Wird ohne Diskussion ge-
d-n In Wien |u b-anf»ruch-»d-n Platz für die Erj-Ugniff- Deutschland« Ist der titltn oder noch »u sewährende» Unterstützungen.
Vorschlag ferneren Erwägungen Vorbehalten.
Paris, 28. November.
'* . ' _«■.<<> rrnrhPM
sation fruchtbringender machen werde.
Darmstadt, 27. November.
Nr. 38 enthält:
1) Gesetz, die Handelskammer betreffend.
2) Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Besteuerung dt
Ressel, Ferrü und Bourgeois sind diesen Morgen NvsslL ward sofort getödtet; die beiden
Herz spricht seine Freude über die kräftige Sprache des bayerischen Ministers aus, welche der preußische (Kultusminister in gleicher Lage gewiß nicht fuhren wurde. Er wünscht der Negierung den Sieg in diesem Kampfe gegen den Uitramon-
^SLluü 5Vt Uhr. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr.
•[ Berlin, 28. November. Feldpost-Päckereien können^von jetzt ^ab auch für
Sd,mU11„ri8, 28rVo»"mber. Die deutsch.franzüstschen Postv°rhandlung-n sind ,um
+ . Das Porto zwischen Norddeuischland und Frankreich wird auf 10
v. Mallinckrodt tritt den Ausführungen Völk's entgegen. Die Preßerzeug- niffe sollte man hier nicht ansühren; habe doch Vie „Nordd. Allgemeine" ihn und seine Freunde „Gesindel" und „schwarze Bande" genannt. Redner versucht sodann eine Widerlegung der vom Minister v. Lutz für die Vorlage geltend gemachten Gründe und behauptet, die Vorlage sei ein Appell der weiland Katholiken, der Sohne, welche das Haus der Mutter verlassen hätten, an das Reich, wo man mit Hilfe der protestantischen Vorurtheile etwas zu erreichen hoffe.
Minister v. Latz (Bayern). Bayern habe sich nicht unter den Schutz des Reiche- geflüchtet, sondern es halte nur sein Wort, nachdem es einen Vertrag geschloffen, derartige Gcs.tze nicht mehr allein zu erlaff.n.
Dr. Gneist tritt in längerer Neve der Annahme entgegen, als handle es sich hier um ein Ausnahmegesetz, und nachdem Dr. Moufang noch einmal gegen
'VWIH , wuu VU||CIV<. Ulli yi......* n V " I iJ vtVPv 1 fl! ^llkllvul/tt, IVlUlV
2) Erste und zweite Lesung des Gesetzes, betr. den Ersatz der den bedürf- ' " ' ' n ' knVxon M
tjgen Familien zum Dienste einberufener Reserve- und Landwehrmannschasten ge» I / |tnp ZU puvv v
#e,QT. bat mit der Berlinischen Leben-oersicherung-gesel-schnst
rlo Abkommen getroffen, nach welchem solchen Postbeamten, welche ihr Leben bei öe^ nenannten Gesellschaft versichern, mehrfache Erleichterungen , inlbelonlere em Dümien.E ab Von 5 6t. der tarifmäßigen Be.sicherung-pramie gewahrt wer. kr. wofern die Beamten sich bei der Versicherung der Vrrm.ttelung der Postbehorde
Paris 29. November. Gestern waren in einigen Vierteln von Paris militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen, doch wurde d:e Ruhe nirgends gestört. Nach hierher gelangten Privatdepeschen aus Rom hat d-r Papst bn Entgegen- nähme einer r>on einigen Personen ihm überreichten Adresse in förmlicher Weise gegen jeden Gedanken einer Verständigung mit dem Königreiche Italien protestirt. — Die Verhandlungen gegen Blanqui wurden vom Kriegsgerichte vertagt.
