen wird bereits von den Kanonen der Versailler Truppen bestrichen. — Am Abend verbreitete sich das Gerücht, die Regicrungstruppen halten Montrouge erobert.
A London, 12. April. Der „Daily News" wird aus Versailles vom 11 Av?il gelff.iieben: L'Admirault halt Rueil, Nanlerre, Coiombeholz besetzt und beoba-btet AsmereS. Das Hauptquartier befindet sich zu Garches. Cisse» cvm- mQnti(t auf der andern Seite der Seine. Das Sartorylager ist au,gehob n. Die Truppen marschir-n in bedeutender Zahl vor und halten die Heerstraße und die Virsailles-Orleansbahn besetzt. Die Post geht zweimal per Tag.
a 9ftlru 12 April. Der russische Gesandte >st nach Petersburg abgereisi. Seine Reife dangt angeblich mit de« Planen des Fürsten Gortichafoff'S zusammem Ncw-Vork, 10. April. Die hiepgcn Deutschen begingen heute ein großes Fest zur' Fei?r der deutschen Siege, dcS abgeschlossenen Friedens und der Herstellung der deutschen Einigkeit. Ein fünf Stunden langer imposanter Zug bemeate sich durch die Straßen. Die Häuser der Lruticptn waren festlich b
flaggt Der Gouverneur Hoffmann und der Mayor Hüll ließen den Zug an sich
vorübcrziedcn. Am Abend fand em zahlreich besucht.» Meeting Statt.
A Eonstlllttmovcl, 12. April. Der russische Czar soll eine Reise nach dem - Orjml deabsicht gen und würde auf derselben Eonstantinvpel, Jerusalem und Athen einen Besuch »bitten. Wie verlauten ist General Jznatieff bestimmt der Nach. ■ folger de« Fürsten Gortschakoff's im Staatsrathe zu werden. Muchauoff werde
ebifcrung april, Abends. Starke Barrikaden find in den Nur Royale, Rue Rivoli, ^Buttes Montmartre, Chaumont, Place Glidt» errichtet und nut jla- nonen armirt Heute ist die Kanonade langsamer. O,e Bracke an der Porte Maivot fiel unter Versailler Artilleriefeuer. Die Commune laßt Sandalen in ber Avenue der gründe Armee, ben Cbamps Elysees, dem Platz Concorde er- richten Man hält den Angriff der Versailler Truppen für auf verschiedenen Punkten bevorstehend. Man versichert , daß Differenzen zwischen der Commun und dem Comite ausgebrochen seien über die Gewaltmaßregeln, d,e zur Fort-
Luxemburg, 10. April. Ein Ministerwechsel steht nahe bevor. ServaiS m-I;,.».™, - Mm-,... s.«..-.i-°
Föhr (Vertreter deS deutschen Elements) die inneren Angelegenheiten und 1) ) 1UÄ Staat-b^uwese^
über den Tob von FlourenS und da» Gefecht vom 4. b. enthalten: E» h-'ßt da- . c. ine Kneipe von Chatou war es, wo Rittmeister DeSmarefi Gustave aebraätt unb ist toredlid) anzusehen, denn der Hieb ging vom rechten Auge bi» an ÄÄEtz Sein Adjutant, ein Italiener, nach Einigen P.sant nach Andren Cypr.ani, wurde am Schenkel verwundet. Am 4. wurde d.e Redo.de von Chatillon, in ber die Insurgenten sich verschanzt und mit Mttrailleus.n und Kanonen versehen hatten, von. 70. Üiuienregitnent mit Sturm genommen und dabei eine Anzahl — man sagt wieder, einhundert — thetl» gelobtet, thetl» ver- rounbet Der Sturm auf bic Reboute wurde mit einer Nafchhe» und einer S«Vit au gesiihrt die bewundert wird. Die Sieger fanden in ber Reboute Speck Zwieback, Branntwein unb Wein in Menge; sie machten ferner 1440 ©efangene darunter den „General" Henry. Ich sah ihn in Versailles vorbei. führen8 es ist ein Mensch von 22, höchstens 23 Jahren, der Vollbart und hnge« Haar trägt- eine feste Haltung uns ein gewisser Stolz inmitten ber allgemeinen Verhöhnungen unb Flüche zeichneten ihn aus." Der (Sorre[ponCent priu sich entlüftet über die Beschimpfungen der Ge,angenen von ecdeti ber Versailler Be
Tage au- Wien h:r
Vogel v. Falckenstein, die Vechättnisse''in^ Frankreich , "die kaiserliche Regieruiig we'rde "voraussichtlich die Mitwirkung oe» Reichstages auch noch zur Sicherung weiterer financieller Be-
I 19 ginril Olm 14. d. kommen 250,000 7% Evansoille City
und iNm Gallatin County Bonds zur Subseripticur bei den ^« 8. E- F'ilb 4 Sornp.' Das Evansoille City ist eme ©tat. non 2^0 Seekn u, b . .neuner auf, blühendsten unb «»«rbnjfjhn Stabte ilmenta» ift im Abdruck
fpecielles Gesetz de» Staate, M io » m J n», welche sich
bei den Zeichnungsstellen «hattlich) unter Conlroie Kapitals zu erheben und
