Ausgabe 
23.11.1870
 
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Au« Metz, vom 16. No»., erhält dieK. Z.» über den dortigen Gesund-

nicht

den bei

Unter den sämmtlichen im lau-

In TourS

kann

Kriegs Nachrichten.

Um den über den Gesundheitszustand in Metz coursirenden, größtenteils unbegründeten Gerüchten ein Ziel zu setzen, bringe ich hiedurch auf Veranlassung

Stadt zurückzuziehen.

Bei Dreux (auf der Landstraße von Dreux nach Chartres) ist am 11. No- -- ' * . Die preußischen Ulanen fingen den Ballon,

letzten Tagen nicht ganz wohl. Eine leichte Erkältung zwang ihn, zwei Tage lang auf seinen täglichen Spazierritt zu verzichten. Jetzt ist er indeß völlig wieder hergestellt. (K. Z.)

Zwei Militär-Executionen fanden am 15. November in Autun Statt. (Dort befindet sich jetzt Garibaldi.) Eine ministerielle Depesche kündigt an, daß acht Ulanen, welche in der Umgebung von Ferneres eintrafen, von der Nationalgarde

senden Monat Neuerkrankten des 7. Armeecorps befinden sich etwa 5 pCt. am Die Ruhr ist im steten Abnehmen begriffen und dürfte voraus-

vertrieben worden sind.

Aus Tours vom 20. November wird gemeldet: Osficiel. Die Preußen sind auf Dreux und Nonancourt marschirt und haben am 19. Evreux angegriffen. Der Widerstand der Nationalgarde hat sie genöthigt, sich in die Umgebung dieser

London, 19. Nov. Stuart Mill mahnt England ab vom Kriege wegen russischen Formfehlers. Die Time« schreibt: Wenn Rußland die Ankündigung Gortschakow's unverwirklicht läßt, wird England es bei dem Proteste Granville'« bewenden lassen; die Pflicht Englands dagegen wäre unabweisbar, wenn Rußland die Befestigungen am Schwarzen Meere vermehrte und Kriegsschiffe baute.

London, 19. Nov. Aus Florenz, 17. d., wird der Times telegraphirt, das italienische Ministerium habe es, wie man sage, entschieden abgelehnt, mit England und Oesterreich diplomatisch gemeinschaftliche Sache gegen Rußland zu machen.

London, 19. Nov. Der Times wird aus Schanghai, 27. October, ge.

neu creirten Armeen noch fünfmal so stark und hätten sie eine zehnmal zahlreichere Artillerie", mit den Preußen aufnehmen zu wollen. DasJournal de Pans" wirst den Mitgliedern der Regierung vor, sie wollten es besser als Bazaine ver­stehenund zwischen hier und acht Tagen die letzte Karte ausspielen"; aber: Wenn kein Wunder geschieht, wird dann nichts übrig bleiben, als auf jeden Preis und ohne Bedingungen zu capituliren." DasJournal Officiel" antwortet

nach Konstantinopel abgereist.

Aus Smyrna, 12. Nov., wird gemeldet:Das französische Levantegeschwader .

f,a Befehl erhalten haben, nach Toulon MÜckzukehren." --mb« nn B°^^n,edergefalle»^^^ Uschlag. Ein an.

------------------- derer Ballon, der von Rouen abging und sich nach Paris begeben wollte, fiel bei

Mouscron nieder.

