Ein Postdienst für nicht
Art. 15.
den Departements wird durch Vermittlung
des Hauptquartiere zu Versailles ein-
Unterzeichneten die geg nwärtige Con-
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von Bornv liollen in den bien Dii'tricten Ziefenbi l'tebenbe Hohsorm iE':
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Messer und 4 .. b'ksuß entbal h Kicsern-Stäm 1 Äirken:
IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: 1) am 10. December den Invaliden Georg Scharmann aus Ulrichstein, im Kreise Schotten, zum Kreisdiener bei dem Kreisamte Alzey — und 2) am 22. December den zweiten Brückrngelderheber bei der Brückengelderhebung zu Kastel, Franz Joseph Hartmann zum ersten Brückenaelderheber daselbst — zu ernennen; 3) an demselben Tage den von dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau auf die erste evangelische Pfarrstelle zu Michelstadt, im Oecanate Erbach, präsentirten zweiten evangelischen Pfarrer daselbst, Georg Adam Wagner, für diese Stelle zu bestätigen — und dem Schullehrer an D<r dritten evangelischen Schule zu Egelsbach, im Kreise Offenbach, Georg Christian Schenk, die dritte evangelische Schulstelle zu Osthofen, im Kreise Worms, zu übertragen; 4) am 28. December den Genchtsaccesststen Adolph Lippold aus Mainz unter die Zahl Der Advocat-Anwälte bei den Gerichten zu Mainz aufzunehmen, — d n Kreisrath des Kreises Offenbach, Julius Rinck Freiherrn von Starck, zum Kreisrath des Kreises Gießen und zum Prooinzialdirector der Provinzial - Direction Oberheffen zu ernennen — und den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die zweite evangelische Mädchenschulstelle zu Beerfelden, im Kreise Erbach, prä'cntirten Schullehrer an der dritten Knabenschule zu Beerfelden, im Kreise Erbach, Adam Dexheimer, für diese Stelle zu bestatig'n; 5) am 31. December den Bergbau- Aspiranten Theodor Tecklenburg aus Erbach im Rheingau zum Bergmeister des Bergamts Dorheim zu ernennen; 6) am 11. Januar dem eoangelitchen Pfarrer zu Billertshausen, im Decanate Alsfeld, Eduard Hainer, die evan.elische Pfarr- stelle zu Langenhain, im Decanate Butzbach, — und 7) am 14 Januar dem Schulamtsaspiranten Balthasar L^nhard aus Petterweil, im Kreise Friedberg, Die evangelische Schulstelle zu Friesenheim, im Kreise Oppenheim, — zu übertragen.
Am 15. December wurde der Pfarrer Franz Sickinger zu Bensheim zum Decan des katholichen Decanats B«nsheim ernannt.
V. Charakterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäDigst geruht: am 17. Januar dem Avoocaten und Procurator bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg, Friedrich Wilhelm H<yer I. in Rücksicht auf feine fünfzigjährige ersprießliche Führung der Adoocatur den Charakter
So geschehen zu Versailles, am 28. Januar 1871. Bismarck. Favre.
gerichtet.
Zur Beglaubigung dessen haben die vention mit ihren Unterschriften und Siegeln versehen.
untersagt. „ ,
Art. 14. Es wird sofort mit Auswechselung aller Kriegsgefangenen vor- gegangen, welche die französische Armee seit Begtnn des Krieges gemacht hat. Zu diesem Zweck werden die französischen Behörden in kürzester Frist den deutschen Militärbehörden in AmienS, Mans, Orleans und Vesoul namentliche Listen der deutschen Kriegsgefangenen zustellen. Die deutschen Kriegsgefangenen werben an den Puncten, welche der Grenze am nächsten sind, in Freiheit gesetzt. Die deutschen Behörden weiden den französischen Militärbehörden dagegen an denselben Puncten in möglichst kurzer Frist eine gleiche Anzahl französischer KrieaSgesangener von entsprechenden Graden ausliefern. Die Auswechselung erstreckt sich auch auf Gefangene bürgerlichen Standes, als Capttäne der deutschen Hanbelsmartne und gefangene französische Civilpersonen, welche in Deutschland mternirt sind.
