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militärische Nachrichten.

Officielle

Local-Notizen.

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meldet: Sechzehn Kulis sind enthauptet und 23 verbrannt worden. Die Fran- rosen erhalten 500,000, die chinesischen Christen 10,000 TavlS Entschädigung. Der französische Gesandte Rochechouart hat sich damit zufrieden erklärt und Peking verlassen. Der russische Gesandte aber ist nicht zufrieden.

aus Amerika erwartet. f .

Brüssel, 21. Nov. DasEcho du Nord" bestätigt, daß Bourbaki das Oberkommando des 18. Armeecorps erhalten hat und nach Revers marschiren soll, um Friedrich Karl entgegenzutreten.

Tours, 20. Nov. Die Regierung hat angeordnet, daß alle Vertheldlg- ungscvmtte«, welche auf eine nicht regelmäßige Weise eingesetzt sind, dem durch Decret vom 14. October gebildeten Bertheidigungscomlte unterstellt werden sollen. DerMoniteur" erklärt, die Negierung werde auch ferner alle Capitäne der aufgebrachten Handelsschiffe als Kriegsgefangene behandeln.

/X Tours 20. Nov. Im Sonnabend-Conseil ist die Ansicht Gambetta S, daß die Berufung der Constituante momentan inopportun sei, wieder durchgedrungen.

Ein Regierungstelegramm meldet, daß die Vereinigung der Armeen v. d. Tann's, des Großherzogs von Mecklenburg und des Prinzen Friedrich Karl, in einer Stärke von 135,000 Mann, gelungen sei. Die Regierung fährt fort, die Capitäne deutscher Handelsschiffe als Kriegsgefangene zu betrachten.

Tours, 20. Nov. Aus L6mur wird unterm 19. d. oificiell gemeldet: Der Feind wurde von garibaldischen Truppen, unter Ricciotis Commando, bei Chatillon überrascht. Die Truppen der feindlichen Abtheilung wurden entweder getödtet oder zu Gefangenen gemacht. Die Zahl der Letzteren ist 700 bis 800.

Rouen, 20. Nov. DerNouvelliste de Rouen" glaubt zu wissen, Thiers werde gelegentlich der neu aufgetauchten orientalischen Frage mit der Er­neuerung der Waffenstillstandsverhandlungen gleichzeitig auch eine andere wichtige Mission zu erfüllen haben. DieFrance" vom Sonntag erklärt, in Betreff der orientalischen Angelegenheiten wäre das Schicksal Europas in Preußens Hän­den und müsse dessen Haltung abgewartet werden.

Florenz, 17. Nov. Die Regierung verweigerte angeblich auf das Ent- schiedenste das diplomatische Vorgehen mit England und Oesterreich gegen Rußland. , r , ,

Konstantinopel, 19. Nov.Levant Herald" glaubt zu wissen, daß Die Pforte die Einberufung der Rediffs (Landwehr) angeordnet habe. General Jg- natieff und Hali Pascha sind hier eingetroffen.

ein Munitions-Magazin _ .

Verwundete. Ursache und Details bis jetzt noch unbekannt.

v. Löwenfeld.

Metz. 21. Nov. Im Fort Plappeville ist heute früh 9^ Uhr in die Luft geflogen. Einige Todte und 4