Man meldet von der französisch-belgischen Gränze vom 17. November:

Ein Geschütz einziger Art und zu seltener Bestimmung ist, wie dieEss. Z."Seit einiger Zeit hatte die größtentheils aus Mobilgarden bestehende Garnison schreibt, in diesen Tagen aus dem Krupp'schen Etablissement abgegangen: ein von Montm6dy die Gewohnheit angenommen, täglich Ausfluge zu machen und Gußstahlgcschütz von 1V9 Zoll Durchmesser im Seelcnraum und circa 5 Fuß die Umgegend in einem Umkreise von 10 bis 15 Kilometer zu durchstreifen. Bei Länge, welches auf einer Säule ruht und sich nach jeder Richtung hin drehen einem solchen Streifzuge fiel ihnen auch Stenay in die Hande, wo sie 200 Preußen, und abfeuern läßt. Zweck desselben ist, zur Beschießung der von Paris aus ab- darunter einen General, zu Gefangenen machten. Auf die Lange der Zeit konnte gelassenen Luftballons verwandt zu werden, da die Tragweite und Sicherheit dieses dieses aber nicht gut thun. Gestern, 16. November, zogen des Morgens zwei leichten Geschützes eine ganz außerordentliche sein soll. Compagnieen Mobilgarden aus, obgleich man benachrichtigt worden, daß em

Versailles, 17. Nov. Jedermann erwartet mit Zuversicht den Ausgang starkes preußisches Corps längs der ganzen Granze aufgestellt worden war. Die der Schlacht, der man für morgen entgegensieht. Nicht der Prinz Friedrich Karl beiden Detachements wurden vernichtet oder zu Gefangenen gemacht. Von dem mit den Seinen, sondern der Großherzog von Mecklenburg mit den 43,000 Mann, einen kamen zwölf Mann, von dem anderen sieben zurück. Wie man erzählt, fiel die er commandirt, steht seit gestern in Rambouillet. In wenigen Tagen wird der Offizier, ein junger Mann, der eine der Abtheilungen befehligte, an der Spitze auch General von Manteuffel d.rect im Norden von Paris angelangt sein, und seiner Truppe. WaS den preußischen General anbelangt, der in Stenay gefangen

was Prinz Friedrich Karl anbetrifft, so wäre cs gar nicht unmöglich, daß er in genommen wurde, so soll dieser ein naher Verwandter Bismarcks sein. Gestern

der Zwischenzeit sich von Etampeö weiter südlich bewege, um sich die Besatzung wurde die Eisenbahnbrücke gesprengt, die zwischen Grand-Verneuil und Montmedy

von Orleans einmal genauer anzuschen. Im Grunde weiß nämlich das hiesige über die Chiöre führt."

Publicum nicht genau, woher eigentlich die französischen Truppen gekommen, welche Aus London, 19. Nov., wird derJndependance Belge" telegraphirt:Die jetzt, w>e man sagt, 60,000 Mann sta.k, zwischen Chartres und Dreux massirt Uebergabe von Paris wird als nahe bevorstehend betrachtet. Bereits wurden stehen sollen. Glaubt man französischen Nachrichten, so wäre es weder die Loire- Befehle gegeben, Lebensmittel für die Bevölkerung, wie es kurz vor der lieber- Armee, noch auch Bourbaki sondern Kdratry und Charette an der Spitze des gäbe von Metz der Fall war, aufzuhäufen." vend^er und brctagner Landsturms, die da von Westen herangerückt seien. Weichen die Franzosen nicht absolut einer Schlacht aus, so muß der morgende Tag die Entscheidung darüber bringen. In militärischen Kreisen amusirt man sich nicht wenig über die prophetische Aussage einiger Ueberläufer, welche bis zum 20. d. Ms. für alle um Paris liegenden Deutschen eine neue Bartholomäus-Nacht in Aussicht stellten. Da man jedoch auch in Frankreich mit Wasser kocht und keine Suppe so heiß gegessen wird, als sie auf den Tisch kommt, so darf man an- nehmen, daß bei diesen Planen, falls sie wirklich existirten, auch die Deutschen noch ein Wörtchen mitzusprechen haben werden Der Bundeskanzler war in diesen

schloff.» gewesen, sich zurückzuziehen, sobald -r feine Ausgabe in Pari« erfüll. Au« Metz, vom 16 N°«, « al. d.eK. d." Uder Den oomgen

