Geschäfts - Anzeige.
714) Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich Seltersweg vis- i-vis der neuen Anlage eine Schirmfabrik errichtet habe.
Reparaturen werden schnell und pünktlich besorgt.
Durch solide und reelle Bedienung werde ich mir das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu erwerben suchen. Achtungsvoll Franz Schneider.
Concordia!
716) feilte Samstag den 19. Februar:
Versam m 1 u n g.
Montag den 21 Februar, Abends 8 Uhr:
Geburtstagsfeier.
Wvhnungs - Veränderung.
715) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich seit dem 1. Januar in dem früher H. Spies'schen Hause auf dem Neuenweg wohne. I. Mannberger, Weißbinder und Lackirer.
Aufenthalt bis Montag den 21. Februar!
Klcebcrg's 9Ji cimgcrtc.
717) Heute Samstag den 19. und Sonntag den 20. Februar große hier noch nie gesehene
Vorstellung einer als Thierbändigerin sich prodnrirenden Dame.
Madame Kleeberg wird einem geehrten Publikum den Beweis liefern, daß selbst eine Daine den Muth besitzt, sich in die Käfige der gefährlichsten Raubthiere zu begeben und die schwierigsten Productionen mit ihnen auszusühren.
Programm der Dressur:
Zuerst begibt sich die Dame in einen Käfig von
gestreiften und gefleckten Hyänen oder Tigerwölfen vom Cap, sowie sibirischen Wölfen, vereinigt mit einem
russischen Baren.
Nicht allein, daß die Hyänen der Dame Fleisch und Zucker aus dem Munde nehmen, sondern auch, daß sie das kleinste Stück Zucker, welches dieselben schon genommen, aus dem Rachen der Thiere wieder nimmt, ihnen sogar Gesicht und Hände in den Rachen legt, ihnen ein lebendiges Lamm vorhält und auf Commando dasselbe von den Raubthieren liebkosen und auf dem Rücken tragen, ja sogar dieselben über Reife und Stöcke voltigiren läßt. — Hierauf begibt sich die Dame zu einem
afrikanischen, 4 Fusr hohen und 7 Fuß langen Löwen
und wird die schwierigsten Exercitien mit demselben ausführen. — Dann:
Fütterung sammtlicher Raubthiere.
Die Vorstellungen finden täglich 2 Mal statt: Nachmittags 4 und Abends 7 Uhr. Preise der Plätze: Erster Platz 18 fr. Zweiter Platz 9 fr.
Der Schauplatz ist im Oswald'schen Garten.
Um zahlreichen Zuspruch bittet
F. Kleeberg.
Dis Gartenlaube
bringt in Nr. 8 folgende Beiträge: Aus eigener Kraft. Erzählung von W. v. Hillern, geb. Birch. (Fortsetzung.) — Aus den Zeiten der schweren Noth. Der schwarze Herzog von Halberstadt. Von G. Hiltl. Mit Abbildung: Herzog Wilhelm von Braunschweig bei dem Sturm auf Halberstadt — Eine Theaterprobe. Von A. H. — Die gütige Fee des Erzgebirges. Mit dem Portrait der Barbara Uttmann. — Im Banne der Engelsburg. H. — Blätter u. Blüthen: Lehrernoth. — Kleiner Briefkasten.
Hierdurch beehren wir uns zur Anzeige zu bringen, dass wir unter der Firma :
Haasenstein Vogler
nunmehr auch eine Zweig-Niederlassung in
Breslau, Bing No. 53
neben unseren
Hamburg, Berlin, Leipzig, Frankfurt a. M., Stuttgart, Wien, Basel, Zürich, Genf und St. Gallen
bereits bestehenden An»(mcen-Ex|>c<litioiien errichtet haben.
Hamburg, im November 1869.
BBausenstein 4* Vogler.
Die Aimoncen-Expedition von li. HAUBE «fe Co.
in
Frankfurt a. II. Stuttgart München Hamburg Brüssel
Rossmarkt 7. Königsstrasse 25. Kaufinger- Neuer Wall 62. Rue de Pepin strasse 21. 33.
befördert täglich zu den Originalpreisen Inserate in alle Leitungen aller Länder, liefert über jede Annonce den Beleg gratis und bewilligt oei grösseren Aufträgen die günstigsten Bedingungen.
Ausführliche Zeitungsverzeichnisse gratis-franco.
Alleinige Vertreter der bedeutendsten italienischen Journale :
I Q Diritto, Gazzetta d’Italia, Gazzetta di Firenze, V Opinione Nazionale, Gazzetta dei Banchieri etc.
Bitte an die Glieder unserer evanqelischen Gemeinde.
