norddeutsche Sefaftung herau-gezogen toorbenlfid) ba6 Ministerium mit vielem Rech, geweigert, solche Punete in der Abwese«. ,o e« im Zollverein, zu welche.» Süddeutsch- hei, de« Angeschuleig.en »u discutiren. Wir können nicht- Bessere« hun als
Kriegsnachrichten.
gefunden.
von 5,600,000 Dollars verkauft; dieselben, meist alter Construction, sind säst ausschließlich nach Frankreich verschifft und dort umgearbeitet worden, auch von
seinem Beispiele folgen. Es wäre in jedem Falle Unrecht, eine Macht zu verdammen, die keine Gelegenheit hatte, ihre Vcrtheibigung hören zu lassen, und nichts könnte unpolitischer sein, als daß wir, die größte der neutralen Machte Die Verpflichtungen Neutraler übertreiben sollten. Die Schuld oder Unschuld der luxemburger Regierung ist ein Punct, über den wir gar nichts wissen. Sie ist angeschulvigt, von der Neutralität abgewichen zu sein, und wenn der Fall con- statirt ist, wird Englands Unheil unparteiisch gefällt werden."
In Southampton ist eine Anzahl französischer Schiffe mit schweren Waa- renladungen eingetroffen, welche sich aus den französischen Hafenstädten beim Heran- rücken der Deutschen geflüchtet haben. , , ,
Seit dem Beginn des Deutsch-französischen Krieges hat dle Verewigte Staa-
Die eintreffenden Nachrichten über die Haltung der süddeutschen Landtage i gegenüber den deutschen Verfassungs-Verträgen lauten aus Karlsruhe besser, aus , München bisher schlechter, als man in Berlin erwartete hatte. In Karlsruhe hat auch die ultramontane Minorität durch den Mund Baumstark'« und Roßhirt « , sich unbedingt für dieselben erklärt. In der Abstimmung des badischen Abg-ord- I Nttenhaufts ergab sich einstimmige Annahme der Vertrage; nur bei der Militär- Convention enthielt sich v. Feder der Abstimmung, Kayser stimmte mit R-in, alle Uebrigen mit Ja. Zuletzt gab Ekhard den Wunsch nach Revision d e badischen Verfassung und Vereinfachung der Staatsmaschine zu Protocoll, dem man einstimmig beitrat. Aus München dagegen verlautet, daß ein ungartsch-osterreichischer Jntriguengeist dort wieder fpuke. Es werde Seitens des einen patriotischen Fuh- rers, Jörg (im Gegensatz zum anderen, Weis), den Patrioten eingeredet, sie müßten ihrer Herzensmeinung und eigentlichen Ueberzeugung schon deßhalb folgen, weil — die Kammer so wie so aufgelöst würde. Am 15. Dec. soll in einer Clubversammlung der patriotischen Abgeordneten auf Jorgs Veranlassung eine Probe-Abstimmung Statt gesunden haben, bei welcher sich von circa fünfzig Anwesenden nur acht — darunter Präsident v. Weis und Graf Fugger für Annahme der Verträge erklärten. Uebrigcns ergibt sich au- diesem Resultate mit Rücksicht darauf, daß die patriotische Partei gegen achtzig Mitglieder zahlt, noch lein fester Anhaltspunrt für da« Schlußergebniß der Abstimmung in der Kaminer selbst. In Darmstadt erstattete so eben der Abg. Hallwachs den Ausschußberlcht, und der Bericht schließt mit dem vom Ausschüsse „einstimmig" angenommenen Anträge an das Plenum: „Die Kammer wolle den vom groLherzoglichen Mini- fterium de« großherzoglichen Hauses und de« Aeußern den Standen ,or,i: egten Vereinbarungen sammt deren nachträglichen Modifikationen, so weit erforderlich, d verfassungsmäßige Zustimmung erteilen." Insbesondere herrschte auch dann Uebereinstimmung in dem Ausschüsse, daß Oie Gewerbeordnung, so wie das «traf- aefttzbuch für den norddeutschen Bund nebst Einfnhrungsgefttz vom 1. Januar 1871 an auch in den südlich des Mains gelegenen ÄebietStheilen des Großher. zogthums eingeführt werden solle. Was das Strafgesetzbuch betrifft, fo wurde von großherzoglichem Ministerium der Justiz eine besondere, den Uebergang zu diesem Strafgefttzbuche regulirente Gesetzesvorlage in Aussicht gestellt. Ein schließliche« Desiderium betraf die Militärconvention, insbesondere die Frage, ob der Eintritt der in der besonderen Vereinbarung vom 15. Nov. 1870 in Aussicht genommenen Abänderungen nicht für einen früheren Zeitpunkt als den 1. Januar 1872 habe erwirkt werden können. Der in der Sitzung des Ausschusses erfchte- nene großherzogliche Minister-Präsident ». Dalwigk erklärte hierauf, daß dies der ausgesprochene Wunsch der großherzoglich hessischen Regierung gewesen sei; der Präsident des Bundeskanzleramtes habe jedoch den desfallsigen Antrag darum abgelebt, weil es unmöglich fei, dem norddeutschen Reichstage unter den gegen- rvärtigen Verhältnissen die erforderliche nachträgliche Budgetvorlage zu machen. Der württembergifche Landtag ist noch nicht versammelt, aber der Ausfall der Wahlen läßt an der Annahme nicht zweifeln. (K. Z.)