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hob. >hn veranlaßt, dief.n Entschluß fz g , .urückzustellen Bri.s. unbegründeten Gerüchten ein Ziel zu setzen, bringe ich hiedurch auf Veranlassung Pflicht «achten, dem Papst, die c * t 5 n^meu von allen Seilen ce« königlichen General-Cammando'« de« 7. Armercorp« zur Kenntniß, daß der- und B-ii-id-adressen, b ,d>t t ter ffort fron» nt", bi. ihn säst f.lbe in genannter Stadt unter den obwaltenden Verhältnissen al« ein ganz be- jum ®aticnn unt »WUn$ )>P H g^de», daß er sich friedigender zu bezeichnen ist. Flecken.pphu« und Hosp.talbrand sind, auch nicht

8 Ä hat*He «66.« Srcbinmun ication gegen Victor Emanuel in vereinzelt.,. Säuen, weder unter den preußischen, noch unter den zur Zeit noch

'"W:#R".Ä in £ einzieh. Trotz dies« feindliche» Haltung hier befindliche» verwund...» und kranken französischen Soldat.», »och unter »«

ausjusprech.n, sobald ders R i A Hauptstadt zu machen und hiesigen Bevölkerung vorgekommen. Auch der gewöhnlich. Typhu« ,st hier keine«-

NS»"«»« »«r.inzuz /h. T "inL Tagen .ttiatte « einer'hohen Person , weg- so vorherrschend, al« man in der Hcima.h glaubt und nimm, in Man bat mich dreimal von Rom ferngehalten. Jetzt ist es mein, und ich will Weitem me.sten Fallen einen günstigen Verlauf. Unter 1 lieber sterben, als es aufgeben." P. Beckx, der Jesuiten-General, hat vom Papste Neuerkrankten des 7. Armeecorvs befind

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M °Ein Schreiben au« Bordeaux in derJndependance Belge" gib. einigeJndependance Belge», die Bedeutung nich. haben, die ihm von Preußischer Sette w hi (^Hmmnnn in Frankreich Wie dasselbe behauptet, ist man zugeschrieben worden, denn außer den zwei Depeschen aus Evreux und Chateaudun,

dm Städten im Allgemeinen ukd M von Paris für die welche melden, daß am 18. November, also am Tage nach dem Gefechte eine

ftortfefcuna des Kampfes Anders sei es jedoch auf dem Lande, wo man des feindliche (preußische) Colonne bei Rosny Stellung genommen habe und daß

© h H i unb nur wünschte daß die Zustände sich schnell so ge- Reiterei bei Bonneval erschienen, aber von den Franzosen zuruckgeschlagcn worden

falt daß^man wieder Aen Ld feineziehen und verkaufen sei, zeige nicht, daß die Bewegung gegen Le Mans fortgesetzt wurde : L * goÄ h,e Geistlichkeit anbelange, so kümmere sich dieselbe nur noch wenig scheine die Regierung auch keineswegs beunruhigt und CiU zu haben, den Sitz

um dmÄea und S ein L enJ afleh von der Lage des Papstes in Anspruch der Delegation zu verlegen; sie treffe energische Maßregeln, affe au- dem Depar-

^eg nv , g Geistlichkeit im Interesse des Papstes bl.ebe tement Endre-et-Loire die Unbequemen und Verdächtigen vertreiben, bevollmächtige

übriaens nicht ohne Wirkung. Ungeachtet der schlimmen Lage, in der Frankreich zahlreiche standrechtliche Hinrichtungen, um die Disciplin in der Armee herzustellen,

sich aeacnwärtia befindet, gingen doch tagtäglich bedeutende Geldsummen nach und bedrücke mehr als je die Presse, um ihr auch die geringsten Andeutungen sich gegenwärtig veslnoer, g g ) 8 b Über Truppenbewegungen zu untersagen. Die Errichtung eines verschanzten Lagers