verpflichtet, die Steuern zur Bezahlung ier p si)prfnll »u bcinblen __ Die
aus ben so refernirten Stenein Capital und -ss'U. mit. der Ainfteidamer Börse besagten Bonds erfreuen sich sowohl cm der Y s g , u an 6cutiocr Börse 81 ge- einer auherst gunbigen Ausnay.ne boten, gestern in Amsterdam 81',2 Gold. ----------------------------
s - 25%
sctzung be« Kampfes nothwendig seien. -•
A Paris 12 April. Die Commune schreibt: Beharrlichkeit. Die ^i tuation ist klar/ Die Regierung von Versailles erklärt sich «l» wstklichsr Fein und nennt an» Bösewichte. Sie bombardirt Paris, sie zerport die Hauser, tot Frauen uno Kinder , beschädigt den Triumphbogen , welchen der "agl-ye ..ul ° Simon gegen die preußischen Bomben mit Schutzwerken versehen ließ. Das ist der Krieg nicht unversoynlich während des Kampfe«, sondern auch grausam nach demselben. E« M auf ter Seile von Versailles nicht allein Kriegführende es gibt auch Henker. Man erneuert nicht nur da« Versahrrn Bismarck s , 1°^" fügt demselben auch das des Murawieff hinzu. Es ist die« nicht ...ehr allein de? civilifirle Krieg mit allen feinen in Bewegung gesetzten SerftorungSn.a dl.nen, m ist die wilde orgamftrte Rache. Der Gefangene ch E ein Mitleid ver. dienender Besiegter, er ist ein Opfer, das Dufaure der Strafe überliefert. Nach 6em gegenwärtigen Verfahren sind wir berechtigt, über da« künftige zu urihetlen. 3eftt9bärfeti die Lerfaillir Repressalien fürchten. Wenn sie das Bedenken nicht hindert, was werden sie dann thun, wenn sie absolute Herren sind, sie fonn.en «ach Beließen Ihren M-ih sättigen! Sie, welche auf Mitleid unt ®na e rech, neu sind naiv. Man mußte sie in Versailles vor dem Kampfe ho-en, man wuß, sie heule Horen. Ihr Haß ist mit den Hindernissen gestiegen. Pari» ist dtt Zier- , ftbrung geweiht. Es gibt Parodisten, Caio«, welche nach zeeem Duner rufen. Delenda . Carlhago ! Es gibt unter ihnen Leute , welche darauf rechnen - Salz auf feine , Ruinen säen zu fbnntn, intern sie glauben, dadurch d.e Keime ve» Fvrlschn c», „,ia.pr beorobt zu zerstören. E» gibt Leute auf der rechten Seite, welche
»on^diescr unverhohlenen Wu.h besessen sind: sie verz.ihen es Paris mcht. einer Belagerung von 5 Mon'len wiederstanden zu haben. Der Heroismus » » Par ° verursacht ihnen Schande. Es ist nothwendig, daß solche Dinge mit Blut g gema ®trt>apdl Kanonenboote fahren die Seine aufwärts , um gegen b.e 3nn rgenten zu ope.iren. Von Cherbourg find Geschütze gegen Pari» abge- 6 ""sllcharest f 9*^Aprist'^Der Fürst bat ben hiesigen Gemeinderath aufgelost unt) die Vornahme von Neuwahlen angeoronet. , ,
Konstantmovcl, 9. April. Der unläng,: ernannte Patriarch der katholi- schcn Armenier, Bahdarian, Hal ein von ihm und sieben Erzbischolen und> Bi- ckosen seine» GlaubinSbekennlnisse» unlerzeichnele» schreiben nach Rom ge|anH, in welchem dieselben ihre Anhänglichkeit an die katholische Kirche bekunden.
New-Vork. 24. März. Alle deutschen Schiffe tm Hafen und auf ber Rh.de von New-Jork prangten vorgestern, schreibt die „N-'J- H-'Z ", im Weiteren F ag- genschmuck, dem Kaiser von Deutschland zu Ehren. Bet dieser ersten Geburls- ?Jfeier de» wiedererstandenen Deutschen Kaiser» fühlten w.r un» gehoben im Staunten, daß wn jetzt ein deutsche» Vaterland, eine putsche Regierung, eine deutsche Flagge, eine deutsche Flotte haben. Die volle Bedeutung diese» Gefühls kann nur der ermessen, welcher in der Fremde weilt. — Es ist l‘6t.Ccfinlh” bestimmt , caß die Deutschen New-NorkS und der Umgegend thr Frtedenssest am Ostermontag feiern werden, und zwar hauptsächlich durch einen Umzug und
■ l △ Paris, 11. April. Ein Dekret der Commune ordnet die Censuv für feiner"statt’übernimmt von Biveyhausen den Mouerafficben an. Die am Montag nach Versailles gegangene Pariser Depu- ~ ■ ' । Dr. raHon ist noch nicht zurückgrkehrt.
A Paris, 11. April, Abends. Die Versailler Truppen beginnen den An- griff auf Fort Montrouge. Augenblicklich diesseits starkes Kanonen- unb Gewehrfeuer.
+ Versailles, 11. April. Die Journale melden , in die Porte Maillot ei Bresche geschossen, hinter ben Befestigungen sei aber eine zweit». Enceinte au-


