Telegraphische Depeschen.
△ Bordeaux, 27. Febr. Officiell. Di- FriedenS.Präliminarien sind unter.
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Marschbewegungen der Truppen zu fffihen. vor, welche die verlängert.
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etwa nochmals ein Bund der Cabinette den Volkern den Krieg erklären sollte so konnttlEngland durch eine entschlossene Politik lelcht seine Großmachtsstellung wie-
Das Journal de Bruxelles erklärt die Mittheilung dc« Echo ou Parlament daß Unterhandlungen zwischen der römischen Curie und den Häuptern der kathol Irschen Partei in Belgien zur Verlegung de« heiligen Stuhle« nach Belgien an- geknüpft seien, sür unbedingt falsch. Das Echo dagegen beharrt bei seiner Angabe und mernt, das Dementi des Journals beweise nur, daß es nicht wisse, was in seiner eigenen Partei vorgehe.
Gießen, 27. Febr. Um auch dem Feinde gerecht zu werden, veröffentlichen wir aus den Wunsch mehrerer hier internirten französischen Oificiere nachstehenden Brief des Bischofs von Orleans, Monsignor Dupanloup, welchen der- selbe an die „Darmstädter Ztg", „Hessische Volksblätter" und „Schlesische Zeitung" gerichtet hat. 1 w
Der Brief des hochwürdigsten Herrn lautet:
„Erlauben Sie, daß ich mir die Freiheit nehme, mich in einer Sache an Sre zu wenden, welcher, wie ich hoffe, Ihre Loyalität Rechnung tragen wird.
In der Nummer vom 6. Januar der Schlesischen Zeitung lese ich Fol- gendes:
„3" Orleans verübten die Franzosen, mit Vorsatz und Ueberlegung an den in den Lazarethen befindlichen deutschen Verwundeten die unerhörtesten Grausamkeiten".
Entschuldigen Sie, mein Herr, wenn ich Ihnen sage, daß man Sie hierin handlicher Weise getäuscht hat. Das ganze ist eine verabscheuungswürdiae Verlaumdung. ö
Ich will nicht näher auf so Manches eingehen, was fortan der Geschichte dieses Krrrges angehören wird, noch kann es meine Absicht sein, im Augenblick über denselben mit Ihnen zu rechten; aber ich habe die Verpflichtung, die Ehre memer Gemeinde und ihrer einzelnen Mitglieder, die man auf das Unwürdigste lampst hat, zu vertheidigen. Es ist nicht nur vollständig erfunden, daß die deutschen Verwundeten mißhandelt worden seien, sondern es ist sogar Thatsache daß die Stadt Orleans die bewunderungswürdigste Sorgfalt auf deren Ver° i Pflegung verwendet hat.
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6 err' lft einE Scheußlichkeit, von welcher Niemand hier
. 3B!e1‘. ,®lne einfache Schlägerei zwischen einem Soldaten Ihrer Armee und einem Unbekannten (men hat die Untersuchung verweigert, auf welche bi» Ctabt un(rug) wurde mit einer Geldbuße von 600,000 Francs besi.ast "'an Orleans auferlegte, obgleich schon mehrere Millionen an Contributionen und Requisitionen erhoben worden waren. Welche Geldbuße wäre erst für drei, zehn durch Gift getöd.e.e Soldaten auferlegt worden! Es war davon niemals
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. r ,2ch "wähne nur kurz die „schauderhaften Verstümmelungen", welche, nach demselben Blatt, tn meiner Diöcese in Bnare begangen worden sein sollen Ich Äeftim6 ??n ?CitH1 3”tet Ei0EnEn 2,rmee 'N Orleans schon
das bestimmteste Dementi erhalten hat. w
«,su Könnte Ihnen noch mehr dergleichen Erfindungen aufzählen. Wie ver- J mein H"r? Geschieht es durch U-b-r-inkunft? Ist es ein Sy-
Und was ist von alledem wahr? Wollen Sie es wissen? ’
lung, welche dee^? unsere Stabt, welche In Folge der traurigen Cntwicke. Schlackten^8 fUr UN« genommen hat, zum Mittelpunkt von so vielen /"Nacht wurde, tausende von Verwundeten, sowohl Deutsche als
Verleugnung " aevsi^^n Un° toic id; ^on fa0te' mit bewundernswürdiger Selbst- Haben war ' 6 Pfl 9t wobei der Eifer unserer Aerzte über alles Lob er.
Wahrheit ist weiter, daß die Damen von Orleans den Schwestern nicht nachstanden an Sorgfalt und hingebender Pflege für die Verwundeten.
