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Ochntliche 1120) Nachdem (jeridit der Provinz Nachlaß des Der' Georg Weidig ll Mir Concurs erk nmgkn und Anspr fraglichen Nachlaß i

Freitag den

Vormiti vor unlerzeichnetem emaige Vorzugsrecl dm Rechtsnachtheil tuenden Ausschluss Termin soll Priorität der Forder Massecurators und vrrhmdck, auch noi werden und werden Wi^er, welche Ulaßitz legitimirten vettreten find, den der erscheinenden ( kines zu Stande l beitretend erachtet

Gießen, den 17.

Großberzoalich Muhl,

Stadtrichter.

-s- Versailles, 2^April, Abends. Mehrere Tausend NationalgarDen von der Porter des Centtal-Comtte's waren von Paris ausgerückt und hatten Courbe- vvie, Puteaux und die Krücke von Neuilly besetzt; sie wurden aber in die Flucht geschlagen. Die von den Aufständischen vertheidigten Barricaden sind von den Truppen mu großcr Lebhaftigkeit genommen und in allen Richtungen viele Ge- fangene gemacht worden, was auch eine ganz vortreffliche moral'sche Wirkung getyan hat. ö

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N + Pans, 2. April, 6 Ubr Abends. Seit gestern Abend haben mehrere Vo^postengefechtc bei Neuilly zwischen den Föderirten und den Truppen der Der- sailler Regierung stattgefunden. Zwischen 10 und l2 Uhr Mittags wurde in den elvsceiseden Felkern und auf dem Ein.rachtsplatze starker Kanonendonner verncm- men. Das Ccnkralcomite bat mindestens 60,000 Mann bei Puteaur aufaekellt- auch Couroeooie und die Brücke oon Neuilly stnd von Nationalgardisten besetzt! ,U.nt den Pareser Nationalgarbcn lst viel Bewegung. Das Semite schickt Mann, ''haften, Jtumtion und Artillerie in Eile nach den bedrohten Stellen

Die Liberte" meldet: Ein Bataillon ces Comite's machte eine Bewegung gegen ( ourderoie. Um 9i/2 Uhr Morgens ward vom Mont Valerien das Feuer e,7n7, und, von demselben gedeckt, griffen die ,n der Nähe liegenden Gensd'armen und Waldhüter die Truppen der Commune an. Nach und nach wurde dos Ge. tkcht lebhatter und näherte sich dem Randplatze von Courbevoic. Das Gefecht das au dem rechten Flügel der Nationalgarde angefangen, verbreitete sich sichtbar m'nnt "sr^i CCm ®T' aUm 10Vz Ul)r brgann das Pelotonfeuer, während der Mont Balcrten, der da» Feuer eingestellt batte, von Neuem mit Nachdruck itt (cbie^n begann. Um 11 Uhr dauerte das lebhafte Gewehrfeuer und der Kampf um Courv,»ole tert, welches das Object auf beiden Seiten zu fein schein!

Lemps' undLiberte" erwähnen gerüchtsweise, die Nationalgardc habe »nmnrni 7 7° ffl ruiuckgcschlazen worden. Ambulanzen gehen eilends nach dem Svüulpspiotz? G ö. /

\ ,, 2. April. DerElecteur libre" , das Journal von Ernest und

/nrn17 ' mcl* C ,nen arhM 8e8cu Commune brachte, wurde gestern E 7 'm C°mlte bflt C16 Skadthaus verlassen und sich in einem

jluflcl der Magazins Reums auf der Place de» Chateau d'ean iustallirt. Die Haltung dreies Comite's, welches sich neben der Commune als rivalisirende Ge­walt behaupten zu wollen schien, hat in dem geheimen Comite stürmische Debatten dervorgerufen. Man glaubt, baß die Sitzungen der Commune in 23 Tagen 4!" 7""'- fs verlautet, daß die Justizcommissisn der Comliiune nach- !ie,n7C " .®cc.ietrln ®orf'il<>ß bringen werde, in Folge dessen das Monopol der Plapvoprie abgeschafft werden soll. Die Commune von Paris decretirte: Die fünf Versicherungsgesellschaften: Nationale, Urboint, Phönix, Generale und Union Nnv ermächtigt, d,e am 29. v. Mts. auf ihre Bücher und Cossen gelegten Siegel wieder entfernen zu Dürfen. Der auf Anordnung der Commune ausgeführte Be- nhnLn E b n ~ ®ai Pvntheon ist dem Dienste des Cultus

