Telegraphische Depesche
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Paris k.
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Wien k. 8. 951/4
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und die barrikadirte Diesseitiger Verlust Blumenthal.
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Pr. Cass. Sch. Div. Cass.-A, Pr. Friedrdor. Pistolen . .
n doppelte Holl. fl. 10 St. Duoaten . . 20 Frankenst.
Wechsel.
Amsterd. k. 8. 100*4
Augsb. k. S. 100
Berlin k. 8. 104%
Bremen k. 8. 97
Cöln k. S. 104%
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Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 104% London k. 8. 118% Lyon k. 8. —
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(I.
Engi. Souver. 11
Russ. Imper. 9 voll, in Gold 2
Versailles, 19. Oct. (Officiell.) Die 22. Division von der Armee des Kronprinzen hat gestern den etwa 4000 Mann starken Feind bei Chateaudun angegriffen, geschlagen Stadt erstürmt. Viele Gefangene gemacht.
Plätze» Egyptens, den Uferländern d,s rothen Meere-, Vorder- und Hinter-Jndiens den 3ava, Sumatra, Borneo k. rc. mit Zugrundlegung der Vorthetle der geographischen Lage Triests zu Indien via Suez anzuknüpfen und auszunützen. Sie ist zu diesem Ende berechtigt: a) Maaren nach und von diesen Handelsplätzen aus- und ei'nrufübren an geeigneten Punkten Waarenhäufer zu errichten, fixe Agenten zu bestellen und regelmäßig Waaren-Auctisnen abzuhalten, b) In ihren Waarenhäusern die „Warna« ts" einzuführen. c) Auk Aaaren Vorschüsse und Credit zu gewähre». d) Schiffsbauten zu unternehmen und eventuell Schiffswerften zu errichten, e) Maaren- und Passagier - Transport - Unternehmungen zu gründen bestehende zu pachten oder zu erwerben und wieder zu veräußern, f) Mit industriellen, landwirth'- schaftUchen oder sonstigen Unternehmungen LieferungS- eventuell Gesellschaftsverträge zu schließen g) Für Rechnung Dritter den Ankauf, die Veräußerung und Verwerthung aller Arten von Maar,» zu übernehmen und durchzuführen. — Bei den hierlandS einzuführenden Maaren wird die Gesell schäft ihr Hauptaugenmerk auf Colonial-Maaren, Baumwolle, Häute, Indigo rc. verlegen und werden nach Lager und Bedarf jeweilig Auctionen in Wien und Triest abgehalten werden. ' Bei auszuführenden Maaren wird die Gesellschaft dahin trachten, hauptsächlich österreichische Fabrikate und Produkte, sohin in weiterer Linie solche aus den Zollvereir Sstaaten in Absatz zu bringen diesem Vehufe wird dieselbe bei der ersten Reise eine ausgedehnte Muster-Eollection mitführen."
Ohne Zweifel hat sowohl der Handel, wie die Industrie an dem Unternehmen ein bedeutendes Interesse, und da wir uns verpflichtet fühlten, die genauesten Nachrichten über dasselbe uns zu verschaffen, so bitten wir die Häuser, welche dem Programme Aufmerksamkeit schenken sich an uns zu wenden, um in der Reihenfolge der Anmeldungen Auskunft zu ertheilen. Den Anfragen wolle man die Briefmarken beifügen für die Rückfrankatur.
Der Vorstand deS Handelsvereins
für Darmstadt und Bessungen. Elisabethenstraße 12.
Werden, 14. Oct. Ein schauerliches Eretgniß in der katholischen Pfarrkirche hat gestern dre hiesigen Einwohner aufgeregt. Als nämlich der Küster um % vor 6 Uhr die Mor- genglocke läuten wollte, bemerkte er im unteren Theil der Kirche die Leiche eines Menschen die J” großen Blutlache da lag. Bet näherer Untersuchung überzeugte man sich bald daß es die Leiche eines Sträflings aus der hiesigen Strafanstalt war, und fand dann auch, daß derselbe oben durch ein Rundfenster in die Kirche eingebrochen sei und von dort mit einem tu schwachen Selle sich habe hinunter lassen wollen. Ein Stück deS zerrissenen Seils hing noch oben am Fenster. Ueber den Fall selbst, dessen Hohe etwa 30—40 Fuß betragen mag, läßt sich nichts Bestimmtes sagen, der Verunglückte scheint bei dem Fall sich den Hinterkopf derart zerschlagen zu haben daß der Tod wohl sofort erfolgt sein mag. Als auffallend muß noch erwähnt werden daß der Verunglückte ein großes scharfes Meffer und eine Taschenuhr bei sich trug und daß ferner in seiner Mütze sich ein Zettelchen fand, worauf sein Wohnort, mit Nau:en, Straße und Hausnummer verzeichnet war. p H
Verwischtes.
