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bildung Suchkndeu haben keine Vorbereitungsschule mehr.

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Oberflächlichkeit und Halbheit müssen die Resultate einer Schule sein, wenn dies Die Lehrer selbst sagen müssen!

Es ist meiner Meinung nach hier wohl nicht der Ort, die Eingabe des Lehrerkollegiums zu kritisiren, so sehr sie mich auch zu einer Kritik reizt, aber gegen Eines in derselben glaube ich doch einstweilen protestireu zu müssen, dagegen näm­lich, daß unsere, fttzt Tüchtiges leistenden und mit Gründlichkeit und System lehrenden Realschulen dieser Akademie subordinirt werden sollen, daß, wie das Lehrercollegium verlangt, diese Schule eine entsprechende Einwirkung auf die Real­schulen erhalte.

Da läge die Gefahr zu nahe, daß unsere jetzt blühenden und segensreich wirkenden Realschulen bald ebenso glücklich reorganisirt wären, wie die höhere Gewerbeschule, und davor wollen wir sie bewahren.

Meine Herren! Dieser Versuch war für Jeden überzeugend und die Sache wird schlimmer und schlimmer werden, je mehr Sie die Schule hinaufschrauben wollen zu etwas, wozu ein Bedürfniß nicht vorhanden ist. An Anstrengungen, die Schule zu heben, hat es gewiß nicht gefehlt und wäre auf dem betretenen

Wege etwas aus ihr zu machen, sie hätte sich heben müssen; sie hat mehrfach

vergrößerte Mittel erhalten,' es sind neue Lehrer berufen worden; die alten Lehrer sind besser gestellt worden: zur Vertretung der Schule im Ministerium ist ein

Mann berufen worden, von dem ich nur beklagen kann, daß er nicht seine Kräfte

Der Universität zuwenden kann. Trotzdem siecht die Schule dahin, weil sie eben kein Bedürfniß ist. Was könnte nicht geleistet werden, meine Herren, wenn nur ein Theil des Interesses und der Sorgfalt, die von Seiten der Regierung der hiesigen Schule zugewendet wird, auch der Universität zugewandt würde! Dort war die eine Fachabtheilung, das Jngenieurfach zu vertreten, der betreffende Lehrer hatte allein mehr Schüler, als die sämmtlichen Fachklasien des Polytechnikums zusammen. Dieser Lehrer wurde abberufen, man that nichts, um ihn zu halten, der Senat der Universität macht seine Vorschläge behufs Wiederbesetzung, er erhält gar feine Antwort und erst nachdem ich wegen dieser langdauernden Vacanz interpellirt hatte, erfuhr man von Seiten des Ministeriums, daß der Lehrstuhl gar nicht wieder besetzt werden solle, weil die Jngenieurwissenschaft ja in Darmstadt

gelehrt werde.

Und so, meine Herren, wird dieser Lehrstuhl an der Hochschule behandelt, nachdem der Herr Regierungscommissär in der ersten Kammer fcierlichst erklärt hatte, es sei nicht die Absicht der Regierung, den Lehrstuhl für die Ingenieur- Wissenschaft von der Universität wegzunehmen.

Meine Herren! Weisen Sie im Interesse des Landes und seiner gewerb* treibenden Bevölkerung, im Interesse der Anstalt selbst, die Anstalt wieder auf den Weg zurück, auf dem sie segensreich wirkte; machen Sie wieder eine tüchtige Gewerbeschule aus ihr und sie wird wieder blühen, wie sie früher geblüht hat, wo sie die vierfache Schülerzahl in den Fachklassen hatte, die sie jetzt hat.

