Ausgabe 
19.2.1870
 
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17. Februar. \

DieKreuzztg." schlicht einenDie Landtags- Session" überschriebenen Artikel im Hinblick auf Vie Kreisordnung mit folgenden Worten:Jedenfalls - halten wir die Nothwendigkeit einer unverzüglichen Lösung nicht für nachgewiesen und glauben, dah, wenn wir erst noch Reichstag und Zovparlament hinter uns haben, das Land herzlich froh sein wird, wenn der Parlamentarismus eine Pause macht, zu­mal durch die bevorstehenden zweifachen Neuwahlen Aufregung genug in das Land gebracht werden wird."

Die franz,gibcrtö" schreibt:Unsere Beziehungen zu Preußen sind gespannt; Graf Daru ermangelt nicht, immer zu betonen, er wolle den Frieden er­halten, aber auch die Heiligkeit der Verträge. Graf Bismarck antwortet durch vermehrte Rüstungen."

DerConstitutionnel" schreibt über den Besuch des Erzherzogs Albrecht von Oesterreich: Erzherzog Albrecht hat unsere Kriegshäfen und Militär-Etablis­sements im Süden und in Mittclsrankreich besucht und sein lebhaftes Vergnügen über die Zeichen von Sympathien ausgedrückt, welchen er allenthalben be­gegnet ist; der Erzherzog hat bei Besprechung seiner Beziehungen zu den Offizieren seine Befriedigung darüber ausgedrückt, in dm Reihen der franzöfischcn Armee so viel Wohlwollen für den Vertreter der österreichischen Armee zu finden und zu sehen, daß die so tapferen als patriotischen Osficiere auch von grenzenloser Ergebenheit für den Kaiser Napoleon und die kaiserliche Dynastie erfüllt sind.

Die spanischen unionistischen Abgeordneten sind von den Radicalen (Progressisten und Demokraten) in gemeinschaftlichen Privatversammlungen dazu gebracht worden, zu erklären, daß, wenn man ihnen einen volljährigen, kathollschen und aus königlichem Stamme entsprossenen König in Vorschlag bringe, sie ihn an- nehmcn würden. Diese Erklärung wurde von allen Unionistrn mit Ausnahme von 12 abgegeben.

Die vom Telegraphen signalisirten Aeußerungen der osficiösen serbischen Blätter über die drohende Haltung der Pforte gegen Montenegro liegen jetzt vor. Es sind derDidovdan" undJedinfiwo", welche sich über die Frage aussprechen und beide in der Befürchtung Übereinkommen, daß die Pforte nach ihren Erfolgen gegen Griechenland und Egyp­ten jetzt auch Montenegro wieder ihre Autorität wolle fühlen lassen, und daß bei diesem von der Pforte zur Befestigung ihrer Autorität angestell­ten Rundgange unmittelbar nach Montenegro Ser­bien an dir Reihe kommen werde. DerJedinstwo" drückt dies in allegorischer Weise aus, indem er die Regierung beschwört, nicht zuzulaffen,daß der Sturm, nachdem er alles rund herum Bestehende niedergeworfen, auch Serbien erschüttere." Der Didovdan' erklärt in unverblümter Weise, daß ein Angriff auf Montenegro auch auf Serbien abziele, da jenes die Avantgarde Serbiens sei, und fordert die Regierung auf, sie möge der Pforte gegenüber ihre Solidarität mit Montenegro erklären.

Der General der Fenischen Bruderschaft, O'Reill, hat auf den 19. April einen General-Eongreß der Organisation einberufen, der in New-Iork stattfinden wird und auf welchem die Schlußvorkehrungrn für active Feindseligkeiten getroffen werden sollen. Sämmt- liche irische Organisationen und senische Factionen werden eingeladen, durch Delegirte daran Theil zu nehmen. Die Bruderschaft steht inteß auf so schwa- chen Füßen, daß der Congreß schwerlich ein Resultat zu liefern im Stande sein dürfte.

18. Februar.

Ein Schreiben des Erzbischofs von Paris aus Rom stellte eine Vertagung des Concils von Ende April bis Anfang December in Aussicht.

DieLiberte" will wissen, der Kriegsminister habe angeordnet, daß alle für die Artillerie geeigneten Pferde, die zu haben sind, und auch Trainpferde erster und zweiterRangclasse" anzukaufen seien.

Auf Grund des weitverbreiteten Gerichts, daß Lersundi einen Feldzug vorbereite, um den Prinzen von Asturien auf den spanischen Thron zu erheben, hat die Regierung diesen auf Urlaub nach Frankreich gereisten General aufgefordert, nach Spanien zurück­zukehren. Ob jene Beschuldigung gegründet ist, erscheint noch fraglich.