Die „Times," in deren Spalten sich täglich eine neue Stimme zur Rechtfertigung des Vorgehens Cer preußischen Regierung in Orr luxemburger Affatre erhebt, sagt: „Betreffs Der Wucht Der gegen Die luxemburger Regierung vorgebrachten AnschulDigungen unD Oer zu Deren Unterstützung aufgestellten Beweise hat
Utter Die Erstürmung von Chambord Durch Drei Compagnien 2. Bat. 4 Jnsanteiie-Regiments entimmt Oie Darmst. Zig. einem ihr mitgetheilten Feldpost- briefe eines Betheiligten vom 13. Die. noch FolgenOes: Freitag (9.) Morgen marfdtirte unter Regiment al« AvantgarOe Der Division Durch St. Laurent vor, und Rieften wir vor dem nächsten Ort, St. Diü, auf Den FeinO, Der jeOoch mittelst einiger Granaten bald jurürfgetrieben war. Von St. Dis erhielt unser Bataillon den Auftrag, Da« link« in einem großen Purk gelegene Schloß De« Grafen von Cbamborv zu nehmen uno sich darin einzuquartieren, während der übrige Theil der Division weiter »orrüdte uno noch am AbenD bei Montlivault von 8 feint» lieben Bataillone» angegriffen wurde, Die jeOoch nach hartnäckigem Widerstand abaewiesen wurden. — Unser Bataillon ging mit 3 Compagnien, da die 5. Comp. ju ter Munitionscolonne detachirt ist, gegen den Park von Chambord vor, d,e 6. unD 7. Compagnie von der Südseite, Die 8. von der Nordseite. NachOem Der Purk von uns abgesucht war, tarnen wir um 5 Uhr zu Der 7. Comp., Die Den Haupteingang zum Park besetzt hielt, währenO Oie 6. Comp. bereit« nach Dem ca i/, Stunde entfernten Schloß vorgerückt war. Die 8. Comp. bekam Den Aus- trag, sofort zur Unterstützung der 6. Comp. vorzurücken, unD fanOen wir Diese an Der SBrüde vor Dem Schloß in heftigem Gefecht mit dessen Besatzung. Hauptmann Kattrein entschloß sich rasch: da« Schloß mit Sturm zu nehmen, unD nun stürmten wir latnbour batlant mit furchtbarem Hurrah an der 6. Comp. vorüber, welche sich uns anschloß, auf Da« Schloß >o«, worauf Der Fond sofort Kehrt machte, Oie Waffen wegwarf unD in wilder Flucht davonl.ef W,r besetzten natürlich sämmtliche Ausgänge und machten einen Oberst, 2 Majore, 12 Subaltern- , offiiirre und ca. 300 Mann zu Gefangenen; autzeroem sielen 5 Geschütze und i 12 Munitionswagen mit Bespannung in unsere Hände, ebenso die ganze Ossiziers- : bagage, viele Pferde re. Nach Aussage der Gefangenen befanden sich ca. 600 i Mann, in dem Park, die Die 8. Compagnie mit 3 Offizieren (Hauptmann Katt- - rein, Lieut. Neßling und Lieut. Weber) und 51 Mann, Cie jeooeb für mindesten« Taufend Hurrah brüllten, vertrieb. Hauptmann Sathern hatte Befehl gegeben, feinen Schuft zu thun, fonOern nur da« Layonnet zu gebrauchen, uno so wurde der ganze Erfolg ohne einen Schuß und ohne einen Sotten oder Verwundeten unserer Compagnie zu Stande gebracht. Am Abend kam noch tue Schwadron Dresky vom 1. Reitcr-Reg. und brachte die Geschütze uno Munition uno am anoeren Morgen auch Die Gefangenen in Sicherheit. - Da wir nicht wissen konnten, wa« vom Feinoe noch im WalOe stecken konnte, so war Die Lage unserer drei Compagnien eine äußerst kritische, bi« Morgen« gegen 11 Uhr endlich Die erbetene Verstärkung ankam, bestehenO au« dem lauenburg. Jagerbat. Nr 