Ich kann mich nach dem, was ich gesagt habe, nur mit dem Passus 1 des Ausschußantrags einverstanden erklären, mit Passus 2 aber nicht, und ich stelle in Gemeinschaft einiger anderer Herren den Antrag:

statt Passus 2 des Ausschußantrags zu setzen:

die Kammer wolle die Regierung auffordern, die polytechnische Schule

in Darmstadt wieder in eine dem Bedürfniß des Landes entsprechende .höhere Gewerbeschule zu verwandeln, mit ähnlicher Organisation, wie ,fie vor der Reorganisation im Jahr 1864 bestand und unter Festhal- .tung eines bestimmten obligatorischen Studienplans."

technischen Schule und der Frage ihrer Umwandlung in ein Polytechnikum hatte Sie der Herr Regierungscommissär versichert, daß dies ein letzter Versuch sein sollte, der das daran zu verwendende Geld doch wohl noch werth fei. Run, meine Herren, der Versuch ist gemacht und hat einen so gründlichen Mangel an Erfolg gehabt, wie auch der ärgste Pessimist nicht erwarten konnte. Einunddreißig Schüler in den Fachklassen und auch diese nur weil, wie das geehrte Lehrercollegium in seiner Eingabe mit anerkennenswerthcr Offenheit sagt, aus Rücksicht für den ge­ringen Besuch:Die Schüler ohne die nöthige geistige Reife aus­genommen werden und die Wissenschaftlichkeit der Vorträge theilweise aufgegeben wird, um nur einigermaßen das Ver­stand niß zu ermöglichen."

Meine Herren! Das sind verba ipsissima des Lehrercollegiums. Welche

* Gießen, 4. September. Da über Die bekannte Sitzung der Stände. ; kammer vom 22. August, betreffend das Polytechnikum in Darmstadt, ausschließ lich solche Berichte (in Darmstädter Zeitungen) erschienen sind, welche das Für erörtern, die Gründe gegen dieses Institut aber, welche in der Verhandlung an- i gebracht wurden, verhällnißmäßig wenig beachtet haben, so wird iS für unsere: Leser von Interesse fein, von dieser Seite einen näheren Einblick in diese Ver- ; Handlungen zu gewinnen. Wir bringen zunächst die Bemerkungen des Abgeord* neten Heß zum Abdruck, mit Der Absicht, weiterhin auch die Reden Der übrigen Abgeordneten zu liefern, welche sich gegen das Projekt ausgesprochen haben.

Verehrte Herren! Es ist wohl kaum Jemand in diesem Saale, Der Die uns angesonnene neue Bewilligung für daö polytechnische Schulproject als etwas an­deres betrachtet, als eine Bewilligung Der Mittel zu einem abermaligen Experiment und ich habe Die Ulberzeugung, daß auch Die Herren auf Der Negierungsbank Die Sache nicht anDerS ansehen und daß sie recht sehr wünschten, Der Beschluß dieses Hauses vom 21. März 1868 wäre ein anderer gewesen, ein Beschluß, Der aller­dings mit einer Mehrheit von zwei Stimmen Der gerade anwesenden Herren ge­faßt worden ist, bekanntlich aber die Mehrheit Der Vertreter Diefts Landes nicht für sich hatte. Ich würde vielleicht nicht so entschieden gegen diese großen Aus­gaben für erfolglose Experimente auftreten, Denn ich bin gerne bereit, auch Geld für im angeblichen Interesse einer Schule gemachte Experimente zu bewilligen, wenn, meine Herren, dieselben nichts anderes kosteten als Geld und Kräfte. Aber meine Herren, wenn durch diese Experimente die Hochschule des Landes schwcr geschädigt, eine andere Anstalt, deren das Land bedarf, ganz aufgchoben wird, dann liegt die Sache anders, dann halte ich mich für verpflichtet, solchem Ver­fahren entschieden entgegenzutreten. Ich will, gerade weil ich die Ehre habe, der Vertreter Der Universitätsstadt zu sein, hier mit Zurückhaltung von Den unheil­vollen Folgen sprechen, Die Die Privilegien, mit welchen Die neue Lehranstalt jetzt auSgcstattet werden soll, nothwendig auf Die Hochschule haben müssen; sie liegen auch zu sehr auf der Hand; Denn Die wenigen Schüler, Die man etwa noch her­beiziehen würde, würde man ja nur durch Diese Privilegien der Universität ent­ziehen und die Kräfte würden meiner Meinung nach in einem unverzeihlichen Maaß zersplittert. Ebenso große Nachtheile werden aber durch dieses unmotivirte Hinaus- schrauben der Schule zu einer technischen Akademie Dem Lande und spcciell seiner gewerbtreibenden Bevölkerung zugefügt, weil dadurch dem Lande eine Anstalt, die ein dringendes Bedürfniß ist, die höhere Gewerbeschule, genommen wird, eine Schule, auf der Die theoretischen Kenntnisse für Die höheren Gewerbe erworben werden können und außerdem die Vor kennt nisse für die technischen Hochschulen.