Nom 27. Nov. Heute fand die Eröffnung des Parlaments durch den König statt/ In dec Thronrede heißt es unter Anderem: Italien werde heute, da die nationale Einheit vollendet sei und eine neue Periode für das Land beginne, seinen Pcincipien treu bleiben, durch Freiheit regenerirt werden und in der Freiheit und Ordnung das Geheimniß der Stärke und Versöhnung suchen. Wir Haden, heißt es ferner, die Trennung des Staates und der Kirche proclamirl; da wir die unbedingte Unabhängigkeit der geistlichen Autorität anerkannten, können wir über- .euat sein, daß Rom, die Hauptstadt Italiens, fortsahren werde, der friedliche un» pachtete Sitz des Pontificates zu fein. In dieser Weise werden wir dahin gelangen, die Gewisskn^zu beruhigen. Durch die Festigkeit unserer Ent,ch'l>ßungen, durch die Mäßigung unserer Handlungen konnten wir die nationale Einigung beenden, ohne die freundschaftlichen Beziehungen zu den fremden Machten zu aUenren. Die vorzulegenden Gesetzentwürfe zur Regelung der Verhältnisie der geistlichen Körperschaften werden den liberalen Principien entsprechen und sich nur auf kte ' Gerichtsbarkeit und die Art des EigenthumS beziehen, indem sie die reUgiojeu Institutionen, welche einen Theil der Regierung der allgemeinen Kirche bilden, i unversehrt laßen. Die Thronrede betont ferner, daß jetzt die volkswirthschafilichen und finanziellen Angelegenheiten die volle Fürsorge des Parlaments crheifchcn.
1 Jetzt, da Italien ein constitutioneller Staat, müsse man daran denken, rö pura) . Wiederherstellung der Finanzen blühend zu machen; die heißen Wünsche des König« ' s.ien auf den Frieden gerichtet und nichts lasse eine Störung desselben besorgen;
aber die Organistrung ter Armee und der Marine, die Erneuerung der Waffen ' und Die Arbeiten für die LandeSvertheidigung erfordern eindringliche Studien. U > werden daher darauf bezügliche Vorlagen dem Parlamente unterbreitet werten- ’ Die Thronrede verheißt sodann wichtige Vorlagen über Die Autonomie der M- * meinten und Provinzen, Decentralisation in Der Verwaltung, sowie über Reformen r der Geschworenengerichte, erwähnt schließlich der Durchstechung des Mont Eenil i und des Baues der St. Gotthardtbahn, und spricht die Erwartung au-, daß die wachsende Leichtigkeit des Verkehrs die freundschaftlichen Beziehungen Italiens m>k * anderen Nationen vermehren und den berechtigten Wetteifer ber Arbeit unb Ciöu *
.....................
lonnen. 2g Ein Telegramm der „Schwäbischen Merkur"
Bttlin m-iV-k: Die brasilianisch- Ang-Iegenb-it geht einer Losung auf ttplo- ma,isch-m Wege entgegen. Die deutschen Gefang'neu wurden gegen Eaution vor- läufiä Dresdcn^'26 No«. Der Herr Gultui- und Unterricht-minister, Dr. von Gerber'"hat nachstehende Einschaltung in da« allgemein- Kirch-ng-bet angeordnet, welche dem Gebet für Den König unb das königliche Haus folgt.