In ganz kurzer Frist dürfte die Erscheinung einer beträchtlichen russischen Escadre, aus den in den Vereinigten Staaten gekauften Schiffen bestehend, welches an Rußland für die Ucberlaffung seiner nordamerikanischen Colonien von der Union entrichtet würde, zu erwarten sein. Ebenso dürfte eine imposante mili­tärische Machtentwicklung an unserer südwestlichen Grenze stattfinden, wenn man in Wien oder Konstantinopel sich weniger, als mau erwartet, disponirt suhlen wird unfern Wünschen nachzukommen. Der General Ignatieff ist bezüglich dec etwa bevorstehenden Krisis, mit den nöthigen Instructionen versehen. Die offent- liche Meinung verlangt schon seit langer Zeit lebhaft die Schritte, welche dir Regierung nunmehr gethan hat und der Fürst Gortschakoff, welcher durch seine abwartende Haltung in dem französisch-preußischen Conflict schon etwas von seiner Popularität verloren hatte, ist wieder der Held der nationalen und liberalen Parte, geworden. In Betreff der Eventualität eines Kriege- zeigt sich Alles vollkommen beruhigt. Man weiß, daß die neue Bewaffnung vollendet und unser Kontingent mehr als eine Million Soldaten beträgt, und jedenfalls denjenigen von 1655 m intellektueller Beziehung überragt. Außerdem rechnet man auf Aufstande der fla- vifchen Völkerschaften Oesterreichs und der Türkei, sobald uns diese Machte den Krieg erklären würden. Hoffentlich wird indessen noch ein friedlicherer Ausgang möglich sein. Die Haltung Englands kann hierzu das Meiste beitragen. Die jetzige britische Regierung ist, wenn wir uns nicht täuschen, wenig geneigt, den Absichten unserer Regierung entgegenzutreten, aber man scheint hier auf der eng­lischen Gesandtschaft zu fürchten, daß eine nächsthin stattfindende ministerielle Krise, indem sie Gladstone und seine Freunde beseitigt, nur das Signal zur Erneuerung eines Torry-Mintsteriums sei, welches sich weniger entgegenkommend zeigen wurde. Der türkische Gesandte Rustem Bey und der ungarisch österreichische Gesandte Graf Chotek haben bisher noch durch nichts ein Urtheil in der Sachlage ab- aeaeben und nehmen noch eine reservirte Haltung.

Brüssel 21. Nov. DieLiberty schreibt unter dem 18. Nov.: Bordeaux ist definitiv zum zukünftigen Sitz der Negierung gewählt. DieFrance" theilt mit, die Negierung habe an die neutralen Mächte eine Note gerichtet, worin sie für die guten Dienste dankt. Das Nanter JournalPhare" meldet, vom 1. Octo­ber bis 10. November seien 215,000 Gewehre und 2,650,000 Patronen aus Amerika in Havre und Brest angelangt; demnächst würden weitere Lieferungen

Versailles. 21. Nov. Die bei Dreux und Chateauneuf geschlagenen Mobilgarden flüchteten nach Westen und Nord-Westen. Landwehr-Bataillon Unna und zwei Escadrons 5. Reserve-Husaren- Regiments am 19. in Chatillon angegriffen, haben sich nut Verlust von 120 Mann und 70 Pferden auf Chateauvilain zurückgezogen. Von den Armeen liegen sonst keine Meldungen von Bedeutung vor. v. Podbielskp.

Telegraphische Depeschen.

v Berlin, 21. Nov. Wie derNreuzzeitung" aus Stuttgart geschrieben wird, sind die Aussichten auf den Eintritt Württembergs in den neuen deutschen Bund durchaus günstig. Daß auch die Verhandlungen mit Bayern wegen der­selben Angelegenheit keineswegs abgebrochen sind, erfährt dieKreuzzeltung aus München. Die Verhandlungen des norddeutschen Reichstages werden nach der Kreurreitung" durch Staatsminister Delbrück eröffnet und geleitet werden. Die würtkembergffchen Minister v. Suckow und v. Mittnacht sind heute Morgens

^Stuttaart, 21. Nov. Der heutigeStaatsanzeiger" meldet:Die Mi- nister v. Mutnacht und v. Suckow haben nach vorgängigen längeren Bcrathungen des GesammtministeriumS am 19. November dem Könige einen eingehenden Bor- 1 trag über das Ergcbniß der in Versailles stattgehabten Verhandlungen erstattet und sind am 20. November im Auftrag des König- nach Berlin gereist, um dort die Verhandlungen zum Abschluß zu bringen." .