Eine derartige Gewervschule ist ein wahres Bedürfniß für unser Land. Sie hat in den vierziger Jahren unendlich segensreich gewirkt und unsere Industrie fühlt es tief, daß sie zerstört worden ist Durch Das unaufhörliche, Den Verhältnissen nicht angemesscne, Reorganisiren. Daß Die beabsichtigte technische Akademie einen Ersatz für Die höhere Gewerbeschule nicht gewährt, das wird von Niemand b» stritten werden; Denn von Den Leuten, Die eine technische Akademie besuchen wollen, meine Herren, giebt es in unserem Lande ganz außerordentlich wenige, aber solche, Die das lernen wollen, was sie in ihrem Berufe als Techniker brauchen und Die eine höhere Gewerbeschule besuchen wollen unD sie jetzt nicht mehr im Lande haben, giebt es eine sehr große Zahl.

Meine Herren! Ich war auch Schüler Der höheren Gewerbeschule zur Zeit ihrer höchsten Blüthe und werde ihr ein dankbares Andenken bewahren, so lange ich lebe. Damals war sie ein wahrer Segen für Das LanD, weil sie bescheiden ihre Ausgabe zu erfüllen strebte, ohne immer höher hinaus zu wollen, und Die Schüler, Die von Der hiesigen höheren Gewerbeschule aus auf Die technischen Hoch­schulen gingen, galten überall als Die Bestvorbereiteten. Das ist j tzt Alles anders geworden. Unsere Gewerbtretbenoen haben keine höhere Gewerbeschule, keine

Gebietes vom kirchlichen Zwange verbürgen. Wenn man Dem Erlasse vorwirst, i daß er keinen Aufschluß über Die von Der Regierung beabsichtigten positiven Miß- ( regeln gebe, so scheint dies Doch ein ungegrünveter Tadel zu sein. Solche Maß- f regeln sind in Den Schlußworten angedeutet; sie auseinanverzusctzen, ist nicht ein Schreiben an Den Erzbischof, sondern Die LanveSvertretung Der geeignete Ort, so weit Den entstehenden Uebeln nicht Durch ministerielle Verfügungen Einhalt gtthan werden kann. Wir glauben, daß Die Gegner Der ultramontanen Bestrebungen mit Der klaren unD unzweiDeutigen Darlegung Der ministeriellen Auffassung vor- läusig wohl zufrieden sein können; an Der Unzufriedenheit auf ultramontaner Seite Wird cs gewiß nicht fehlen.

In bestimmter Weise geht DerB. Börs.-Ztg." Die Nachricht zu,daß die Finanzoperation, Durch welche cS Der französischen Regierung möglich gemacht werden soll, die Dritte halbe MiviarDe zu bezahlen, zum Abschluß gelangt sei. Die Beschaffung Des Geldes geschieht Durch Wechsel, Die bis Ende November zu lausen haben und welche Die Namen einer Reihenfolge erster europäische Häuser tragen. In Berlin soll bei Der Operation Der Berliner Bankverein bethciligt sein.

