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Samstag den 15. Octobcr
1870
Nr. 128
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Derselbe meldet an das Oberkommando:
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Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.
Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags.
Expedition. Canzleiberz Lit. B. Nr. 1.
ibergehend bet in der Neu- erntet ff, :t Arzt
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fferes Leben! Lindem wir i, bemerkenj ing nächsten' : ubr, statt--1 ctober 1870. iblitbenen: Sckwicger-
Brodpreife vom 13. bis 21. October 1870,
nach eigener Erklärung der Bäcker:
4 Pfund gemischtes Brod 19 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 9i/2 kr. 4 Pfund Roggenbrod 16 fr. 2 Pfund Roggenbrot) 8 kr.
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Bestellungen auf den Gisftener Anzeigen bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Die bereits erschienenen Nummern werden nachgeliefert.
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Kriegs nachrichten.
Hefen 8"'°« Rech^. über Frankreich: „Wir wissen, daß, wenn nicht Versailles, 12. Oct. (Osficiell.) An ihre Majestät die Königin Augusta
ein Wunder darwischen kommt, e« mit der bestehenden Regierung überall zu Ende in Homburg. (Lestern siegreiche Schlacht durch General v. d. Tann, 22. Divi- aebt Daü die nach Tours gegangene Abtheilung weiter zieht, ist dessen noch ston. Loire-Armee vollständig geschlagen, einige Tausend Gefangene. Kampf kein Beweis Wohl aber ist die abermalige Vertagung der Wahlen zur Ratio- dauerte von 9y2 bis 7 Uhr in sehr schwierigem Terrain. Bei Dunkelheit Or. naiver,retuna ein Beweis Diese Wahlen sind eigenmächtig von der Regierung Irans genommen. Feind hinter Loire zurück, hat große Verluste. Diesseitige verschoben bis nach der Austreibung der feindlichen Heere. Darin liegt zunächst verhältnißmäßig gering. Detail« noch unbekannt. Wilhelm.
das Geständniß, daß die Regierung keinen Boden im Volke habe; zugleich liegt München, 13. Oct. Telegramm ^n das Kriegsministerium au« dem Haupt- aber auch — zur Biruhigung des mißtrauischen Volkes ■— darin die Verheißung, quartier des Generals v. d. Tann.
daß das Vertheidigungs- und RegierungS Comiiü den Franzosen noch zum Siege Am 11. October vollständiger Sieg bei Orleans.
übet die Deutschen verhelfen werde. Daß das eine Unmöglichkeit ist, wissen Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends in sehr schwierigem Terrain.
deutsche Volksvertretung. , „ ,, ... - a, . . ... .
Alle gemäßigten Politiker weisen diese Forderungen entschieden zurück, indem denen religiösen Congregationen, sich langer mit dem Jagendunterrlchte zu be- (te die Größe der durch die bisherige Entwickelung erreichten Erfolge freudig an- schäftigen." , erkennen " 8U Parts haben unter Führung von Flourens, der sich IN den letzten
Laut Berichten aus Wien war Hr. Thiers nach seinen Unterredungen mit Aufständen im Beginn diese« Jahre« einen Namen gemacht hatte, fünf Bataillone den maßgebenden Persönlichkeiten sehr niedergedrückt und besonder« betroffen von Nationalgarben unter Waffen der Regierung da« in verschiedenen politischen Ver- der Nachricht daß die provisorische Regierung die Berufung der Constituante sammlungen aufgestellte Programm übergeben.