entzogen und wieder zum Grabasyl berühmter Männer erklärt worden. Das Kreur wurde von Dem Dome hinweggenommen. Nachdem Bürger Jourde, Mitglied des Centralcomike s, dem Volke die Entscheidung der Commune angekündigt, ließ er aU(L Th ®i,!8 VE6 ®ib7re6 cinc unSe^cure rotde Fahne aufhiffen. Der Ruf: Es lebe Die Commune. erscholl Die vor dem Gebäude aufgestellten Bataillone prasentirten der Flaggezu Ehren das Gewehr und die Kanonen des Pantheon und seiner Umgebung losten 21 Salutschüsse. 9

^aris, 2. April. Ein Beeret der Commune befiehlt die Ablieferung >n J ^^unalzwecken. Ferner erläßt Diefelbe eine Aufforderung

an Die Bewohner von Pans, dam.t sich Dieselben verproviantiren. Bei Dem nm fi'1C °iek zu Den Versailler

A Paris, 3. April, Abends. Rente 50.90, 51.40 lebhaft. Die 3nfur- ßenten wurden bet dem Mont Valerien aescklaaen Der

Meuvon fort. Das Innere von Paris ist ruhig '^ert bei

+ Bucharest, 2. April. Den Bemühungen des deukfchen Generalkonsuls ®fTk0nfuI ^geschlossen, gelang cs, den bei den neulichen Cxcessen beschädigten Deutschen volle Genügtbuung zu verschaffen.

Anstatt des Generals Ghika ist der ehemalige Minister Carv rum rumA'nf Id^en ^^kuten in Wien, Berlin und Petersburg ernannt worden.

A ^UchMst, 3. April. Fürst Karl beharrt auf seinem Entschlüsse ab:u- reisen, weil d.c Verschwörer beabsichtigen, Den Fürsten durch nächtlichen UeberÄ gefangen zu nehmen. Der Bestand der rumänischen Union ist stark gefährdet Oie Ankunft eines türkischen CommiffarS lst signalisirt. 9 9

ff dürfen darum keine zu rasche Wandlung erwarten, sondern

muffen Geduld und Nachsicht üben. Es wäre ja nicht einmal wünschcnswerth und gut, wenn Volker bet einem solchen Scheiben au- dem bisherigen Zusammenhänge a eichgultig blieben. Durch Milde werden wir die deutsche Gesinnung in den in /rede stehenden Landern allmählich wieder erwecken, erfreuliche Spuren davon be­ginnen schon jetzt sich zu zeigen. Mögen denn die Vertreter des deutschen Volkes in treuer Pflichterfüllung fortarbeiten, damit das neue Deutsche Reich den Erwar­tungen entspreche, die die Welt davon hegt. Mir bei Meinen vorgerückten Jahren "Och vergönnt sein, am Grundbau thätig zu sein, aber Ich vertraue, daß Mctne Nachfolger in gleichem Sinne, mit gleicher Innigkeit und Herzlichkeit daran iortbanen werden. Ich bitte Sie, Meine Worte und Meinen Dank dem Reichs- tage mitzutbellen." (Beifall.) Bei der Verabschiedung der Deputation sagte der Kaljer:Möge der Baum fest einwurzeln und Früchte tragen!' (Beifall.) K Versailles, 2. April, Nachts. 3000 Nationalgarden besetzten am Morgen Courbevoie, Puteaux und die Brücke von Neuilly. Sie wurden von 10,000 Mann Truppen aus Versailles angegriffen und von diesen geschlagen. Es gab 200 Todte und Verwundete und viele Gefangene. Letztere wurden sofort erschossen. In Paris herrscht eine ungeheure Aufregung.