Indem wir hiermit anzeigen, daß wir in den nächsten Wochen die Jahresbeiträge für den Verein der Gustav-Aoolts-Stiftung einsammeln wollen und den Kirchendiener Knoll damit beauftragt haben, unterlassen wir nicht, diese Anzeige mit einer herzlichen Bitte an die Glieder unserer evangelischen Gemeinde zu begleiten und ihnen den wohltätigen Zweck und das segensreiche Wirken des Vereins in Erinnerung zu bringen. Er will den armen, zerstreuten und bedrängten Glaubensgenossen zu Hülfe kommen, daß sie unserer Kirche erhalten werden, daß sie zu einer evangelischen Schule für ihre Kinder, zu einem bescheidenen Gotteshause für ihre Erbauung und zu einem Gottesacker für ihre Todten kommen. Er will nicht blos Beiträge sammeln und unterstützen, sondern auch die, welche geben und empfangen, vereinigen und stärken in ihrer Liebe und Treue gegen unsere Kirche, welcher unser deutsches Volk seine geistige Erweckung, seine Größe und unüberwindliche Kraft zu verdanken hat. Der Gustav-Adolfs-Verein hat bis jetzt schon sehr viel gewirkt, aber er hat noch immer eine große Aufgabe zu erfüllen, und darum bitten wir nicht blos die bisherigen Mitglieder um ihre Liebesgabe, sondern auch die Glieder unserer Gemeinde, welche bis jetzt noch nicht zu dem Vereine gehören, um ihre freundliche Mithülfe und um ihren Eintritt in die Lücken, welche durch den Tod oder durch den Wegzug von hier entstanden sind.
Gießen, den 17. Februar 1870.
Für den Vorstand des Gießener Zweigvereins:
G- Landma n u, Pfarrer-
Bitte an die barmherzige Liebe.
Der erschütternde Unglücksfall ist wohl schon in weiteren Kreisen bekannt, der vor einigen Wochen am Bahnbofe zu Gießen über den sehr braven allgemein geachteten hiesigen Zimmermann, Johannes Feller, gekommen ist, daß derselbe, als er mit einer Zimmer-Arbeit an den Weichen beschäftigt war, durch das unerwartet schnelle Zprück- schieben einiger Eisenbahn-Wägen von denselben überfahren und das rechte Bein ihn dergestalt zermalmt wurde, daß dasselbe oberhalb des Kniees abgenommen werden mutzte. Die Noth, in welche die so schwer heimgesuchte und ganz gering bemittelte Familie gekommen ist, ist um so größer, als hierdurch nicht nur die Nahrungsquelle ganz verstecht ist, sondern auch die Heilung, insbesondere die Anschaffung eines künstlichen Beines unerschwingliche Kosten verursachen. Die Unterzeichneten fühlen sich darum verpflichtet, zur Linderung dieses großen Elendes sich nicht nur an die Ortsangehörigen zu wenden, sondern auch die Hülfe auswärtiger Menschenfreunde mit dem Ansügen in Anspruch zu nehmen, daß sie die eingegangenen Gaben auf's Sorgsamste verwenden und seiner Zeit Rechenschaft ablegcn werden.
Groß-Linden, den 15. Februar 1870.
Koch, Iter Pfarrer. Weicker, 2ter Pfarrer. Menges, Bürgermeister.
Die Expedition dieses Blattes ist bereit, für obige unglückliche Familie milde Gaben entgegenzunehmen.
Soeben erschien das 5. Heft des neuen! VI. Jahrganges des illustrirten Familien-' blattcs:
Daheim.
Dasselbe enthält außer der Fortsetzung des äußerst spannenden Romans:
Eine Cablnctsinttigue.
Von Georg Hiltl
eine reiche Auswahl interessanter, belehrender und unterhaltender Artikel jeden Genres, mit vortrefflichen Illustrationen der ersten Künstler.
Wöchentlich erscheint eine Nummer, monatlich ein Heft von 4—5 Nummern. Preis pro Quartal 18 Ngr. Preis jedes Heftes 6 Ngr.
Bestellungen werden jederzeit angenommen und das bereits Erschienene nachgeliefert.
«frifdjöädier zu fließen.
Sonntag den 20. Februar. Georg Busch am Kreuz. Wilhelm Hartmann in der Neustadt. Carl Löber am Lindenplatz.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde zu Hießen.
Gottesdienst.
Am 20. Februar.
Morgens: Pfarrer Landmann.
Nachmittags : Mitprediger - Vikar Freieensehner.
Kopulivte.
Den 13. Februar. Johann Peter Weichsel, Ortsbürgcr in Kirchenlamitz in Baiern und Schneider dahier, des dasigen Ortsbürgers und Schreinermeisters, Johann Weichsel, ehelicher Sohn; und Katharine Stierberger von hier.