9., einem Kürassier- und einem Ulanenregiment, nebst 2 Geschützen. Um 12 Uhr ruckten unsere Drei Compagnien im Verein mit diesen als linkes Reiterdetachement nach Bracieux ab wo wir Alarmquartiere bezogen. Ein daselbst aufgefundener Brief ergab, daß 3300 Mann sich bei Chambord als Avantgarde eine« französischen Corp« concentriren sollten, wa« dieselben jetze ,n wilder Flucht nach rückwärts ,hun. - Sonntag blieben wir in Ruhe in Bracieux, und kam unser Bataillon gestern (12.) in Kantonnement nach Seux (2 Stunden südlich von Bio,«), wo ich mit den Lieutenant« Neßling, Friedrich, sowie den Retterosfizieren °. (Sägern und Riedesel in der Ecole de« filles einquartirt bin. Unsere Verpflegung besorgt die im Schulhau« wohnende Nonne au« Dem nahen «chtoffc Oe« Vicomte Lasalle, Oer keinen schlechten Wein im Keller hat. Unser 9. Corp« hat Die Vorstadt von Bloi« besetzt, und sollen VerhanDlungen wegen Uebergabe Der etaot im Gange sein. (Dieselbe ist noch an demselben Tage erfolgt.)
Da« Journal „France du Nord" schreibt: „Es ist nicht wahr, daß Rouen eine Kriegssteuer von 15 Millionen auferlegt worden ist. Man hat kein Geld erhoben,"sondern eie Stadt nur genöthigt, 20,000 Paar Stiefel, 80,000 Decken uno Proviant zu liefern. Die Oderoffictere wohnen in den Hotels France und Angleterre auf Unkosten der Stadt. Der Matre der Stadt hat bekannt machen lass-n, daß Die Communicationen offen sind, und die Bauern aufgeforoert, ihr Vieh ic. wie gewöhnlich nach Der Statt zu bringen. Die Preußen nahmen alle PferOe in Beschlag. Sie erklären, daß sie Den Winter in Rouen jubrtngen wer- oen. Die preußische Garnison zählt 8000 Mann. Mehr al« 20,000 sinO im Augenblick hier- Im Ganzen marschirten 50,000 Durch unsere Stadt."
Nach Berichten au« Lyon vom 11. December roerDcn fortwährend große Massen Truppen zur Loire-Armee abgesandt. Auch die Legion Der »Rächer von ■ Lyon" steht auf Dem Puncte abzumarfchiren. Dieselbe hat Geme und Artillerie, t — Die elsässer Legion, die Mühlhauser genannt, befindet sich in Lyon, wo sie ■ weiter organisirt wird. In ihren Reihen befanD sich ein junge« Mädchen, wel- . chcs sich hat anwerben lassen, weil e« sich für Den ToO seine« Bräutigam« rachen wollte. Sein Geschlecht wurOe aber in Lyon entoedt, unD man zwang c«, Da« Corp, zu verlassen. — In Toulon und Marseille werden augenblicklich ach zig Dampfschiffe in Bereitschaft gesetzt, um arabische Truppen au« Algerien abzuholen.
Die Jndependance Beige läßt sich au« Toulon schreiben: „Die Mittel- mecrflorte ist reorganistrt; ihr Ober-Eommandant, Vice-Aomiral Iurien de la Graviere, hat seine Flagge auf dem „Magenta" aufgehißt. Cr wlrv im Golf Juan alle Schiffe, die sich gegenwärtig in Toulon befinden, versammeln. Der Vice-Admiral Jurien de la Gravierte befehligte schon früher die MUtelmeerflotte (er war auch Ober - Commandant bei der mexikanischen Expedltlon). Es war rur Bett, als die Kaiserin aus Suez zurück kam. Diese Erinnerung sowohl als auch der Umstand, baß der Dice-Admiral Adjutant des Exkaisers war, machten
land gehört, verblieben ist, ist wenigsten« ein moralischer Beweis dafür.
