Einzelbild herunterladen

kl

itv.

L «911 k-s. K

m ? 8. 8s?

8- toA s. 9; "

: J- 104: 8. 88? ,k' Z 10?

L l'OV ' d. - 1

w- 8. - i. s_

^e,d*orten.

. '"Mi'14V,J

^uken

. i°ver-H 54-58 ; Im^r- 9 45-48 2 27-2

^ri|1drd,lr Q sa rfi

* 5 35-37

9 27-28

oinp.

Gießener Anzeiger

VtetS totertilj&^riy 1 st. 42 kr. eriizhtaf nlo^n. Durch die Loff ftCTt^ähtiq

I ff. 27 fr.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montags.

Expedition: Lanzleiberg . SIL B. 9tt. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis (hießen.

Nx.. Sonntag den 2. April 1871.

pjBMMMMMBOrMMMaMMBaMMKjaMmMMMMMMMMMmamWMW«mR^Wl.BJM WTamhb Amtlicher Heil.

* . 3 «ikßen, am 28. Mär, 1871.

Betretend: >Die Brsttatiost'der Feuerstätten in 1OT

Das GrotzhtrzogiiHe Kreisamt Giehen

an die Großberzoqlicheu Bürgermeistereien zu Allendorf a. d.'Lahn, Beuern, Garbenteich, Groß-Linden, Grüningen, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Lindm, Lang-Göns, Leibgestern, Lollar, Ruttershausen, Staufenberg und Watzenborn.

Wir sehen der Vorlage der rubricirten Feuervisitations-Protokolle binnen 10 Tagen entgegen.

v. Starck.

zj Politischer T h e i t.

1. April.

Die91. Pr. Ztg." schreibt:Was würde dieTimes" sagen, wenn ein deutsches Blatt sich zu berichten unterstände, die Königin von England hätte in einem fremden Hause, das sie zeitweilig bewobnt, das Silberzeug sich angeeignet und mitgenommen? Schamlos? Verleumdung! würden sie sagen, und mit vollem Recht. Uns Deuts'^en gegenüber soll aber, so scheint es, solche freche Lästerung erlaubt sein. Das Weltblatt der Londoner City laßt sich von seinem Pariser

zc Diens Corrcspondenten aus Versailles wörtlich schreiben:Herr Thiers wirb die neulich inip., vom Kaiser-König in der Präfectur bewohnten Zimmer einnebmen; aber er wird - Ifitunun dieselben neu möbliren muffen, da tast alle Gegenstände von Werth, welche das Gebäude enthielt, Sr. Majestät nach Deutschland vorausgegangen sein sollen." Es ist dies Die bodenloseste, niederträchtigste und plumpste Lüge, die je zu lesen ------r gewesen und Die uns selbst in der englischen Presse durch ihre Unverschämtheit auf-

flHf-Preisety lifong des Mao:-

'im Belege.

schreiben m

)e Annoncen bered»

liege, die Exkaiserin Eugenie habe in den Caffen dieser Gesellschaften Gelder an­gelegt. Meline, Adam und Babinet haben ihre Demission als Gemeinderäthe von Paris eingereicht.

+ Paris, 30. März. Die Commune behandelte heute die Frage wegen der Kriegsentschädigung. Der Hauptantrag ging dahin, die Krongüter zu verkaufen, Vie angeblich sieben Milliarden werty sine.

4- Paris, 30. März.Figaro" ist gestern wieder erschienen, aber die Na- tionalgarden begaben sich sofort in die Dubmffen'sche Druckerei und untersagten den Weiterdruck, so duß das Blatt wieder zu erscheinen aufgebört hot.

4- Paris, 30. März Das Comite hat den Journalisten Fonvielle wegen Attentats ans die Commune in contumaciam zum Tode verurtheilt und Auva! beauftragt, Verfolgung und Ueberwachung gegen alle der Commune feindlichen Leute eintreten zu lassen.

idtolj,

ecköol;,

rrt werben.

ift ift un bestimm

29. Ml 1871.

ridie Aürgermeistne

roB-^uied- ®aßnet.