' Dresden, 21. Nov. DasDresd. Iourn." schreckt: Der Staat-Minister Friesen ist gestern Nachmittag von Versailles zurückgekehrt und heute Nachmittag nach Berlin abgereist. Der Generalgouverneur macht bekannt, daß zwei kriegS- gefangene französische Offiziere ihr schriftlich g-g-bcn-S Ehrenwort gebrochen haben und gestern desertirt sind. ~ c .

Brüssel, 20. Nov. DieJndäpendance" meldet aus Petersburg, daß dem­nächst das Erscheinen einer russischen Panzerflotte in den Dardanellen bevorstehe, die in den Vereinigten Staaten für den Verkaufspreis der russischen Colomen in Nordamerika angekauft sei. General Ignatieff wird im Falle von entstehenden Schwierigkeiten von Konstantinopel abreisen. Oesterreich beabsichtigt, imposante Demonstrationen an der Donau und am Pruth zu machen.

Brüssel, 21. Nov. Man schreibt derIndep." aus St. Petersburg: Ich machte schon die Mittheilung, daß General Ignatieff beauftragt worden war, von der türkischen Regierung die Autorisation zur Einfahrt einer Panzer- Escadre in das schwarze Meer, zum Zweck der Ueberwinterung zu erhalten. Ein umfangreicher neugebauter Kriegshafen zu Kertsch, am Eingänge des Agaff schen Meeres, ist bereit, die Flotte aufzunehmen. Allein, nach einer peremtorischen Weigerung der hohen Pforte, hat unsere Regierung ihrer Wurde schuldig zu sein geglaubt, eine feierliche Erklärung ihrer Absichten einer so gewaltsamen Hand­lung, wie der Einfahrt einer russischen Escadre in das schwarze Meer voraus-

21. Nov. .Wenn das Dorf abgebrannt ist, reparirt man die Feuer- svriüen." Aehnlich geht es so mit einem Th eil unserer Stadt hinsichtlich der Straßen- beleucktuna Nachdem vier Unglücksfälle am Oswald'schen Garten stattgefunden, rvobeNnit genauer Roth zwei der betreffendenPersonen vom Tode^t^ eine Laterne an den Schulberg in der Nahe des Oswald tchen Gartens zu ireyen. (9s ist dem ftauvtübelstanbe dieser Passage em wenig, wenn auch nicht viel, abge- ^lfen ^LeuU handelt es^sich nun um die Beleuchtuna der Hintergasse. Die Hinter- ga e eine ber fTeqUenteftm Straßen hiesiger Sttckt, besitztz Mn Laternem Der yrjjt nnm ß-.cfe des Sattler Ferber bis an das Schuhmacher Walthersche Haus is?völlia^dunkel^gelassen indem die am Hirsch schon Hause besindl.Ae Laterne nur ein Fragment von Lichtschein in die betreffende Straße wirft Die Entfernung der beidm^LaUrnen^vom Hirsch'schen Hause bis zum. W al

einmal soviel als bei fast sämmtlrchen Laternen hiesiger Stadt. Zudem, dasaUadend- l die Fabriken von Hornberger, Gail 2c. chr Contmgent in Masse von Fabrik- nrbeiiern lief rn ferne?das Droschken- und übrige Fuhrwesen dieser Strafe ziemlich belanareick ist ist es auch der kürzeste Weg vom Wallthor nach bem ©etter^berß, resn dem Bahnhof Es wäre hiermit schon in sittenpolizeilicher Hinsicht geboten, eine LiterneUngefähr an das Haus ber Wittwe Stein ober Schuhmacher Wagner an­zubringen mb em schon zu wiederholten Malen sehr große Ex c ess e ge gen. F a br i f ar b et- terinnen stattgefunden haben. Von wahrhaft lebensgefährlicher Arbeit ist es imanch-

u-Vänd^

ttchen Stadtvorstande sehr zum Danke verpflichten, wenn diesem arg gesuhlten Miß- qk /uHtkpn ,,nd 70 Gulden ausgegeben wurden, vom 1. ^anuar ioh an vpu ö : weÄos werden und behufs der Einlösung jedenfalls vor dem 31. Deeember d. I. i bei der Staatsschulden-Tilgungskasse zu Darmstadt zu prasentlren sind.