Darmstadt. Unter den Bedrängnissen und Wirren, welche die von den Werken des Friedens gar jehr ablenkenden Begebenheiten des Jahres gebracht haben, hat es den landw. Vereinen nicht gelingen können, ihre Thätigkeit auch in einer äußerlich sichtbaren Weise scharf hervortreten zu lassen, und erst in jüngster Zeit', da unsere Armee den Kampf mit ihrem Gegner im fernen Feindesland fortfitzt und die Wucht der Ereignisse nicht mehr in dem Grade wie beim Beginn des Krieges auf den Verlauf des wirthschaftllchen Lebens störend und drückend wirkt, fängt man nachgerade in den verschiedenen LandeStheilen in aller Stille an, sich den friedlichen Bestrebungen des Vereinslebens in aller Geräuschlosigkeit zu widmen. Die Versammlungen werden wieder ausgenommen, man bespricht die Fragen der Eultur, welche sich an die'Ausübung des Berufes knüpfen, sinnt auf Mittel und Wege, die Scharte», welche das Jahr dem landw. Gewerbe brachte, auszuwetzen, man schenkt dem Wanderlehrer wieder Gehör, die Fachschulen beginnen ihre Wintercurse, und auch die landw. Casino'S (Kränzchen) werden sich demnächst wieder vor ihre friedliche Arbeit gestellt sehen. Unter diesen Umständen dürfte eS nicht ungeeignet sein, die Landwirthe daran zu erinnern, daß mit der bevorstehenden Beendigung der dringenden Herbst- Feldgeschäfte der Zeitpunkt gekommen ist, mit welchem es ihre Aufgabe sein wird, sich-eingehender mit Betrachtungen und Besprechungen über ihre Lage zu beschäftigen, gemeinsam die Hülfsmittel zu erforschen, durch deren Anwendung dieselbe gebessert werden kann, und verständigen Rathschlägen Beachtung und Gehör zu schenken. Der herannahende Winter sollte mehr denn je dazu benutzt werden, um die eigene Tüchtigkeit und Gewandtheit im Geschäfte und im gesellschaftlichen Verkehr zu fördern — zu hören und zu lesen, an den Verhandlungen in den Vereinen Theil zu nehmen, und gute Zeitschriften und belehrende Bücher sorgfältig zu beuu en, sodann aber mit gleichgesinnten Fachgenossen zu vortheilhaften gemeinschaftlichen Geschäfts-Unternehmungen sich zu verbinden, und vor Allem die Jugend den für sie berechneten Bildungsanftalten anzuvertrauen. Die Anforderungen, welche das Leben stellt, werden von Jahr zu Jahr verwickelter und schwieriger; Kenntnisse und Urtheil helfen auf die Dauer allein über alle Beschwerden Hinwegs Die Arbeit lohnt nicht mehr, wenn ihr nicht der Kopf zu Hülfe kommt. Wissen giebt Selbstständigkeit und Sicherheit in allen Unternehmungen. Mit dem, was man gelernt hat, regiert man am besten über das Vermögen und die Arbeit, welche man in das Geschäft gelegt hat. Weltliche Güter sind mannigfachen Gefahren ausgesetzt, da- geistige Gut vermögen weder die Motten noch der Rost zu fressen. An ihm trägt Niemand schwer. GS ist das beste Erbe, welches die Eltern ihren Kindern für'S Leben mitgeben können. Wen das Glück mit zeitlichen Mitteln nicht reichlich bedacht, vermag durch Kenntnisse und Einsicht auch unter ungünstigen Verhältnissen sich Vermögen zu erwerben. Wer aber in der Jugend Nichts lernte, der ist auch mit Geld nicht im Stande, das Versäumte nachzuholen; er muß das Glück, sich in geistiger Beschäftigung zu erfrischen