DemCorr. v. u. f. Deutschl." wird von Wien geschrieben: Ganz unabhängig von den Vorgängen im Bezirk von CUtaro und der damit in Verbindung stehenden türkischen Truppenaufstellung an der mon­tenegrinischen Grenze, aber hiermit in der Zeit zu­sammenfallend, ist der alte Zwist zwischen der Türkei und Montenegro wegen des Weiderechts des monte­negrinischen Grenzstammes der Piperj in dem tinki- schen Grenzbezirk Veli und Mali Verdo auf's Neue

entbrannt. Trotz dringender Rathschläge, die Graf Beust in Konstantinopel ertheilte, beharrte die Türkei darauf, den Piperj dieses Weiderecht zu versagen. Darauf hin hat Rußland den übrigen Mächten ge- meinsame Vorstellungen in Konstantinopel vorgeschla­gen, damit einem Umsichgreifen des Zwistes vorge­beugt werde. Eine zur Sprache gebrachte Geldab­findung der Piperj wies der Fürst von Montenegro zurück, da für das Geld die Piperj jedenfalls Waffen kaufen würden, ohne ihr Vieh ernähren zu können. Ein von Frankreich vorgcfcdlagener Gebietsaustausch erschien unthunlich, da der Territorialbesitz nicht strei­tig ist; hierauf schlug das Wiener Kabinet eine Neu- trolisirung des erwähnten Bezirks vor, und dieser Vorschlag dürfte zur Grundlage eines der Pforte gemeinsam zu machenden Vorschlags genommen werden.

Aus Madrid, 14. Febr., wird derKöln. Ztg." geschrieben : Unangemeldet und unerwartet traf heute Morgen der Herzog von Montpensier in der Haupt­stadt ein, in welcher er sich wenigstens am hellen Tage nicht mehr gezeigt hat, seitdem er von seiner Schwägerin Isabella verbannt worden. Er stieg in dem Gasthofe de los Principes ab und begab sich alsdann zu Fuß in die benachbarte Kirche San Ginez; danach besuchte er einige Freunde, machte Einkäufe in den Läden, ging zu Prim, mit dem er eine lange Unterredung hatte, und stellte sich dann dem General» capitän von Madrid vor. Sein Freund, Admiral Topete, suchte den Herzog im Gasthofe auf. Mont­pensier gedenkt, wie verlautet, morgen in die Bäcer von Alhama zu reifen, wohin er schon seit längerer Zeit militärischen Urlaub erhalten hatte.

DerKarlsrh. Ztg." wird von Wien geschrieben: Die Schwierigkeiten, welche die Anhäufung türkischer Truppen in Bosnien und speziell an der montene­grinischen Grenze zu schaffen drohte, bestehen nicht mehr. Als die Schritte, welche die russische Regie­rung bei den anderen Kabinetten gethan, auf den bedenklichen Charakter jener Concentrirung hinzu- weisen, überall der vollständigen Ueberzeugung sowohl von den dabei mit unterlaufenden Uebertreibungen als von der unanfechtbaren Berechtigung der Pforte zu solchen Maßnahmen begegneten, hat das russische Kabinet den Rückzug mit der Erklärung angetreten, daß die erhaltenen Aufklärungen ihm gestatteten, vor der Hand von allen weiteren Schritten abzusehen, und daß es sich der Erwartung hingebe, die Pforte werde das allerseits in ihre Mäßigung und Besonn- nenheit gesetzte Vertrauen zu würdigen und zu recht- fertigen wissen.

Aus Athen wird amtlich dementirt, daß die könig­liche Familie sich in ein.r schwierigen Lage bcfinee. Alle Journale verdammen einstimmig die jüngst publicirten Schmähschriften gegen den König. Das Ministerium verfolgt vorläufig ein friedliches Pro­gramm.

Berichte aus Mexico melden, daß bereits mehrere Provinzen der Republik in den Händen der Insur­genten sind.

Preußen. Berlin, 14. Febr. Der Norddeutsche ReichS- tag war in seiner auf gestern Nachmittag 4 Uhr onberaumten Sitzung, wie vorauSzusehen war, nicht beschlußfähig. 111 Ab­geordnete waren anwesend, wahrend 149 zur Beschlußfähigkeit gehören. Nach einem Schreiben des Bundeskanzlers sind im Ganzen 11 Mandate erloschen, davon in Preußen 8, in Hessen, Mecklenburg-Schwerin und Braunschweig je 1. 10 Man, bäte sind durch Neuwahlen wieder besetzt, nur für den Grafen Bassewitz hat eine Nachwahl noch nicht stattgefunden. Zur Vertheilung kamen 1) Das Strafgesetzbuch; 2) PensionSgesetz für untere Militärpersonen der schleswig-holsteinischen Armee; 3) Schutz des Urheberrechts der musikalischen Werke und der Werke der bildenden Kunst; 4) Schutz der Photographien ge- gen unbefugte Nachbildung; 5) Vertrag mit Baden wegen wechselseitiger Gewährung deS Rechtsschutzes. Noch nicht ge­druckt sind die Vorlagen, betreffend das Eheschließungsrecht der (Konsuln, den Erwerb und Verlust deS Bundes-JndignatS und den Unterstützungswohnsitz. Heute war der Reichstag abermals nicht beschlußfähig, da der Namensaufruf die Anwesenheit von nur 137 Mitgliedern ergab, an der Beschußfähigkeit aber noch 12 Stimmen fehlten.

