Ausgabe 
29.11.1870
 
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bleiben wird.

Kriegsgericht gestellt zu werden.

Worten."

haben nämlich i.......-

solchen Erztandesverräthern verdorben, daß, wenn wird, nicht« al« dir .......... 1

in tret- unternommen unb »irb diese Festungen aller Wahrscheinlich,eit nach sehr bald . Vor Thionville sind die gezogenen schweren preußischen

telegraphirt:Rußland bemüht sich, den

Gerücht, es habe amerikanische Kriegsschiffe für em gekauft, oder beabsichtige, welche zu bauen, unbegründet ist. Rußlands Sprache ist sehr friedfertig. Man erwartet, Preußen werde in Erwiderung auf Vie Anfrage Odo Russells eine freundschaftliche Ausgleichung der Schwarzenmeersrage befur-

Kriegsnachrichten.

Saarbrücken, 25. Nov. Berichte aus Versailles vom 22. melden: Die Kanonen der pariser Forts sind seit 3 Tagen sehr schweigsam. - Odo Russell hat eine Audienz beim Könige gehabt. Wetter schlecht.

Metz 21. Nov. Es hat heute leider ein sehr trauriges Ercigniß sich y'er zugetragen/ In dem großen Außenfort Plappeville bei Metz war eine Abteilung des 7. westfälischen Festungsartillerieregiments mit dem Sortiren der tn großer Masse dort aufbewahrttn französischen Patronen» und Pulvervorräthe beschäftigt. Plötzlich gerieth ein Theil des Pulvers in Brand, die Soldaten wollten zur Thur

sie in einigen Tagen zusammengeschossen sein wenn nicht der Commandant so vernünftig sein sollte, recht bald eine Kapitulation einzugehen. (Die Kapitulation ist wie unseren Lesern bekannt, bereits am 24. Oct. erfolgt.) Es ist der Befehl von Versailles eingetroffen, alle in Lothringen und überhaupt in Nordfrankreich

Aus Amiens vom 21. d. schreibt ein Correspondent derDaily New«": Ein hier von Pari« eingetroffener Gesandtschafts-Aitachd ist der Ansicht, bast die Stadt, obwohl die Borräthe von frischem Fleisch erschöpft sind, sich noch drei Wochen halten wird. Die Truppen erwarten Hilfe von der Armee der Loire wenn dieselbe ober nicht kommt, ist da« Spiel au«. Die rothen Repu- blikaner verursachen den Freunden der Ordnung viele Sorge und bereiten der Regierung große Verlegenheiten. Außer den Pocken, die wöchentlich 324 Opfer fordern, arasstren bi« jetzt keine anderen Krankheiten. Der Attache brauchte zwölf Tage zur Reise von Paris nach Amiens. Er hält e« für Wahnsinn, den eifer, uen Gürtel um Paris herum durchbrechen zu wollen. Die Preußen brennen vor Ungeduld, das Feuer auf Paris eröffnen zu können, sind aber der Meinung, Cer Befehl dazu werde nie ertheilt werden.

Brüssel 25. Nov. Hier eingetroffenen Nachrichten zufolge hat Gambetta Den Grafen Kerairy im Lager von Coulie (Departement Sorthe) besucht. Die Armee des Großherzogs von Mecklenburg setzt ihren Marsch auf Le Man« fort und steht nur noch 30 Kilometer (4 Meilen) von dieser Stadt. Cambriel hat einen Brief an Gambetta erlassen, in welchem er die ihm gemachten Vorwurfe des Verrathes und militärischer Unfähigkeit zurückweist und verlangt vor ein