Aue Der sürst-erzbischöflichen Canzlei in Wien wurden an sämmtliche Land- bürgermeister folgende Fragepunkte zur Beantwortung überschickt. Dieses Schrift­stück ist betitelt:Einvernehmung der Repräsentanten Der Pfarrgemeinde". 1) Ob Die Pfarrgemeinde hinsichtlich Der Abhaltung des Gottesdienstes oder Der Seel forgepflege einen Wunsch auszusprechen oder ein Anliegen hinsichtlich der Förde, rung der Religion und Der guten Sitten vorzubringen habe; 2) ob in Der Pfarr- gemeinde öffentliche Ärgernisse bestehen, insbesondere unverheirathcte Personen verschiedenen Geschlechtes in sündhaften Verhättnisftn zusammen ode» Ehegatten eigenmächtig von einander getrennt leben; 3) ob in Der Pfarrgemeinde nächtliche Schwärmereien, insbesondere häusige und über Die gesetzliche Zett währende Tanz­musiken gehalten werden; 4) ob an Sonn- und Feiertagen der Gottesdienst fleißig besucht wird ;,nD ob nicht diese Tage durch knechttiche Arbeiten, durch Spiel- unD Trunkgelage entheiligt werden; 5) ob die Kinder zum fleißigen Schulbesuche und Die Der Schule entwachsene Jugend zum Besuche Der Wiederholungsschule an- gehalten werden; 6) ob der Geistliche zur gehörigen Zeit zu Den Kranken geholt werde; 7) ob von Den Pfarrkindern da§ Kirchengebot Der österlichen Beichte und Communion erfüllt werde. Von mehreren Bürgermeistern wurde Dieses Circular mit der Bemerkung zurückgeschickt, Daß sie sich nicht zu Polizisten des Eonsistoriums hergeben; von anderen wurde Darauf geschrieben:Wir sind nicht in der Lage, zu antworten, wir bitten, sich an Die Pfarrer zu wenden."

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Ich will zur weiteren Motivirung dieses Antrags nicht viel von dem wieder- holen, was vor Drei Jahren, als Die Anstalt zum Polytechnikum erhoben wurde, so ausführlich für und wider gesagt wurde.

Ich glaube, Die Vergangenheit und Die Gegenwart Der Anstalt motivirm zur Genüge meinen Antrag, und ich bitte Sie nochmals, meine Herren, verlangm Sie, daß Die Schule wieder so organisirt werde, wie sie organisirt war, als sie so segensreich wirkte, verlangen Sie, daß wieder dem Lande eine höhere Gewerbe­schule geschaffen werde und verweigern Sie, damit man auf Dem betretenen Weze nicht weiter gehe, Die angeforDertcn Mittel.

Fulda, 31. Aug. Die Bischofsconferenz wirb am Dienstag beginnen. Die nordDeutschen Bischöfe treten schon am Sonntag zu einer Berathung zusam­men. TagesorDnung: Conflict mit Der Regierung unD Vorgehen gegen Den Alt* katholicismus.

t Berlin, 31. August. Professor Curtius aus Berlin wirD in nächster Zill eine Expedition nach Klein - Asien behufs Anstellung interessanter archäologischer Untersuchungen unternehmen, zu welchem Zwecke ihm von Seiten Der Deutscher Reichsregierung Die Hilfe eines höheren Ingenieur-Offiziers Der preußischen Armee und soweit Die ExpeDition einige bisher noch wenig untersuchte, außerhalb des Verkehrs liegende Küstengebiete Durchstreift, Der Schutz eines Kanonenbootes der deutschen Flotte gewährt worden ist. Zunächst wird die Expedition, welche übrigens nur zwei Monate in Thätigkeit fein wird, Die Ebene von Troza er* forschen. Als Architekt wird sich Der Baurath und Professor Adler derse.ben an* schließen, Dem gleichzeitig auch Der Auftrag geworDen ist, ein ProM zum Wieder* aufbau Der Johanniterkirche zu Jerusalem, welche bekanntlich der Sultan vor zwel Jahren Der preußischen Regierung geschenkt hat, an Ort und Stelle zu ent* werftn^^s gCfMöcn Tage, Abends, waren in Berlin sechs Cholerasälle amt*

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lich constatirt.

....... ................. yHVtH <1inv ---------- ------ München, 26. August. Nach DerSüdd. Presse" hat Das neue bayerische Mittelschule mehr im Lande, nur noch eine Akademie, und die eine höhere Aus- Ministerium Die aufgeworfene Frage, ob Die Einführung Des norDdeutschen Kriegs*

«»-<- " -- - ' . dienstgesetzes durch Den bayerischen Landtag oder Den Deutschen Reichstag zu

Meine Herren! Bei Der letzten Berathung über die Reorganisation Der wirken sei, in letzterer Art entschieDen. Die betreffenden Vorlagen sollen deut.