Einzelbild herunterladen

autorifirt sei, seinem Gouvernement zurückmelden. In Betreff des zweiten Punktes müsse er aber, weil er durch die letzte Depesche des Herrn von Gramont die ausdrückliche Anweisung dazu hätte, seine Bitte um eine nochmalige Unterredung mit Sr. Majestät auf- recht erhalten, und wäre es auch nur, um dieselben Worte Sr. Majestät wieder zu vernehmen, um so mehr, als sich in dieser letzten Depesche neue Argu­mente vorsänven, die er Sr. Majestät unterbreiten mochte. Hierauf ließ Se. Majestät den Grasen Be- nedetti durch mich zum dritten Male nach Tisch, etwa 51/2 Uhr, erwidern, Se. Majestät müsse es entschieden ablehnen, in Betreff dieses letzten Punktes (bindende Versicherungen für die Zukunft) sich in weitere Dis­kussionen einzulassen. Was er heute Morgen gesagt, wäre Allerböcbstsem letztes Wort in dieser Sache, und er könne sich lediglich darauf berufen. Auf die Ver­sicherung, daß auf die Ankunft des Grafen Bismarck in Ems auch für den nächsten Tag bestimmt nicht zu rechnen sei, erklärte Graf Bencdctti, sich seiner­seits bei dieser Erklärung Sr. Majestät des Königs beruhigen zu wollen." Sämmtltche Audienzen tragen den Charakter von Privatgesprächen, da sich Benedetti niemals als Beauftragter oder Unterhändler gerirte. DerStaatsanzeiger" bemerkt, daß cs ter französischen Regierung vollkommen bekannt war, daß Freiherr v. Werther nicht abberufen worden, sondern aus persönlichen Gründen Urlaub erhalten und die Geschäfte, wie schon früher öfter, dem Grafen SolmS abgetreten, dies auch dem Gouvernement angezeigt habe. 19. Juli.

DieGrazer Tagespost", das Organ Rechbauer'S schreibt:Wir Deutsch - Oesterreicher wünschen aus voller Seele, daß das Kriegs glück die Waffen Preußens begleite, und daß Preußen, wenn eS siegt, aus Grcßdeutschland einen Freiheitsstaat bilde, wel­cher die Gewähr seines Fortbestandes in sich trägt. Hat Bismarck 1866 mit revolutionären Elementen gearbeitet, so benütze er 1870 den FreibeitSenthu- siaSmuS des deutschen Volkes, um den Feind zu be­stehen, und um die höchsten politischen Wünsche des­selben ehrlich und ganz zu befriedigen."

Berlin, 19. Juli. Se. Majestät der König eröffnete den Reichstag des Norddeutschen Bundes mit folgender Thronrede:

Geehrte Herren vom Reichstage des Nord­deutschen Bundes!

Als Ich Sie bei Ihrem letzten Zusommentreten an dieser Stelle im Namen der verbündeten Regie- rungen willkommen hieß, durfte ich es mit freudigem Danke bezeugen, daß Meinem aufrichtigen Streben, den Wünschen der Völker und den Bedürfnissen der Ctvilisation durch Verhütung jeder Störung des Friedens zu entsprechen, Cer Erfolg unter Gottes Beistand nicht gefehlt habe.

Wenn nichtsdestoweniger Kriegsdrohung und Kriegs­gefahr den verbündeten Negierungen die Pflicht auf­erlegt haben, Sie zu einer außerordentlichen Session zu berufen, so wird in Ihnen wie in Uns die Ueberzeugung lebendig sein, daß der Norddeutsche Bund die deutsche Volkskraft nicht zur Gefährdung, sondern zu einer starken Stütze dcs allgemeinen Friedens auszubilden bemüht war, und daß wenn wir gegenwärtig diese Volkskraft zum Schutze unfe­rn Unabhängigkeit anruftn, wir nur dem Gebote der Ehre und der Pflicht gehorchen.

