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Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags.
Expedition : Canzletb erg Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen.
Nr. 135 Sonntag den 23. October 1870.
werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B- 1, als auch iöCftCllllllgCIl Ule, vCH bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.
Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert.
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lasten, erhalten denselben pro IV. Quartal 1870 zu 1 fl.
Amtlicher T h e i l.
durch Frankreich- Verhalten unerläßlich ist, zu beruhigen. Unsere Krieger werben
Den Frieden verbürgt.
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nach Verjagung Der Preußen abgeschlossen werden darf. In Paris selbst wagt bis jetzt übrigens fast Niemand dem Frieden das Wort zu reden. Nur der TempS (er wird bekanntlich von Ncfftzer redigirt) will, daß man die Festungen im Osten zum Opfer bringe, indem er sich jedoch zugleich gegen eine jede Gebietsabtretung ausspricht. Wie gefährlich es übrigens in Paris ist, dem Frieden das Wort zu reden, kann man daraus ersehen, daß Electeur Libre, der sich einer friedlichen Sprache befleißigte, beinahe unterdrückt worden wäre. Er entging dieser Maßregel nur dadurch, daß Picard, bekanntlich Mitglied der provisorischen Regierung, zu seinen Gunsten intervenirte. In Paris soll seit der Beilegung der Affaire FlourenS vollständige Ruhe herrschen. Dagegen geht eS in der Provinz ziemlich toll zu, und die konservativen Blätter sind voll Klagen gegen das eigenmächtige Auftreten der republikanischen Behörden in der Provinz, die fortfahren, die General- und Gemeinberäthe aufzulösen und gegen die konservativen Journale aufzutreten. Unter den Journalen, welche den Zorn der republikanischen Machthaber erregten, befindet sich auch der Memorial zu Lille, der auf einen Monat suSpendirt wurde. In Toulouse hat die socialistische Partei jetzt ebenfalls die Oberhand errungen. Es wurde nämlich dort ein öffentlicher Wohlfahrtsausschuß gebildet und mit Zustimmung des Präfecten Duportal auf dem Capitol eingesetzt. Der Gemeinde» ratd, Der damit nicht zufrieden war, reichte in Folge Dessen seine Entlassung ein und protestirte bei der Regierung in Tours. Gambetta wird höchst wahrscheinlich den Wohlfahrtsausschuß auflösen. Aber es ist sehr die Frage, ob seinen Befehlen Folge geleistet wird. In Marseille, wo er die Maßregeln gegen die Jesuiten und die Gazette du Midi rückgängig gemacht haben wollte, hat man bis jetzt ebenfalls den Gehorsam verweigert und die genommenen Maßregeln aufrecht erhalten. GanbalDi'S Uebcrnahme eines Commando's hat nicht allein unter Der Geistlichkeit, sondern auch unter Den Militärs Anstoß erregt. Wie erstere darüber denkt, geht deutlich aus einem Dementi hervor, welches der Erzbischof von Tours dem Correspondenten des protestantischen Blattes Daily News giebt, der behauptet, daß Der Erzbischof beim Empfange GaribalDi's zugegen gewesen sei. Derselbe sagt, daß dies erlogen sei. Er habe im Gegentheil Herrn Lr6mieur gebeten, den öffentlichen Feind des Papstes und Der Kirche nicht im erzbischöflichen Palast — dort wobnt bekanntlich Gremteuy —, unv wenn es auch nur wegen eines einfachen Besuches sei, zu empfangen, worauf Dieser Denn auch Vorsichtsmaßregeln ergriffen, Daß Der „Jnsulteur" Der Geistlichkeit nicht in seiner Wohnung erscheine. „Ich sagte noch Crömieux" — so fügte der Erzbischof hinzu —, „daß ich geglaubt, Die göttliche Vorsehung habe Frankreich genug Demüthigungen bereitet; ich hatte mich geirrt; es war uns Vorbehalten, eine letzte Demüthigung zu ertragen, Die, Die Ankunft GaribalDi's zu sehen, Der sich vor Der Welt Die Mission giebt, Frankreich zu retten." — Der vielfache WiDerspruch, Den Die Ernennung
1 Garibaldr's zu einem ObercommanDo fand, verhinderte jedoch nicht, daß.derselbe ' heute Den Oberbefehl in Den Vogesen führt. Derselbe hat bereits eine Procla- ' mation erlassen.
' Garibaldi hat folginDe Proklamation an die ihm untergebenen ' Truppen erlassen: ....
- „Freiwillige und FrcmcllreurS ! Ich komme, um den Oberbefehl über die für die nationale : Vertheidigung gebildeten Corps zu übernehmen. Preußen weiß, daß eS heute auch mit der be
Bekanntmachung.
Mit Rücksicht aus die häufigen Blattern-Erkrankungen wird zur möglichen Verhütung der Weiterverbreitung nach Anhörung der Medicinalbehörde und auf Grund des §. 12 pos. 2 der Kretsraths-Instruction vom 20. September 1832 verordnet:
1. Bis auf Weiteres sind bezüglich aller an den Blattern Verstorbener die öffentlichen Leichenbegängnisse verboten.
2. Zuwiderhandlungen werden gegen die Veranstalter der Leichenbegängnisse mit 20 fl. bestraft.
Gießen, den 20. October 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Goldman«.