......................, ---------------------- ------------------- Frachtbrief- für di- Maln-W-s-,., ®6lnW,n« m» da« Gesetz g-sp o»-n, wirk vaff-lb- mit großer Majorität drsinitw ang-nvmm-n ^j^llbahn, sowie fäMMtltche roUaMtUcye»
n 1 rc-tu unb m.Uhe» ketr htn ffrfah htr d-n hrDÜrfsl / I / I ’ ' ', . | C C ÜIU
bebltn$a6 königl. Provinzial.Tchuleollegium hat jetzt den Versuch gemacht, in den büderen Lebranstalten aus eine eintzeitliche Orthographie hinjuwirk.n. Ein Rescript dieser Behörde stellt den Dircctoren dieser Anstalten anheim, die von d-m Berlmer Gymnasial- und Real-Schullebr-r-Verein verfaßte Broschüre ubrr deutsche Rech - chreibung in den ihrer Leitung anvertrauten Anstalten emjufuhren und al« Recht-
£ ‘»käs™ tf"». D...... -««"
Regierung (in Folge Der Iustizverweigerung für einen rutschen Seemann) n.T 9?rnfilien ausaerüstet werden soll, besteht aus dem Panzerschiff „Friedrich 7arl"sowie au^den Corvetten „Elisabeth" und Augusta" , welche schleunigst in Dienst gestellt werden. Es handelt sich zunächst nur um eine Demonstration.
Berlin 29. Nov. Die „Provinzialcorrespondenz bringt einen Artikel, in welchem sie die wiederholten Ermordungen deutscher Soldaten in Frankreich und
" rit der Mörder bespricht. Das genannte Blatt sagt am Schluffe oc0 ^xutu»: Die ehrlose Haltung der französischen Bevölkerung und der franzo-
N,siiecuna könne nicht bloS Gegenstand ernster Betrachtungen sein, sondern San fcrinarnbfter practifcber Bedeutung. Die Sicherheit der deutschen
Truppen in Frankreich sei auf das Höchste gefährdet, wenn französische Geschworene and die höchsten richterlichen Beamten solche nichtswürdige Grundsätze zur Be- Mnntniinn des Mordes an Deutschen verkünden können. — Demselben Blatte zu- K’8Utti?o Nicht vor End- di-s-rWoch- -int.-t-n
Tabaks betreffend.
3) Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Einziehung tr Darlehnskaffenfcheine betreffend. ,
Wiesbaden, 25. November. Die altkatholische Bewegung macht über! Fortschritte. Hier in Wiesbaden bat sich eine große Zahl namhafter unb f achteter Männer von ber Infallibilisten- und Iesuitenpartei losgesagt. Dieseld I sind jetzt im Begriffe, ein größeres Aetionscomite für Hessen und Nassau zu co- 1 (Ittuiren, unb hsben dazu Mitglieder aus Gießen unb aus Darmstabt beif 1 zogen; von einem Vertreter für Mainz hört man dagegen nichts. (Mainz. Z
Berlin, 26. Nov. Das provisorische ReichStagSgebäude ist heute wieder^ unb zwar diesmal in recht ernster Weise einer Feuersgefahr entgangen. Dien des Hauses bemerkten im Bundsrathssaale einen branbigen Geruch unb gewahrt! auch bald daraus an der Holzverkleidung der ElngangSthür rechts neben dem Bil; des Kaisers die hllle Flamme hervorschlagen. Ein russisches Rohr hatte das Hq entzündet und die Flamme war schon nahe daran, die Portieren zu ergreifet Die Feuerwehr war sofort zur Stelle unb verhütete durch schnelle Hilfe schwerf Unglück. Der Polizeipiäsident berichtete sofort Seiner Majestät dem Kaiser übi welchem |ie Dtc i den Vorfall. die Straflosigkeit
f Berlin, 28. November. Deutscher Reichstag. 33. Sitzung. Präsides ves Artikels: D Dr. Simfon eröffnet die Sitzung um 1J/4 Uhr. Am Tische des Bundesraths Minister v. Lutz, Oberst v. Fries u. A. i
Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein: ‘
1) Dritte Lesung De« Gesetzes, betr. die Ergänzung des Strafgesetzbuchs fit das Deutsche Reich.