ausrichtig freuen dürfen. . ,

Bezüglich des letzten russischen Circulars habe sich die Regierung verpflichtet gefühlt, an die Würdigung dieses Vorganges mit dem entsprechenden Ernste und mit jener Ruhe beranzutreten, welche die Behandlung einer solchen Angelegenheit gebiete. Die AntwortSnote des Grafen Beust auf die Circulardepesche des Fürsten Gortsckakoff hebt hervor, daß kein Zweifel zulässig sei über die gegenseitige Ver­bindlichkeit des Pariser Vertrages von 1856, der, sei es ganz oder therlweise, nicht einseitig annullirt oder modificirt werden könne. Nur wegen ver dem Cg. binette von St. Petersburg schuldigen Rücksicht gehe Graf Beust tn eine Prüfung ver Argumente des Fürsten Gortschakoff ein. Das Argument, daß nach> dem Ver- trage die Türkei Schiffe im schwarzen Meere halten könne, wahrend Rußland die- nicht dürste, würde nur das Verlangen nach einer Aenderung des Vertrages be­gründen, aber niemals die willkürliche Lösung desselben. Dieses Argument ver- mehre nur den Ernst des von Rußland unternommenen Schrittes, da e,ne derartige Maxime alle bestehenden und zukünftigen Verträge gefährde. Für den durch die

Wien 24. Nov. Das heute zur Ausgabe gelangende Rothbuch enthält 44 Aktenstücke über die Stellung der Monarchie zu dem deutsch-französischen Kriege, ferner 76 Aktenstücke über die orientalischen Angelegenheiten, 36 Aktenstücke über die Verhandlungen mit dem Papste und über die römische Frage, und in einem Nachtrage noch drei über die russische Frage. In dem demselben vorangehenden Resumä heißt es bezüglich des französisch-preußischen Krieges, daß die tiefer lie­genden Ursachen dieses Conflicts sich diesmal stärker erwiesen als alle vermitteln, ven Bemühungen. Die Regierung konnte in ihrem Entschlüsse, diese Neutralität ru beobachten, nicht schwanken, nachdem sie sich mit Erfolg bemüht hatte, freund, schaftliche Beziehungen nach allen Richtungen hin herzustellen. Die Negierung ließ cs in Paris an Warnungen nicht fehlen, sie ließ die französische Regierung nicht im Zweifel über die Bewahrung der Neutralität seitens der österreichisch-ungarischen Monarchie, über eine Neutralität, die sich mit den eingegangenen Verpflichtungen nicht in Widerspruch setzte. DasRothbuch" erwähnt sodann die Vereinbarung der neutralen Mächte wegen NichtherauStretenS aus der Neutralität und über die Wahrnehmung des rechten Zeitpunktes, um durch wohlwollende, rucksichtsvoUe Dazwischenkunft dem Sieger Mäßigung, dem Besiegten Ergebung tn sein Schicksal

s °«1X"?«<" ÄSÄ'ÄX ,ern verdorben wurden theil« getodtek, ober großtenthe.l« sehr schwer verwundet. Ob die Bo«.

. al« die Ausrottung der Sohne undMädchen> Frank cd g eint4 grM,cfen, wie da« voreilige Gerücht behauptet, oder wa« wahr- vitiutu ivhO. Die Sache verhält sich so. k ann Frankreich ae- scheinlicher ist, irgend ein unglücklicher Zufall diese Explosion veranlaßt hat, muß

durch die großartig raffinirte Drgantfahon Der ®P ®ntl J,* Untersuchung zeigen. - Uebrigen« haben die Zustande hier sich feit den letzten

siegt. Wer sind aber ihre besten Spione? (Sieben ein drei Wochen schon sehr vortheilhast verändert, Handel und Wandel erfüllt die

aus dem Volk sind. Die Preußen ziehen sie all t (Straften* alle Bäcker» und Schlächterläden sind vollgefüllt, die breiten Markt-

20-SouSstück schleichen sich diese s7genu Ä mit Vntmiheln afler Art angefüllt und die Preise

umher, spioniren auf allen Feldern und vor allen Thu ,f tojc( ftöber, wie dies jetzt überhaupt in Frankreich der Fall ist. Von Berlin

ausgekundschaftet haben, h'N'-rbringen sie " 'Ven Aufi ggb ® J in r,n legten Tagen höhere Artillerie, und Jngenieur-Osfiziere angekommen,