Plätter aus Paris vom 12. November, die man in Versailles erhielt, zei- bet Orleans deute an, daß man entschlossen sei, diese Stadt mit Nachdruck zu

linn , es mu ien z w # # Ra vie sich seit einigen Tagen in Lyon befand, ist wieder zur Loire-Armee abgegan­

gen. Dieselbe weigerte sich, unter Garibaldi zu kämpfen, dessen Corps sie bei- gegeben werden sollte. Die Truppen, welche jetzt durch Lyon kommen, sind besser gekleidet und bewaffnet, als die, welche früher durch unsere Stadt kamen. Auch die Cavallerie und Artillerie hat ein gutes Aussehen. Man organisirr jetzt hier ein neues Freiwilliaen-Bataillon. Dasselbe führt den Namen:Les fils de 1792.

richten- Wie ganz Paris, so trägt auch die Negierung die schrecklichen Folgen viel anmaßt und ganz nach Gutdünken schaltet und waltet- Di. Bewohner von

der Einschließung, und icotz wiede.haiter Anstrengungen ha. sie di.feib.n »ich. Mühlhausen von 20 bi« 40 Jahren, welche, wie alle Franzosen von °"s-m Ai «,

überwinden können Die Reg'erunt läßt regelmäßig Depeschen abgehen. Wah- zu den Waffen berufen sind, haben ungeachtet der preußischen Occupatron Marsch-

^^"erL7Loch^°v7«.Sg^rhiei^e einig? An.wor.en, welche L-sehl ermatten. Ein Tbc., derselben soll auch Mühlhausen verlassen haben und

sofort veröffentlicht wurden; seit der Depesche vom 24. Oct. aber, welche am 26. ver. über die Schweiz nach Lyon gehen wollt», um sich den französisch.n Behörden öffentliche tourte, ist Ihr keine Antwort zugrgangen .rotz wiederholter dringender zur Verfügung zu stellen. Im großen 2W« von Lyon hat eine Vorstellung Bitten und ohne daß sie sich diese schmerzliche Tha,fache erklären kann." Roche- Statt gefunden. Vom Ertrage derftlbea soll eine große Kanone^ gegossen weroen, fori hat im Rappel" folgende«, vom 9. Nov. datirte« Schreiben veröffentlicht, welche den Namen fuhren werd:U Grand Ihdatre de Lyon .

' Jch hatte mir vorgenommen, mich zurückzuziehen, ohne ein Wort zu sage», Tours, 19. Nov. EinDecret vom 7. ermacht.gt den M.n.ster de« Innern ich habe aber so viele Briefe erhalten, die mich fragen, ob ich den Mrtgltcdern auf den Antrag des Polizer-DtreclorS, )edesJndtvtduum, welches fern Domtctl der Regierung der Nationalvertheidigung wirklich meinen Austritt angezeigt habe, nicht in dem Lotre und Indre hat, auszuweisen, wenn mchtzwct Bewohner des- daß?genbchigs bin ci» für alle Mal zu erklären: Ja, ich habe am 1. Nov. selben für e« gu.sagen Ein Freiwilliger der Gar.baldram .«'g'«" «°'d- '« meine Entlassung gegeben und denke nicht daran, sie zurückzunehmen. Lager von Sathonay bei Lyon erschossen^, weil er^zur Meuterei^ a^relzt ^tte.

Am 13. November ward in Athen die griechische Zndustrie-AuSstellung

eröffnet. Das Schwurgericht in ChalkiS hat den berüchtigten Räuberhauptmann Krikelas zum Tode verurtheilt.

Aus Konstantinopel, 17. Nov., wird der wienerPresse" telegraphirt: Das gesummte Cabinet soll gewillt sein, Nußland's Forderungen um jeden Peets zurückzuweisen. Die Flotte im Mittelmeer wird bedeutend verstärkt."

Der russische Gesandte, General Jgnatiew, ist am 16. November von Odessa