-iyrunflfii

-äbrnonnten Sti voll soll ®' . rn t ciflbieteib r

;wor:

u vor dem Dallit-

-,"r 3. Spril:

Su M*

jjKr 8ei der iw-

r, ? , Giehen W .

ftpfil:

' -rl|: Stämme S ' i(.[ Stämme - -ailaiiien-,?

jen^fi

' (veEeger $ Mßeu #

jh

l ilunl-

,dkl rtoiul r, bk4 t«*,

. A, ].('1 - Afft

. lDfn

Schroeder in Hamburg einen Beitrag

der Pfalz ihrer Stimmführer zu be- ein eventuell vorzunchmendeS PlebiScit jenes Landtagsabgeordneten befand sich

von 50,500 Thalern für dieDeutsche Wilhelms-Stiftung" eingefendet.

Die Negierung in Versailles concentrirt bei Le ManS. Laval und Chartres Truppen, welche nach Versailles dirigirt werden sollen. Die Exekutivgewalt ist

sollten vermuthl ch, um die Bewohner rauben und geschmeidig zu machen für über ihre Nationalität. Auch der Name darunter.

Wie verlautet, hat Herr I. H. v.

lvohnte, oarauf gesehen worden, daß bas betreffende Haus und fein Inhalt in jeder Beziehung geschont und gewahrt wurde, und so kann auch in der Präfectur von Versailles nicht eine Feuerzange weggekomm^n sein, wenn sie nicht etwa nach der Abreise dcS Hofes von französischen Händen entfremdet worden ist." Sind solche Correspondenten, so Darf man fragen, es wertb gewesen, vor ihren deutschen Kollegen bevorzugt zu werden?

Die AnsbacherFränkische Zeitung" bringt folgende Notiz:Als sich jüngst in München ein pfälzischer Landtagsabgeordneter von einem der Minister verab­schiedete, nahm dieser Gelegenheit, Ersterem eine Liste zu zeigen, toeL. e nut einem französischen Archive in die Hände der deutschen Truppen gefallen war. Diese Äste enthielt Namen und Wohnort von ca. 800 angesehenen Bewohnern der Pfalz, welche durch die einmarschirenden französischen Truppen ohne Weiteres ergriffen und nach einer französischen Verbrechercolonie in Afrika geschleppt werden

Die geschädigte Industrie, Die unterbrochene Arbeit, Der gelahmte Handel werden einen mächtigen Aufschwung nehmen. Um den Sieg zu sichern, verlangen wir n euer Vertrauen.

Das Pariser ofsicielle Journal bringt Decrete, durch welche Die Conscription aufgehoben wird; keine Militärmacht außer der Nationalgarde darf ferner in Paris eingeführt werden. Alle waffenfähigen Individuen werden in die Nationalgarde eingereiht.

Paris, 30. März. Ein Decret d"S Communalraths erklärt jeden Waffen fähigen zum Nationalgarriftcn: rin anderes Decret verbietet die Weinausfuhr ; ferner wird für jedes Arrondissement ein RequisitionScomite ernannt.

Paris, 31. März. DerConstitutione!" meldet: In Folge der Ereig­nisse in Frankreich hat Der Viceadmiral Pothuan Den Entschluß gefaßt, Das fran­zösische Comptoir von Afsinia, an ter westlichen Küste von Afrika, aufzugeben. Das Bataillon Infanterie (Marinesoldcten), welche D efe Colonie gegen Die An­griffe Der Eingeborenen verteidigte, bat BefeU erhalten, nach Frankreich schleunig zurückzukehrcn. Das Aufgeben der Colonie ist sonach vollständig und es ist wahr­scheinlich, daß Die Engländer nicht versäumen werden, uns auf diesem Punkt zu ersetzen. DerBien Public" schreibt: Man bestätigt uns, daß die Agenten des Centralcomite's in eiligen Quartieren von Paris alle Pferde für den Dienst der Armee requirirt haben. Diese Maß.egel soll in Betracht einer nach Versailles

fällt. Mit fcrapmbfefler Sorgfalt ist selbstverständlich allenthalben, wo SA . 4^. Paris. 30. März. Ein, Proklamation der Commune lagt- Bürger, ihr

habt euch jetzt Institutionen gegeben, welche alle Versuch« ter Reaktion vereiteln.

sitzt von ter Nothwkndiglcit eines aktiven Vorgehens gegen das Ceutralkomite überzeugt, doch sprechen sich in der Der Regierung seitens Der Nationalversammlung bkigegebenen Fünfzehner-Commission noch immer Stimmen für Abwart:n aus, so baß ein Definitive Entschluß Der Regierung sich noch verzögern dürfte.

beabsichtigten Expedition genommen worden sein.