Die Börse eröffnete mit einigen Schwankungen, später festere Tendeüz. Der Schluß der Börse war auf Londoner Friedensgerüchte besser.

Eine solche Erklärung konnte nicht stattfinden, ohne daß die russische Re» gierung alle Maßregeln getroffen hätte, um ihre Kundgebungen und Thatsachen folgen zu lassen. Und diese Thatsachen können nur die demnächstige Einfahrt einer rus­sischen Escadre in das schwarze Meer sein, stark genug, um nöthigenfalls die Fahrt durch die Dardanellen erzwingen zu können und die Concentrirung unserer Truppen an den Grenzen von Oesterreich und der Türkei, welche am meisten rnteressirt sind, gegen die Erklärung des Fürsten Gortschakoff Protest einzulegen. Die einfachste 9 Logik beweist, daß ohne dies jene Erklärung nur eine unnütze und selbst gesayr- liche Manifestation gewesen wäre und lediglich die Mächte gewarnt hatte, aus

Börsennachrichten.

21. November 1870.

Actien.

Oest. Creditact. 234235 50/g östr. F. St. E. B. 349 Lombard. Bahn 16 V4 Ludwigsh.-Bexbach 162Vz Maxbahn

Bayer. Ostbahn 120

Hess. Ludwigsb.-Act. Alsenzbahn-Actien Oberhessen M

Wechsel.

Amsterdam k. S. 1003/g

Augsburg k. S. 100

Berlin k. S. 1043/4

Bremen k. S. 97

Cöln k. S. 1047/g

Hamburg k. S. 88

Leipzig k. S.

London k. S. H87/s

Lyon k. S.

Paris k. S.

Wien k. S. 94V2

ditto m. S.

ditto 1. S.

Disconto 40/g G.

Preuss. 41/2% Oblig.

Frankf. 31/2 °/o Obi.

Nass. 41/2° 0 Obi. 9O/2

Kurhess. 4% 82 V4

Gr. Hess. 5% Obi. 101V?

, 40/o n 927/8

3Mo n -

Bayer. 5% n 95

41/2% 1jährige 90/2

40/g 1/4 jährige

Wiirtemb. 4^2°/o Obi. 89 V4 Baden 41/2O/o Oblic. E. L. 9O/2 Oesterr. Silberrente 52'/g

n Papierrente 44 Vs

n 5% M. steuerf.

Amerik. Bonds 188Ir 95l/s

1882r 93

n 1885r 92i/4

1887r 92t/2

Spanier, neuest. 3% 30Vs

Prioritäten.

30/0 öster. Stsb.-Prior. 541/2

3°/0 öst. s. Lombard 44

3% Livorneser 293/4

50/g Toscaner

5% Elisabeth.-Prior. do. II. Emiss.

Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 44a/g Sachs.

Div. Cassen-A.

Pr. Friedrdor 9 5859 Pistolen . . 9 4546 doppelte 9 4546

Holl. fl. lOSt. 9 55 Ducaten . . 5 3638 20 Frankens!. 9 323/4 Engi. Sover. 11 5759 Russ. Imper. 9 48 50 Dollar in Gold 2 26 V22

Anleliensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose Nassau 25 fl.

40/g bayr. Präm.-Anl. 1054/4 Ansbacher 7 fl.

40/g badische Loose 105 Badische fl. 35 Loose Oestr. fl. 250^v. 1839 1858r Prioritatsloose 1860r Loose 71V2 1864r n , Braunschweiger Stadt Madrid 21V4

Actien.

Frankf. Bank

Frankf. Vereins-Kasse 100

Darmst. Bankact. 312

Wien Bankactien 690

Galizien 221