Wahrheit ist, daß außer meiner bischöflichen Wohnung, drei Kirchen und was an verwendbaren Sälen in meinen drei Seminarien, sowie im Lv- und bet allen Vereinen aufzutreiben war, in Lazarethe verwandelt wurde. Und nun, mein Herr, nachdem in einer Stadt Alles: Laien, Priester Non- eine solche Aufopferung gezeigt haben, schreiben Sie: „In Orleans ver- , ?ra^fcn,mmit Vorsatz und Ueberlegung an den in den Lazarethen
befindlichen deutschen Verwundeten die unerhörtesten Grausamkeiten u. s. w."
, weiß ich, daß man sich hier auf Erden auf Undank gefaßt machen muß, aber doch mcht rn diesem Grade, nicht bis zur Verleumdung.
w c Ö^^en, daß deutsche Officiere darüber errötheten und ausriefen •
„Muf brrfe Weise entehrt man unser Land!» Und einer derselben, ein höherer Olficter, äußerte: „Wir können so diesen Krieg nicht weiter führen!"
Mein Golt! Ist -s nicht hinreichend, daß so viel Blut fließt? muß man sich auch noch solcher Waffen bedienen? Nun das Kriegsglück Ihnen günstig war, wurde es Ihnen nicht besser ziemen, den Besiegten nicht wenigstens % b® Ichtmpfen f Ol 9
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+ 271 8ebr. Sitzung der Abgeordnetenkammer. Der Präsident
Buff verliest das Telegramm, welches officiell die Unterzeichnung der Friedens- SunrnCn ' W Cin auf Äaifcr und Reich aus und schtteßt d^
Ein eben so schlagendes als unumstößliches Zeugniß dafür gibt ein Schrei- ^n des Generals v. d. Tann an den Maire von Orleans vom 13. December 1870, worin es heißt: „Nach der Aussage aller verwundeten und kranken Deutschen, welche nach dem Abmarsche der bayerischen Truppen am 9. November in Orleans zurückblieben, hat sowohl Oer Maire als auch die Bevölkerung Alles gethan, um denselben eine gute Pflege angedeiheu zu lassen".
Sie haben sich demnach in einem unerklärlichen Jrrthum befunden, mein Herr, und leider sind Sie nicht der Einzige. '
Nock andere protestantische Blätter haben die Sache nachgedruckt und ver- dreiten täglich tn ganz Deutschland ähnliche Verleumdungen. So erzählt einer Jbrer Couegen, der mit noch stärkeren Farben malt, die meuchlerische Ermordung ver preußischen Soldaten werde von den Geistlichen meiner Diöcese auf der Kan- zel gepredigt. In einer Nummer der „Darmstädter Zeitung" vom 17. welche mir vor Augen liegt, heißt es wie folgt:
M uns aus Orleans,' daß am ersten Wcihnachtstage ein
Pnester , (hier befindet sich im Text eine Beleidigung, die ich nicht übersetzen will) „oder vielmehr ein Dämon, der seine Zuhörer zu neuem, muthvollem Wi- anfeuern wollte, predigte, man solle unsere Soldaten in der Neujahrs- nacht betrunken zu machen suchen und sie dann im Schlaf ermorden. Aber was geschah < Er wurde verhaftet und erschossen."
Nun, mein Herr, die traurigen Zustände unseres Landes haben in diesem ^ahre die Predigt am Weihnachtstage unmöglich gemacht, und wenn in zwei Kirchen einige Worte an die Gläubigen gerichtet wurden, so hat sich doch durch '
Untersuchung, Vie ich kinlcitete, obgleich sic ganz Überflüssig war, er. geben, daß die Behauptung jener Zeitung eben so lächerlich als abscheulich ist- auszerdem wurde in Orleans noch kein Priester erschossen. 1 ’
Nach einem anderen Ihrer Collegen, dem Redacteur der „Volksblatter ', a» 7» man F* Ozeans nicht nur der Waffen, sondern auch des Giftes, um Ctr P"ußen zu entledigen. Das genannte Blatt erzählt, ein Bauer in der «ftorben kirn "NS habe dreizehn deutsche Soldaten vergiftet, die sämmllich yvpv i vm । v 11 iie
"^^"N haben. Ich könnte mehrere Spalten Ihrer Zeitung damit füllen. ö
Wahrheit ist, baß die Einwohner unserer Stadt, die Gemeindevorsteher lle-nu^e « b" Professoren des Lyceums uub eer Seminarien, die Brüder der christlichen Anstalten, bei Tag und bei Nacht, im tiefsten Schnee und bei grim- mtgster Kalte auf das Schlachtfelde auszogen, um die Verwundeten, Freund und Feind aufzusuchen.