Getaufte.
Den 13. Februar. Dem Bürger und Kaufmann, Ferdinand Hoffmann, eine Tochter, Hermine Henriette, geboren den 16. December.
Denselben. Dem Bürger und Bäckermeister, Wilhelm Löber, eine Tochter, Luise Karoline 'Christiane Konradine Mathilde, geboren den 29. December.
Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Theodor Geilfus, ein Sohn, Georg Daniel Eduard August Andreas, geboren den 13. December.
Beerdigte.
Den 11. Februar. Ein todtgeborner Sohn des Ortsbüracrs zu Großen-Linden und Gastwirths dahier, Johann Karl Schmand, geboren den 9. Februar.
Denselben. Friedrich Daniel Vetzber- ger, Bürger und Lohgerbermeister dahier, alt 68 I. 5 M. 16 T., gestorben den 8. Februar.
Denselben. Heinreich Wißner von Beuern, alt 49 I., gestorben den 9. Februar.
Denselben. Marie Dorothea Wenzel, des Hautboisten im Großherzoglichcn II. Jnfanterie-Regimente dahier, Georg Wenzel, eheliche Tochter, alt 1 M- 19 T-, gestorben den 9. Februar.
Den 12. Februar. Johannette Marie Ferber, geborne Hösterreich, Wittwe des verstorbenen Bürgers und Gastwirths, Wilhelm Christian Ferber, alt 75 I. 10 M- 28 T-, gestorben den 9. Februar.
Den 15. Februar- Jacob Schneider, Bürger in Darmstadt und Bremser an der Main-Weserbahn dahier, alt 36 I., gestorben den 13. Februar.
Den 16. Februar. Johannes Wagner aus Großen-Buseck, Kutscher dahier, alt 55 I., gestorben den 14. Februar.
Denselben. Marie Johanne Spies, des Bürgers und Oekonomen, Christoph Spies, eheliche Tochter, alt 1 M-, gestorben den 15. Februar.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Borsenisachrichten.
17. Februar 1870.
Preuss. 41/2% Obi. 92?/8 Frankf. 3‘/20/0 Obi. 81*/4
Nass. 41/2o/o Obi. 93 V4 Kurh. 40/0 Obi. 835/, Hess. 4% Obi. b. Roths. —
„ 3V2o/o do. do. 88*/2
Bayer. 5% Obi. 1013/8
„ 4V2% 1jährige 9P/8
„ 41/2% 1/2.iährige 86%
Würtemb. 4*/2% Obi. 91*/4 Baden 41/2% Obi. o. E.L. 92'/4 Oestr. 5% b. R. —
„ 5% National —
» 5O/o Metall. Obi. —
„ M. steuerf. —
Amer. 60/0 1 882r Bds. 931/4 „ 60/q 1885r 92>/2
Aetlen.
Frankf. Bank 123'/2
Oester. Bank 698
„ Creditaot. 254*/t Darum. Bankact. 321 '/2
Prioritäten.
50/o östr. F. St. E. B. 3631/4 Ludwigsh.-Bexbach 1691/3 Maxbahn 1057/g Bayer. Ostbahn 120% Hess. Lndwigsbahn 1331/4 3% östr. Stsb.-Prior. 58 3°/q östr. s. Lombard. 50*4 30/0 Livorneser 317/8 Toscaner 51 */8 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 99 */4 5% Elisabeth-Prior. 765/8 do. II. Emiss. —
An8ehen«8oo#e.
Kurh. 40 Thlr. Loose 57* 2 Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 174% Gr. Hess. fl. 25 b. R. 47 4% bayr. Präm. Aul. 106 */t 4% badische Loose 1057/8 Badische fl. 35 Loose 59*/g 1858r Prioritätsloose 158 1860r Loose 793/4 1864r „ 1183/4
Wechsel.
Amsterd. k. 3. 100%
Augsb. k. 3. 993/4
Berlin k. S. 1047/g
Bremen k. 3. 97 */8
Cöln k. 8. 105
Hamburg k. 8. 883/8
Leipzig k. 8. 1043/4
London k. 8. 1195/e
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 95
Wien k. 8. 953/4
Disconto 4% G.
Geldeorten.
Pr. Gass. Sch. 1 447/8-45y8 Div. Cass.-A.
Pr. Friedrdor. 9 57*/2-58*/2 Pistolen . . 9 46-48
„ doppelte 9 47-49 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . U35-37 20 Frankenst. 9 28*/2-29*/2 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 46-48 Doll, in Gold 2 27-28
(Hierzu eine Beilage.)