abermal« verschoben habe. Er hoffte in dieser Versammlung eine Friedenspartei Gleichzeitig (am 10.) hat zu Tours eint au« etwa anderthalbtausenv Per- bilden tu können indem et gerade die Vereinsamung Frankreich«, über welche sonen bestehende Versammlung eine Resolution gefaßt, welche besagte, daß die ibn seine Rundreise vollständig aufklärte, al« wichtigste« Argument für die Roth, von der Regierung getroffenen militärischen Maußtegeln weder so entschieden, noch Wendigkeit de« Friedensschlüsse« geltend gemacht hätte. so kräftig seien, al« e« der Ernst der Verhältnisse entere
Die neulich telegraphisch signalistrte Erwiderung de« Norddeutschen Bot- Diese« Zusammentreffen von Bewegungen in der Hauptstadt und am Filial- schaster« in London vom 8 Oktober aus die Note de« Earl Granville vom 15. st« der Regierungsdeputation beweist, daß der feit Wockien zu erwartende Sturm vor MtS liegt heute im Wortlaut vor. Nach einer längeren AuSsührung, worin gegen die Regierung sich angekündigt und eine radieale Fraction sich für den Sturz der' Nachweis geliefert wird, daß e« England sehr wohl möglich sei, auf richter- der noch herrschenden gemäßigten Partei erheben will. Die nächsten Tage werden lichem Wege ein Verbot der Waffen-Au.fuhr herbeizuführen, ohne deswegen seine wahrscheinlich vom Kampf der beiden Parteien gegen einander ausgefüllt werden, aweßaebuna iu ändern oder seine Zoll-Ordnung zu reformiren, hebt Gras Es ist nicht unmöglich, daß er in unblutiger Weise seine Lösung finden wird. Be nstors namentlich hervor, daß die Einwendung, das siegreiche Deutschland Au« Malta wird unter den, 30. September der „Time«" geschrieben, daß könne sich nicht beschweren, daß ihm durch Begünstigung de« Gegner« ein wirk- man dort der Ankunft von 200 J-suiten au« Rom entgegensah, welche sich da- i*er Schaden zuaefügt sei, nicht zutreffend sei, da unsere Beschwerden über die selbst vor den Angriffen de« Pobel« nicht mehr sicher glauben sollen. 150 Mit- Handhabung der Englischen NeutralitäiS-Gesetze aus einer Zeit stammen, wo wir glitder der Gesellschaft Jesu sollen sich bereit« auf der Insel befinden.
keine Sieae erfochten hatten. Zudem werde, wenn auch da« schließliche Au« China meldet die russische Telegraphen-Agentur, daß tn Kta-Nmg auf «efultat de« Kriege« trotz der Unterstützung, die unfern Gegnern von Seiten der Insel Formosa das Volk die katholische Kirche zerstört habe und an weiteren h. ... s-h-n wird unverändert bleibe, doch der Kampf verlängert und Ausschreitungen nur durch da« Dazwischentreten der Behörden gehindert worden T,a8, um f* mebr Blutvergießen und Opfer. Das deutsche Volk werde die Ver- sei. In Tientsin herrschte di« zum 12. September Ruhe. Die über Bombay foraung seine« Feinde« mit englischen Waffen im Frieden gewiß nicht ander« de- eingegangenen Nachrichten erwähnen da« Gerücht, daß Fürst Kung ermordet urtheilen als jetzt in der Hitze des Kampfes und könne das Gefühl von Unwillen, worden sei. den dasselbe Darüber empfinde, nur gemildert werden durch die zahlreichen und thatsächlichen Beweise von Sympathie de« englischen Volke« für Deutschland und
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14. October. Männer wie Favre, Crömieux, Arago u. s. w. ganz gut. Aber sie wissen auch,
Zur deutschen Frage schreibt die „Prov.-Corr." : daß sie den Franzosen nur noch mit den tollsten Lügen gefällig sein können; und
Die feste Einigung aller deutschen Staaten wird, nach der Zuversicht, so haben sie nun mit dieser Verheißung die Lüge zum höchsten RcgierungSgedankcn welche "die deutschen Herzen erfüllt, eine ter besten Früchte des gegenwärtigen erhoben. Die Verlogenheit einer Regierung ist stet« der Maßstab ihrer Verlegen- Krieges sein. Durch die innige Genossenschaft in Kampf und Sieg ist da« bis- beit. Ader eben so wie die Regierung, geht die Nation mit ihrem Witze zur hcrige völkerrechtliche Band, welche« die norddeutschen und süddeutschen Staaten Neige. Die Faulgährung kündigt sich an in dem Aufrufe des Combat, de« umfaßte, enger gizvAftz ckyorksz,:-aus den Bündnißverträgen wird ein gemein- Blattes von Felix Phat, .... V.ilrägc 4u einer Ehrenflinte, welche demjenigen schaftliches deutsche« SibLÄffen hervorgehen. geschenkt werden soll, der den König von Preußen umbringt. ' .