Kinder keinen Verdacht erregen, so ist die ©a^e lange unen oeat 8 tic Armirung der Forts und deren Weiterbau ganz nach preußischem System

neral v. d. Tann hat diese Kinderspionage mi besonderer B rtuositat " bewerkstelligen ; man will jetzt schon damit beginnen, einige Lücken in der Be-

und es steht jetzt fest, daß er ohne einen diese Heinen i l , Ü b feRigung bald zu vollenden. Ein Gouverneur, ein Commandant, ein Artillerie, gebracht halte, daß General Aurelle« e« aus eine Uniz'ngelung des g i un?Jngenieur-Offizier vom Platz sind bereit« ernannt; ebenso sind schon ein

rischen Corp» abgesehen habe, ohne Rettung ver « 0 J gleibt natürlich deutscher Polizeidireetor und deutsche Schutzleute hier. Kurz, e« sieht so aus, al« ob den man lenfeit« 'g.siLorre abfing, hat " l-lbst e,ng stand n. hiesigen Zustände für die Dauer und nicht blos w,e ,n Nancy und den anderen

eingesperrt, bi« die Preußen sort find, uud -S >st jetzl der strengst 43 t 6 9 0 J £ Provinzialstädten provisorisch organifirt wurden. Viele wohlhabende ^"'»7'^lle ri7SchL bevor die groß? nationale natiLnalZra.izösische Familien beabsichtigen schon jetzt ihre Hauser zu verkaufen

Tollheit zum Ausbruch kam, leidlich verständige Dinge getrieben hat. unb immei zu ve. affin Jnfanterie-Division (vom westfälischen

In Folge der verschiedenen friedlichen KundgebungenwüchnachdemA^ B TytoltMlie, « ecn ^ionville, Montmödy und Longwy

bruch der WaffenstillstandS-Verhand ungen ,n der stattf n und wird diese Festungen aller Wahrscheinlichkeit nach sehr bald

den, traten die Mitglieder der Regierung zu einer B-rathung zusammen in J U g;°r Th.onville sind die gezogenen schweren preußischen

cher über die Frage entheben ®irt,n f°a*c' °baVe7e^nebmen «Sebrau» Festungsgeschütze jetzt in die Batterieen gebracht worden, das Bombardement wird p. Bismarck, auch ohne den Waffenstillstand die Wah z , ullerküriester Frist beginnen, und da die Festung k.ine Außenmerke besitzt und

gemacht werden oder ob man ohne Weitere« zur Ausführung de « " M verheerenden Feuer unserer Kanonen Preis gegeben ist, so wird

tärifAen Action schreiten solle, auf die man sich vorbereitete. Wa« letztere anve. tetzi oem «ueej>er9 ,L r.: f«

langt so scheint dieselbe in einem MonstreauSfall zu bestehen, der mit einem gro- ßen^Theile der pariser Vertheidiger ausgeführt werden soll. Mit Ausnahme Jule« Favre'« und Picard'« sprachen sich die Mitglieder gegen die Wahlen aus.

Auch Trochu, der sonst mehr zu Jule« Favre hmneigte, stand J . J befinUichen Fe°stung°en in kürzester Frist 'zu Vrob'ern, damit wir bei etwaigen Frieden«-

«vamirten Partei, und am nächsten Tage (am 14.) "W1'" ;net^~tn uXbmlunTn un« "Z in deren Besitz befinden, und da wir da« bei Metz

...»*

bie Regierung folgende Note an die Machte erlassen.

au den von der florentiner Regierung bereits gegen das Eigenthum be« ^eiligen Stublc« verübten Attentaten ist nun noch ein solches gegen da« frecieUe Eigenthum der römischen Bischöfe gekommen.