Berlin. Am 14. d. Nachmittags wurde der Reichstag deS Norddeutschen Bundes im Weißen Saale deö königlichen Schlosses von dem Könige von Preußen im Namen der verbün­deten Regierungen mit einer Thronrede eröffnet, in welcher die Mitglieder des NeichctageS im Namen der verbündeten Regie, rungen zur letzten Session der Legislaturperiode willkommen ge­heißen werden Der Reichstag soll in dieser Session berufen fein, die unter feiner Mitwirkung geschaffenen und durch ein- müthigeS Zusammenwirken der verbündeten Regierungen inS Leben getretenen Institutionen zu ergänzen und fertzubilden. Zunächst wird die sofortige Vorlage emes Strafgesetzbuches für den norddeutschen Bund angekündigt und eine Reihe weiterer Gesetzesvorlagen in Aussicht gestellt. Sodann wird erwähnt, daß die Steigerung des Verkehrs und die Reform der Be­steuerung des Zuckers es gestattet haben, in dem B'-ndeShaus- haltSetat für das Jahr 1871 die Einnahmen an Zöllen und Verbrauchssteuern, sowie an Postüberschüssen höher auSzubringen, als im laufenden Etat, wodurch die Aussicht gewährt ist, daß der größere Theil der dauernden Mehrausgaben für die Fort«

entwickelung der Bundeseinrichtungen, namentlich für die plan mäßige Ausbildung der Bundesmarine, in eigenen Einnahmen des Bundes seine Deckung finbr--Die Gesammtheit der

Beiträge heißt eS weiter, welche den Norden Deutschlands mit dem Süden verbinden, gewähren der Sicherheit und Wohlfahrt deS gemeinsamen deutschen Vaterlandes die zuverlässigen Bürg- chafte», welche die starke und geschloffene Organisation deS norddeutschen Bundes in sich trägt. DaS Vertrauen, welches unsere süddeutschen Verbündeten in diese Bürgschaften setzen, beruht auf voller Gegenseitigkeit. DaS Gefühl nationaler Zu- sammengehörigleit, dem die bestehenden Verträge ihr Dasein verdanken, daS gegenseitig verpfändete Wort deutscher Fürsten, die Gemeinsamkeit der höchsten vaterländischen Interessen ver­leihen unseren Beziehungen zu Suddeutschland eine von dem wechselnden Wege politischer Leidenschaften unabhängige Festig­keit. --Unter den Regierungen, wie unter den Volkern

der heutigen Welt ist die Ukberzeugunq in siegreichem Fort- chritte begriffen, daß einem jeden politischen Gemeinwesen die unabhängige Pflege der Wohlfahrt, der Freiheit und der Ge­rechtigkeit im eigenen Hause zustehe und obliege, und daß die Wehrkraft eines jeden Landes nur zum Schutze eigener, nicht zur Beeinträchtigung fremder Unabhängigkeit berufen fei.--

Schließlich wird die Hoffnung ausgesprochen, der Reichstag werde durch die Losung der vorliegenden Aufgaben die Erfolge deS gegenwärtigen Reichstages zu einem Abschlüsse bringen, welcher die damit verbundenen Mühen durch den Dank der Nation lohnen und diesem Reichstage eine hervorragende Stel­lung in der Geschichte der vaterländischen Institutionen sichern wird.

Bayern. München, 11. Febr. Die internationale Eisenbahnconferenz zu München wurde gestern geschlossen. Die­selbe hat zu einem sehr befriedigenden Resultat geführt, indem neue Tarife vereinbart worden sind, welche namentlich für den Verkehr von Bayern nach Italien und nach dem Rhein bedeu­tende Erleichteiungen gegenüber den jetzt bestehenden Tarifen gewähren werden. Weitere Begünstigungen werden eintreten durch Ausdehnung des directen Verkehrs nach Württemberg und Baden, sowie nach Belgien und Holland. Die Beschlüsse der Conferen; werden nunmehr dec Genehmigung der betheiligten Verwaltungen unterbreitet.

München, 15. Febr. Es bestätigt sich, daß Fürst Hohen- lohe am 14. d. M. fein Entlassungsgesuch eingereicht hat. lieber den Entschluß der übrigen Minister ist noch nichts be­kannt , auch über die Wahl eines Nachfolgers des Ministers des Aeußeren ist, gutem Vernehmen nach, noch i ichts beschlossen.