Die spanische Thloncanditur eines deutschen Prin­zen, deren Aufstellung und Beseitigung die verbünde­ten Regierungen gleich fern standen, und die für den Norddeutschen Bund nur insofern von Interesse war, als die Negierung jener uns befreundeten Nation daran die Hoffnung zu knüpfen schien, einem vielge­prüften Lande die Bürgschaften einer geordneten und friedliebenden Regierung zuzuwcnden, hat dem Gou­vernement dcs Kaisers der Franzosen den Vorwand geboten, in einer dem diplomatischen Verkehr seit langer Zeit unbekannten Weise den Krieggsall zu stellen und denselben auch nach Beseitigung jenes Vorwandes mit jener Geringschätzung des Anrechtes der Völker auf tue Segnungen des Friedens festzu­halten, von welcher die Geschichte früherer Herrscher Frankreichs analoge Beispiele bietet.

Hat Deutschland derartige Vergewaltigungen seines Rechts und seiner Ehre in früheren Jahrhunderten schweigend ertragen, so ertrug es sie nur, well es in feiner Zerrissenheit nicht wußte, wie stark cs war. Heute, wo das Band geistiger und rechtlicher Eini- gung, welches die Befreiungskriege zu knüpfen be­gannen, die deutschen Stämme je länger desto inni­ger verbündet; heute, wo Deutschlands Rüstung dem Feinde keine Oeffnung mehr dielet, trägt Deutschland in sich selber den Willen und die Kraft der Abwehr erneuter französischer Gewalttat.

Es ist keine Ueberhebung, welche Mir diese Worte in den Mund legt; die verbündeten Regierungen, wie Ich selbst, Wir handeln in dem vollen Bewußtsein,

daß Sieg und Niederlage in den Händen de» Len­kers der Schlachten ruht. Wir haben mit klaren Blicken die Verantwortlichkeit ermessen, welche vor den Gerichten Gottes und der Menschen den trifft, der zwei große und friedliche Völker im Herzen Eu- ropa's zu verheerenden Kriegen treibt.

Das deutsche wie das französische Volk, beide die Segnungen christlicher Gesittung und steigenden Wohl­standes gleichmäßig genießend und begehrend, sind zu einem heilsameren Wettkampfe berufen, als zu dem blutigen der Waffen. Doch die Machthaber Frank- reichs haben es verstanden, das wohlberechtigte aber reizbare Selbstgefühl unseres großen Nachbarvolkes durch berechnete Mißlejtung für persönliche Interessen und Leidenschaften auSzubeuNn.

Je mehr die verbündeten Regierungen sich bewußt sind, alles, was Ehre und Würde gestattet, gethan zu haben, um Europa die Segnungen des Friedens zu bewahren, und je unzweideutiger es vor Aller Augen liegt, daß man uns das Schwert in die Hand gezwungen hat, mit um so größerer Zuversicht wen­den wir uns, gestützt auf den einmütigen Willen der deutschen Regierungen, des Südens wie des Nordens, an die Vaterlandsliebe und die Opser- willigkeit des deutschen Volkes mit dem Aufrufe zur Vertheidigung seiner Ehre und Unabhängigkeit. Wir werden nach dem Beispiele unserer Väter für unsere Freiheit und für unser Recht gegen die Gewaltthat fremder Eroberer kämpfen und in diesem Kampfe, in dem wir kein anderes Ziel verfolgen, als den Frieden Europa's dauernd zu sichern, wird Gott mit uns fein, wie er mit unfern Vätern war."

Hessen. Darmstadt, 18. Juli. Die Stande des Groß- herzogthumS find auf den 20. d. zu einer Sitzung einbcrufen wurden. Alle Mitglieder der beiden Kammern, denen die Ein­ladung der Herren Präsidenten nicht rechtzeitig zukommen sollte, werden ersucht, sich an dem genannten Tage hrer einzufinden.