Frhr. v. Aretin verneint die Bedürfnißfrage für die Vorlage und »eist Die „Verdächtigung" zurück, als beftehc eine Serbin ung zwischen den glaubenstreuen Katholiken und ber revolutionären Partei. Er erklärt, daß er nicht zu untercheiden wage, ob eS anständig sei, Privatgespräche in diesem Hause witzuiheilen. (Sehr richtig! im Eentrum, Widerspruch links, der Präsident rügt den Ausdruck.) Die Wirkung bcs Gesetzes, bas ein sehr unglückliches genannt werben müsse, werde fein, daß Vielen, die bisher im vertrauensseligen Schlummer lagen, die Augen geiffnet werden. (Beifall im Centrum.)
Dr. Volk. Nur die uberzeugungstreue Pflicht gegen sein engeres wie wäte- rcS Vaterland habe ben bayerischen CultaSminister bewegen können, beim Reihs- tage eine Abhilfe zu suchen, die er zu Hause nicht schaffen konnte. Er gebeife noch einige Thatsachen für die Nothwendigkeit beS Gesetzes anzuführett. Statistische Aafnahwen hätten ergeben , daß die Schulen da am schlechtesten sind, vo die klerikale Geistlichkeit ihre Hand im Spiele hat; in Den Kreisen, welche klerikale Abgeordnete in Den Reichstag sendeten, würden notorisch die meisten Zuchthaus- —
strafen erkannt. (Gelächter im Centrum.) Redner erinnert an Die Prozesse gegen Ziele gelangt. D-» ßorr'i
Geistliche, welche Den Ministerpräsidenten Fürst Hohenlohe einen „preußischen Spltz Centimes oder 3 Sgr. berabgefc6t.^ nnb'^
brauch., dl- sich in Dameng-sellschasl nicht ™.eOt,aEbM La^; ma^- bnipi^- «^er1,!mu6.en ^«4 ®aac,n(d)uffe(3 ,. 6 8 3 weise, sie seien wie Die Hirsche tm September, (schallendes Gelachter.) LUie! die höhere Geistlichkeit sich zur Regierung stellte, erhellt daraus, daß ein Dom- i Prediger in Regensburg eine Predigt gegen das Schulgesetz drucken ließ unter Dem Titel: „Der neue Schulgesetzentwurf, ein Dolchstoß in das Her^ aller gläubigen Familien." (Hört, hört!) Ein Bischof sagte in einer Predigt: „Wir halten Die Gesetze, weil die Gewalt hinter ihnen steht und sie uns sonst pack.n wurden; wir würden die Throne umstürzen, wenn die Nönige nicht von Gottes Gnaden waren." (Hort, hört!) Und diese Aeußerung läugnete Der B-fchof ab, trotzdem sie von gläubigen Katholiken bezeugt wurde. (Hört!) Wenn Die mächtige ftirdje Den Satz, man müsse Gott mehr gehorchen als Den Menschen, ihren Millionen Ji«u bigen predigt, so sei dies nicht ber Ausdruck sittlichen Bewußtseins, sondern bh? Rebellion gegen den Staat (sehr wahr! Unruhe!), gegen welche Der Staat sich schützen müsse. (Beifall.) Er sei ein guter Katholik, und nur Die Betrubmtz darüber, Daß Das Beste am Menschen, seine Religion, unter Den heutigen Verhalt- niffen nicht zur Entfaltung kommen könne, habe ihm Die Worte in ben Mund gelegt. Das Gesetz fei ein Schutz bes niederen CleruS gegen ben höheren; er (Rebner) habe einen Brief von einem niederen Geistlichen erhalten, worin derselbe ihm mittheilt, er müsse ben Brief an einer entfernten Postanstalt aufgeben, Denn wenn man von bem Briefwechsel erfahre, sei er verloren. (Hort!) „Unseren Obern gegenüber, h:ißt es in bem Briefe, sind wir so wehrlos, daß wir es nicht einmal sage» Dürfen." Der Kampf bestehe, ber germanische Geist, welcher Deutschland groß gemacht, werde in diesem Kampfe auch siegen. (Lebhafter Beifall.)
Graf Münster gegen das Gesetz, weil er ben Nothstand nicht anerkennen