Oesterreich. TemeSvar, 14. Febr. Die Verbindung mit Baziasch ist seit gestern abgeschnittcn; zwischen Werschetz und Baziasch wüthct ein Schneeorkan. Auf der Bahn liegt fünf Fuß hoch Schnee, der stärkste Pflug entgleist, was hier noch nie vorgekommen. In Detta, drei Viertelstunden von Werschetz herrscht Windstille bei 5 Grad Wäime (?), in Wer, schetz heftiger Schueesturm bei 10 Grad Kälte (?)

Schweiz. Bern, 14. Febr. Die russische Regierung verlangte die Auslieferung des wegen Mordes und Theilnahme an der Socialistcnverschwörung verfolgten Netschajeff, welcher sich gegenwärtig in der Schweiz aufhält.

Rußland. Wie der Krak. Kur. aus Warschau erfährt, ist daselbst Fürst Obolenski, General-Director aller Grenzkam- mern in Rußland und Polen, al« er eben au« Berlin zurück- kehrte. beim HcrauSfleigen auS dem Waggon verhaftet worden. Sein Reisegepäck, das wegen der hoben Stellung des Verhaf­teten nicht gut revidirt werden konnte, wurde schon auf der letzten Station vor Warschau, in Pruszkow, mit Beschlag be­legt. Auf dem Bahnhofsperron erwarteten den Fürsten der Director der Warschauer Kammer, der Präsident der Grenz- Eommission und einige Generale. Al« er den Waggon verließ, trat au ibn der Ober-Polizeimnster von Warschau heran und bat ihn. mit ihm in den bereitstebenden Wagen zu steigen, wel­cher, von Gendarmen umgeben, direkt nach drm Petersburger Bahnhof fuifctirte. Man bringt diese Verhaftung mit der jüngst entdeckten Verschwörung in Verbindung. Nord 10 höhere und niedere Beamten sind außer dem Fürflen verhaftet worden, auch ein Passagier, der mit der ersten Wagenklaffe der War- schau-Brombcrger Bahn ankam.

Italien. Florenz, 14. Febr. DaS Finanzministerium macht bekannt, daß nack dem 28. Februar nickt voll einbezahlte KirchenanIeheuS-Obligationen vom Jahre 1>*67 auf Gefahr der Besitzer verkauft würden. Die Verhandlungen mit Rothschild betreffs eines AnlehenS wurden abgebrochen.

? ! Griechenland. Athen, 11. Febr. Gestern wurde ein Vertrag mit der französischen Gesellschaft Chollet unterzeichnet, durch welchen derselben die Durchstechung deS Isthmus von Korinth bewilligt wird. Die Gesellschaft erhält eine Frist von 18 Monaten und 500 Hektaren Staatsdomäne längs der Canalufer.

Vermischtes.

Gießen. Eltern und Lehrer unserer Umgegend machen wir auf die soeben hier anwesende Menagerie des Herrn K l e e b e r g auf­merksam, deren Thiere hinsichtlich ihrer Schönheit und ausgezeich­neter Dressur vor jeder anderen derartigen Sammlung entschiedenen Vorzug verdienen. Von den einzelnen Thieren nennen wir nur den Königs Löwen aus der Wüste Sahara , der die Majestät des Königs der Thierwelt vergegenwärtigt, einen Tiger aus Bengal von kräftiger MuSculatur, eine gestreifte Hyäne aus Asrika, einen schön gezeichneten Mandril, einen ungewöhnlich großen Bären und einen hübschen Jaguar, außerdem aber drei schöne Schlangen, darunter eine Riesenschlange von seltener Größe und Farbenzeichnung. Staunt daö Auge, wenn man die Käsige entlang geht, über die wilden Insassen, so steigt höher die Bewunderung über die ausgezeichnete Dressur dieser unheim­lichen Gesellen; nicht ohne Schreckensschauer sieht man den i Thierbändiger in die Käfige treten; doch bald verwandelt sich ! dieses Gefühl in das der größten Bewunderung, wenn man den Verkehr deS Bändigers mit den blutdürstigen wilden Ge- 1 stallen sieht, wodurch derselbe seine Herrschaft über die rohe thieriscke Kraft in eminenter Weise bethätigt. Dem Beschauer bietet sich hier ein Schauspiel dar, das er sicher sobald nicht wieder vergißt, das man nicht für möglich halten sollte, wenn man eS nicht vor sich sähe.

Ancona, 8. Febr. Heute um 5 Uhr 20 Minuten Nach­mittags war hier eine heftige Erderschütteri^ig, die 8 Sekunden dauerte, aber keinen Schaden anrichtete.

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.