Paris, 31. März. Man constatin, daß in Den reichen Die.teln Stadt eine starke Verminderung des Broteonsums stattgefunden hat. Nach lktzten Nachrichten sind feit etwa acht Tagen ungefähr 130,000 Menschen

Der den von

Paris abgereist.

Telegraphische Depeschen.

4- Berlin, 31. März. Heute hatten bei Dem Kaiser Die Senioren des Eisernen Kreuzes Audienz. An ihrer Spitze Feldmarlchall Wrangel, welcher ein Denkmal von Silber überreichte; sodann der Fürstbischof von Breslau, Der neue Gouverneur von Mainz, General Doyen, und endlich Die Gesandten Rußlands, Belgiens, Dänemarks und Griechenlands, welche Glücklvunfchschreiben ihrer Regenten bezüglich ter Annahme ter Kaiserwürde überreichten.

A Frankfurt a. M., 31. März. Es wird osficiös aus Berlin gemeldet: Die Versailler Regierung erhielt d^e Bewilligung, tie Armee bei Paris auf 80,000 Mann zu erhöhen, indem Den deutschen Behörden Das Recht zuertheilt würde, zu ihrer Sickerung über Die occupirten Provinzen Den Belagerungszustand) aussprechen ju dürfen. Der Franks. Presse wird geschrieben, Die dem Reichstage voxzulegenve Eretitbcwilligung soll so bemessen werDen, daß die Zahlung Der Jnvalidenpensicnen, die Entschäplgung für die Ge:neinDeleistungen, Die Vergütung für Die gekaperten Echiffe und die EntschäDigung Der aus Frankreich vertriebenen Deutschen sofort trsolgen können.

Sern, 31. März. Der Bundesrath hat die Viehsperre gegen Süd- dkutsch'and vollständig aufgehoben; nur gegen Elsaß besteht sie noch fort

4- Paris, 30. März. Gestern wurden an fünf größere Assecuranzgesell- schäften Die Siegel angelegt. Als Grund wurde angegeben, daß Verdacht vor-

+ Versailles, 30. März, Mittags. In Paris fand une revolutionäre fest, hebe Demonstration statt. Die Sittenpolizei der Stad^rgeanten wurde aufge­hoben, sowie ein Comite eingesetzt gegen Alle, welche reaktionärer Gesinnung ver­dächtig sind und nach dem Vorschläge Assy's verdienten, durch Flintenschüsse oder auf andere Art getöetet zu werden.

A Versailles, 30. März. Der Gouverneur von Belfort, Densert, wurde telegraphisch hierher berufen. Der Au,stand in Algier ist unterdrückt. Der Pserdeimport ist für Paris verboten.

Versailles, 31. März. DerConstitutionnel" schreibt: Versailles wird ein großes Lager. Don allen Seiten kommen Nationa!garden und Mariniers, sowie Cavallerie-Eseadronen herbei, welche in Der Provinz geblieben. Alle Wälder und Lichtungen um Versailles sind mit lagernden Truppen angefüllt. Die Cavalleric macht Reeognoseirungen.

A Prag, 30. März. Der officiöse Berliner Correspondent des Journals Bol-emia" schreibt, daß mit dem Sturze des Gouvernement Thiers sicherlich durch deutsche Truppen Die Okkupation von Paris erfolgen werde. Hieraus würde Deutschland eine Regierung installiren (?), Die nicht Durch Pöbelrevolten aus tem Sattel gehoben ircrDe.

A Florenz, 30. März. Um die Insel Caprera kreuzen 2 italienische Kriegs­schiffe, um Garibaldi'S Abreise zu verhindern.

A London, 30. März. Unterhaus. Sir Charles Diece beantragt ein