Nach Nachrichten aus sicherer Quelle neigt sich Trochu Den FrieDenSiDeen währ-.nd Jules Favre unD Gambetta mit größter Energie auf Der Fortsetzung . Krieges bestehen. JuleS Favre würDe am EnDe noch auf andere Jveen gebracht werben können, während Gambetta fest Dabei bleibt, daß Der Friede erst
Die weiteren Beschwerden und Gefahren des Feldzuges willig und freudig tragen in Der gewissen Zuversicht, Daß jede Verlängerung Des jetzigen Krieges, insofern sie eine Vervollständigung Der NieDerlagen Frankreichs bringt, dadurch zugleich eine höhere Bürgschaft für die Dauer des künftigen Friedens ist, Daß jede Woche, welche- Der Krieg jetzt verlängert werden muß, uns vielleicht ein Jahr mehr
22. October.
Wie nur die volle Durchführung Des Krieges eine Bürgschaft künftigen Frizens ist, wird von Der „Provinzial-Correspondenz" in einem längeren Artikel i aiiscinandergesctzt, Dem wir Die nachstehenDen Sätze entnehmen: Wir stehen vor | Dem letzten militärischen Abschnitt Der gewaltigen weltgeschichtlichen Entwickelung i Diefer Tage. Nach Der Belagerung unD Dem zu hoffenDen Falle von Paris kann 1 es in militärischer Beziehung nur noch ein Nachspiel Des Krieges geben ; Die | Entscheidung selbst wird Dann in Der Hauptsache erfolgt sein. Die französische Nclion, Der es in ihrem Stolze unmöglich war, an Die Größe ihrer Niederlagen iu glauben, ließ sich von Den republikanischen Führern willig in den Trost ein- , liegen, daß nur Der Kaiser und seine Regierung an Dem augenblicklichen Miß- । ^schicke Schuld seien — Die Nation selbst aber, welche nach Dem Sturze Des , ^aiscrthums sich zurückgegeben sei und ihre eigene VertheiDigung in Die Hand , genommen habe, werDe Alles wieder gut machen, eine Maffenerhebung Des Volkes ( tptroe in Kurzem neue unbesiegbare Heere schaffen, Deren Begeisterung ersetzen . werbe, was ihnen an militärischer AusbilDung fehle, und Deren ungestümer An- , yrarrg Die HorDen Der Deutschen Barbaren vom Boden Frankreichs wegsegen weide. In diesem Wahne unD unter Der Herrschaft Der unverstänDigen Lewen- schäften der Pariser Volksmaffen wurde Die Fortsetzung des Kampfes und Der VertheiDigung von Paris beschlossen. Durch Den neu gestärkten Wahn von Frankreichs Unbesieglichkeit ist in Der Thal die Fortsetzung Des Krieges bis zur allseitigen handgreiflichen Darlegung der Ohnmacht Frankreichs eine unerläßliche Noihwendigk-Ü geworden. Wäre es nach Ver Schlacht bei Sedan zum Frieden --kommen, fo würden alle die Täuschungen, in welchen Par.« und Frankreich «sch in diesem Augenblick- befangen sind, nach dem Fnevensschlusse bald wieder mit unwiderstehlicher Macht zur Herrschaft gelangt sein. Nur wenn die Pariser Btvölkcrnng und ganz Frankreich den bitteren Kelch der Ntiderlagen bis zur veie acleert haben, wenn die militärische Kraft des Landes vollends gebrochen ,ad di- Hoffnung auf das Erstehen neuer Armeen überall vernichtet ist, wenn «,c hochmüthige Hauptstadt selbst bezwungen und gedemuthigt ist, — nur wenn °as Bewußtsein der Niederlage zu voller Kraft gelangt; erst dann wird die Hoffnung begründet fein, daß Vie Erfahrungen dieses Jahres nicht ohne Wirkung m Frankreich, nicht ohne Frucht für den Bolkerf,nden bkiben. Auch noch in md-r-r Beziehung wird der von Frankreich selbst gewollte Fortgang de« Kriege« mju dienen, dem künftigen Frieden -ine langer- Dauer zu »"bürgen M t -dem Tage schreitet die innere Z-rruttung und d.eS- bstz-rstorung In Stant 5* »ritt? vor, und je langer st» dieser Zustand h.nz.eht, desto längere Zelt Lirb das französische Volk brauchen, um Vie tiefen Wunden, vte es sich selbst
L d,j?en Richt blo«, daß immer neu- Bezirk- de« Lunde« in den B-.
ff U Ä hinringezogen werden, - die jetzig- revolutionäre Art der kandeevcrtheivigung fügt der Bevölkerung selbst unheilbaren Schaden zu und oihiat uns- - Krieg«führung th-ilw-is- zu Härten, welche da« Lunv nicht Minder 01 C ti A L.s.n B N,rwü»unaen wie sie in einem weiten Gürtel um Pari« ^on^ver ^r-voluti°närcn Negierung thorichter und rücksichtsloser Weise angerichtet vorden sind, wie sie ferner mit einer langwierigen feindlichen Besetzung und rollend« Mit einem Belagerung-kamps- no.hwendig ve.knupst sind, muffen au hinau4 Dit Kraft ver Bevölkerung aus'« A-ußeiste erschöpfen. Die Wirkuna oit äußeren Zerrüttung wird noch erhöht durch die politische Auflösung, ^ welche Fran'mch »°n Tag zu Tag entschiedenir g-rä.h. E- .st kaum abzu. den « Ich. politische Gestaltung nut Hoffnung auf Dauer m Frankreich Baven fann • E t V°l'tisch-N Schwierigkeiten unD Schwankungen aber werven £®"Ä« 6ff«»li*en SBoWtanbe« «oll-nd- erschwer.» Alle diese B.tZlung.n wurden freilich unsere Regierung nicht bestimmen . rerseits eine ... Tiauet des Kriege« zu wünschen oder zu veranlassen, sobalo Frankreich hi,9» einen Fr'-dm z" s-bli-b-n, »<e « dnr» die Luge der Dinge und diireb^ Deutschlands unabweisliche« Interesse geboten ist. Wohl aber sind itne L.wägung.n geeignet, uns über die Fortdauer de« Kriege«, so lange dieselbe