und die Arbeit auf das Bewußtsein der Gründe seine- ThunS zu stützen, entbehren sein Leben lang. Wer seine Kinder geistig auSrüsten ließ, wie es Stand und Beruf erfordert, hat die schönste Elternpflicht erfüllt, er hat dieselben mit den Mitteln und Kräften aus. gestattet, durch welche sie sich Ansehen und Achtung im Leben erringen. Regierung, Vereine und Private greifen wirksam in einander, um den Landwirthen die Bildungsstätten zu verschaffen, deren Benutzung ihren Stand ehren und heben soll. Freudig gedeihen die landw. Kränzchen, deren das Land nunmehr nahe an 80 zählt; sie wetteifern mit den landw. Vereinen. Die landw. Bildungsanstalten reihen sich denselben in großer Zahl mit verschiedenen Abstufungen ihrer Ziele als getreue Verbündete an, die Wanderlehrer wirken neben beiden im Dienste für Alle, eine landw. chemische Versuchsstation tritt demnächst in's Leben. An Gelegenheiten zu lernen fehlt e- nicht. An den Landwirthen ist es, sie auszubeuten, treu zusammenzubalten und sich enger an einander zu schließen im gemeinsamen schönen Berufe, und auf diese Weise darzuthun, daß sie Verständniß haben für die Aufgabe unserer Tage.
An die Adresse deS Vorstandes deS Handelsvereins zu Darmstadt ist folgendes Eircular der Austro-Indischen Handels-Compagnie mit Sitz in Wien eingelaufen:
„Die „Austro-Jndische Handels-Compagnie" konstituirt sich als eine anonyme Aktiengesellschaft mit dem kaufmännischen Zwecke, directe Handelsverbindungen mit den wichtigsten HandelS-
Amer. 6% 1882r Bds. 95% „ 6% 1885r 94%
Act len.
Frankf. Bank 128%
Oester. Bank 677
» Creditact 244%
Darmst. Bankact. 324%
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 366% Ludwigsh.-Bexbach 162 Maxbahn 107%
Bayer. Ostbahn 122% Hess. Ludwigsbahn 134% 3% östr. Stsb.-Prior. 55% 3% östr. s. Lombard. 45% 3% Livorneser 30% 5% Toscaner 45%
Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 76 do. II. Emiss. —
Anleheneilooee.
Kurh. 40 Thlr. Loose 63% Nassau fl. 25 b. Roth. 39%
Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4% bayr. Präm. Anl. 106% 4% badische Loose 104%
Badische fl. 35 Loose 57% 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 74% 1864r „ 109
BSrsennachrichten. 19. October 1870.
Preuss. 4%o/g Obi. 91% Frankf. 3%% Obi. 79%
Nass. 4%o/g Obi. 92
Kurh. 4% Obi. 82%
Hess. 40/g Obi. b. Roths. 92% n 3%% do. do. 87%
Bayer. 5% Obi. 97%
« 4%% 1jährige 91%
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Würtemb. 4%% Obi. 91
Baden 4%% Obi. c. E.L. 92
Oestr. 50/g b. R. 54%
2 r 00:
oberg ped. I
362) DM tlere | che, W. O zueml l srer l e dck $ P« zu ,
Allgemeiner Anzeiger.
FsilgebotsKSs.
3798) Für Militärs empfehlen wir wollene Jacken im Preise von 1 fl. G fr., I ft. 12 kr, 1 fl. 18 fr. rc. rc , ferner Leibbinden in verschiedenen Sorten. ______________I. A. Busch Söhne.
4481) Schöne Ohmfässer bei ____________Echternach & Hanstein.
| Fastenbretzefi Stollen, Windbeutel, Aepfeltörtchen, täglich frisch, bei
F. Zülch Wittwe, am Seltersweg.
4479) Mehrere Wagen Dünger sind billig abzugeben bei Fried r. Schwa ab.
3627) Allen Malaga, Port- wern, Tokayer, sowie gute, unverfälschte Rothweine, empfehlen I. A. Busch Söhne.