Preußen. Göttingen, 16. Juli. Einem Prrvaischreiben von da eirtiiebmeir wir Folgendes: Herrlich hat die Kriegser­klärung hier Alles geeinigt. Ich höre von Leuten aus dem Volk, daß unter den Hannoveranern der PartikulariSmuS verstummt vor dem Gedanken, daß die Franzosen aus die Deutschen gehen. Es sollen stch ehemalige hannöverische Deserteure schon zu den preußilchen Fahnen gestellt haben. Die Universität ist in hellen Flammen. Gestern Mittag kam König Wilhelm mit Ertrazug hier durch. Die ganze Studentenschaft am Bahnhof unter fünf Minuten langem Hurrah so daß ein Herr aus des König- Gefolge begeistert auörief: wenn es noch eine solche Jugend hat, kann Deutschland nicht untergehen!

Berlin, 19. Juli. Nach Verlesung der Thronrede sagte Graf BiSmarck: Nach den Worten, die wir soeben von Sr. Majestät dem Könige gehört haben, habe ich nichts zu sagen.

Wiesbaden, 17. Juli. DerRh. K." schreibt: Herzog Adolf von Nassau hat, wie man hier allgemein erzählt, sich für den bevorstehenden Krieg dem obersten Bunbeöfeldherrn zur Verfügung gestellt. Auch Prinz NicolauS von Nassau sott seine Dienste augeboten haben. Der Erbprinz von Nassau steht be­kanntlich als Portepüefähnrich im 12. norddeutschen (königlich sächsischen) Armeecorps.

Berlin, 19. Juli. Das Obercommando der Süd-Armee wird der Kronprinz, daS der Nvrd-Armee der Prinz Friedrich Karl übernehmen. Der Kronprinz hat bekanntlich das Eom- mando des 2. lpommer'schen) Armeecorps an den General v. Franseckt abgegeben ; jetzt ist auch an Stelle des Prinzen Friedrich Karl der General v. Göben zum Eommandeur deS 3. (bran­denburgischen) Armeecorps ernannt worden.

Oesterreich. Wien, 15. Juli. Die hier lebenden Preußen sind nun wirklich ein berufen ; der Frachtenverkehr mit den preußi­schen Bahnen rst gestört. (C. v. u. f. D.)

Böhmen. Prag, 15 Juli. GS ist hier das Gerücht verbreitet, daß die FestungS - Eommandanten von KönigSgrätz, Josephstadt und Theresienstadt Auftrag erhielten, die Festungen zu armiren und zu verproviantiren. Pariser BanquierS Haden hiesigen Geschäftsfreunden den bevorstehenden Abschluß einer Kriegsanleihe angezcigt. (91. Fr. Pr.)

Bayer« München, 16. Juli. Die91. W. 3. sagt: Bayern, sowie die übrigen süddeutschen Staaten erhielten heute von Frankreich 24 Stunden Bedenkzeit, widrigenfalls die Pfalz beietzt würde; Minister Bray hat dem französischen Gesandten erwidert, daß Bayern das Trutzbündniß aufrecht erhalten rind Preußen gegen Frankreich unterstützen werde. Germersheim ist gegen jeden Angriff ausreichend ausgerüstet, übrigens erwartet man den Einmarsch der preußischen Truppen in der Pfalz.

München, 17. Juli. Heute ist für Bayern das Verbot der Aus- und Durchfuhr von Waffen und Kriegsbedarf aller Art nie im Norddeutschen Bunde verfügt worden.

München, 17. Juli. Eine unzählige Menschenmenge zog heute 91achmittag gegen 4</2 Uhr vor die königliche Residenz, trotz des Regenwetterö. Es wurden dem König als Dank für die deutsch-nationale und bundestreue Entschließung nicht enden- wollende Hochs ausgebracht. Die Menge sang entblößten Hauptes die Volkshymne und das deutsche Vaterlandslied. Der König verneigte sich am geöffneten Fenster vielmals und dankte sicht­lich bewegt.

München, 17. Juli. Eine ungeheuere Bewegung herrscht in allen Straßen. Die erregte Volksmenge demonftrirte gegen den Redacteur des ultramontanen Vaterlandes vor dem Re- dactionslokal. Der Redacteur wurde auf eigenes Ansuchen zum Schutze seiner Person in Polizeigewahrsam abgeführt.