Wahrheit ist, daß vierhundert barmherzige Schwestern ununterbrochen thatig waren und es noch sind, Ihre und unsere Verwundeten zu pflegen: ich selbst habe dieselben den preußischen Militärbehörden zur Verwendung in ihren lazarethen zur Verfügung gestellt. Die Nonnen der „Visitation" haben auf einmal zweihundert Verwundete aufgenommen. Sie haben sich selbst Alles ver- sagt; ihre eigenen Betten, ihre Decken hergegeben und auf Stroh geschlafen, ^ie haben Tag und Nacht gewacht; einige sind diesen Anstrengungen erlegen' sogar die Oberin erkrankte zweimal zum Tode. Im „Sacrd Coeur« sind jetzt nocp nahe an zweihundert Verwundete. Die Nonnen des Klosters „de la Cha- r tr^bcm so arm sind, daß sie für sich und ihre Waisen das Brod seit Wer Monaten borgen müssen, verpflegen deren hundertachtzig. Die Schwestern von St. Aignan, ebenfalls so mittellos, daß ich täglich das Nothwendiae ru ihrer Existenz auftreiben muß, beherbergen in ihren beiden Häusern mehrere Han- oert Verwundete. Zudem noch die Schwestern der „Sagesse“, die Petites- Soeurs des Pauvres“, die Ursulinerinnen, die Karmeliterinnen, deren beide Obe- rinnen den eingebrachten ansteckenden Krankheiten erlegen sind und noch viele andere.
maä>t wurden, um den Einzug der Deutschen zu Verbindern P 8 - Amens, 26. Febr., Nachmittags. Hier ist der Befehl einaetroffen alle
bbew-auna-n dec ... Der Waffenstillstand f.i 28.
v -s- Berlin, 27. Febr. Die Stadt ist in freudigster Aufreauna die «fumd prangen in reichstem Fahnenschmuck. Vor dem könig.' Uchen Palais bewegen sich zahllose Menschenmassen. Für den Abend sind um. fassende Vorbereitungen zur Zlluinination getroffen.
/^ Schwerin, 27. Febr. Der Großherzog berichtet, die Friedens-Drä'tim.' «iS".
Deutschland übertragen, wurde ebenfalls abaelebnt Tkier«» hie^t v WWMZMÜ- Dl, ’XS„?"..6saÄ'fij
entschadigung von 5 Milliarden. ® ‘ 6 unD flnc ^tegs-
Nur mit tiefstem Bedauern, mein Herr, habe ich mich genöthiqt gesehen, Ihnen, im Angenbleck wo der Kampf zwischen Ihrem und meinem Lande noch ° h-fttg .st, diese« Schreiben zukommen zu lassen. Aber ich war cs ver Stadt schuldig, veren Bischof ich bin, ,ch war es meisten Diöcesanmitgliedern schuldig, sie zu vkttheidigen.^ Außerdem schätze ich die öffentliche Meinung in Deutschland nicht so gering, daß ich hatte schweigen können.
Von Ihrer Ehrenhaftigkeit erwart- ich, baß Sie gerne diese Gelegenheit ek mfaTtn RntUm ""8 3rrt!,um toiEttr 6ut $u machen, in welchen
Genehmigen Sie rc.
z» .. , ,. _ t Felix, Bischof von Orleans."
Konftantmopel, 1t. Febr. Abermals sind Truppen nach Jemen abge. gangen. — Aus Bagdad wird gemeldet, daß die Araber in der Nähe von Di. »unieb nenervings reooltiren. Salih Pascha ist mit Truppen gegen sie abae- -nh' T°.rDre' — >2lus $e^ran rolrC telegraphisch gemeldet, Jakub Khan , ver ff ®m'r Bon Kabul, se, an der p.rsischcn Gränzc zurückgewiesen worden Er habe den Vater um Verzeihung gebeten unv sei auf dem Rückweg nach jt"' j.u.' , D [. ^Wchische Patriarch ersucht den Großsezier um Vie Erlaubniß jur Abhaltung eines ökumenischen Concils wegen der bulgarischen Kirchenfrage.
_____ (Tr. Z.)
bre^bu^erm?n11^rti^^ ßlet^er 3eit in den Privathäusern von Orleans Zeugniß dafür ablegen- eben s° wV -L Och habe es gesehen und kann Vorstände dasselbe behaupteten Gestern Nazareth.
innifl|iE Dankbarkeit ausvrücken^für