Zwischen den deutschen Regierungen finden zunächst vertrauliche Verhand- Preußen liegt zu Felde und tbeilt also die Gefahren der Soldaten. Die Gra- lungen statt, um die Grundlagen der neuen Einigung nach dem Gesammtintereffe naten, die auch in seiner Nähe platzen können, sind „historisch." Aber eine be« deutschen Volke« zu vereinbaren. Der ernste patriotische Geist, von welchem Schiißprämie auszusetzen auf die Erlegung einer bestimmten fürstlichen Person in alle Regierungen in dieser großen Zeit erfüllt find, bürgt dafür, daß das Werk den feindlichen Reihen, das ist gegen den modernen Kriegsbrauch." der nationalen Einigung durch allseitige« Entgegenkommen bald zum befriedigen- Personen, welche heute hier direkt von der CernirungSarmee in Angelegen-
Abschlusse gelangen werde. feilen der Krankenpflege re. eingetroffen, versichern, daß die Vorbereitungen zur
Die Bestrebungen ter Regierungen sind im Norden und im Süden von Belagerung von Paris, welche nahezu beendet wären, an Großartigkeit jede Vordem lebendigen Volksbewußtsein getragen, welches den Segen der jetzigen glor- stellung übersteigen, und daß man diesseits, zumal bei der überaus genauen In- reichen Zeit für alle Zukunft sichern will. formirung über die Streitkräfte nicht nur, sondern über die täglichen Vorgänge
In dem Volksbewußtsein lebt zugleich die Ucberzeugung, daß es zur festen in Pari«, über den Erfolg der Operationen vollkommen beruhigt fei. Au« dieser Gründung jener Einigung nicht einer völligen neuen Schöpfung, sondern nur der Sicherheit und aus der Beherrschung der Situation erscheint auch die Sprache weiteren Anknüpfung an die seit 1866 geschaffenen nationalen Einrichtungen be- der Rundschreiben und der Denkschrift erklärlich,- welche gestern erschienen ist. darf Der Norddeutsche Bund hat in der jetzigen gewaltigen Entscheidungszei, Uebrigen« ist hinsichtlich der Verproviantirung der Armee Alles in bester Ordnung bie Kraft und Tüchtigkeit seiner Grundlagen so erfolgreich bewährt, daß alle und auch der Gesundheitszustand der Truppen ist ein verhälnißmäßig durchaus ernften und praktischen Politiker diese Grundlagen im Wesentlichen auch für die befriedigender. Mit den Resultaten der operirendeu Streifcorp« ist man außer- weitere Einigung festgehalten wissen wollen. ordentlich zufrieden und den Siegen, welche in den letzten Tagen hier die Ba-
Die Norddeutsche Verfassung selbst bezeichnet den Weg, auf welchem eine Genfer, dort ein Theil der kronprinzlichen Armee unter General v. d. Tann er- Ausdehnung des Bundes auch auf die süddeutschen Staaten erfolgen kann. fochten, wird eine sehr große Bedeutung beigelegt.
Nur die demokratische Partei, welche sich auch seit dem Jahre 1866 von Der „Progrös" vom 4. Oct. meldet: „Der Gerne,nderath von Lyon hat der lebendigen Theilnahme an der praktisch erfolgreichen Entwickelung der deut- in seiner Sitzung vom 27. September zwei wichtige Beschlüsse gefaßt. Der erste schen Politik fern gehalten hatte, verlangt jetzt eine völlig neue Gestaltung schreibt vor: „Die vollständige Rückkehr zum Gesetze des Jahres IX., welche« Deutschlands durch eine eigene« zu diesem Zwecke zu berufende verfassungsgebende jede Kundgebung des Cultus außerhalb der Kirche in den Städten, wo mehrere - - Gülte autorifirt waren, verbietet." Der zweite Beschluß „verbietet den verschie-
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