4150) Ein Logis von 4 Zimmern, 2 Ca- bineten und allen dazu nöthigen Räumen ist durch den Wegzug des letzten Miethers nach Frankfurt anderweit zu vermiethen und sogleich zu beziehen.
_________Ehr. Reiber, am Kreuz.
4049) Im Cafe Kuhlmann sind möblirte Zimmer an ledige Herren zu per; miethen und sogleich zu beziehen.___________
4345) Der mittlere Stock meines Hauses vor dem Seltersthor ist zu vermiethen. __________________W. Gaquoin.
3740) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net, in einer freundlichen Gartenwohnung, ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.
4378) Einige schöne möblirte Zimmer, mit oder ohne Cabinet, sind im Zinßer'- schen Garten zu vermiethen.
Vermischte Anzeigen.
Vermiethilngsn 4394) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet ist sofort zu vermiethen bei ___________________ E- Eichenberg. 077) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei
CHr. Dan. Fillmann, ___________ an der Stadtkirche, 4442) Ein Familienlogis ist zu vermie- bet H- Kühn Wittwe,
______Sellertzweg Nr. 177.
4474) Ein ältliches Frauenzimmer sucht in einem stillen Haushalt als Köchin auf Weihnachten eine Stelle. Näheres im Hause der Herren Flick & Kröll.
4478) Die Eisengießerei von I. C. Ostheim in Marburg empfiehlt sich, Lieferung von allen Gußmaaren, sowohl nach Zeichnung, wie nach eingesandten Modellen, zu übernehmen.___________________
4453) Ein braver Junge, der das Schreinergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Georg Haubach h.,
Kaplan sgasse.
In» Saale des Cafe Leib.
Cosmorama.
«las - Phatographirm - Knust- Xtisllf Kimii.
,82) heute ab täglich geöffnet, und zwar von Morgens
10 bis Abends 9 Uhr. — Entree 12 kr. A. Förster.
Wohmmgs - Veränderung.
4473) Meinen verehelichen Kunden zeige ich hiermit ergebens! an, daß ich meine seitherige Wohnung bei Herrn Wirth 58ramm verlassen und nunmehr in meinem erkauften früher Ganß'fchen Hause. Lit. A. Nr. 110, Asterweg, wohne.
Gießen, den 18. October 1870.
Valentin Herdt, Glaser.
dem und 300
4480) Ich habe erhalten:
Von Frau Fernie............ 240 fl.
„ Fräulein Fernie...........120 **
„ der Knappschaftskasse des Fernie'schen Braunstein-Bergwerks für die Hinterbliebenen der im Feld gefallenen oder arbeitsunfähig gewordenen Krieger.............. 300 „
tr. , , Zusammen 660 fl.
Von den zwei ersten Betragen habe ich nach der mir ertheilten Befugniß 180 fl. ft" §,Es°-re.n tur Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, .180 fl. der deutschen Invaliden-Stiftung überwiesen; den letzteren Betrag von fl. überweise ich gleichfalls der letztgenannten Stiftung. 0
Gießen, den 19. October 1870.
Dr. Goldmann, Prov.-Director.
Kostenfreie Packetbeförderung zur Hessischen Division.
,u. Unsere heutige 7. Sendung bestand aus circa 2000 Collis; die folgende, 8. Expedition findet nächsten Montag statt. Indem wir bemerken, daß es bei unseren Versendungen weder auf Umsang, noch Gewicht des Collis ankommt, ist es uns sehr erwünscht, wenn alle Verpackungen in Kisten geschehen.
Alle Zusendungen sind an H. Blumenthal zu richten.
Packele dken^NEtehendes: 3lnfra8C" -urückgekommener unbestellbarer
... unbestellbar zurückkommende Packete werden, wenn der Absender zu ermitteln ist, an denselben per Post zuruckgeschickt. Wo der Absender nicht ermittelt werden kann, werden die Adressen in öffentlichen Blättern bekannt gemacht, worauf die Packete bei uns tu Empfang zu nehmen sind oder auf sonstige Weise darüber dis- pomrt werden kann. 1 0 1
Darmstadt, den 18. October 1870.
Das Comkt« zur Versorgung der Hess. Feldtruppen.
Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, Marktstraße.
Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Un-ivDruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
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