Art. 15. Ein Postdienst für nicht versiegelte Briese zwischen Paris und
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Darmstadt, 4. Februar.
Inhalt des Regierungsblattes Nr. 3. (Schluß.)
I. Ordens-Verleihungen. Seine Königltche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: 1) am 20. September dem Major im Generalstabe der Armee-Division, Hermann Scherff, dis Ritterkreuz 1. Elaste des Philipps- Ordens; 2) am 22. September dem Forstmeister des Forstamtes Mainz, Friedrich Hoffmann, in Anerkennung feiner fünfzigjährigen treuen Dienste, das Ritt rkreuz 1. Elaste des LudewigS-Ordens; 3) am 24. September dem Obersinanzrath und Fisca'.anwalt für die Provmz Rheinhessen, Franz Heinrich Wolfgang Betz das Ritterkreuz 1. Elaste des Philipps-OrdenS; 4) am 25. September dem Dr. phil. Heinrich Hager, Erzieher Ihrer Durchlauchten der Prinzen von Battenberg, bas Ritterkreuz 1. Elaste desselben Ordens; 5) am 8. October dem Hauptrechnungs- Revisor bei der Hessischen LudwuS-Eisenbahn-Gesellschast Johann Baptist Schwarze das Ritterkreuz 2. Elaste desselben Ordens; 6) am \2. October dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Dudenhofen, im Kreise Offenbach, Philipp N colaus Kratz II. das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für Verdienste"; 7) am 24. Oktober dem Direktor des evangelischen Schullehrer-Seminars zu Friedberg, Carl Christoph Steinberger, das Ritterkreuz 1. Elaste des Philipps - Ordens; 8) am 10. November dem katholischen Pfarrer zu Hechisheim, im Deeanatt N.eder-Olm, Peter Schroth, aus Anlaß seines sünrz'gjähr.gen Pttester-Jubilaums das Ritterkreuz 2. Elaste des Ludewigs - Ordens; 9) am 23 November dem Bürgermeister ter Bürgermeisterei Langd, im Kreise Nidda, Conrad Ronthaler, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste"; 10) am 28. November dem Major, Hofmarschall und Flügeladjutanten Earl Friedrich Otto Gustav von Küchler d^s Eontthurkreuz 2. Elasse des Ph.lipps- OreenS; 11) am 30. November dem Oberconststorial-Präsidenten, wirklichen Ge- heimeruth Dr. Earl Ernst August Rinck Freiverrn von Starck, in Anerkennung seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienstführung das Eommandeur- kreuz 1. Cl sse des Ludewigs - Ordens; 12) am 3. December dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Rodheim, im Kreise Vilbel, Johannes Jacobi VI. das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste"; und 13) am 8. December Dem Bürgermeister Der Bürgermeisterei (Schwanheim, im Kreise Bensheim, Philipp Hofmeyer I. das Ritterkreuz 2. Elaste des Philipps- Ordens — zu verleihen.
II. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: 1) am 12. Januar dem stuck, juris Ludwig Strecker zu Darmstadt Die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem König von Preußen verliehenen eisernen Kreuzes 2. Elaste am weißen schwarzgeränderten Bande; 2) am 14. I invar dem evangelischen Pfarrer Hiß zu Hartershausen Die Erlaubniß zur Annahme unD zum Tragen des ihm von Seiner Majestät Dem König von Bayern verliehenen Ritterkreuzes 2. Elaste Des MilttärverdienstorD.ns; und 3) an Demselben Tage Dem Earl Freiherrn von Schenck zu Schweinsberg auf Nieder-Osteiden die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät D m König von Preußen verliehenen eiseinen Kreuzes 2. Elaste — zu erteilen.