General Samarmora zeigte mit dem Schreiben vom 7. d. M. « * zeichneten Cardinal-StaatSsecretär an: der Mimsterrath habe nach reiflicher Ei- wägung einstimmig beschlossen, e« sei der Palast aus dem Quinnal a S Staats- eigenthum zu betrachten, und stellte an ihn das Ansinnen, zum Behufs der Be­sitzergreifung durch den Staat cie Schlüssel zu übersenden und Jemanden anzu- ordnen, der den nöthigen Formalitäten und der Jnventarisirung der dort befind- lichen Möbel und Effecten beiwohne. Zu diesem Zwecke setzte er den folgenden Taa fest und bestimmte auch die Stunde.

ES muß mit Recht überraschen, daß ein Ministerrath sich zum Richter über fremde EiaenthumSrechte aufwirft, und namentlich bezüglich eines Palastes, der den^ römischen Päpsten gehört, der, weiter ihnenalsRestdenz dient auchder apostolische genannt wird, der feit wenigstens drei Jahrhunderten zu ihrem Som­meraufenthalte bestimmt ist und seit langer Zeit auch zum Conclave und zur apo-

lischen Canzlei benutzt wird. ....

Natürlich säumte der Unterzeichnete, im Hinblick auf die guten und unum» stößlichen Gründe, welche ihm bei Ablehnung des Ansinnens zur Seite standen, namentlich auch im Hinblick auf seine Pflicht al« Pcäfect der heiligen ap°st°lffch-n Paläste, nicht, zu erklären, daß er sich nie zu einem Art ermächtigt hatte, der auch nur im Entferntesten den Anschein herbeiführen könne, al« beruhige man sich bei einem derartigen Raub, und wie« folglich auch d,e Auslieferung der Schlüssel zu den Gemächern Sr. Heiligkeit zurück, deren Thuren man für gut befunden hatte, unter Siegel zu legen.

Trotz dieser Erklärung und im Widerstreite mit der Achtung und den Pra- roaativen der Souveränetät und Immunität, der Erterritorialität und dem furst- lichen Range, mit welchem man angeblich da« Oberhaupt der Kirche umgeben toia fling General Lamarrnora mit der schmählichsten Gewaltthätigkeit vor; denn seine Abgeordneten ließen, da kaum noch die bestimmte Stunde angebrochen war, die Schlösser der Thüren erbrechen, drangen ein und nahmen vom Palaste auf dem Duirinal, dem Eigenthum der römischen Päpste, Besitz.

Da nun der heilige Vater der Gewalt nicht mit Gewalt begegnen kann, aber auch seinem Eigenthum«recht an dem besagten Palast und allen darin befind- lichen Effecten nicht« vergeben will, hat er dem unterzeichneten Cardinal den Auf- trag gegeben, förmlich dagegen zu protestiren und Ew. Excellenz hiervon Nachricht ,u geben, mit der Bitte, Ihre Regierung davon in Kenntniß zu setzen, damit sie , sich überzeuge, welche Beleidigungen Se. Heiligkeit ertragen muß, und. damit sie anzurathen. Aegypten wird hervor-

dahin wirke, daß einmal diesen unerträglichen Zuständen ein Ziel gesetzt werde, Bezüglich des Eonflict« zwijqen oer *ir,

welche vom florentiner Gabinet in feinen Staaten hervorgerufen werden.

be- gehoben, wie sehr zu seiner Beilegung auch das persönliche Erscheinen de« Kaiser« in Konstantinopel und Aegypten beigetragen habe. Neber da« Verhalten de« nutze diesen Anlaß -c. ic. Antonelli Fürsten von Montenegro während der Unruhen in Eattaro werd volle Befriedigung

ää.

i Schwärze«m«r"Geschwader die Dinge eine Wendung genommen, über die Freunde gesetzlicher Ordnung sich