4- Versailles, 2. April. Das Central-Comite beabsichtigt, Assignaten aus« ^6ebcn, den fällig gewesenen, aber nicht eingelösten Coupons der Schulden Der enaDt Paris soll ZwangScourS beigelegt werben. Das Gebäude des Cr6vit Foncler ist von den Aufständischen besetzt, das Bankgebäude dagegen von der Ordnungsparte, Die Bank hat an das Centralcomite 3 Millionen vorgeschossen, an mS »Ö°a PlEerung schützen. Die Organisation und Ausrüstung von Marschbataillonen wirb tn Paris eifrig betrieben. Die Armee von Versailles be° fetzte St. Cloud und die Seinelinie.

Telegraphische Depeschen.

mit- tL8^11' 3' cPnL R-'ch-tag. Der Prästdent Simsen theitt Dem Saufe Der SBerlelfna 7 ,^"8 Die Adr-ff- des Reichstages und erwieDeete n.» ückem DanF,8 !tfE bcn FvlgenDcS:Ich -habe Die verlesene Avreffe mit hm.

h Benommen. Ick- freue Mich Der Gesinnungen, welchen Der ? , Ausdruck gegeben hat; sie beweist, Daß Die Worte Mein

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Ulltlig »er <s (kn Bkrt-ln wieder errichtet beträchtlich Donner der x Die Aufregung Nacht: 3U^ Vorgericht zl i(t von der Ki tionen zu W

schlossen und dadurch ihren Mangel an NationalilätSsinn eocumentirten. v. NiegolewSki sucht aus dem Zahlenverhältniß bet den Wahlen in der Provinz Posen zu beweisen, daß dort allerdings eine selbstbewußte polnische Nation wohne In dem Augenblick, wo Deutschland so stolz ist auf sein N.tionalitätSgefühl, sollte eS auch das Der Polen achten, die nie aufhören würden, Polen zu bleiben. __

Fürst Bismarck: Der Vorredner hat ein neues Schlagwort erfunden: Wir sind kein Volk! Wenn die etwa 20 polnischen Abgeordneten sich damit meinen, dann haben sie freilich Recht; sie haben nichts weiter hinter sich, als ihre Illusionen. Sie seien nicht gewählt worden, um polnische Politik zu treiben, sondern um die Interessen der katholischen Kirche zu vertreten, und wenn sie das tdun, so erfüllen sie wenigstens die in sie gesetzten Hoffnungen.' v. Mallinckrodt: Er persönlich könne dem Antrag Der Polen nicht zustimmen; diejenigen aber, weiche die Volks' souveränetät auf ihren Schild erhoben haben, hätten dazu eine starke Verpflichtung. Schraps protestirt gegen das Unrecht, welches man Den Polen anthut. Der Antrag Der Polen wird Darauf gegen eine ganz geringe Minorität abgelehnt.

Prof. Ewald (Göttingen) zählt unter wiederholter Heiterkeit des Hauses das Sündenregister des Fürsten Bismarck her. 1866 habe er den heute noch be- stehenden deutschen Bund zerbrochen, mit fremden Völkern deutsche Stämme über­fallen, Fürsten verjagt, deutsche Völk r unterjocht, mit dem König Georg heute noch keinen Frieden geschloffen. Fürst Bismarck habe wiederholt erklärt, er habe nie gesagt, Gewalt gehe vor Recht, aber daraus, was Einer sage, komme es nicht an, wenn seine Thaten dem widersprechen. Von dem Reichstage erwarte er, Dofe er das schwere Unrecht, welches Preußen gegen Deutschland begangen, wieoer gut mache. Pros. Dowe (Duisburg): Mit einem Königshause, das nicht auf dem Wablplatze erschien, als ganz Deutschland gegen Frankreich in Waffen stand, brauchen wir keinen Frieden zu schließen. Art. 1 wird darauf mit allen gegen die Stimmen der Particularisten und Polen angenommen.