München, 18. Juli. In der heutigen Sitzung der Ab­geordnetenkammer brachte der KrirgSminister einen Gesetzentwurf ein, betreffend einen außerordentlichen Ercdit für militärische Zwecke im Betrag von 26,700,000 fl. Der Ministerpräsident empfiehlt die Genehmigung und bemerkt hierzu, eS handle sich nicht mehr um die spanische Thronfrage, sondern um die deutsche Frage (allgemeiner Beifall). Nach der Vorberathung im Aus­schuß findet AbendS die Schlußberathung im Plenum statt.

Baden. Earls ruhe, 16. Juli. Der heute e,schienen* Staatsanzeiger Nr. 18 enthält: Verordnung.Die Mobil­machung der Großherzoglich Badischen Division belr. S. K. H. der Großherzog haben die Mobilmachung der Badischen Division zu befehlen geruht. Die Ponton - Eolonne ist gleich­falls mobil zu machen. Die Besatzungötruppen der Infanterie, Artillerie und Pionniere sind sofort in der zweiten Augmentation aufzustellen. Der morgige Tag ist als der erste MobilmachungS- tag anzunehmen. Die AuSführungSbefiimmungen zum Mobil- machungsplan für 1870 find hierbei maßgebend. Die Festung Rastatt ist in vollem Umfange zu armiren. Eailsruhe, den 15. Juli 1870. Großherzogliches Kriegsministerium, v. Beyer Vdt. v. Stetten."

Württemberg. Stuttgart, 17. Juli. Der König ist heute Morgen 5 Uhr hier eingetroffen. Ein sofort stattge­habter Ministerrath hat die alsbaldige Mobittsirung des ganzen Armeecorps, sowie die Einberufung der Stände beschlossen.

Hamburg, 17. Juli. Aus Kopenhagen wird gemeldet, das dänische Eabinet habe beschlossen, die Neutralität zu beob achten.

Hamburg, 18. Juli. Die Bürgerschaft hat dem Könige eine Million Mark, anstatt der vom Vorstande verlangten 500,000 Mark, bewilligt.

Schleswig, 16. Juli. Ein Extrablatt derSchleSw. Nachr." bringt heute folgende Nachricht:Die Großmächte Rußland, England und die Vereinigten Staaten Nordamerika­haben in Folge der franzöfischen Kriegserklärung die Ostsee und Nordsee für neutral erklärt." (?)

Schweiz. Basel, 16. Juli. Diesen Vormittag ist der franzöfiichen Ostbahn der Befehl zugeqangen, alle Eisenbahn- Waarenwagen sofort nach Paris zu schicken, der WaarentranS- port ist somit bereits unterbrochen. 5000 Mann werden bei Burgfelden, Blotzheim und anderen benachbarten Ortschaften erwartet. Tronchu, einer der tüchtigsten Offiziere der französi­schen Armee, ist Eommandant dieser Division. (Bund.)

Frankreich. Paris, 19. Juli. (Auf indirektem Wege). Constitutionel" bestätigt, daß General Wimpfen gestern nach Berlin mit der Kriegserklärung abgereist - sei. Der amerik. Gesandte hat den Schutz der preuß. Untertanen übernommen.

Paris, 16. Juli. Der Maire des Faubourg St. Germain und der Minister des Aeußern selbst haben dem Baron Werther, noch ehe er abreiste, ihr aufrichtiges Bedauern über die Scene ausgedrückt, die in der vorhergehenden Nacht vor dem Bot- schaftshütel vorgefallen Im Momente, in welchem Baron Weither, um sich nach dem Bahnhof zu begeben, fein Hütet verließ, hatte sich eine bewegte Menschenmenge vor dem Ge­bäude einqefunden, um durch allseitiges Entblößen deS Hauptes auch gleichsam um Entschuldigung zu bitten für daS, was in der Nacht sich ereignet. (K Z.)