III. Namensveränderung. Seine Königliche Hoheit Der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 11. Januar Der Anna Margarethe Grojch zu Gieren zu gestatten, Daß dieselbe künftig statt des bisherigen Den Namen Dampsmann führe.
„Justizrath" zu ertheilen.
VI. Versetzungen in Den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großhrzog haben allergnädigst geruht: 1) am 30. November Den Präsidenten ves OberconsistoriumS, wirklichen Geheimeraih Dr. Earl Ernst August R>nck Frei- Herrn von Starck, auf sein Nachsuchen, unter Beze-gung der All rhöchst n Zu- friedenheit mit seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienstlührung; 2) am 10. December Den Stadtgenchksaffestor bei dem Stadtgerichte Darmstadt Engelbert von Biegeleben bis zur WicDrrherstellung seiner Geiundheit; 3) am 22. December den Oberrechnungs-Revisor bei Der zveiten Justificatur-Avtheilung Der Obcr-Rechnungskammer Valentin Seederer aus sein Nachluchen; 4) am 28. December Den Buchhalter und Controleur bet Der Hauptstaatökaffe, J rcov Michel, auf Nachsuchen bis zur WlcDerherstellung feiner Gesundheit; 5) am 31. December Den Cantor an Der Stadlkirche zu Gießen, Ludwig Schwabe; 6) am 7. Januar Den Distlictseinnehmer Der Distrietseinnehmerei Benöheim, Rendanten Ernst Theodor Alexander Scharmann, auf fern Nachsuchen und unter Anerkennung seiner lang- jährigen treuen Dienste; 7) am 11. Januar Den Hosgerichts - Secrctär bei Dem Hofgerichte Der Prov nz Starkenburg, August Reitz, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit; und 8) am 12. Januar Den Hoslutscher Johannes Bormuth —- in Den Ruhestand zu versetzen.
VH. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit Der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 4. Januar den L hr?r an der Realschule zu Alzey, Earl Walloth. auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle zu entlassen.
VIII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt (tno: 1) Die evangelische Pfarrstelle zu Walldorf, im D cunate Groß-Gerau, mit einem Gehalt von 822 fl. 1 fr.; Der Gemeinde Walldorf steht Das PräsentationSrecht zu Dieser Stelle zu; 2) die fünfte evangelische Schulstelle zu Erbach, im Kreise Erbach, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl.; Dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach steht da- Präsentationsrecht zu Dieser Stelle zu; 3) Die erste evangelische Piarrstelle zu Schotten, im Decanate Schotten, mit ein in Gehalt von 1600 fl ; Den Hreiherrn Riedesel zu Eiscnbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Sielle zu; 4) Die Distrietseinnehmerei Bensheim, wofür eine Dienstcaution von 4000 fl. erfordert wird. Eoncuirenzfähige Bewerber haben sich binnen 14 Tagen anzumelDen.
IX. Sterbefälle. Gestorben sind: 1) am 7. December der Decan und erste evangelische Pfarrer Heinrich Kühn zu Scholten; 2) am 15. December cer Pid ll am Gymnasium zu Gießen Johannes BerholD.
Hamburg, 31. Jan. Der Senat hat bei Der Bürgerschaft den dringlichen Antrag gestellt, die Grafen Bismarck und Moltke zu Ehrenbürgern Der Stadt Hamburg zu cm nnen.