ES folgt die Debatte über den Antrag Der katholischen Fraktion auf E-.n- fubrung Der GrvnDrechte tn Die Verfassung und über die dazu gestellten Anträge auf Uebergang zur Tagesordnung. Reichensperger (Olpe) befürwortet in längerer Rede seinen Antrag. Pros. v. Treitschke (Kreuznach) bedauert, daß in Dem hoben Feierklange Der deutschen Eintracht sich noch immer particularistische Sonder­bestrebungen mischen, Daß aber von Selten des Herrn Reichensperger der Antrag auf Einführung solcher Grundrechte kommt, die Dem Volk Steine statt B ob bieten, Daß übertreffe seine kühnsten Erwartungen. (Bravo!) Warum enthalten diese Grundrechte nicht Den Fundamentalsatz: Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei? (Bravo!) Das genire Dte Herren. Die Garantien für Die Presse, welche Herr Rnchensperger aufstellt, sind ziemlich überflüssig, Denn Die Censur kann nach dem Jahre 1871 niemals wieder in Deutschland eingeführt werden, mit demselben Recht könntc man den scharssinnigen Satz aufsteüen: D:e Tortur darf in Deutsch- lanD niemals toicDer eingeführt werden. Des Pudels Kern sei offenbar, die ziem­lich vagen Bestimmungen Der preußischen Verfassung über Die Selbstständigkeit Der Rinbe tm Staate auf Die übrigen Reichsländer auszudehnen. Er (Redner) wisse sebr wohl, daß er in dieser Beziehung nicht ganz mit den Ansichten seiner politi­schen Freunde uberemstimme, ober er müsse erklären, er halte die Religion für Diel zu würdig, um Die Angelegenheiten derselben hier so nebenbei zu ordnen Keme Partei im Hause dürfe sich durch irgend welche Rücksichten abhalten lassen, gegen den Antrag zu stimmen. Das Volk werde die Motive dieses Beschlusses würdigen und gutheißen. (Bravo!) Ein Vertagungs-Antrag wird angenommen.

Fürst Bismarck: In Beantwortung einer zu Anfang Der Sitzung gestellten Qlnfrage bemerke ich, daß dem Reichstag demnächst zugehen werden: bas Militär- penstonsgesetz, ein Nachtrag zum Bu-ideSetat pro 1871 ; ein Gesetz über Die Ver- etntgung von Elsaß und Lothringen mit Deutschland (Bravo!); ein Gesetz über die Prämienanleihe. Ob das G.setz über die Rechtsverhältnisse der Bundesbeamten noch -n dieser Session wird vorgel-gt werden können, steht Da bin. Was uns Die auswärtigen Verhältnisse bringen können, entzieht sich noch der Voraussicht. Die verbundeten Regierungen haben das Interesse und den Willen, rer Regierung in 5erfal!V<$ tt)re Aufgabe in allen Stücken zu erleichtern, ohne durch ungeschickte Einmischung die Dinge noch mehr zu verwickeln. Sie haben die Absicht, sich leder Einmischung zu enthalten. (Bravo!) Daß dieser Entschluß nur bis zu Der ®ren$e durchgesuhrt werden kann, wo Die Friedenspräliminarien nicht in Frage femmen, »ed vielleicht die jetzige oder irgend eine zukünftige Regierung in Frank« reich nicht Vie Kraft hat, die Bestimmungen derselben durchzuführen, ist selbstoer- stanonch; wird noch ein neucs Einschreiten nöthr'g, so werden wir zwar mit Be- dauern, aber mit derselben Entschlossenheit wie vordem das Nachspiel des Krieges aufnebmen. - Das Haus beschließt nach dieser Erklärung Die Ferien nur vom 6 b.o jum 11. 6«. zu norminn. Schluß 4</2 Uhr. Nächst- Sitzung Montag 12 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung Der heutigen.

Trier, 25. März. Heute Morgen 5 Uhr wurde ein Theil der Mannschaft der gestern hier eingeruckten Munitions-Colonne mittels Der Eiftlbahn über Köln nacb seinem Bestimmungsorte befördert. Es ist dies das erste Mal, daß auf dieser neuen Bahn ein Zug von hier direct nach Köln abgegangen ist. So viel wir Horen, soll die Bahn am 1. Mai v. I dem Verkehr für das Publikum für Maaren und Personen übergeben werden.