Paris, 17. Juli. Die französische Armee wird sieben Armee- corps zahlen. Ober-Feldherr ist der Kaiser Napoleon, General­major der Marschall Le Boeuf, welcher, wie unter dem ersten Kaiserreiche Berthier, zugleich das KriegeS-Portefeuille behalten wird. Die Generale Lebrun und SarraS bekleiden ebenfalls den Rang von Generalmajoren und werden sich mit Le Boeuf in die Leitung deS Generalstabes theilen. DaS erste Armeecorps wird der Herzog von Magenta befehligen; daS zweite General Frossard, der Erzieher des kaiserlichen Prinzen, das dritte Mar­schall Bazaine; das vierte General Ladmirault; das fünfte Ge­neral de Feuilly; daö sechste Marschall Canrobert; daS siebente General Douai. Das siebente Armeecorps wird «uS der von Algerien zurückberufenen Armee gebildet werden. General Bour­baki wird die aus der kaiserlichen Garde und aus anderen Truppentheilen zusammengesetzte Reserve befehligen. Baraguay- d'HillierS steht an der Spitze der Armee von Paris und Ge­neral Cousin de Montauban (Palikao) wird an die Spitze bet Armee von Lyon gesetzt. Die Herren Duquv de la Fauconnerie und Jerome David haben den Kaiser ersucht, ihm in seinem Generalstabe folgen zu dürfen.

Straßburg, 17. Juli. Gestern Abend und diese Nacht sind hier 30,000 Mann aus dem Innern Frankreichs einge­troffen. 91ancy ist zum Hauptquartier erklärt. Von dort werden zunächst die Operationen geleitet werden. Der Hauptstoß der französischen Armee, darauf deutet Alles hin, erfolgt gegen die Pfalz und das angrenzende preußische Gebiet. Von Straßburg aus wird nur eine Flankenbewegung gemacht werden. Man er­wartet französischerseits, daß ihnen hier beim Rheinübergang keine Schwierigkeiten bereitet werden würden. Eine Proclama- tion an das deutsche Volk ist zu Paris in 100,000 Exem­plaren gedruckt, nm beim Ueberschreiten der Grenze vertheilt zu werben. Es heißt darin, 91apoleon HL käme nur als Feind Preußens, als Befreier Deutschlands, den alten Rechtszustand wieder herzustellen. (Fr. Z.)

England. London, 16. Juli. Heute fand eine enthu­siastische Kundgebung des deutschen Turnvereins statt. Die Ver­sammlung beschloß die Wahrung der Ehre Deutschlands mit Auswand aller Kräfte.

London, 18. Juli. Die brittische Regierung hat sicherem Vernehmen nach den Beschluß gefaßt, Belgien eventuell ztr vertheidigen. Eine Depesche derTimeS" aus Paris meldet, daß Don EarloS den Ausweisungsbefehl erhalten hat.

Indien. Calcutta, 17. Juli. Die hiesigen Deutschen eröffneten für den bevorstehenden nationalen Krieg mit Frank­reich eine Subscription zum Besten der Verwundeten. Es find bereits bedeutende Summen gezeichnet.

China. Peking, 25. Juni. Die Franzosen zu Tientsin wurden am 21. niedergemetzelt, ihre Niederlassungen angezündet. Die Deutschen und ihre Besitzungen biteben unverletzt. Die aus­wärtigen Vertreter richteten eine Eollectivnote an die chinesische Negierung.

Vermischtes.

Bern, 12. Juli. AuS Valorbe kommt die Hiobspost, daß Jougne ganz und La Ferriüre zum Theil abgebrannt sei. Im Ganzen sollen 120 Häuser in Asche liegen. Luzern ist zum Festort für daS nächsteEidgenössische Sängerfeft" gewählt. Das am 10. in Neuenburg gefeierte Fest nahm einen allseitig befriedigenden Verlauf.

(Der bekannte Maler Ludwig Reinhardt auf M ünche n) hat sich vor einigen Tagen daS Leden zu nehmen versucht, indem er mit einem Kahne in die Mitte deS Traun­see s fuhr und dort angelangt, sich in'S Wasser stürzte. Er wurde herauSgezogen und in eine Fischerhütte gebracht. Dort aber nahm er eine an der Wand hängende Pistole und erschoß sich. Reinhardt hinterläßt eine werthvolle Gemäldesammlung.

Redact on, Druck unb Verlag der Brühl'schen Univ^Druckeret (Ar. Ehr. Ptetl ch) in GtetztN.