Wien, 30. Jan. Der Fall von Paris wird auch hier um so freudiger begrüßt, als man in ihm auch das Ende des Krieges angezeigt erblickt. Der Ausdauer , welche die P inser während Der 133 tägigen Belagerung bewiesen, wird viele Anerkennung gezollt. Die Neue Freie Presse bemerkt: „Wenn Frankreich an Den Erinnerungen Des Patriotismus seiner Hauptstadt sich langsam wieder aufrichtet zu neuer B ütbe, wird es in Dem Gedanken an Die Art, wie Paris wahreno der vier Schreckensmonate widerstanden hat, mehr Gmugthuung für sein Selbstgefühl sinden, als ihm der Versuch Der Vergeltung bieten würDe. Daun liegt em durch alle Der Entfremdung zweier großer Nachbarvölker entsteigender trüben Aussichten hindurch leuchtenDer Hoffnungsschimmer für Den Weltfrieden." ,
Brüssel, 30. Jan. In Deutschland hat man sich gewundert, daß Die englischen Blätter zuerst von Den Verhandlungen zwilchen Jules Favre und Bismarck Kenntniß erhallen haben. Die londoner Journale erhielten ihre Nachrichten von Odo Rassel, Dem Jul-s Favre Alles mittheilt.e. Odo Ruffel wußte übrigens sogar vor Bismarck, welches Der Zweck Der Ankunft Jules Favre's im Haupt- quartier von Versailles war. Der französische Minister Des Auswärtigen hatte närnl'ch Dem engl schen Diplomaten mitgetheilt, daß er komme, weil Paris ge- i nöthigt sei, zu capttuliren, wenn es nicht verhungern wolle. Er schilderte die
Lage von Paris als eine furchtbare und theilte u. A. Odo Ruffel mit, daß i während der Drei Tage, welche seiner Ankunft in Versailles voraugcgmgen seien, ! 3500—4000 Personen (Die Verwundeten nicht mit einbegriffen) in Paris gestorben leien. Möglich, daß Bismarck mit seinen Nachrichten zurückhielt, so lange j er nicht Des Erfolges sicher war; jedenfalls konnte er aber vor Odo Ruffel nicht i melden, was Jules Favre eigentlich wollte.
nähme Der Forts wird Der HöchstcommanDirende Der Deutschen Armeen Den Eom- missarien, welche Die französische Regierung in Die Departements und in's Ausland schicken wird, um Proviant zu besorgen und Waaren zur Stadt zu schaffen, welche für dieselbe bestimmt sind, jede Erleichterung gewähren.
Art ll. Nach Uebergabe Der Forts und DeSarmirung Der Enceinte und Der Garnison, wie sie in Den Art. 5 und 6 stipulirt ist, kann die Verproviantirung von Paris mittelst Eisenbahn und auf Dem Wasserwege frei vorgenommen werden. Die zu dieser Verproviantirung nothwcndigen Lebensrnittel Dürfen nicht aus Den von Den Deutschen Truppen oceupirten LanDestheilen bezogen werden, und die fron z'ösische Regierung versuchtet sich, Dieselben außerhalb Der Demarkationslinie, welche Die Positionen Der deutschen Truppen umgiebt, zu beschaffen, wenn nicht anderweitige Erlaubniß vom Commando Der Letzteren ertheilt wird.
Art. 10. Jeder, dcr die Stadl Paris verlassen will, muß mit einem regel- rechttn, von Der französischen Militärbehörde ausgestellten und einem Visum Der deutschen Vorposten unterworfenen Erlaubnißschein versehen fein. Diese Erlaubniß- schc.ne und Visums stehen von Rechts wegen Den Candidaten zur Deputation in Der Provinz und den Deputirten zu Der Versammlung zu. Der Aus- und Ein- gang von Personen, welche obige Erlaubniß besitzen, ist nur von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends gestattet.
Art. 11. Die Stadt Paris zahlt eine städtische Kiiegscontribution von 200 Millionen Francs. Diese Zahlung muß vor Dem 15. Tage Des Waffenstillstandes geleistet^werden. Der Modus der Zahlung wird durch eine gemischte Deutsche und französische Commission bestimmt.
Art. 12. Während Der Dauer Des Waffenstillstandes Darf nichts von Dem öffentlichen Besitzthum veräußert werden, was als Gewähr für Die Deckung Der Kriegscontribiitionen Dienen könnte.
Art. 13. Die Einfuhr von Waffen, Munition oder Material, welches zur Fabrication Derselben Dient, in Paris ist für Die Dauer des Waffenstillstandes
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