9$or Allem Oesterreich muß Farbe bekennen. Da« deutsche Volk ">nerhalb und außerhalb Oesterreich« muß wissen, wa« c« von dem °^r"tchtschen Kaiser- Hause zu denken hat. Auf der westlichen Grenze Deutschland« heiß es fetzt, in Letreff ied-r Quadratmeile - jetzt oder nie. Wo es sich um die Rnch-grenze und die Freiheit des deutschen Namens von fremder Herrschaft handelt, sieht das deutsche Volk nicht mehr danach, wer in Deutschland selbst obenauf tst. W r der Kaiser von Oesterreich, als er dem deutschen Furstentage tn Frankfurt prcisi- dirte demselben vorgeschlagen haben, ein deutsches Retch zu constttuiren, zu dem Lux-mL^ nicht mehr gehören solle? Und würde Preußen, nachdem es Oesterreich nothgedrungen au« dem Bunde S'bracht^t.DamitdaSNeich^Me er g 1^^ ^„.Re^xung la7t dem officiellen Berichte übeiflüfsige Waffen im Gefammtwerthe werden könne, nichts destowentger Oesterreich tm Sich' ll bedroht würdet von 5 600000 Dollars verkauft; dieselben, meist alter Constructton, sind fast
selbe von Ausländern tn seinem Besitze alter deutscher R ch b 9 ausschlieültch nach Frankreich verschifft und dort umgearbeitet worden, auch von
nicht mehr 8uad> feinen Fürsten, wenn feine Fürsten sich nicht nach ihm richten ---------------—
Jetzt oder nie. Wer sagt un« denn, was vielleicht in Balde 1-ns-"« do westlichen Reichsgrenze geschehn wird, die wir jetzt zu zieh» haben? Und sollen wir un« wenn Andre nicht schonen, wa« man un« zu schonen fetzt zumuthet, sagen lassen: Sftd doch zufrieden Ihr habt ja die Grenze, die Ihr Euch selber gezogen - habt? oder sollen wir einen neuen Krieg anfangen, wo wir e«, ohne Rücksicht auf Luxemburg, vielleicht nicht thäten? , : '
Uebrigen« giebt r« ein einfache« Mittel, die Luxemburger selbst auf d.e P obe zu stellen, ob e« mit ihren jetzigen Monstrepttitwnm für Erhaltung th>er,,Selbst- ständigkeit" so ernst gemeint ist. Daß sie neutral bleiben sollen, keine Soldaten stellen^wolltn und dabei mit ihrer siegreichen Eisenproouktion — sie machen fetz mit Saarbrücker und anderer naher Kohle da« billigste Eiseni in_Cer__ganj n Sffielt — im Zollverein bleiben wollen, versteht sich za ganz von selbst, «o klug waren andere Leute an ihrer Stelle auch. Aber wie, wenn es heißen wird: „wolliIhr nicht in'« Reich, müßt Ihr auch au« dem Zollverein heraus? UnD fo rnirD es poch bald heißen müssen. Die Zolle ftnD jetzt De« Reiche«, im Uebrigen >st keine Abrechnung mehr nöthig, soll sie bl°S Luxemburg « wegen fortDauern ?
Und wo sollen sie mit ihrem Eisen bleiben, wenn sie nicht im Zollverein bleiben? Zollverein mit Belgien, mit Frankreich fpielen ? Da« wurden wir un« poch dann sehr ernsthaft »erbitten. Dann hieße e« unerbittlich: Ihr bleibt etn- aefeerrt Mögt Ihr doch Euer Eisen im Transit nach England schaffen; vielleicht erzielt Ihr dort gute Preise. Oder verkauft un« da« Erz; wir können öS brauchen; warum sollen wir nicht auch eine kräftige rechtsrheinische Eisenindustrie haben?
Die Luxemburger selbst machen un« am wenigsten Kopfwey. UnD EnglanD » Bemühungen um Die luxemburgische Unabhängigkrit, wenn etwa« daran sein sollte, wa« wir noch nicht glauben, erst recht nicht. England hat sich। aud) um SatoDen bemüht, al« man ihm aber Unterstützung dabei in Aussicht stellte, concentrirte (ich Curl Ruffel geschwinde rückwärts. Er wollte blo« Dcclamircn. Und Chablai« und Faucigny in Savoyen waren doch auch neutral erklärt, und bi- schweizer ■ hatten auch ein Besatzungsrecht! Damals halte England den Rechtsbuchftaben schützen sollen. Dann hätte vielleicht der ganze gegenwärtige Krieg nicht statt-


